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Fix! Der HSV stellt seinen Vorstand zusammen

Es ist keine Überraschung mehr, was der HSV heute um 13 Uhr verkündete: Der HSV hat bis auf Weiteres einen neuen Zweier-Vorstand. Bestehend aus Jonas Boldt, der seinen Vertrag…

Fix! Der HSV stellt seinen Vorstand zusammen

Es ist keine Überraschung mehr, was der HSV heute um 13 Uhr verkündete: Der HSV hat bis auf Weiteres einen neuen Zweier-Vorstand. Bestehend aus Jonas Boldt, der seinen Vertrag heute ebenso bis 2025 verlängerte wie der bisherige Direktor Finanzen, Dr. Eric Huwer. Dessen Beförderung ist angesichts seiner von allen Seiten gelobten Arbeit für den HSV schon seit längerem erwartet worden. Allerdings verschob sich die Beförderung zuletzt, da sich Thomas Wüstefeld des Bereichs annahm. Ein Fehler, wie sich herausstellte. Einer, der jetzt korrigiert wurde.
„Wir waren bereits seit einiger Zeit im Austausch und haben diese wichtigen Entscheidungen aus inhaltlicher Überzeugung getroffen“, lässt sich der Aufsichtsratsvorsitzende Marcell Jansen auf der Vereinshomepage zitieren. Jansen weiter: „Jonas und Eric haben in den vergangenen Wochen und Monaten bewiesen, wie gut sie die Führungsarbeit der HSV Fußball AG leisten. Wir sehen uns gut aufgestellt mit einem dynamischen Vorstandsduo, das anpackt und keine Eingewöhnungs- und Einarbeitungszeit benötigt.“ Und Letzteres ist dann auch genau der Punkt, den ich als den entscheidenden erachte. Denn ein neuer Vorstand hätte den HSV wieder wichtige Zeit gekostet. Und die hat der HSV auch dieses Jahr nicht.
Im Gegenteil, zu viel Zeit ist bereits ergebnislos ins Land gezogen. Die Wüstefeld-Phase hat im Ergebnis nahezu nichts gebracht. Fast alles, was Wüstefeld angeschoben hatte, wurde intern wieder rückgängig gemacht. Auch einiges, was ich gut fand – was aber unpopulär war. Beispiel: Mitarbeiter-Reduktion. Dieser Stellenabbau war es auch, der Wüstefeld intern alle gegen sich aufbrachte. Dass er weiterhin notwendig ist, ist allerdings rechnerisch erwiesen. Und ich bin gespannt, wie Huwer dieses Thema angehen wird.
Ich persönlich habe in den letzten Wochen oft genug geschrieben, weshalb und unter welchen Bedingungen ich die Vertragsverlängerung von Boldt gutheißen würde. Und dazu stehe ich. Aber dazu morgen im Communitytalk noch einmal mehr.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:

JONAS BOLDT UND DR. ERIC HUWER UNTERSCHREIBEN VORSTANDSVERTRÄGE

AUFSICHTSRAT BESCHLIESST NEUES FÜHRUNGSDUO. VORSTAND SPORT & KOMMUNIKATION UND VORSTAND FINANZEN & ORGANISATION UNTERZEICHNEN KONTRAKTE BIS 2025


