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Letzte Wechsel beim HSV - und eine falsche Einschätzung

Ich bin leider jetzt erst zuhause und wollte eigentlich auch keinen Blog mehr schreiben, da ich morgen die ausführliche Analyse vom vermeintlich letzten Zugang der aktuellen…

Letzte Wechsel beim HSV - und eine falsche Einschätzung

Ich bin leider jetzt erst zuhause und wollte eigentlich auch keinen Blog mehr schreiben, da ich morgen die ausführliche Analyse vom vermeintlich letzten Zugang der aktuellen Transferphase, Lukasz Poreba, plane. Heute gab es dann aber doch noch einen Wechsel. Zwar nur den bereits vermuteten Wechsel Ogechika Heils zu Preußen Münster, aber auch der sollte hier noch einmal genannt werden. Zumal Heil ein absolut feiner Kerl ist, der beim HSV angesichts der Konkurrenz keine Chance mehr zu haben schien und dem ich auf diesem Wege noch mal das Allerbeste für seine neue Aufgabe in der Dritten Liga wünschen wollte. „Ich habe bisher wirklich nur Positives über die Stadt und den Verein gehört und bin daher froh, dass es zum Ende jetzt noch geklappt hat. Ich hatte hier gute Gespräche und will mich jetzt mit mehr Spielzeit bei Preußen und in der 3. Liga weiterentwickeln“, freut sich auch Heil über seinen Wechsel.

Und auch auf der Position der Anteilseigner scheint sich ein Wechsel anzubahnen. Wie die Kollegen der BILD zuerst berichteten, steht Ex-Vorstand Thomas Wüstefeld unmittelbar vor dem Verkauf seiner Anteile. Bislang hält Wüstefeld 5,11 Prozent der Anteile, die demnach an den Hauptsponsor, an die Versicherungsgruppe HanseMerkur, veräußert werden sollen. Das Präsidium des HSV e.V. hat dem Deal offenbar schon zugestimmt. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlung.  Wobei auch das nur Formsache ist, da, bei der der e.V. die erforderliche Dreiviertelmehrheit innehat.

Und dann noch zu einem Post von heute, den ich nicht unkommentiert stehen lassen möchte, da er inhaltlich so viele Punkte hat, die ich komplett gegenteilig sehe. Denn bei allem, was man Jatta auch vorwerfen bzw., was man an ihm kritisieren kann, zählen Einstellung und Charakter definitiv nicht dazu. Aber lest selbst (Pokalteddy fett gedruckt, meine Reaktion kursiv):

Polkateddy schrieb:

Jatta hat ein Problem, welches im Profifußball ein klassischer Karrierekiller ist. Er ist charakterlich ungeeignet.

So eine Aussage zu treffen, ohne den betroffenen Menschen zu kennen, ist mehr als grenzwertig.

Gegen Schalke, beispielsweise, konnte man beim letzten Treffer sehen, dass er sich nicht mitfreuen wollte und abdrehte. Man konnte sehen, dass er Dompé den Treffer nicht gönnte, er wollte den Treffer erzielen, Dompé sollte zu ihm rüberspielen.

Korrekt, hier hätte Dompé zweifellos rüberspielen müssen, anstatt das letzte Risiko einzugehen – allerdings hat er auch so getroffen. Von daher gab es hier im Ergebnis nichts zu meckern. Dass sich Jatta gefreut hätte, den Treffer zu erzielen, würde ich ihm nicht übelnehmen. Daraus allerdings abzuleiten, dass Jatta sich nicht über den Treffer gefreut hat, ist sicher nicht korrekt. Der Treffer war aber am Ende spät in der Nachspielzeit „nur“ noch der endgültige Deckel auf einen Sieg, der zuvor sehr viel Kraft gekostet hat. Da fällt auch ein Torjubel mal etwas spärlicher aus.  Wenn Du aber die Umarmung und den Jubel Jattas und Dompés nach Schlusspfiff gesehen hättest, hättest Du diese These sicher auch nicht aufgestellt.
Wird er eingewechselt, treibt er auch seine Spielchen und zeigt bockige Züge. Unter normalen Umständen ist hier Edeka (Ende der Karriere).

Bockige Spieler, die nach Einwechslungen rummaulen und teilweise Leistung verweigern, gibt es sicherlich. Jatta allerdings zählt definitiv nicht dazu. Zugegeben: In Karlsruhe war ich überrascht, wie wenig Enthusiasmus Jatta nach seiner Einwechslung auf den Platz brachte. Aber das auch nur, weil es sonst gerade bei ihm eben nicht vorgekommen ist. Die Spiele vor und nach Karlsruhe aber zeigen dann auch deutlich, dass Jatta eben doch ein tadelloser Sportsmann ist. Mit sportlichen Mängeln, wie gestern geschrieben. Aber auch mit sehr vielen großartigen Vorzügen, wie ebenfalls im vorigen Blog geschrieben. 

Beim HSV wird der Bub gebauchpinselt und alle lieben ihn. Jetzt läuft es plötzlich, der feine Herr steht im Mittelpunkt und nun soll sein Gehalt angehoben werden, na sicher.

Nein, seine Leistung stimmt und sein Vertrag läuft aus. Bei Jatta wird absolut NULL anders gehandhabt als bei anderen Spielern, die der HSV aus sportlicher Überzeugung heraus halten will. Dass sein Gehalt als bisheriger Geringverdiener jetzt angehoben wird, hat er sich mit absolut ehrlicher, guter Arbeit verdient. Glaub mir, der HSV ist absolut nicht altruistisch veranlagt und verschenkt auch kein Geld aus Sympathie an Spieler, sondern versucht diese Spieler möglichst günstig zu halten. Am Ende ist es immer eine Abwägung aus sportlicher Bedeutung vs. finanziellen Wert. Soll heißen: Der Spieler fordert, der Verein bietet. Treffen sich beide Vorstellungen, gibt’s eine Vertragsverlängerung. Falls nicht – geht es auseinander. Immer. Auch bei Jatta verhält es sich hier nicht anders.

Jedem das Seine, ich habe solche Typen gefressen, stehe eher auf den Typen Ambrosius, der seine Chance ganz anders wertet. Jatta kann wechseln, gerne ablösefrei. Aus meiner Sicht kein Verlust, wenn ein fauler Apfel raus ist. Im Gegenteil.

Dir sei zugutegehalten, dass Du Jatta einfach nicht kennst. Aber Dir sei auch gesagt, dass Dein Post nur so vor falschen Behauptungen strotzt. Was Du hier schreibst, ist schon grenzwertig, finde ich. Jatta nicht zu mögen, ist Dein gutes Recht. Ihm aber solche Unterstellungen zu machen, nicht.

In diesem Sinne, morgen dann mehr zum letzten Neuen, zu Lukasz Poreba. Der könnte am Sonntag gegen Hansa Rostock sogar schon seinen ersten Einsatz haben. Zwar wohl eher nicht auf der Sechs, die Jonas Meffert beim HSV innehat, aber vielleicht davor auf der Achterposition. Denn dort scheint Laszlo Benes, der heute nach einer halben Stunde wieder in die Kabine ging, noch nicht wieder bei 100 Prozent zu sein. Allerdings sind gerade die Positionen vor Meffert mit den wieder gesunden Pherai und Reis auch so noch gut besetzt. Einfach wird es für Poreba also egal wie nicht.

Aber mal hören, was Walter morgen auf der Pressekonferenz dazu sagt. Ich melde mich im Anschluss daran wieder bei Euch! 

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