HSV vor Jubiläumsspiel: 1887. Bundesligapartie gegen Union Berlin
am Wochenende tritt der HSV bezüglich des 22. Spieltages zu Hause gegen Union Berlin und dessen Trainer Steffen Baumgart an. Tabellarisch trifft hier der 11. auf den 9. Union…

Moin zusammen,
am Wochenende tritt der HSV bezüglich des 22. Spieltages zu Hause gegen Union Berlin und dessen Trainer Steffen Baumgart an. Tabellarisch trifft hier der 11. auf den 9. Union sammelte bis jetzt 25 Punkte, der HSV 22. Der HSV hat aber natürlich noch ein Nachholspiel gegen Leverkusen.
Das Hinspiel an der alten Försterei endete mit 0:0. In einem ausgeglichenen Spiel gab es einige Torchancen auf beiden Seiten. Union verschoss einen Elfmeter. Am Ende war der Punkt für einige HSV-Fans schon etwas zu wenig, andere waren sehr zufrieden. Ich denke, aufgrund des Elfmeters kann man als HSV mit diesem Ergebnis gut leben. Nun stehen die Vorzeichen aber etwas anders. Union hat sich im Mittelfeld etabliert und auch der HSV zeigte in den letzten Wochen, dass man definitiv mithalten kann.
Die voraussichtliche Aufstellung der Berliner sieht wie folgt aus:
Ronnow – Doekhi – Querfeld – Nsoki – Haberer – Khedira – Kemlein – Köhn – Jeong – Ansah – Ilic
Union Berlin ist voll auf Konter ausgelegt. Sie haben mit 39 % den durchschnittlich geringsten Ballbesitzwert der Bundesliga. Auch bei den gesamt gespielten Pässen steht man auf Platz 18. Über 40 % der Bälle werden direkt nach vorne gespielt, Union versucht sofort und ohne Gnade, umzuschalten. Im Hinspiel hat das nicht so gut funktioniert, da Luka Vuskovic alles rausköpfte, aber vor allem auswärts beim HSV kann man erwarten, dass Union versucht, defensiv stabil zu stehen und schnell in die Konter zu kommen. Vor allem mit Ansah hat man dort einen Spieler, der über ein enormes Tempo verfügt. Auch mit Burke hat man jemanden, der sehr zügig ist. Ich erinnere an das Spiel in der Hinrunde zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt, in dem Burke 3 Tore erzielte und übermäßig viele Chancen nach langen Bällen erlief. Burke könnte Samstag starten, er würde dann voraussichtlich für Jeong spielen. Eingesetzt werden die Offensivkräfte dann meistens von Ilic.
Auf der Trainerbank wartet mit Steffen Baumgart ein alter Bekannter. Baumgart war von Februar bis November 2024 der Hauptübungsleiter der Rothosen. Allerdings passte sein Konzept nicht wirklich zum Kader des HSV und so wurde Baumgart noch in der Hinrunde 24/25 entlassen. Baumgart steht meistens für einen sehr intensiven und defensiven Fußball. Auch das dürften wir am Samstag erleben. Defensiv stabil, präsent in den Zweikämpfen und dann zügig nach vorne. Mit dieser Herangehensweise gelang Baumgart sogar die Qualifikation für das internationale Geschäft mit dem 1. FC Köln.
Beim HSV kann man auf viele Spieler zurückgreifen, nur Fabio Balde, Albert Sambi Lokonga, Albert Groenbaek und Alexander Roessing-Lelesiit fallen wohl aus. Sambi Lokonga Groenbaek und Roessing-Lelesiit sind verletzt, bei Balde wird es knapp, er könnte aber wieder zurückkehren. Zudem ist fraglich ob Merlin Polzin am Wochenende auf der Trainerbank sitzt. Er ist aktuell erkältet. An alle natürlich eine gute Besserung und schnelle Genesung! Auch zurückkehren wird Nicolas Capaldo, der nach abgesessener Gelbsperre wieder spielen darf. Wer startet, ist bei der aktuellen Personallage gar nicht so einfach vorherzusehen.
Ich selber würde folgendermaßen aufstellen:
Heuer Fernandes im Tor
Elfadli, Vuskovic und Omari davor.
Links Muheim, rechts Capaldo.
Im Zentrum: Remberg und Vieira.
Vorne drinnen Otele, Glatzel und Königsdörffer.
Wer genau spielt, hängt aber auch vom System ab. Spielt man wieder mit gewohnten 3 Offensiven oder setzt man auf ein 3er-Mittelfeld und 2 Spitzen davor?
Zudem ist die Frage, wo Capaldo spielt. Dass er spielt, steht für mich gar nicht zur Diskussion. Es geht nur um die Position. Spielt er im Zentrum neben Remberg oder defensiver? Spielt er wieder in der 3er-Kette oder auf der Schiene? Von all diesen Fragen hängt dann auch die Besetzung der anderen Positionen ab.
Aber all das sind Fragen, die uns erst am Samstag beantwortet werden.
Spielerisch wartet auf den HSV wohl ein Geduldsspiel. Union überlässt dem Gegner gerne den Ball. Der HSV muss gegen eine gut gestaffelte Union-Mannschaft Lösungen finden, um Räume zu öffnen und die Tiefe zu finden. Das wird nicht auf Hauruck gehen, sondern könnte eine lange Zeit dauern. Man muss das Ding ruhig und bedacht ausspielen. Zudem darf man keine Konter zulassen, denn dann wird es gefährlich. Eine Variante ist natürlich auch, Standards herauszuholen, um diese dann zu verwerten. Auf jeden Fall könnte uns hier ein sehr unangenehmes und ekliges Spiel erwarten, in dem lange Zeit wenig passiert. Der HSV muss das aber so hinnehmen und den Gegner so lange bespielen, bis die Lücke da ist. Und dann muss der Ball auch ins Tor. Im Hinspiel hatte der HSV ein paar wenige gute Momente, aber da fehlte die letzte Konsequenz. Das muss am Samstag besser werden. Wenn der HSV Union ohne Hektik bespielt und die Absicherung gut organisiert ist, ist da für den HSV punktetechnisch auf jeden Fall was möglich.
Das Spiel ist ja das 1887. Bundesligaspiel des HSV und zu diesem Anlass wäre es schön, wenn der HSV dieses Jubiläumsspiel mit 3 Punkten vergoldet. An alle, die im Stadion sind: Schreit die Jungs nach vorne und holt die 3 Punkte.
Tom
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