Die HSV Fußball AG hat ein neues Vorstandsduo. Der Aufsichtsrat hat die Besetzungsplanung für die Vorstandsposten abgeschlossen und mit Jonas Boldt sowie Dr. Eric Huwer Vorstandsverträge bis 2025 finalisiert. Der Vorstand Sport & Kommunikation sowie der Vorstand Finanzen & Organisation unterzeichneten ihre Kontrakte in dieser Woche. „Wir waren bereits seit einiger Zeit im Austausch und haben diese wichtigen Entscheidungen aus inhaltlicher Überzeugung getroffen“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Marcell Jansen. „Jonas und Eric haben in den vergangenen Wochen und Monaten bewiesen, wie gut sie die Führungsarbeit der HSV Fußball AG leisten. Wir sehen uns gut aufgestellt mit einem dynamischen Vorstandsduo, das anpackt und keine Eingewöhnungs- und Einarbeitungszeit benötigt.“
Jonas Boldt, der seinen ersten Vorstandsvertrag beim HSV im Mai 2019 unterzeichnete, betrachtet seine vorzeitige Vertragsverlängerung als Bestätigung seines Auftrags: „Wir haben hier etwas entwickelt, mit dem sich unsere Fans und Zuschauer identifizieren können. Ich identifiziere mich ebenso mit dem Club, der Stadt und den Menschen im Innenleben unserer Organisation. Wir möchten diesen Weg weitergehen und den Club nach vorne bringen. Wir können den HSV mit Kontinuität und mit Stabilität am Puls der Zeit weiter wachsen lassen. Dabei werde ich weiterhin vorangehen. Ich freue mich, mit Eric Huwer einen absoluten Fachmann an meiner Seite zu wissen und bin voller Überzeugung, dass wir die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen gemeinsam mit den Gremien und mit unserer Geschäftsstelle meistern werden.“
Dr. Eric Huwer, der beim HSV vor acht Jahren im Finanzbereich anheuerte, bewertet seine Beförderung am 1. Januar 2023 vom Chief Operating Officer (COO) zum Vorstand als Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Die Führung der HSV Fußball AG ist eine verantwortungsvolle und zugleich großartige Aufgabe, die ich mit dem nötigen Respekt, aber vor allem mit besonderer Vorfreude und positiver Energie angehe. Ich verspüre große Lust, noch stärker in die Verantwortung zu gehen. Wir konnten zuletzt gemeinsam prominente Herausforderungen auf nachhaltige Weise stemmen, diesen Weg gilt es fortzusetzen. Ich weiß ein gutes Team hinter mir und freue mich auf die Zusammenarbeit und Bewältigung der nächsten Aufgaben.“

Pressemitteilung des HSV

Aber während der Aufsichtsrat heute endlich erste Entscheidungen verkünden konnte, stehen dem Vorsitzenden des Gremiums, Marcell Jansen, schwere Wochen bevor. Am 30. Dezember soll der Abwahlantrag gegen ihn offiziell werden. Also dann, wenn der HSV seine Einladungen und die TOPs offiziell verkündet. Mit dabei ist dann auch der Antrag des HSV-Mitgliedes Till Hischemöller, der sich vorerst allein gegen den e.V.-Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden Jansen richtet. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht selbst wollte sich heute auf Nachfrage noch nicht zu seinem Antrag äußern. Fakt ist aber, dass weitere turbulente Tage auf den HSV und seine Führung zukommen.


Und auch wir verabschieden uns noch einmal fulminant in die Weihnachtsfeiertage – mit einem neuem Communitytalk. Wer also Fragen hat, immer raus damit an

[email protected]

Erste Fragen zu der Vertragsverlängerung Boldts habe ich schon gesehen. Von daher werde ich im Talk auch darauf noch einmal ausführlicher eingehen. Aber bevor ich mich bei Euch hier verabschiede, noch ein paar Fragen aus dem Forum, die ich gern beantworte. Buffy fragte:

Scholle, stimmt es, dass du in allen deinen Mannschaften immer Mannschaftkapitän warst? Bist du ein Teamplayer? Oder eher ein Bestimmer? Kannst du dich auch einordnen oder arbeitest lieber allein?

Antwort: Nein, ich war erst ab der B-Jugend Mannschaftskapitän. Und von da an bis in meine letzte Saison in der Liga.
Ich glaube behaupten zu können, dass ich immer ein Teamplayer war und bin. Im Job ist das leider nicht bei jedem Kollegen/Geschäftspartner so, daher bin ich froh, die Jungs von 1887tv hier dabei zu haben. Denn das sind allesamt Teamplayer!
Ich war als Mannschaftskapitän auf dem Platz immer sehr laut und habe als Libero dirigiert. Die einen nannten das „Führung übernehmen“, die anderen haben mich vielleicht als Bestimmer wahrgenommen. Größtenteils sind aber meine Mannschaftskameraden von früher noch heute meine besten Freunde, mit denen ich mich regelmäßig treffe. Von daher scheine ich da zumindest nicht zu viel falsch gemacht zu haben.
Ich kann mich in ein funktionierendes Gerüst sehr gut einordnen und bin immer bereit, mit Leuten zu arbeiten, die es gut meinen. Aber im Berufsleben ist es noch mal etwas anderes, viel Komplexeres als auf dem Platz seinerzeit. Ich übernehme aber gern Verantwortung und bin nur sehr ungern abhängig von anderen, deren Wirken ich nicht beeinflussen kann. Aber: Beim Hamburger Abendblatt war das mit den Kollegen der Sportredaktion in aller Regel sehr stimmig.

In diesem Sinne, bis morgen!
Scholle

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