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„Ich habe richtig Bock auf die Partie!“

So, jetzt mal wieder zum Wesentlichen zurück. Das erste Mal seit mehr als einer Woche schaffe ich es tatsächlich, halbwegs pünktlich mit dem Schreiben des Blogs zu beginnen.…

„Ich habe richtig Bock auf die Partie!“

So, jetzt mal wieder zum Wesentlichen zurück. Das erste Mal seit mehr als einer Woche schaffe ich es tatsächlich, halbwegs pünktlich mit dem Schreiben des Blogs zu beginnen. Leider gleich wieder mit einer nicht so schönen Nachricht – aber zumindest mit einer sportlichen. Denn Jeremy Dudziak wird am Sonnabend im Topspiel gegen Greuther Fürth ausfallen, nachdem er heute noch  nicht wieder voll mittrainieren konnte. „Alle, die es heute nicht auf den Trainingsplatz geschafft haben, werden auch am Sonnabend keine Rolle spielen“, so HSV-Trainer Daniel Thioune, dem diese Nachricht sichtbar nicht gefiel.

Denn insbesondere er weiß nur zu gut, wie wichtig Dudziaks Spielweise für den HSV ist. „Er war noch nicht auf 100 Prozent“, so Thioune, der sich bei der Frage nach dem Ersatz seines Mittelfeldspielers noch nicht schlüssig ist. Ob er das Spiel an sich durch diesen Ausfall umstellen müsse, wollte ich wissen – und bekam als Antwort, dass Thioune es eben noch nicht weiß. Nicht, weil er ratlos ist, sondern vielmehr, weil der HSV-Coach gleich ein paar mehr Ideen hat.  „Als erstes bedeutet das, dass ich mal wieder die Aufstellung verändern muss. Dazu kann ich auch ehrlicherweise sagen, mit Jeremy war ich in den letzten Wochen mehr als einverstanden. Also gerade seine Arbeit gegen den Ball, sein Tempo. Er hat viel Qualität auf den Platz gebracht, deswegen wird dieser Auswahl auch sehr schwer für uns.“

Dudziak fällt verletzt aus - Thioune plant um

Wie dieser Ausfall kompensiert werden soll? „Ja, ich mach mir ein paar Gedanken. Zum einen natürlich wissen wir, dass wir gegen den Ball für eine gewisse Stabilität sorgen müssen. Andererseits wollen wir aber auch erfrischend und dynamisch nach vorne spielen. Und da bieten sich einige Spieler im Kader an.“ Aaron Hunt beispielsweise hätte in den letzten Wochen gezeigt, dass man sich „auf jeden Fall“ auf ihn verlassen könne. Thioune weiter: „Auch auf Amadou Onana sowie Manuel Wintzheimer, der auch wieder im Kommen ist - und sicherlich auch Khaled Narey der den Flügel besitzen kann, können wir uns verlassen.“ Letztgenannter würde dem HSV die Option eröffnen, wieder mit Sonny Kittel auf der Zehn zu agieren. „Klar, wir können Sonny auch wieder ins Zentrum ziehen“, so Thioune, ehe er ehrlich zugab: „Ich bin da noch gar nicht final.“

Sicher sein kann sich der Trainer dagegen, dass er am Sonnabend im Volksparkstadion auf einen Gegner trifft, der ähnliche Saisonziele wie der HSV verfolgt. Und das ist nicht die einzige Ähnlichkeit, sagt Thioune: „Die haben eine Mannschaft zusammengestellt, die ich sehr spannend finde. Eine sehr junge Mannschaft. Ich glaube, dass die sportlich Verantwortlichen einen richtig guten Job gemacht haben. Sie haben Spieler zusammengestellt, die sich entwickeln wollen. So ein bisschen wie bei uns. Nur vielleicht bei uns mit ein paar mehr Säulen. Sie spielen einen ganz guten Ball.“ Das war auch im Hinspiel, das aus HSV-Sicht zuerst sehr unglücklich (Leistner Rot, Dudziak verletzt raus) begann – aber im Ergebnis gut ausging. Thioune: „Ich habe gute Erinnerungen an das Hinspiel, weil ich mit einem richtig guten Gefühl nach Hause gefahren bin, weil ich ein Fußballspiel gewonnen habe. Die Mannschaft hat dort das erste Mal bewiesen, dass sie mit allem, was sie hat, etwas, was ihnen gehört auch verteidigen wollte. Und das haben wir mit den drei Punkten am Ende.“

