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Es geht wieder um Fußball - Hoffen auf Meffert und David

Tabellenzweiter, gerade den Vorsprung auf den nächsten Gegner und direkten Verfolger auf vier Punkte ausgebaut – und trotzdem spielt der Fußball eher am Rande eine Rolle. So…

Es geht wieder um Fußball - Hoffen auf Meffert und David

Tabellenzweiter, gerade den Vorsprung auf den nächsten Gegner und direkten Verfolger auf vier Punkte ausgebaut – und trotzdem spielt der Fußball eher am Rande eine Rolle. So geschehen heute auf der Pressekonferenz des HSV. Und Trainer Tim Walter war darauf eingestellt. Zumindest überraschten ihn die Fragen zum Unfall von Jean-Luc Dompé und William Mikelbrencis sowie zum Stand im Dopingfall Mario Vuskovic sichtbar nicht. „So ist das Leben. Allgemein spielt das Leben Kapriolen und nicht immer ist alles vorauszusehen“, sagte Walter. „Trotzdem gibt es auch in anderen Vereinen Dinge, die nicht so laufen. Die haben wir natürlich auch, immer wieder.“ Und dann kam, was immer beim HSV gesagt wird. Solche Nebengeräusche würden medial in Hamburg nun mal mehr unterstützt als in anderen Bereichen oder in anderen Städten. „Damit müssen wir umgehen, damit müssen wir leben. Ich glaube, dass wir das ganz gut machen.“ 

Und sportlich merke man ja, „dass man die Dinge meistern kann.  Wir müssen professionell mit der Situation umgehen. Und professionell heißt in dem Fall das Spiel“, so Walter weiter, um das Thema wieder aufs Sportliche zu lenken. „Wir sind Profisportler, entsprechend ist unser Fokus ausgelegt.“  Und das macht sportlich auch absolut Sinn, denn die Chance, die das direkte Duelle in und gegen Heidenheim bietet, ist groß. Nach den beiden Erfolgen zum Rückrundenauftakt gegen Eintracht Braunschweig (4:2) und bei Hansa Rostock (2:0) können Walter und Co. mit einem Sieg einen seiner Hauptkonkurrenten im Aufstiegskampf deutlich distanzieren.

Ob das mit Dompé geschehen wird, ließ Walter offen. „Wenn er sich sportlich qualifiziert, dann darf er am Wochenende auch ran“, sagte der Cheftrainer und deutete damit mehr als deutlich an, dass der Franzose spielen wird. Denn aktuell ist der Außenstürmer mit sieben Assists und einem Treffer in 13 Partien in Topform und gilt als gesetzt. Noch nicht geregelt und entschieden ist der Dopingfall von HSV-Verteidiger Vuskovic. Walter hofft noch immer auf einen positiven Ausgang für seinen Spieler und spricht von berechtigten Zweifeln. „Dass die Sache noch einmal in die Verlängerung geht, wirft ja noch mehr Fragen auf“, meinte Walter und fügte mit Blick auf die Kritik am Ablauf der Dopingproben und deren Auswertung hinzu. „Da ist auch nicht alles so professionell, wie man sich das vorstellt.“

Und dann kam doch noch ein wenig Fußball zur Sprache. Es ging um das anstehende Spiel und den Gegner. „Da trifft die beste Heimmannschaft auf die beste Auswärtsmannschaft. Wir sind so selbstbewusst, dass wir dahinfahren und auch gewinnen wollen“, sagte Walter. Und mit Blick auf die Nebengeräusche meinte er: „Die Jungs haben gezeigt, dass sie mit solchen Situationen umgehen können, mit Stresssituationen.“

Vor allem hat der HSV defensiv gegen Heidenheim zuletzt gut gestanden. Zuletzt gab es in vier Spielen keinen Gegentreffer (3 Siege, ein Remis). Das betonte Walter auch noch einmal explizit: „Wir haben in den letzten drei Spielen, in denen ich verantwortlich war, kein Gegentor kassiert. Es waren immer enge Spiele, trotzdem haben wir zwei davon gewonnen.“ In Heidenheim hat der HSV allerdings noch nie gewonnen. Dennoch dürfte diese Statistik Mut machen – gerade, weil der HSV defensiv personell eng ist.

Nach dem zwangsläufigen Ausfall von Vuskovic musste zuletzt auch Jonas David mit einer Hüftprellung passen. Sollte der zuletzt neben Sebastian Schonlau eingesetzte Innenverteidiger ausfallen, wäre Javi Montero sicher die erste Alternative. Eine sehr gute Alternative. Deutlich schwieriger wäre der Ausfall von Jonas Meffert, der heute allerdings wieder auf dem Trainingsplatz stand. Sein Einsatz dürfte sich kurzfristig entscheiden. Aber Fakt ist: Seinen Ausfall müsste der HSV mit vereinten Kräften auffangen.

Dass Walter heute sogar Sebastian Schonlau als Alternative für Meffert nannte, fand ich etwas seltsam. Denn ich bin mir sicher, dass Schonlau hinten nicht rausgenommen wird. Dafür ist er als Innenverteidiger und Abwehrchef einfach zu wichtig. Vielmehr erscheint mir eine Kombi aus Ludovit Reis mit Laszlo Benes wahrscheinlicher. Oder Walter zieht Heyer von rechts hinten ins defensive Mittelfeld. Wobei sich dann wieder die Frage nach dem Rechtsverteidiger stellen würde. Bleibt zu hoffen, dass Walter gar nicht erst umstellen muss…

In diesem Sinne, bis morgen! Da melden wir uns wieder mit der Holsten-Auswärtscouch bei Euch! Wer also live dabei sein will, der schaltet ganz einfach hier am Sonnabend ab 20 Uhr einfach rein. Euch bis dahin einen schönen Abend!

Scholle

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