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HSV-Vorstand Boldt: „Wir nehmen die Herausforderung Aufstieg an“

Als letzter Zweitligist – aber eben auch als der Zweitligist mit der längsten Vorsaison - hat nun auch der HSV die Vorbereitung auf die neue Saison aufgenommen. Und das noch…

HSV-Vorstand Boldt: „Wir nehmen die Herausforderung Aufstieg an“

Als letzter Zweitligist – aber eben auch als der Zweitligist mit der längsten Vorsaison - hat nun auch der HSV die Vorbereitung auf die neue Saison aufgenommen. Und das noch nicht in voller Besatzung. Wie in den letzten Jahren üblich fehlten noch einige Spieler, die im Nachgang der Saison für ihre Nationalteams unterwegs waren, wegen Spnderurlaubs. Fünf Torhüter und 17 Profis standen heute auf den perfekt gepflegten Trainingsplätzen neben dem Volksparkstadion zur ersten Einheit der neuen Saison auf den Rasen. Und das mit eine großen Ziel, wie Jonas Boldt deutlich formulierte:  „Ganz klar, dass wir die Herausforderung Aufstieg annehmen“, sagte der Sportvorstand diesmal schon beim Trainingsstart.

In der vergangenen Saison hieß das Ziel: Entwicklung der Mannschaft. Diesmal ist der Aufstieg das erklärte Ziel. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem der HSV seinen Kader noch nicht mal im Ansatz zusammen hat. Erst zwei neue Gesichter präsentierten sich den rund 80 Zaungästen heute. Zum einen der 22 Jahre alte Linksaußen Filip Bilbija vom Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt und als zweiter Neuer agierte der 23 Jahre alte Ersatztorhüter Matheo Raab von Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern erstmals im Kreis ihrer neuen Mannschaftskollegen mit.

Laszlo Bénes will zum HSV - dauerhaft

Dass das nicht so bleiben wird, ist klar. Schon sehr bald kommen soll Mittelfeldspieler Lászlo Bénes. An dem 24-jährigen Slowaken von Borussia Mönchengladbach ist der HSV stark interessiert. „Das ist mehr als nur ein Gerücht. Er ist ein Spieler, der sehr, sehr spannend ist, der zu uns passen würde“, sagte Boldt. Bénes hat in der vergangenen Saison 13 Spiele für die Gladbacher bestritten und dabei eine Torvorlage gegeben. Dem Vernehmen nach will Bénes trotz laufenden Vertrages bis 2024 gern fest an die Elbe wechseln. Interesse besteht auch an Stürmer Ransford Königsdörffer von Dynamo Dresden.

Überraschend nicht beim Trainingsstart war Kapitän Sebastian Schonlau wegen einer Fußverletzung. Wie erwartet fehlte Sonny Kittel, der vor einem Wechsel in die USA steht. Er verhandelt mit DC United Washington aus der Major League Soccer. Bis zum Wochenende sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein, ansonsten werde Kittel mit ins Trainingslager nach Österreich reisen, sagte Boldt und meinte: „Alle Rahmenbedingungen sind besprochen. Entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht.“

Kittel hat in 104 Partien für die Norddeutschen bestritten und 30 Tore erzielt sowie 33 Torvorlagen gegeben. Allein sein Abgang setzt Jonas Boldt unter einen erhöhten Transferdruck. Denn Fakt ist, leicht zu ersetzen sein wird Kittel nicht. Im Gegenteil: So eine Quote bei einem Spieler findet man nur sehr selten. Und nach der öffentlichen Degradierung von Sportdirektor Michael Mutzel, der sich der Mannschaft und dem Trainer nicht mehr nähern soll, weil es kein Vertrauensverhältnis mehr gäbe, dürfte diesmal Boldt allein für die Neuverpflichtungen verantwortlich gemacht werden. Im Guten wie im schlechten.

Apropos: Nachdem heute Xavier Amaechi (war zuletzt an die Bolton Wanderers verliehen) wieder beim HSV auf dem Platz stand, stand mit Marko Johansson noch ein Spieler auf dem Platz, der gehen soll. Und das wie so oft wohl wieder mit ein paar Euro Abfindung im Gepäck. Zumindest läuft es darauf aktuell hinaus. Denn beim HSV hat der Schwede keine Zukunft mehr – einen neuen Klub gefunden hat er aber auch noch nicht. Und er wäre allein in dieser Transferphase schon der zweite Spieler (nach David Kinsombi), den der HSV verschenken und zudem noch mit einer Abfindung versehen würde. Eine Unsitte, die beim HSV in den letzten Jahren extrem teuer geworden ist.

Walter will noch mehr Intensität ins eigene Spiel bekommen

Derzeit wieder beim HSV sind die zurückgekehrten Leihprofis Aaron Opoku (23/VfL Osnabrück), Robin Meißner (22/Hansa Rostock) und Ogechika Heil (21/Go Ahead Eagles). „Die Chance ist jetzt da, sich zu präsentieren“, betonte Boldt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese drei den HSV auf Sicht verstärken sollen, scheint aber eher gering zu sein. Verzichten musste Trainer Tim Walter zudem noch auf Josha Vagnoman (bei dem weiter ein Wechsel bastelt) und Mario Vuskovic, die nach Einsätzen in ihren U21-Nationalmannschaften noch im Urlaub sind. Zudem stehen Anssi Suhonen, Bakery Jatta und Elija Krahn wegen Verletzungen nicht zur Verfügung. 

Trainer Tim Walter sprach naturgemäß von einem „sehr guten Auftakt“ und kündigte an, „noch mehr Intensität“ ins eigene Spiel bringen wollen. Und obwohl seine Mannschaft in der abgelaufenen Saison mit nur 35 Gegentoren die beste Abwehr der Liga stellte, solle seine Mannschaft „noch härter verteidigen“, so der 46 Jahre alte Trainer, dessen Vertrag noch in den nächsten Wochen verlängert werden soll. Walter in der dritten Person: „Wir wollen den Walter-Ball verfeinern.“ Dass er mit seiner Mannschaft in der Relegation den Aufstieg verpasst hatte, werde kein Hundernis sein. Im Gegenteil: Der verpasste Aufstieg sei abgehakt. Walter selbstbewusst: „Ich habe aus der Enttäuschung ganz viel Energie gezogen.“

Letztere fehlt mir leider fast gänzlich. Ich bin gerade meiner Frau und meinem Kleinsten gefolgt und seit heute Corona-positiv. Die Nacht war schon schwierig. Nun habe ich auch noch Symptome. Sollte es mir morgen wieder so gehen, werde ich einen Tag aussetzen. Das wollte ich heute allerdings nicht, da es der erste Trainingstag auf dem Platz war und ich die Einheit vom Rechner aus (via HSVtv) beobachten konnte. 

In diesem Sinne, bis morgen! Dann hoffentlich in neuer Frische!

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