Analyse

HSV gegen Dortmund: Personalupdate und Taktik-Vorschau

heute gab es ein Update, das einige Spieler des HSV bezüglich des Wochenendes betrifft. Bei Nicolas Capaldo wird es ähnlich wie gegen Köln eine „Punktlandung“. Es ist also auch…

HSV gegen Dortmund: Personalupdate und Taktik-Vorschau

Moin zusammen,

heute gab es ein Update, das einige Spieler des HSV bezüglich des Wochenendes betrifft. Bei Nicolas Capaldo wird es ähnlich wie gegen Köln eine „Punktlandung“. Es ist also auch gegen Dortmund nicht sicher, ob Cpaldo spielen kann. Polzin sagte, dass Capaldo anfangs starke Fortschritte machte, diese nun aber ein wenig stagnieren. Er hat nach wie vor noch Schmerzen und ein zu frühes Anfangen hat dann natürlich Folgeverletzungen als Risiko. Für Dortmund ist dieser also noch fraglich, ich denke, spätestens gegen Augsburg wird Capaldo wieder mit an Bord sein. Auch Philip Otele trainierte heute nicht mit der Mannschaft. Er kränkelt ein wenig, man hofft aber, dass Otele morgen wieder mit der Mannschaft trainiert. Am Wochenende gab es schon leichte Symptome einer Krankheit, deshalb spielte Otele auch nur so wenig. Bei Albert Groenbaek ist die Krankheit dagegen etwas hartnäckiger. Bei ihm fing es ja am Samstag an, er hat nach wie vor Symptome und war auch heute nicht auf dem Trainingsplatz. Hier ist eine Kadernominierung für Samstag ebenso wie bei Capaldo fraglich, bei Otele sieht es hingegen besser aus, sofern dieser morgen auch wieder trainieren kann.

Meine Erkenntnisse aus Dortmund - Bergamo

Am Samstag wartet mit Borussia Dortmund die beste Rückrundenmannschaft der Bundesliga auf den HSV. Die Borussen holten aus 9 Rückrundenspielen 22 Punkte. Generell spielt Dortmund punktetechnisch eine gute Saison. Aufgrund der absoluten Dominanz der Bayern ist man jedoch weit von einem Meisterschaftskampf entfernt. Auch im DFB-Pokal ist man in einem Spiel, das eigentlich mehr dem BVB gehörte, ausgeschieden. In der Champions League hatte man ein wenig Pech, wobei man hier sagen muss, dass die Gegentore unabhängig von den abgefälschten Bällen auch einfach schlecht verteidigt waren. Dazu kommt der absolut unnötige Fehler von Kobel in der letzten Aktion. Ich war im Hinspiel gegen Bergamo live vor Ort in Dortmund und trotz des dominant wirkenden Ergebnisses fand ich Dortmund in diesem Spiel, ähnlich wie in vielen anderen Spielen, nicht überragend. Die Dortmunder gingen früh in Führung und stellten sich dann tief in die eigene Hälfte. Anstatt weiter auf das nächste Tor zu gehen, ließen sie Bergamo machen. Die wussten mit ihrem Platz aber ehrlicherweise gar nicht anzufangen. Man schaffte es, durch einfaches, steiles Klatschspiel gut nach vorne zu kommen, die Italiener trafen vor und im Strafraum aber immer die falsche Entscheidung. Dortmund hingegen spielte den Ball immer auf den fallenden Guirassy, der den Ball klatschen ließ, um den Raum hinter sich zu öffnen. Durch Tiefenläufe der Mitspieler konnten dann vor allem Beier und Brand eingesetzt werden.

Das Ganze ist natürlich nicht universell für jedes BVB-Spiel und sicherlich auch subjektiv, aber ich wollte hier einfach mal meinen Blick nach dem Bergamo-Spiel mit euch teilen. Falls ihr noch andere Erkenntnisse habt, schreibt es gerne in die Kommentare.

Wie könnte der HSV rangehen

Sofern sich Dortmund also wieder auf dieses Spiel bezieht, muss der HSV eine Lösung finden, Guirassy im Zentrum zu stören, damit man den Raum für die Tiefenläufe nicht öffnet. Sicherlich findet der BVB auch andere Varianten, aber damit hätte man schon mal eine Option genommen. Und offensiv muss man in den Umschaltmomenten mit Tempo nach vorne spielen. Mit Steil-klatsch-spiel ist hier mMn viel möglich. Man muss hier nun jemanden finden, der die Bälle vorne klatschen lässt, um dann sofort in die Tiefe zu gehen. Unabhängig von seiner Rolle im Kader denke ich, dass man in diesem Spiel nicht mit Glatzel starten sollte. Der Stürmer muss hier einfach schnell in die Tiefe kommen. Ich denke, über offensive Passkombinationen aus dem Ballbesitz heraus wird man gegen die tiefe 5er-Kette der Dortmunder nicht viel anrichten können. Ich würde es dieses Mal vorne mit Königsdörffer oder Philippe probieren. Philippe bekam ja einen Denkzettel und wurde in Wolfsburg nicht für den Kader nominiert, am Samstag war er schon wieder mit dabei. Laut Polzin habe Philippe an den bemängelten Dingen gearbeitet und auch durch Rückfragen bezüglich dieser Punkte seinen Willen gezeigt, sich zu steigern. Eventuell bekommt er ja seine Chance.

Vieira wird sicherlich wieder starten, also gibt es für vorne dann noch 2 Plätze, die zu belegen sind. Dann kommt es darauf an, ob Polzin mehr Fokus auf das Zentrum setzt, so wie gegen Köln, oder ob man mit Flügelspielern auch über die Außen kommen will, wie in Wolfsburg. Ich könnte mir Otele vorstellen, da er defensiv mehr arbeitet, als viele andere offensive und zudem variabel einsetzbar ist. So könnte man, je nachdem, wie es Dortmund angeht, mit einem zweiten Stürmer zwischen dem 3-4-3 und dem 3-5-2 tauschen. Ich bin gespannt, wie beide Teams am Samstag auftreten.

Tom

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