Analyse

HSV-Frauen brechen alle Rekorde, Verletzungsschock - und wir kommen mit einem neuen Videoformat

Die HSV-Frauen brechen Zuschauerrekorde – und mich freut es für die Fußballerinnen, die vor einigen Jahren noch wegen ein paar weniger Euro vom Vorstand abgemeldet worden sind.…

HSV-Frauen brechen alle Rekorde, Verletzungsschock - und wir kommen mit einem neuen Videoformat

Die HSV-Frauen brechen Zuschauerrekorde – und mich freut es für die Fußballerinnen, die vor einigen Jahren noch wegen ein paar weniger Euro vom Vorstand abgemeldet worden sind. Völlig verdient, wie ich finde. Und ich hoffe, dass die letzten 9000 Tickets auch noch weggehen und diesen Festabend zu einem ausverkauften Spektakel machen. Ein Halbfinale, Flutlicht, Werder als Gegner im DFB-Pokal-Halbfinale – das weckt Erinnerungen. Und es bietet die Chance, sich für die Männer zu revanchieren. Diese wiederum müssen am Sonntag zum zuletzt bärenstarken SC Paderborn – mit dem wieder genesenen Merlin Polzin an der Seitenlinie und aller Voraussicht nach auch wieder mit Davie Selke im Sturmzentrum.

Letztgenannter ist momentan der Mann, der mit seinen Treffern den Unterschied macht. Aber nicht nur das zeichnet ihn aus, wie der HSV-Cheftrainer nicht müde wird zu betonen: „Er will immer gewinnen, glaubt an sich und sein Team, gibt nie auf. Dabei verliert er nie den Fokus, hat aber auch die nötige Lockerheit. Er hat einen sehr guten Draht zu vielen Jungs, gibt gerade auch den jungen Offensivspielern viele Tipps, macht ihnen aber auch klar, wohin und wie er die Bälle in die Box haben will.“

Polzin schwärmt von Selke als Unterschied - auf und neben dem Platz

Und genau das macht Selke so wichtig für die Gesamtstimmung im Team, die durch die Tabellensituation und die letzten Siege schon sehr gut ist – und durch Selkes Art noch besser wird: „Das ‚Gesamtpaket Davie‘ tut uns allen sehr gut. Gleichzeitig weiß auch Davie, was er an dieser Mannschaft hat. Das gegenseitige Verständnis und Zusammenspiel mit den anderen Jungs ist über die Zeit noch besser geworden. Die Jungs wissen, was Davie braucht, wie sie ihn in Szene setzen müssen.“

Und das liegt auch daran, dass der junge Polzin mit seinen jungen Trainerkollegen endlich Erwachsenenfußball spielen lässt. Er hat die Balance aus einer stabilen Defensive und einem immer gefährlichen Angriff hergestellt. Polzin: „Wir thematisieren sowohl im Angreifen als auch im Verteidigen viele Details – die Verbindung zwischen den Spielern ist entscheidend. Und genau deshalb werden wir weiterhin an diesem Prozess arbeiten. Davie geht da voran, merkt, dass es ihm guttut, und zahlt mit so viel positiver Energie zurück.“ Jetzt soll auch die Vertragsverlängerung kurz bevorstehen – und ich würde diese sogar richtig gut finden. Das wiederum hätte ich am Tag seiner Verpflichtung niemals für möglich gehalten.

Immer geglaubt habe ich an die Wichtigkeit einer stabilen Defensive in Bezug auf den erhofften Aufstieg. Und ich fühle mich komplett bestätigt, dass diese Sicherheit in der Defensive der fehlende Schlüssel zum Aufstieg ist. Über die Wichtigkeit dieser Defensive – gerade auch im Spiel beim offensivstarken SC Paderborn – werde ich mich morgen mit einem international erfahrenen Defensivspieler unterhalten, der den HSV noch immer sehr genau beobachtet. Das Video stelle ich morgen Mittag online. Und wenn das Format gut wird bzw. gut angenommen wird, werde ich das regelmäßig machen.

Dompé ist wieder zurück und soll spielen können

Und dann noch kurz ein Update zum Personal: Der junge Innenverteidiger Aboubaka Soumahoro hat sich schwerer am Oberschenkel verletzt und fällt einige Wochen aus. Selbst das vorzeitige Saisonaus kann nicht ausgeschlossen werden. Jean-Luc Dompé stand heute kurz auf dem Platz, wurde dann aber nach seiner Erkältungspause noch mal zum Kraftaufbau in die Kabine geschickt. Am Freitag soll der Flügelstürmer wieder mittrainieren und dementsprechend auch am Sonntag in Paderborn dabei sein. Ebenso wie Ludovit Reis, der heute nach einer Stunde Mannschaftstraining planmäßig etwas kürzertrat. Sicher nicht dabei sein werden am Sonntag Robert Glatzel und Immanuel Pherai, die heute beide individuell trainierten. Aber zum Personal dann morgen nach der Pressekonferenz noch etwas mehr.

So, und jetzt wünsche ich Euch allen einen schönen Abend und bis morgen! Dann, wie gesagt, mit einem neuen Videoformat und einem Gast, der wissen dürfte, worauf es defensiv ankommt: Der ehemalige HSV-Abwehrmann Stefan Schnoor (149 Erstligaspiele für den HSV). Der heute 53-Jährige hatte sich zuletzt auch als TV-Experte verdingt. Und weil er das mal so richtig gut gemacht hat, habe ich ihn gleich angeschrieben, ob er sich ein regelmäßiges HSV-Format vorstellen kann. Seine Antwort: „HSV? Na logisch…!“

Mein Angebot an Euch: Schriebt in die Kommentare mal Eure steilsten Thesen in Bezug auf den HSV dieser Tage. ich werde Schnoor dann mit Euren Thesen und Fragen konfrontieren...

In diesem Sinne, ich bin gespannt!

Scholle

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