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HSV trifft UEFA - Millionen-Gipfel im Volkspark

Am morgigen Freitag kommt es zum großen Gipfel. Der HSV, die Stadt Hamburg und die Uefa besprechen mögliche Wege, wie der HSV seine EM-Spiele 2024 austragen kann, obwohl man…

HSV trifft UEFA - Millionen-Gipfel im Volkspark

Am morgigen Freitag kommt es zum großen Gipfel. Der HSV, die Stadt Hamburg und die Uefa besprechen mögliche Wege, wie der HSV seine EM-Spiele 2024 austragen kann, obwohl man aktuell im Sanierungsstau festhängt. „Ich kann es nicht final versprechen“, hatte Vorstand Dr. Thomas Wüstefeld am Mittwoch auf der Mitgliederversammlung auf die Frage geantwortet, ob es 2024 EM-Spiele im Volksparkstadion geben werde. Wüstefeld weiter: „Aber wir werden alles versuchen, um die Spiele hier in Hamburg stattfinden zu lassen.“ Bis dahin bleiben EM 2024 und das Volksparkstadion des HSV ein Problem-Duo.

Aufklärung über die Situation der sanierungsbedürftigen Arena und mögliche Lösungen gab es am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung des Hamburger SV e.V. nicht. Am Freitag treffen sich nun die Vertreter der UEFA mit der Stadt und dem HSV. Wüstefeld will den ursprünglich veranschlagten Finanzbedarf von mehr als 20 Millionen Euro für Sanierung und Modernisierung drücken. Die Stadt hatte dem HSV vor anderthalb Jahren 23,5 Millionen Euro für den Kauf des Stadiongrundstücks überwiesen in dem Glauben, der HSV nutze das Geld für die Sanierung. Aber: Natürlich kam es anders…

HSV "veruntreut" Millionen von der Stadt

Weil der Verein seit Jahren von einem Millionendefizit ins nächste stolpert, stopfte er mit dem städtischen Geld andere Löcher. Um den Totalschaden bei der EM trotzdem noch zu verhindern, will Wüstefeld nun die UEFA drängen, „auf das eine oder andere Gewerk“ bei der Renovierung zu verzichten. Peinlich für den HSV. Wobei der umtriebige Hamburger Unternehmer, der über einen „unheimlich hohen Finanzierungsaufwand“ klagt, hier noch am wenigsten verantwortlich zu machen ist. Allein ein neues Dach verschlingt rund zehn Millionen Euro. Die Erneuerung der maroden sanitären Anlagen wird nach ersten Planungen nicht viel billiger. Alles Dinge, die einzuplanen waren von Wüstefeld Vorgänger Frank Wettstein.

Aber wie so oft werden üble Erbe beim HSV weitergeben. Und so setzt Wüstefeld aktuell den Rotstift an. Der Anteilseigner (5,07 Prozent) strich bereits ein ursprünglich vorgesehenes Fernsehstudio im Volkspark. Auch die Zahl der rund 500 Mitarbeiter im Verein will er drücken. Rund 125 Angestellte soll es betreffen. Damit macht er sich verständlicherweise wenig Freunde im eigenen Haus. Und wie Wüstefeld am Mittwoch sagte, auch er weiß um seinen Stand bei den Mitarbeitern. 

Ich vermag nicht zu beurteilen, wie realistisch es angesichts dieser Umstände ist, aber obgleich die Stadion-Sanierung wie eine Drahtschlinge um den Hals liegt, überraschte Wüstefeld am Mittwoch sehr stark mit der Aussage, dass der Verein nach elf Jahren Misswirtschaft im ablaufenden Geschäftsjahr 2021/22 zum ersten Mal eine ausgeglichene Bilanz vorlegen werde. Wie er das geschafft haben will, erschließt sich kaum jemandem. 

Wüstefeld überraschende Ankündigung - kann er auch liefern?

Verluste in Höhe von 57 Millionen Euro sammelte der Verein in elf aufeinanderfolgenden Jahren an. Auch das vierte Zweitliga-Jahr, noch dazu durch Corona torpediert, ließ den Spagat zwischen Einnahmen und Ausgaben schmerzhaft breit werden. Zudem räumte Wüstefeld ein, dass die „bedrohliche Finanzsituation“, die er bei Amtsübernahme im Januar dieses Jahres vorgefunden habe, „den Fortbestand der HSV-AG hätte gefährden können“.

Wüstefeld mistet aus, darunter Verträge mit Beratern und Dienstleistern. Ob der 53 Jahre alte Geschäftsmann als der Sanierer in die Vereinsannalen eingeht, wird sich zeigen. Aktuell ist der HSV zudem dabei, Gelder in Spieler zu investieren, die man über einen oder mehrere Verkäufe erst noch wieder reinholen muss.

Josha Vagnomans Abgang Richtung Erste Liga scheint beschlossene Sache. Auch der Klub ist mit dem VfB Stuttgart offenbar gefunden. Sollten sich der HSV und der VfB in den nächsten Stunden über die Ablösemodalitäten einigen können, wird der Rechtsverteidiger schon nicht mehr mit in das am Sonnabend beginnende Trainingslager fahren in das ich coronabedingt mit einer leichten Verspätung nachreisen werde, um Euch wieder von vor Ort berichten zu können.

Morgen werde ich mich dann noch mal mit dem neuen Communitytalk bei Euch melden.

Bis dahin!

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