Stimmt. Der HSV gewann bekanntermaßen 1:0 in Fürth. Damals schon und auch danach wurde Fürth eine der spielstärksten und torgefährlichsten Mannschaften der Zweiten Liga. „Ich glaube, sie haben dann nach unserem Spiel auch einige Punkte eingesammelt und konnten auch im Pokal einige Runden überstanden. Sie haben viele Tore geschossen,“, so Thioune über den nächsten Gegner, der mit 41 Treffern nach dem HSV (46) die zweitmeisten Tore erzielen konnte. Was das für das Spiel am Sonnabend bedeutet? „Vieles deutet darauf hin, dass so ein Spiel dann auch mit vielen Treffern behaftet ist – aber das muss nicht so sein.“

Wichtiger sei, dass die Fürther ähnlich wie zuletzt der SC Paderborn  den spielerischen Ansatz wählen. „Sie spielen sich sehr viel heraus und stehen, glaub ich, nicht überraschenderweise ganz oben. Auch deswegen freuen wir uns umso mehr, dass wir jetzt wieder eine Mannschaft zu Gast haben, die sehr viel Fußball spielen möchte. Denn das ist genau das, was wir auch am Wochenende wollen. Also wiederhole ich mich gern: Ich freu mich auf die Party. Ich freue mich auf die Aufgabe Greuther Fürth“, so Thioune, der die Bedeutung der Partie nicht überhöhen wollte – ihr aber schon eine größere Bedeutung beimisst. „Die Spiele werden weniger. Es sind nur noch 14 an der Zahl.“

Es wird ein interessantes Spiel gegen Fürth. Auch, weil der HSV nach dem Rückschlag in der zweiten Halbzeit in Aue beweisen will, dass diese 45 Minuten nur ein Ausrutscher waren. Was genau besser gemacht werden muss? „Wir werden versuchen, in der Offensive dann doch kontrollierter zu sein und vielleicht in der Defensive viel aktiver und aggressiver als im vergangenen Freitag“, fordert der HSV-Trainer. Im Grunde müsse man so ähnlich wie gegen Paderborn spielen, wo seine Mannschaft auch wusste, „dass wir 90 Minuten, oder sogar 95 Minuten immer auf Sendung sein müssen. Und  das müssen wir in jedem Spiel. Das erwarte ich von meiner Mannschaft - das erwarte ich auch von mir.“

Und während beim HSV neben Dudziak auch Bobby Wood (Knieprobleme) sowie die Langzeitverletzten Josha Vagnoman (soll nächste Woche wieder mittrainieren), Klaus Gjasula und Toni Leistner fehlen, hat auch Fürth Ausfälle zu beklagen. Fürths Trainer Stefan Leitl muss auf die verletzten Innenverteidiger Paul Jaeckel und Ex-HSVer Mergim Mavraj (beide Oberschenkelverletzung) verzichten. „Das ist natürlich eine schwierige Situation“, so Leitl, der nach abgelaufener Gelb-Sperre wieder auf Ex-HSVer Julian Green setzen kann.

Kühne als Stimme der Vernunft? Klingt verrückt...

Okay, so ganz ohne Vereinspolitik geht es aktuell einfach  nicht mehr. Wobei das heute nicht nur schlecht klingt, was mein Kollege Kai Schiller da im Abendblatt geschrieben hat. Klaus-Michael Kühne trete dafür ein, „dass keine erneute Unruhe im Gesamtgefüge des Profifußballs aufkommen darf, damit die laufende Saison ungestört und hoffentlich erfolgreich zu Ende gespielt werden kann“, heißt es da. Kühne, der 20,44 Prozent der Anteile an der Fußball-AG besitzt (der HSV e.V. besitzt 75,67 Prozent), werde „im Falle von Satzungsänderungen bei der HSV Fußball AG in der Hauptversammlung stets in gleicher Weise wie der HSV e.V. abstimmen. Ziel ist es, gemeinsam mit Mitgliedern und Fans den HSV weiter zu stabilisieren.“

Das jedenfalls ließ Kühne über sein Büro schriftlich mitteilen. Weiter heißt es in dem Schreiben: „Darüber hinaus ist die Kühne Holding AG gewillt, Anteile an der HSV Fußball AG abzugeben, um die Gesellschafterstruktur breiter aufzustellen. Wichtig dabei sind Partner, die eine Verbundenheit zum HSV besitzen.“ Kühne sei „unverändert großer HSV-Fan“, teilte die Sprecherin Kühnes mit. Und so seltsam das auch klingen mag: Kühnes Aktion ist in Sachen Vereinspolitik das Vernünftigste, was ich in den letzten Tagen offiziell lesen und hören durfte…

Aber okay, nehmen wir es erstmal so, wie es sich liest…

In diesem Sinne, bis morgen! Anbei noch das neue Orakel-Video von Flo und Joscha! 

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