Heute nur ein bisschen Wüstefeld...
Heute gibt es keinen neuen Blog. Ich selbst war heute nicht beim Training, Jonathan ist auf Champions-League-Tour (es sei ihm gegönnt!) - von daher gibt es den nächsten…

Heute gibt es keinen neuen Blog. Ich selbst war heute nicht beim Training, Jonathan ist auf Champions-League-Tour (es sei ihm gegönnt!) - von daher gibt es den nächsten sportlichen Blog morgen im Laufe des Tages. Anbei nur eine Randnotiz. Mehr ist es tatsächlich nicht, weil Thomas Wüstefeld es noch immer nicht geschafft hat, seinen großen Worten auch nachvollziehbare, valide Taten folgen zu lassen. Dass er sich selbst knapp zwei Wochen nach seinem Rücktritt als Finanzvorstand beim HSV die gegen ihn erhobenen Vorwürfe erneut zurückzuweisen versucht - okay. Dass er das aber mal wieder so maximal schlecht vorbereitet und ohne jeden Beweis in der größtmöglichen Öffentlichkeit machte, zeigt, welch verschobene Wahrnehmung der ehemalige HSV-Vorstand hat. „Das sind alles Medienspekulationen“, sagte der 53-Jährige am Montagabend in der Sendung „Brückner - Der Talk“ im TV-Sender Sport1.
Dabei geriet der Medizinunternehmer mit einem anderen Talk-Gast aneinander, der seit Wochen im Raum stehende Vorwürfe wieder aufgriff und dabei auch die Echtheit von Wüstefelds akademischen Titeln anzweifelte. „Meine universitäre Zeit liegt mehr als 25 Jahre zurück. Die Dinge sind geprüft worden, ich bin mit allen Unterlagen zum Notar gegangen und habe ein Tatsachenprotokoll erstellt“, verteidigte sich Wüstefeld. Warum aber liegt dieser Beweis noch immer nicht offiziell vor
Trotzdem beanspruchte Wüstefeld wieder die Opferrolle für sich. In Sendung empfahl der 53-Jährige seinem Gesprächspartner, er solle weniger „Propaganda-Presse“ lesen und sich stattdessen lieber besser informieren. Problem hierbei: Wüstefeld selbst kann bis heute selbst einfachste, klarstens formulierte Fragen nicht nachhaltig beantworten. Er weicht stattdessen weiter aus und erzählt im TV, dass er alles aufklären werde. Weshalb das so lange dauert? Keine Antwort.
Zur Erinnerung: Gegen Wüstefeld wurden im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Medizinunternehmer zuletzt massive Vorwürfe erhoben. Dabei geht es um Millionenklagen, eine Strafanzeige wegen Untreue und angeblich illegal verkaufte Medizinprodukte. Nicht nur in dem Zusammenhang blieb Wüstefeld auch bei Brückner am Montag unverändert vage. Die Dinge würden geprüft, er sei an einer Aufklärung interessiert, sagte er erneut. Die Rückkehr in ein operatives Amt beim HSV, wo er neben dem Posten im Vorstand auch den im Aufsichtsrat niedergelegt hatte, strebe er nicht an. „Dennoch will ich für Klarheit sorgen.“ Womit sich eigentlich alle wiederholt.
Dass Wüstefeld parallel für sich die Gewinnung von Hanse Merkur als Hauptsponsor in Anspruch nahm – es passt in das Bild von Halbwahrheiten und falschen ANkündigungen, das ich inzwischen von ihm habe. Denn Hanse Merkur ist einer der treuesten, ältesten Sponsoren beim HSV und hat beim HSV schon seit vielen Jahren viele Millionen- Euro als Unterstützung des Nachwuchses und des HSV zur Verfügung gestellt.
Ich weiß, das Thema nervt. Aber bis Wüstefeld dieses Thema nicht endlich so klärt, wie er es schon lange versprochen hat, wird es leider Thema bleiben. Wer die Sendung sehen will, hier einmal klicken.
Scholle
P.S.: Robert Glatzel musste heute zwar das Training abbrechen, soll aber bis Freitag wieder voll einsetzbar sein. Dem Vernehmen nach war es eine Vorsichtsmaßnahme ob bestehender Rückenprobleme. Hoffen wir mal, dass das alles bis Freitag wieder ausgeheilt ist. Apropos: Daniel Heuer-Fernandes ist wieder gesund ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.
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