Analyse

HSV vor dem Bundesliga-Highlight: Dortmund kommt in den Volkspark“

am Samstag steht das nächste Highlight der Bundesliga-Saison an. Der HSV empfängt Borussia Dortmund. Logischerweise ist das Spiel nach wenigen Minuten auf beiden Seiten…

HSV vor dem Bundesliga-Highlight: Dortmund kommt in den Volkspark“

Moin zusammen,

am Samstag steht das nächste Highlight der Bundesliga-Saison an. Der HSV empfängt Borussia Dortmund. Logischerweise ist das Spiel nach wenigen Minuten auf beiden Seiten ausverkauft gewesen. Vor dem Abstieg aus der Bundesliga gelangen dem HSV gegen Dortmund hin und wieder positive Ergebnisse. Doch seither hat sich viel verändert. Dortmund steht mit 20 Punkten auf Platz 3 der Bundesliga-Tabelle. Zudem steht man wie der HSV im Achtelfinale des DFB-Pokals, in der Champions League steht Borussia Dortmund auf Platz 14 und ist momentan auf Play-off-Kurs. Zuletzt waren die Borussen sehr erfolgreich. In der Bundesliga verlor man bisher nur gegen die Bayern und auch hier war es am Ende nochmal knapp. Das einzige Spiel, in dem der BVB bis jetzt deutlich unterlegen war, war das Spiel am Mittwoch bei Manchester City. Zwar spielt man im Ruhrpott in dieser Saison nicht immer den ansehnlichsten Fußball, doch die Punkteausbeute stimmt.

Der HSV hingegen steht in der Bundesliga-Tabelle nicht ganz so gut da. Mit 8 Punkten steht man momentan auf Platz 13 und hat lediglich 2 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Auch die Hamburger waren in wenigen Spielen deutlich unterlegen, die Punkteausbeute ist allerdings weniger erfolgreich. Aus den letzten 4 Bundesliga-Partien konnten die Hamburger nur ein Spiel gewinnen. Seit dem Sieg zu Hause gegen Mainz ist man ohne Punktausbeute. Beim HSV hakt es nach wie vor in der Offensive. Mit lediglich 8 Toren stellt man zusammen mit St. Pauli und dem FC Heidenheim die schlechteste Offensive der Bundesliga. Vor allem nach dem Spiel in Köln fachte die Diskussion um die Stürmer-Position erneut auf. Möglich ist, dass sich an diesem Wochenende dort etwas tut.

Wichtige Aktion und Personalupdate

Der HSV wird am Wochenende ohne den Hauptsponsor HanseMerkur auf der Brust auflaufen. Grund dafür ist, dass der HSV zusammen mit der HanseMerkur das Motto „Yes we canccr“ ausgerufen hat und damit alle für das Thema Krebserkrankung sensibilisieren möchte. Auf der Seite wir-gegenkrebs.de können sich Betroffene und Angehörige Unterstützung und Hilfe holen. Ich weiß, wir sind hier eigentlich ein reiner Fußball-Blog, aber ich finde, diese Aktion ist enorm wichtig. Gesundheit steht über allem und ich persönlich finde es sehr gut, dass der HSV auf dieses Thema aufmerksam ist. In diesem Sinne: Bleibt alle gesund!

Nun zurück zum Fußball und zum Personal: Für das Wochenende sind alle Spieler außer Warmed Omari fit. Aufgrund von Sperren fehlen aber Immanuel Pherai und Fabio Vieira. Auf der rechten Schiene steht das Duell zwischen Mickelbrencis und Gocholeishvili 50 : 50. Poulsen ist bereit, deutlich mehr zu spielen als in den letzten Partien, und wäre deshalb wahrscheinlich auch eine Option für die Startelf. Alle anderen Spieler stehen so weit zur Verfügung.

Der Gegner- Borussia Dortmund im Check

Mit Borussia Dortmund trifft der HSV am Samstag auf eine der besten Mannschaften im deutschen Fußball. Der BVB setzt auf ein 3-4-2-1-System. Dabei stehen die Außenverteidiger häufig deutlich höher.   Schlüsselspieler in der Defensive sind natürlich Schlotterbeck und Gregor Kobel. Aber auch Bensebaini und Anton verfügen über enorme Qualität. Auf den Flügelverteidiger-Positionen werden voraussichtlich Svensson und Ryerson spielen. Im Zentrum steht dann die Unbekannte, wen Trainer Nico Kovač auswählt. Zur Auswahl stehen Pascal Groß, Felix Nmecha, Marcel Sabitzer und Jobe Bellingham. In der Champions League haben Nmecha und Sabitzer gespielt. Die Frage ist, ob Kovac dabei bleibt oder auf Belastungssteuerung setzt. Die 2 Spieler davor agieren zwischen Halbraum und Flügel. Hier kommt die Rollen-Interpretation auch wieder auf die Personalbesetzung an. Mit Adeyemi und Beier hat man die klassischen Flügel, Chukwuemeka und Brandt sind Spieler, die eher im Zentrum agieren. Im Sturm wird Dortmund höchstwahrscheinlich wieder auf Top-Stürmer Serhou Guirassy setzen.

Dortmunds Stärke kommt vor allem über das Tempo und die Tiefenläufe. Immer wieder werden gezielte Bälle durch die Schnittstellen gespielt, um die beiden Spieler hinter der Spitze oder die Schienenspieler einzusetzen. Auch mit langen Bällen kann Dortmund die Gegner attackieren. Hier hat man mit Schlotterbeck natürlich einen überragenden Aufbauspieler in der 3er-Kette.

Zum HSV- Mögliche Herangehensweise

Der HSV muss in diesem Spiel den Fokus zwangsläufig auf die Defensive setzen. Man wird häufiger verteidigen als in den letzten Wochen und Dortmund wird auch einige Ballbesitzphasen haben. Der HSV selber hat in den letzten Wochen aber auch mehr auf Ballbesitzfußball gesetzt. Man hatte immer wieder lange Ballbesitzphasen und spielte um den gegnerischen 16er herum. In der Offensive muss der HSV in diesem Spiel Effizienz zeigen. Man wird höchstwahrscheinlich nicht so viele Chancen wie gegen Wolfsburg bekommen, sicherlich wird der HSV aber auch mal vor dem Tor stehen. Und diese Chancen müssen genutzt werden.

Köln kreierte in Dortmund einige gute Chancen durch hohe Ballgewinne im Zentrum. Dann schaltete man schnell um, nur der Abschluss war nicht passend. Diese Aktionen muss der HSV provozieren. Mit dem Ball muss man, sofern man wieder auf Ballbesitzfußball setzt, schneller in die Aktionen kommen. In den letzten Spielen brauchte man in den entscheidenden Momenten die Sekunde zu lang, um den Mitspieler perfekt einzusetzen. Dies muss sich auf jeden Fall ändern. Und auch die Box-Präsenz muss erhöht werden, wenn man wieder auf Flanken setzt. Als Poulsen in Köln ins Spiel kam, wirkte das schon deutlich besser. Allerdings müssen die Flanken dann auch ankommen. Der HSV wird sicherlich wieder versuchen, die rechte Seite zu überlagern, um Dompé auf der linken Bahn in eine 1-gegen-1-Situation zu bringen. Und das macht auch Sinn. Nun muss aber im Zentrum noch der Abnehmer gefunden werden. Wer genau das ist, sehen wir am Samstag.

Tom

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