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HSV zwischen Zukunft und Risiko: Der Vasiljevic-Deal im Fokus

der HSV ist kurz davor, einen neuen Spieler zu verpflichten. Genauer geht es um Andrej Vasiljevic. Vasiljevic ist Mittwoch 16 Jahre alt geworden und gilt als ein großes…

HSV zwischen Zukunft und Risiko: Der Vasiljevic-Deal im Fokus

Moin zusammen,

der HSV ist kurz davor, einen neuen Spieler zu verpflichten. Genauer geht es um Andrej Vasiljevic. Vasiljevic ist Mittwoch 16 Jahre alt geworden und gilt als ein großes Sturmtalent. Laut Berichten der Bild sollen auch Borussia Dortmund, RB Leipzig, Benfica Lissabon und Inter Mailand an ihm dran gewesen sein. Nun sollen aber nur noch wenige Details abgeklärt werden und der ungarische U-Nationalspieler würde ab Sommer einen Vertrag beim HSV unterschreiben. Dabei würde er vorerst noch in der Jugend spielen, soll aber relativ zügig auch in den Profikader gelangen. Das sollte dann auch relativ schnell passieren, denn der HSV zahlt insgesamt 1,5 Millionen Euro Ablöse plus mögliche Bonuszahlungen.

Finanzielles Risiko vor dem Umbruch im Sommer

Grundlegend ist es natürlich richtig, solche Talente bereits in einem jungen Alter zum HSV zu holen. Denn wenn dieser Junge sich so entwickelt, wie es prognostiziert wird, ist er in 2 Jahren schon um ein Vielfaches besser und würde zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht mehr zum HSV wechseln. Dafür ist das Scouting mittlerweile so weit, dass alle 18-Jährigen Supertalente eher zu Vereinen wie Borussia Dortmund oder RB Leipzig wechseln. Und auch das, dass eben genau diese Vereine an Vasiljevic dran waren, spricht dafür, dass der Junge ein wirklich aufstrebendes Talent ist. Sofern sein Charakter passt, ist das sicherlich einer, der mal groß rauskommen kann. Aber der HSV schwimmt momentan nicht in Geld und bezahlt 1,5 Millionen Euro für einen Spieler, der für die Startelf oder die Bank erst in der Saison 2027/28 in Frage kommt. Und da sind wir wieder beim Punkt, der Kalkulation. Ich nenne mal das Beispiel aus dem letzten Wintertransferfenster, als der HSV in der 2. Liga insgesamt 6 Millionen Euro für Alexander Roessing-Lelesiit und Aboubaka Soumahoro bezahlte. Sicherlich hat Roessing-Lelesiit Potenzial und seine Zeit wird kommen, aber eine konstante Verstärkung war er bisher eben nicht. Und Soumahoro scheint seine Leistungen nicht mal in der Ligue 2 abzurufen. Andernfalls wäre nicht jetzt schon bekannt, dass er im Sommer wieder zum HSV kommt. Vielleicht kalkuliert der HSV anders mit seinem Geld.

Sofern der HSV das mit dem Budget der neuen Saison gut kalkuliert, kann das definitiv was werden, aber zu diesem aktuellen Zeitpunkt wirkt es so, als würde man einen Spieler für 1,5 Millionen Euro verpflichten, während man im Sommer eigentlich genau dieses Geld benötigt, um einen guten Innenverteidiger und eine komplett neue Sturmreihe zu holen. Vielleicht findet der HSV einen weiteren Transfercoup für die Innenverteidigung, aber wenn ich mir das Profil, welches benötigt wird, und den aktuellen Markt anschaue, denke ich, dass der HSV mal mindestens 5, wenn nicht sogar 7–8 Millionen Euro auf den Tisch legen muss, damit man einen adäquaten Ersatz findet. Ich bin gespannt, wie das Ganze sich entwickelt, und hoffe, dass am Ende ein Sommertransfer nicht an diesen 1,5 Millionen Euro scheitert. Denn das ist definitiv ein Ding für die Zukunft, aber es garantiert auch keiner, dass dieser Mann den HSV am Ende weiterbringt.

Dahmen statt Heuer Fernandes- Die Statistik spricht dagegen

Ein Ding, was mich heute etwas verwundert hat, war die Nachnominierung von Finn Dahmen für die deutsche Nationalmannschaft. Jonas Urbig musste verletzt abreisen, es brauchte also einen neuen Torwart. Und dann wird eben Finn Dahmen nachnominiert. Und da frage ich mich, warum nicht Heuer Fernandes. Und das ist jetzt nicht nur wegen des HSV, sondern auch die Statistiken sprechen klar für Heuer Fernandes.   Er liegt bei der Paradenquote 7 % über Dahmen und auch die Gegentore sprechen klar für Heuer Fernandes. Dieser kassierte nur 40 Tore, während Dahmen 50 Mal hinter sich greifen musste. Noch klarer wird es bei dem Expected-Goals-against-Wert, der aussagt, wie viele Gegentore ein Verein hätte kassieren müssen. Bei Dahmen und Augsburg sind es 49,9 Expected Goals, also fast exakt der Wert der tatsächlichen Gegentore. Beim HSV liegt der Wert bei 48, also insgesamt 8 Tore über dem eigentlich kassierten Wert. Und auch mit dem Alter kann man hier m. M. n. nicht so wirklich gut argumentieren. Denn diese Nominierung wird meiner Meinung nach nur für den aktuellen Lehrgang sein, beide werden in Zukunft wohl erstmal nicht mitfahren. Denn für die zukünftigen Turniere stehen Noah Atobolu, Diant Ramaj, Mio Backhaus und allen voran natürlich Jonas Urbig bereit. Zudem ist Alex Nübel einer, der sicherlich noch 5 Jahre für die Nationalmannschaft in Frage kommt.

Ich möchte hier keinesfalls sagen, dass Finn Dahmen ein schlechter Keeper ist. Er ist sicherlich einer, der eine Nominierung verdient hat, vor allem, da er letzte Saison eine Serie an Spielen hatte, in denen er am Stück zu Null gespielt hat. Aber die Statistiken sprechen am Ende eben für Heuer Fernandes und das spricht wieder das Thema der Leistung im DFB-Kader an. Aber das ist ein externes Thema. Dass Nmecha beim DFB nicht Stamm spielt, finde ich nicht richtig. Vor allem wenn ich mir die letzten Wochen und auch seine 2. Halbzeit gegen den HSV anschaue. Meiner Meinung nach sollten Nmecha und Pavlovic auf der Doppelsechs spielen. Aber wer bin ich schon, die Nationalmannschaft zu bewerten. Fest steht, dass Heuer Fernandes meiner Meinung nach eine Nominierung für den DFB verdient hätte, vor allem nach der Saison, die er bisher spielt.

Tom

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