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HSV verpflichtet Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili als Hoffnungsträger für die Abwehr

HSV rüstet nach: Neue Defensivkräfte sollen Stabilität bringen – Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili stehen im Trainingslaer des HSV auf Mallorca im Fokus. Nach defensiven…

HSV verpflichtet Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili als Hoffnungsträger für die Abwehr

HSV rüstet nach: Neue Defensivkräfte sollen Stabilität bringen – Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili stehen im Trainingslaer des HSV auf Mallorca im Fokus. Nach defensiven Wacklern in den bisherigen Testspielen hat der HSV auf dem Transfermarkt reagiert: Mit Warmed Omari und Giorgi Gocholeishvili präsentieren Sportvorstand Stefan Kuntz und Kaderplaner Claus Costa zwei neue Gesichter für die zuletzt anfällige Abwehr. Beide Spieler sollen nicht nur für mehr Stabilität sorgen, sondern auch neue Impulse im Spielaufbau setzen. Während Innenverteidiger Omari vom französischen Klub Stade Rennes ausgeliehen wurde, stößt Rechtsverteidiger Gocholeishvili auf Leihbasis von Schachtar Donezk zum Bundesliga-Aufsteiger. Beide Transfers beinhalten Kaufoptionen - ein klares Zeichen für langfristiges Interesse.

Warmed Omari: Talent mit Entwicklungspotenzial

Warmed Omari, 25 Jahre alt und Nationalspieler der Komoren, bringt trotz geringer Spielpraxis in der vergangenen Saison reichlich Erfahrung mit. Nach einer Leihe zu Olympique Lyon, bei der er nur vier Pflichtspiele absolvierte, soll er in Hamburg wieder an seine starken Leistungen aus Rennes-Zeiten anknüpfen. Dort sammelte der technisch versierte Abwehrmann bereits über 90 Einsätze in der Ligue 1.

Sportdirektor Claus Costa lobt das Profil des Neuzugangs: „Warmed vereint Schnelligkeit, Spielintelligenz und eine starke Spieleröffnung. Trotz seiner geringen Einsatzzeiten sind wir überzeugt von seinem Potenzial.“ Auch Trainer Merlin Polzin sieht in Omari einen vielversprechenden Baustein für die defensive Dreierkette. Die Fitness des Verteidigers sei zwar noch nicht auf dem gewünschten Niveau, doch der erste Eindruck im Training stimme zuversichtlich.

Fitness und Spielpraxis fehlen noch

Beim ersten Mannschaftstraining auf Mallorca fiel Omari den Kollegen der BILD positiv auf: Sprachlich unterstützt von seinen französischsprachigen Mitspielern William Mikelbrencis, Aboubaka Soumahoro und Rayan Philippe, fand er schnell Anschluss. Trainer Merlin Polzin lobt ihn als „freundlichen Typ“, der „sofort in der Gruppe angekommen“ sei. Sportlich besteht jedoch noch Aufholbedarf. Omari ist später als der Rest der Mannschaft in die Vorbereitung eingestiegen und absolvierte in der vergangenen Saison bei Olympique Lyon lediglich sieben Pflichtspielminuten. „Er hat beim Medizincheck gezeigt bekommen, dass er körperlich noch nicht da ist, wo die anderen sind“, so Polzin. Ein Einsatz am Samstag im Testspiel gegen RCD Mallorca ist geplant – allerdings nur für eine begrenzte Spielzeit.

Polzin will nichts überstürzen, zeigt sich aber zuversichtlich: „Wir wollen ihn Schritt für Schritt aufbauen. Ich bin weit davon entfernt, zu sagen, er spielt erst ab dem vierten Spieltag.“ Ziel ist es, Omari bis zum Bundesliga-Start am 24. August gegen Borussia Mönchengladbach spielfit zu bekommen.

Omari selbst zeigt sich motiviert: „Die Gespräche mit dem Trainerteam waren sehr wertschätzend. Ich freue mich auf die Aufgabe und möchte meinen Beitrag zum Klassenerhalt leisten.“

Giorgi Gocholeishvili: Vielseitiger Kämpfer mit bewegter Geschichte

Mit Giorgi Gocholeishvili stößt ein weiterer international erfahrener Spieler zum HSV. Der 24-jährige Georgier, der zuvor 33 Pflichtspiele für den FC Kopenhagen bestritt und zuletzt vier Einsätze für Donezk absolvierte, bringt vor allem Tempo, Zweikampfstärke und Offensivdrang mit. „Giorgi passt mit seiner Intensität und seinem Umschaltverhalten perfekt in unser System“, erklärt Sportvorstand Stefan Kuntz.

Gocholeishvili kann nicht nur auf der rechten Abwehrseite agieren, sondern wurde auch bereits als Linksverteidiger oder im rechten Mittelfeld eingesetzt. Besonders bewegend ist seine persönliche Geschichte: Im Oktober 2024 erkrankte sein sieben Monate alter Sohn Sandro an Leukämie. Trotz der belastenden Situation bewahrte der Profi sportlich wie privat Haltung und kehrte schon kurz darauf gestärkt auf den Platz zurück. Heute ist Sandro geheilt – und Gocholeishvili bringt diese mentale Stärke nun mit an die Elbe.

Alexander Iashvili, Ex-Bundesligaspieler und Vizepräsident der georgischen Nationalmannschaft, zeigt sich bei meinen Abendblatt-Kollegen begeistert: „Giorgi ist ein Kämpfer mit einem großen Herzen – auf und neben dem Platz. Der HSV bekommt mit ihm nicht nur sportliche, sondern auch menschliche Qualität.“

Unterschiedliche Startbedingungen – aber klares Ziel

Während Gocholeishvili aufgrund seiner konstanten Spielpraxis wohl schon bald eine feste Größe auf der rechten Außenbahn werden kann und werden soll, wird bei Omari noch an der Form gearbeitet. Nach seinem Medizincheck offenbarte sich Nachholbedarf, doch das Trainerteam ist zuversichtlich, ihn rechtzeitig für den Saisonstart fit zu bekommen.

Trainer Polzin plant Omari bereits für das Testspiel gegen RCD Mallorca ein – ein erstes Herantasten an die Wettbewerbsbelastung. Ob es für einen Einsatz im DFB-Pokal gegen Pirmasens reicht, ist allerdings fraglich. Gocholeishvili hingegen wird als Soforthilfe eingeplant, um das Loch auf der rechten Abwehrseite zu schließen.

Mit den Verpflichtungen von Omari und Gocholeishvili geht der HSV den nächsten Schritt, auch defensiv stabil zu stehen. Beide Spieler wurden gezielt ausgewählt – mit Blick auf Spielstil, Charakter und Zukunftspotenzial. Die Tatsache, dass man sich in beiden Fällen eine Kaufoption gesichert hat, zeigt, dass diese Transfers nicht nur kurzfristig gedacht sind.

Fazit: Zwei Transfers, ein Ziel – defensive Stabilität

Warmed Omari bringt Talent, Spielverständnis und jede Menge Entwicklungsspielraum mit – Gocholeishvili dagegen bereits jetzt die körperliche Verfassung und Mentalität, um sofort abzuliefern. Beide könnten sich als wichtige Mosaiksteine in der Mission Bundesliga-Erhalt entpuppen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell sie in Hamburg Fuß fassen. Geht es nach den Verantwortlichen, ist das Potenzial sportlich und menschlich groß.

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