Spielbericht

Glatzels Tor-Comeback und ein souveräner Auftritt in Meppen - das war gut!

Der HSV marschiert souverän in die zweite Runde. Gegen einen hoffnungslos unterlegenen Viertligisten SV Meppen reichte eine solide Leistung aus, um das Spiel deutlich zu…

Glatzels Tor-Comeback und ein souveräner Auftritt in Meppen - das war gut!

Der HSV marschiert souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals. Gegen den in allen Belangen hoffnungslos unterlegenen Viertligisten SV Meppen reichte eine solide Leistung aus, um das Spiel deutlich zu gewinnen. Und während man sich neben dem Weiterkommen über das erfolgreiche Comeback von Robert Glatzel freuen durfte, musste Bakery Jatta verletzt ausgewechselt werden. Sehr viel mehr gibt es zu diesem guten Auftritt nicht zu sagen, außer, dass sich Immanuel Pherai als Doppeltorschütze zu empfehlen wusste und der HSV hinten nicht mit Guilherme Ramos neben Schonlau, sondern mit einer Dreierkette (Hefti, Schonlau, Muheim) begann. Wirklich geprüft wurden sie allerdings nicht und hatten bis zum Gegentreffer in der Schlusssekunde alles im Griff. Ein insgesamt sehr stabiler, souveräner Auftritt des HSV!

DIE SPIELERBEWERTUNG:

Daniel Heuer-Fernandes: Hatte nahezu gar nichts zu tun – und musste dann doch noch einmal hinter sich greifen. Und bei diesem Gegentreffer sah er genauso wenig gut aus wie die eingewechselten Heyer und Katterbach. Note: 4

Silvan Hefti: Viele Ballkontakte in Hälfte eins, bügelte Ballverluste seiner Mitspieler häufig schnell wieder aus - etwas ruhiger in Hälfte zwei. Aber er demonstrierte, dass er eine Verstärkung wird. Note: 3

Sebastian Schonlau: Solider Auftritt in neuer Dreierkette. Hatte (fast) alles im Griff.  Note: 3

Miro Muheim (bis 64.): Ein übler Ballverlust in der ersten Hälfte, der teuer hätte werden können, wenn Meppen das normal ausspielt. Aber ansonsten nutzte er die defensive Beschäftigungslosigkeit sehr ordentlich und traf zudem per Freistoß. Note: 3

Noah Katterbach (ab 65.): Er durfte endlich mal wieder auf den Platz und wirkte hochmotiviert. Dass noch nicht alles funktioniert – logisch. Aber vor dem Gegentreffer muss er sich besser auf der linken Seite abstimmen mit Heyer. Note: 4

Bakery Jatta (bis 55.): Er wurde oft gesucht, aber hatte auch heute gegen den Viertligisten Probleme, sich durchzusetzen. Schied verletzt aus. Gute Besserung von dieser Stelle! Note: 4

Davie Selke (ab 56.): Er kam, sah und traf. Besser kommt man nicht in ein Spiel. Zudem feierte er seine Premiere mit Robert Glatzel als Doppelsturm. Note: 3

Jonas Meffert (bis 64.): Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Tim Walters neuen Klub Hull City störten ihn ebenso wenig wie die harmlosen Bemühungen der Meppener Gegenspieler. Das war ein ruhiger, souveräner Abend für den Routinier, der früher beendet wurde, um Kräfte zu schonen und den anderen Spielpraxis zu geben. Note: 3

Lukasz Poreba (ab 65.): War sofort im Siel, musste sich aber ebenso wenig wie sein Vorgänger m Mittelfeld verausgaben. Dafür kann er nichts, daher Note: 3

Ludovit Reis: Er wirkt nicht frei. Obgleich er heute sehr viel für den Spielaufbau versuchte, war das alles nicht zwingend. Bitte nicht falsch verstehen, Reis hatte keine groben Fehler in seinem Spiel, ließ sich nicht hängen und wirkte etwas spielfreudiger als zuletzt – aber seine Körperspräche ist seltsam verhalten. Note: 4

Immanuel Pherai (bis 75.): Sein Tor öffnete dem HSV das Spiel. Und auch sonst war er heute effektiver als zuletzt im Ligabetrieb. Das mag in Teilen der Qualität des Gegners geschuldet sein, aber es war gut. Er kann eng und tief verteidigende Gegner mit seinen Dribblings auseinanderspielen. Note: 2

Moritz Heyer (ab 76.): Wenn Du in 15 Minuten einem Gegentreffer maßgeblich begünstigst, kann es keine gute Leistung gewesen sein. Leider. Denn Heyer als Allrounder könnte noch eine ganz wichtige Rolle im Laufe der Saison einnehmen. Heute war das durch den Gegentreffer, bei dem Heyer sich schlecht abstimmt und dann schlecht verteidigt, keine Werbung für mehr. Note: 5

Adam Karabec: Er kommt noch nicht so ins Spiel, wie man es sich von ihm erhofft. Hoffen wir mal, dass er sich das fürs kommende Wochenende in Hannover aufbewahrt hat. Note: 4 

Fabio Baldé (bis 75.): Er muss mutiger werden. Heute spielte er noch zu oft quer und zurück. Schön, dass er treffen konnte, vielleicht verleiht ihm das für seinen nächste Einsatz etwas mehr Selbstvertrauen. Note: 4

Robert Glatzel (ab 76.): Er kam, sah und traf. Endlich wieder. Ein Auftritt, der Hoffnungen weckt, dass es auch in der Liga sehr bald den Versuch der Doppelspitze mit ihm und Selke (oder Königsdörffer) geben kann. Note: 3

Ransford Yeboah Königsdörffer: Heute mal kein Torschütze, aber wieder sehr fleißig. Wechselte nach der Einwechslung von Selke und dem Ausscheiden von Jatta auf die rechte Außenbahn und dürfte dort auch in Hannover spielen, sofern Jatta ausfallen sollte. Dass er das kann, hat er gezeigt. Und wie man in Hannover trifft, weiß er auch… Note: 3

DIE DATEN ZUM SPIEL:

SV Meppen: Pünt - Touglo (78. Haritonov), Rankic, Sprekelmeyer, Mißner - Fedl, Evseev (62. Möller), Wensing (62. Demaj), Prasse (70. Zumdieck) - Stuhlmacher (46. Schepp), Janssen

HSV: Heuer Fernandes - Hefti, Schonlau, Muheim (64.Katterbach) - Jatta (55. Selke), Reis, Meffert (64. Poreba), Balde (75. Glatzel) - Karabec, Pherai (75. Heyer) - Königsdörffer 

Tore: 0:1 Pherai (17.), 0:2 Muheim (31.), 0:3 Selke (56.), 0:4 Pherai (59.), 0:5 Balde (72.), 0:6 Möller (ET), 0:7 Glatzel (89.), 1:7 Haritonov (90.)

Zuschauer: 13.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin) 

Gelbe Karten: Sprekelmeyer (30.), Touglu (62.) / -

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