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HSV: Gerüchte um Muheim, ansonsten ist Pause

Heute hat die Mannschaft Pause. Und ich werde nach dem Studium der Kommentare, die sich bis auf wenige inzwischen gelöschte Ausnahmen größtenteils wohltuend sachlich mit dem…

HSV: Gerüchte um Muheim, ansonsten ist Pause

Heute hat die Mannschaft Pause. Und ich werde nach dem Studium der Kommentare, die sich bis auf wenige inzwischen gelöschte Ausnahmen größtenteils wohltuend sachlich mit dem HSV auseinandersetzen, auch eine Pause einlegen. Morgen werde ich ein Stück von unserem Blogfreund Dr. Olaf Ringelband einstellen, dass sich mit einem Thema beschäftigt, das auch hier immer wieder aufkommt: Was ist Glück, was ist Zufall – und was ist der verdiente, weil geleistete Erfolg? Gerade im Hinblick auf den HSV aktuell ein sehr spannender Artikel. Das kann ich schon mal vorausschicken.

Nicht wirklich spannendes ist heute beim HSV passiert. Ein Gerücht um Miro Muheim, der meiner Meinung nach immer besser wird und auf dem besten Weg ist, sich auf der Linksverteidigerposition festzusetzen. Hier soll der HSV den Plan hegen, so berichten es meine Kollegen von der BILD, den Schweizer über die Leihsaison hinaus an den HSV zu binden. Und das finde ich gut. Aber ansonsten ist es ruhig. Was auch mal ganz angenehm ist...

Daher lasse ich es hier auch für heute mal ruhiger angehen. Stattdessen stelle ich Euch hier einen Artikel zum Trainerwechsel bei Fortuna Düsselsdorf rein, der den HSV Geld sparen lässt. Normalerweise hätte Daniel Thioune noch einen Vertrag bis Saisonende beim HSV aussitzen können, so aber spart der HSV die Gehälter für Februar bis Ende Juni. Immerhin. Daher für alle, die das nicht interessiert, was da in Düsseldorf passiert: Ihr könnt an dieser Stelle abbrechen zu lesen. Euch wünsche ich jetzt schon einen schönen Abend und bis morgen! Allen anderen viel Spaß beim Lesen. 

Ex-HSV-Coach Thioune übernimmt in Düsseldorf:

„Brauche jetzt Jungs, die den Helm aufziehen“ 

Von Morten Ritter, dpa

Düsseldorf - Experiment gescheitert, neuer Versuch in Arbeit. Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf setzt im Abstiegskampf auf den Ex-HSVer Daniel Thioune und hat die Zusammenarbeit mit Trainer Christian Preußer nach acht Monaten und zuletzt nur einem Sieg aus elf Pflichtspielen vorzeitig beendet. „Alle Schuld dem Trainer zu geben, wäre zu einfach. Aber am Ende ist 2. Liga doch anders als SC Freiburg II“, sagte Fortunas Sportvorstand Klaus Allofs am Dienstag. Am Vormittag gab es noch ein letztes Frühstück mit Preußer. „Unsere Verbindung war sehr eng“, sagte Allofs. 

https://soundcloud.com/user-36211795/mi090222-glatzel-lob-aus-heidenheim-der-2-mio-plan-mit-muheim-trauer-um-bertl?si=7f446cba489c41418b49b76c0a8b6d16&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Nun soll es Thioune richten. Der 47-Jährige verfehlte in der vergangenen Saison mit dem Hamburger SV das Aufstiegsziel und schaffte zuvor als langjähriger Trainer und Publikumsliebling des VfL Osnabrück den Sprung in die 2. Liga. „Ich freue mich riesig, dass ich wieder auf dem Fußballplatz stehe“, sagte Thioune am Dienstag bei seiner Vorstellung per Videoschalte, bei der es einige technische Pannen und Verzögerungen gab. Davon ließ sich Thioune aber nicht beirren. „Ich verfüge grundsätzlich über viel Energie und meine Mannschaften dann meist auch“, erklärte der neue Chefcoach, der am Mittwoch erstmals das Training leiten und am Sonntag im Spiel gegen den FC Schalke 04 auf der Bank sitzen wird. 

Das von Sportvorstand Allofs favorisierte Experiment mit einem jungen, relativ unbekannten Trainer, der zuvor in der Freiburger Fußballschule gearbeitet hatte, ist komplett gescheitert - und hätte sicherlich schon früher beendet werden können, um einem Nachfolger eine längere Vorbereitungszeit zu gewähren. Damit bestätigte Allofs zwar sein Versprechen («Wir werden die Geduld aufbringen»), verpasste es aber, die seit Ende Oktober anhaltende sportliche Talfahrt vorzeitig zu stoppen. Preußer sollte noch die Chance bekommen. «Doch wir haben die Wende nicht herbeiführen können. Die Tabellensituation stellt sich jetzt als gefährlich da», befand Allofs.

In Thioune, der den HSV nicht zurück in die Bundesliga führen konnte und nach zehn Monaten wieder gehen musste, ist nun eher wieder ein jüngerer als ein erfahrener Chefcoach gefunden worden. Sein möglicher Vorteil: Er sprüht vor Energie, ist ein lauter Kommunikator, kann Menschen überzeugen und mitnehmen. Preußer war eher leise und sachlich. Ihm wurde auch vorgeworfen, seine Vorstellungen nicht so vermitteln zu können, dass sie umgesetzt werden konnten. 

https://open.spotify.com/episode/6F8mPHRcE9MaNgV9YNxPaC?si=c22b932a6d4a41f8

Thioune hingegen sagt klar und deutlich: „Ich brauche jetzt ein paar Jungs, die den Helm aufziehen. Ich habe immer einen guten Draht zu meinen Spielern gehabt“. Das hat Allofs gefallen. „Seine Zuversicht und die Klarheit seiner Aussagen haben gleich auf uns ausgestrahlt“, sagte der 65-Jährige.

Ob mit dem neuen Trainer die ehrgeizigen Ziele von Allofs langfristig zu erreichen sind, bleibt offen. Zunächst geht es für Fortuna nur noch um den Verbleib in der 2. Liga. Im dpa-Interview im Dezember hatte Allofs noch andere Vorstellungen. „Ganz grundsätzlich muss unser Ziel aber auf die Bundesliga ausgerichtet sein. Diesen Ehrgeiz müssen wir entwickeln, auch wenn wir diese Mittel nicht immer haben, um das umzusetzen. Aber dauerhaft werden wir es in dieser Stadt als Zweitligist schwer haben.“ Derzeit wären sie in der Stadt froh, wenn es für Fortuna nächste Saison wenigstens in der 2. Liga weitergeht.

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