Gute Nachrichten vor dem Spiel gegen den SC Paderborn
Die WM-Auslosung hat gerade begonnen, während ich den Communitytalk mit viel Mühe hochgeladen bekommen habe und mich noch immer über die guten Nachrichten aus dem Volkspark…

Die WM-Auslosung hat gerade begonnen, während ich den Communitytalk mit viel Mühe hochgeladen bekommen habe und mich noch immer über die guten Nachrichten aus dem Volkspark freue. Denn dort gab es in den letzten Tagen die Vertragsverlängerungen – allesamt unterschiedlichster Spieler. Zuerst gab es die Verlängerung von Spätstarter Maximilian Rohr bis 2024, der zuletzt lange verletzt war und bis dahin in seinen sechs kurzen Einsätzen anzudeuten wusste, was er kann. Und entgegen vieler Meinungen hier im Forum bin ich mir sicher, dass Rohr im gesunden Zustand definitiv eine Verstärkung sein wird. Seine Dynamik, seine Vielseitigkeit und seine Ballfertigkeit sind Attribute, die nicht allzu viele Spieler so vereinen. Alles wie gesagt noch auf dem Level des Beginners – aber eben mit dem Potenzial, sich schnell und deutlich steigern zu können. Und ganz nebenbei: Rohr ist auch vergleichsweise günstig…
Ebenso wie der nächste HSVer, dessen Vertrag verlängert wurde. Eine unter der Woche ein wenig untergegangene Vertragsverlängerung von einem Spieler, dem ich extrem viel beim HSV zutraue: Elijah Krahn. Denn der 18 Jahre junge defensive Mittelfeldspieler hat alle Zutaten, die es braucht, um daraus die Mixtur für einen richtig guten Fußballer zusammenzustellen. Er ist schnell, technisch stark, zweikampfstark und noch sch… jung. Einer, von dem der Trainer so begeistert war, dass er ihn schon einmal einwechselte. Und hätte sich Krahn nicht im Anschluss daran verletzt, er wäre sicher noch häufiger eingewechselt worden. Mit anderen Worten: Nach Spätstarter Rohr folgt das Küken Krahn.
Konstanz in der Kaderplanung als Zusatzmotivation?
Und um diese reihe zu komplettieren fehlt noch der Routinier – und spielerisch ist er das ganz sicher: Moritz Heyer. Der 26-Jährige bestreitet am Sonnabend gegen den SC Paderborn zwar erst sein 90. Zweitligaspiel, zählt beim HSV aber schon zum Inventar. Auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist Heyer innerhalb der Mannschaft zur Konstante geworden und vielleicht noch einer der am meisten unterschätzten HSV-Profis. Zumindest in der breiten Öffentlichkeit. Denn hier bei uns im MoinVolkspark-Team sowie im Blogforum ist Heyer zweifellos hoch angesehen. Und das zurecht.
Auch deshalb habe ich mich über diese drei Nachrichten mit dem krönenden Abschluss von Heyer, der vorzeitig um drei Jahre bis 2026 verlängert hat. Ein wichtiger Baustein nach den Stammspielern Miro Muheim und Mario Vuskovic, die zuletzt aus ihren Leihgeschäften fest verpflichtet worden waren. Und vor allem ist es ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer konstanten Kaderplanung, die ich für sehr sinnvoll halte. „Wir freuen uns sehr, dass wir Moritz von einem langfristigen Verbleib beim HSV überzeugen konnten. Er hat sich in den vergangenen beiden Spielzeiten als absoluter Stammspieler und Leistungsträger etabliert und verleiht unserem Team eine besondere Stabilität. Wir trauen ihm in Zukunft zu, sportlich eine weitere Entwicklung zu nehmen“, erklärt Sportdirektor Michael Mutzel.
Und auch Heyer selbst freut sich über seine vorzeitige Vertragsverlängerung: „Ich habe beim HSV von Tag eins an großes Vertrauen gespürt und fühle mich hier insgesamt sehr wohl. Deshalb habe ich mich bewusst zu diesem Zeitpunkt und unabhängig vom Saisonausgang für eine Verlängerung entschieden. Ich freue mich, auch in den kommenden Jahren ein Teil dieses Clubs sein zu dürfen. Es ist eine Ehre, die Raute auf der Brust zu tragen und ich will unbedingt weiter mithelfen, unsere sportlichen Ziele zu erreichen“, sagte Heyer auf der Vereinshomepage.
