Frohe Weihnachten, liebe alle hier!
was ein eventueller Verblieb bis Saisonende für ihn bedeuten könnte. Sogar die zweifellos absurde Idee, dass Alidou bei einem Verbleib noch bis Sommer plötzlich nur noch auf…

Heute ist nichts Neues passiert. Im HSV-Kosmos wird weiter diskutiert, ob Faride Alidou den Sprung nach oben schafft und was ein eventueller Verblieb bis Saisonende für ihn bedeuten könnte. Sogar die zweifellos absurde Idee, dass Alidou bei einem Verbleib noch bis Sommer plötzlich nur noch auf der Bank sitzen könne, wird gespielt. Und ohne hier den genauen Grund dafür zu kennen, kann ich sagen, dass sich die Kollegen sowas selten selbst ausdenken – noch seltener zwei verschiedene Blätter parallel. So wie es heute BILD und Morgenpost machen, die beide die Frage in den Raum stellen, ob sich Alidou mit seinem verkündeten Wechsel einen Bärendienst erwiesen hat.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich solche Artikel in den allermeisten Fällen auf Aussagen der direkt Beteiligten stützen. Diese erzählen uns Journalisten immer wieder mal im Off Interna, die wir veröffentlichen dürfen oder sogar sollen – allerdings nur, ohne den Informanten dabei zu nennen. Hierbei entsteht übrigens oftmals auch die Formulierung „nach unseren Informationen“. Aber das Thema hatten wir ja schon…
In diesem Fall aber macht der HSV einen Fehler, befürchte ich. Denn anstatt einfach einzugestehen, dass man die Causa Alidou im Sommer falsch eingeschätzt hat, versucht man jetzt, sich selbst aus der Kritik herauszunehmen. Der Verein hat die Ablösesumme selbst verpasst. Denn dass der Spieler seinen Vertrag im Sommer „für Kleines“ verlängern wollte, das ist verbrieft. Und den Spieler letztlich dafür leiden zu lassen, dass er nicht schon im Winter geht – das hielte ich sogar aus mehreren Gründen schon für absurd.
Meine Hoffnungen ruhen hier auf Tim Walter
Aber: Zum einen ist noch ist offen, wann Alidou geht. Und zum anderen gibt es da auch noch Tim Walter, der zuletzt selbst dafür plädiert haben soll, Alidou bis Saisonende zu behalten, was gleichbedeutend mit Ablösefreiheit wäre. Walter ist in diesem Fall der Mann in der Mitte – also zwischen Verein und Spieler. Und er wird sich letztlich immer für die sportlich beste Lösung einsetzen. So, wie ich ihn einschätze, auch gegen alle Empfehlungen „von oben“, wenn er von seiner Lösung überzeugt ist.
Und in diesem Fall muss man sich zusätzlich mal die Fakten ansehen. Die Lösung, dass Alidou verkauft wird und der HSV trotzdem noch ein halbes Jahr mit ihm planen kann, erschließt sich mir überhaupt nicht. Warum sollte der aufnehmenden Klubs Alidou jetzt kaufen, um ihn dann wieder an den HSV zu verleihen. Denn das macht wirklich wenig Sinn. Ab dem 1. Januar kann Alidou seinen Vertrag beim neuen Klub zum 1. Juli hin unterschreiben und wäre ablösefrei im Sommer da. Bei der anderen Variante würde der aufnehmende Klub den HSV quasi subventionieren. Und so weit geht die Solidarität unter den Klubs definitiv nicht. Nicht einmal bei uns im Amateurbereich.
Eigentlich wollte ich heute nur ein paar nette Worte loswerden und Euch allen ein richtig schönes Weihnachtsfest wünschen. Aber dann kam heute noch eine kurze Meldung rein, die sowohl in Berlin als auch in Hamburg trotz der jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie für Freude sorgen dürfte. Denn in beiden Bundesländern sind auch nach Weihnachten weiterhin Zuschauer bei Sportveranstaltungen erlaubt. Der Berliner Senat beschloss heute, vom 28. Dezember an bis zu 3000 Zuschauern im Freien sowie 2000 Zuschauern in geschlossenen Räumen den Eintritt zu ermöglichen, wie die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nach einer Senatssitzung mitteilte. Bund und Länder hatten am Dienstag vereinbart, dass „überregionale Großveranstaltungen“ spätestens ab 28. Dezember ohne Zuschauer stattfinden müssen. Allerdings wurde nicht definiert, was genau unter diesen Begriff fällt.
HSV darf auch nach Weihnachten bis zu 4999 Zuschauer reinlassen
In Hamburg dürfen unter freiem Himmel und unter 2G-Bedingungen auch weiterhin Sportveranstaltungen mit weniger als 5000 Teilnehmern stattfinden. Das sieht die neue Corona-Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats vor, die am Donnerstagnachmittag unterzeichnet wurde, wie der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich bestätigte. Das gelte auch für Fußballstadien. In Innenräumen sind demnach unter 2G-Regeln, also nur für Geimpfte und Genesene, Veranstaltungen mit bis zu 2500 Teilnehmern möglich. Inwieweit die Vereine von der neuen Regel Gebrauch machen werden, war zunächst noch unklar.
Aber auch das wird sich in den nächsten Tagen klären. Wie so vieles, während ich die Weihnachtstage dafür nutzen werde, mal abzuschalten und der Familie 100 Prozent Aufmerksamkeit zu widmen. Und ich hoffe, dass Ihr da ähnliches Glück und ähnlich schöne Tage vor Euch habt! Genießt sie, erholt Euch – und dann starten wir nach Weihnachten mit den Rück- und Ausblicken sowie zwei sehr spannenden Gastbeiträgen von Createfootball.com sowie unserem Blog-Doktor Olaf Ringelband wieder durch, ehe es am 30.12. ja schon in die Vorbereitung auf die Rückserie 2022 geht.
HERZLICHEN DANK EUCH ALLEN!
UND: FROHE WEIHNACHTEN!
Bis dahin Euch allen n0ch einmal meinen und unseren herzlichen Dank! Ohne Euch hätte ich ganz sicher den einen oder anderen ärgerlichen Moment weniger ;-) – aber das nehme ich nur gern in Kauf, wenn daraus eine solche tolle Community erwächst, wie sie sich hier inzwischen entwickelt hat. Denn darauf bin ich tatsächlich ein Stück weit stolz – und ihr dürft das noch viel mehr sein. Also noch einmal: Im Namen meiner tapferen Kollegen Joscha, Janik und Flo: Vielen Dank für alles!
Und jetzt genießt alle die Weihnachtsfeiertage, last Euch reich beschenken, entspannt ein wenig vom HSV, und vor allem: Bleibt alle gesund!!
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