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HSV-Profis dürfen zwei Tage durchschnaufen

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel durfte heute nach der Zwangsquarantäne zwar das erste Mal wieder auf den Platz - muss aber auf lange Sicht seinen Sparkurs fortsetzen. „Wir…

HSV-Profis dürfen zwei  Tage durchschnaufen

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel durfte heute nach der Zwangsquarantäne zwar das erste Mal wieder auf den Platz - muss aber auf lange Sicht seinen Sparkurs fortsetzen. „Wir werden auch in der kommenden Saison den Gürtel noch mal enger schnallen müssen“, sagte Sportchef Uwe Stöver den „Kieler Nachrichten“. Man werde den Etat für die erste Mannschaft zur neuen Saison um etwa eine Million Euro reduzieren, nachdem man ihn im vergangenen Sommer bereits um ungefähr zwei Millionen Euro reduziert hatte. Aufgrund der Pandemie haben die 36 Clubs der Ersten und Zweiten Liga schon in der Saison 2020/21 knapp 190 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant erhalten. „In der kommenden Spielzeit werden die Einnahmen der Vereine aufgrund des geringeren Ergebnisses aus der Verwertung der Medienrechte, die ab der Saison 2021/22 gelten, um weitere etwa 200 Millionen Euro verringert werden», sagte Stöver. Und das betrifft gleichermaßen den HSV.

Ebenso wie die Kieler Planungen. Ohne Aufstieg in die Bundesliga muss gespart werden. Im Oberhaus würde es „selbstredend einen höheren Etat geben“, sagt Stöver. Und es hätten auch die Worte der HSV-Verantwortlichen sein können. Denn hier wie da gilt es, für beide Ligen zu planen. Dazu zählen zweifellos Gehaltskürzungen. Bei Holstein Kiel geht man sogar noch weiter: „Das geht nur über eine Anpassung von Verträgen, sowohl bei auslaufenden als auch bei Neuzugängen“, sagt Stöver. Nicht einmal die zusätzlichen Pokaleinnahmen von bislang vier Millionen Euro könnten dort die Verluste auffangen. Da muss man kein Finanzbuchhalter sein, um zu wissen, dass es dem HSV ohne besondere Zusatzeinnahmen im Bereich Sponsoring nicht großartig besser geht. Es sei denn – man steigt auf. Aber darum kämpfen beide noch und ich behaupte, nur eines dieser beiden Teams schafft es direkt. Und so gern ich die Kieler auch mag, es reicht nicht, um ihnen den Aufstieg mehr zu wünschen, als dem HSV...  

Der Weg über die Talente ist schon zwangsläufig

Dennoch, und darauf wollte ich hinaus, muss der HSV seinen eingeschlagenen Weg, auf Spieler wie Josha Vagnoman, Stephan Ambrosius und Amadou Onana zu setzen, unbedingt nicht nur weitergehen, sondern forcieren. Mit Horst Hrubesch hat man gier einen Mann finden und für sich gewinnen können, der bewiesen hat, dass er junge Spieler entwickeln kann.  Dieses As muss der HSV nach Möglichkeit groß und breit ausspielen und Spieler locken. Wenn man dann noch einen finanzstarken Partner findet, der diesen Talentbereich finanziell fördert – man könnte eine Win-Win-Win-Win-Situation schaffen. Bessere Bedingungen -> bessere Talente -> sportliche Hilfen -> höhere Ablöseeinnahmen. Daraus könnte man doch glatt ein Geschäftsmodell machen.

Heute durften sich zumindest mal die Spieler wieder anbieten, die zuletzt etwas kürzer gekommen waren in Sachen Einsatzzeiten. Auf vier Viertelstunden verteilt wurden zwei Spiele im Acht-gegen-Acht-Modus absolviert. Und während sich Ogechika Heil mit einem Doppelpack zu empfehlen wusste, waren Rick van Drongelen und David Kinsombi wieder mit dabei und absolvierten Teile der Spielform. Toni Leistner und Jerry Dudziak hingegen konnten noch nicht mitspielen und absolvierten eine individuelle Einheit mit Co-Trainer Merlin Polzin. Aber auch diese beiden sollen in der kommenden Woche wieder voll einsteigen können. Und wenn wir schon über die  Zukunft sprechen - die ist auch im neuen Communitytalk Thema. Und den habe ich Euch in diesen Blog mit eingebaut.

So, das soll es schon für heute gewesen sein. Das Wochenende ist übrigens trainingsfrei, erst am Montag geht es auf dem Platz weiter mit der Vorbereitung auf das nächste Spiel bei Hannover 96. Ich werde mich trotzdem morgen nach dem Spiel der U21 wieder bei Euch melden. Dann wohl wieder wie heute in verkürzter Form. Es sei denn, es passiert überraschenderweise etwas…

Bis dahin Euch allen einen schönen Freitag!

Scholle

P.S.: Ein schneller, mir wichtiger Nachtrag zu meinem gestrigen Blog vom Abend. Dort könnte der Eindruck entstanden sein, dass ich die Arbeit der beiden Teams, die für den Vorsitz der Supporters-Abteilung kandidieren, als inhaltsschwach empfinde. Dem ist mitnichten so. Ich weiß sehr gut, wie viel Herzblut und Engagement vonnöten ist, um derlei Aufgaben so anzugehen. Und das begrüße ich ausdrücklich! Mir ging es allein darum, dass beide Teams noch sehr vorsichtig formulieren. Aber auch das wird sicher in den nächsten Tagen und Wochen bis zur Wahl noch intensiver werden.

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