Drei Vertragsverlängerungen nach zwei dauerhaften Verpflichtungen ergeben fünf geklärte Personalien binnen weniger Wochen. Dazu ein paar gute Nachrichten von der Vermarktungsseite, die dem HSV finanziell die Sicherheit für die neue Saison garantieren. Oder anders formuliert: Vor dem morgigen Spiel gegen den SC Paderborn haben die HSV-Verantwortlichen einiges dafür getan, um Klarheiten herzustellen, die auch in Aufbruchsstimmung umgemünzt werden könnte.
Personell ist auch ansonsten alles im Lot beim HSV. Jan Gyamerah (Corona) und der weiter im Aufbau befindliche Stephan Ambrosius fallen zwar weiter aus, dafür sind aber ansonsten alle gesund und ich bin sehr gespannt, wo Moritz Heyer morgen beginnen wird. Denn dass er beginnen wird, ist für mich klar. Aber da Josha Vagnoman und Miro Muheim beide dabei sind, wären beide Außenverteidigerpositionen eigentlich zu. Da auch Jonas Meffert nach abgegoltener Gelbsperre wieder dabei ist, ist auch die Sechs zu.
Von daher glaube ich, dass Heyer als Rechtsverteidiger beginnt. Aber wer rotiert dafür raus? Der zuletzt starke Vagnoman? Oder Muheim? Rotiert vielleicht der zuletzt maximal in Ansätzen zu gefallen wissende Chakvetadze wieder auf die Bank? Schwer zu sagen. Wobei relativ klar ist, dass Alidou auf der Bank beginnen wird. Und sollte Vagnoman nicht für Miro Muheim als Linksverteidiger aufgeboten werden, könnte er auf der rechten Seite auch eine Position weiter vorrücken und Jatta auf die Linke Außenbahn schieben. Oder aber Vagnoman beginnt hinten links und Muheim rückt eine Position weiter nach vorn, womit Alidou und Chakvetadze auf der Bank wären.
Ich würde an dem Innenverteidigerduo Schonlau/Vuskovic sowie an dem Mittelfeld-Trio Meffert/Reis/Kittel definitiv nichts ändern – und Glatzel ist bei mir als Neun ebenso gesetzt. Von daher wird Trainer Tim Walter „vier aus sechs“ wählen müssen. Er muss seine vier Außenbahnspieler aus Vagnoman, Heyer, Muheim, Chakvetadze, Jatta und mit Außenseiterchancen auch Alidou wählen. Nicht einfach, finde ich. Oder?
Wie würdet Ihr aufstellen?
Der SC Paderborn kann dafür wieder mit Philipp Klement planen. Der von einem Muskelfaserriss im Oberschenkel genesene 29 Jahre alte Mittelfeldspieler kehrt nach wochenlanger Verletzungspause in die Startelf zurück. Dagegen muss Trainer Lukas Kwasniok allerdings auf Felix Platte, Jonas Carls und Marcel Mehlem verzichten. Ein Einsatz von Angreifer Kemal Ademi ist zudem unwahrscheinlich. Obwohl der Aufstiegsaspirant aus Hamburg in den vergangenen vier Spielen nur zwei von zwölf möglichen Zählern verbuchte, geht Kwasniok mit großem Respekt in die Partie beim Tabellensechsten: „Sie sind die Mannschaft mit der höchsten Ballbesitzzeit und laufen extrem viel. Wir werden viel in Bewegung sein müssen und brauchen auch Mut mit dem Ball.“
Egal wie, ich freue mich auf das Spiel morgen, bei dem es erstmals wieder eine volle Hütte geben könnte – aber nicht geben wird. Etwas mehr als 24.000 Tickets waren bislang abgesetzt wurden. Auch ich werde selbstverständlich wieder vor Ort sein und Euch danach im Blitzfazit vom Spiel berichten. Bis dahin wünsche ich Euch einen schönen Freitagabend und ein schönes Wochenende! Bleibt gesund!
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