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Es geht endlich wieder los - der HSV hat seinen ersten Neuzugang!

Der HSV ist spät dran. Nur die Fortuna aus Düsseldorf startet noch später in die Vorbereitung auf die neue Saison. Allerdings war das Team von Extrainer Daniel Thioune auch mit…

Es geht endlich wieder los - der HSV hat seinen ersten Neuzugang!

Der HSV ist spät dran. Nur die Fortuna aus Düsseldorf startet noch später in die Vorbereitung auf die neue Saison. Allerdings war das Team von Extrainer Daniel Thioune auch mit der Relegation mehr als eine Woche länger im Einsatz als die Mannen um HSV-Coach Steffen Baumgart, der heute in Schneverdingen das erste Mal zum Üben auf den Platz berief. Da das Volksparkstadion für die EM genutzt wird, weicht das Team nach Schneverdingen aus und absolviert dort ein erstes Trainingslager. Auf dem Rückweg testet der HSV am Sonnabend um 14 Uhr beim Lüneburger Landesligisten TuS Neetze. Und auch in Sachen Neuzugänge hatte sich der HSV bislang sehr bescheiden gezeigt, während alle anderen Zweitligisten mindestens einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden waren. Aber: Nur bis heute! Denn heute verkündete der HSV seinen ersten richtigen Neuzugang: Daniel Elfadli.

Es ist ein Transfer mit Vorgeschichte, denn den 27-jährigen defensiven Mittelfeldspieler wollte der HSV schon im vergangenen Jahr verpflichten, als Tim Walter noch Trainer und Jonas Boldt noch Sportvorstand waren. Damals ließ Magdeburgs Trainer Christian Titz aber keinen Zweifel daran, dass er Elfadli unbedingt halten wolle und so ließen die Magdeburger den Mittelfeldspieler (hatte damals Vertrag bis 2025) nicht ziehen. „Wir haben Daniel schon länger auf dem Radar und sind sehr froh, dass es nun mit dem Transfer geklappt hat, denn mit seiner Verpflichtung erhöhen wir die Qualität unseres Kaders im defensiven Mittelfeld“, lobt Sportdirektor Claus Costa seinen Neuzugang – und damit auch seine eigene Arbeit. Costa weiter: „Daniel verfügt über ein gutes Tempo, Zweikampfstärke sowie taktisches Verständnis und erweitert durch seine Vielseitigkeit die Flexibilität in unserer Defensive.“ 

Jetzt kommt er für eine Ablösesumme von knapp einer Million Euro zum HSV, was für einen 27 Jahre alten Mittelfeldspieler aus Magdeburg zweifellos kein Schnäppchen ist – aber hier in Hamburg sind alle maximal überzeugt von dem Libyer, der sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann. „Daniel hat in den vergangenen beiden Spielzeiten mehr als 50 Zweitliga-Partien absolviert, kennt die Liga entsprechend bestens und braucht daher keine große Eingewöhnungszeit“, sagt Costa

Und damit spricht der Sportdirektor (zweifellos ungewollt) ein Thema an, das mich etwas wundert: Denn der HSV plant diese Saison tatsächlich mit nur viereinhalb Wochen Vorbereitung. Das ist zwar nicht zwingend zu kurz – aber angesichts der zuvor sehr langen Pause für mich ungewöhnlich.  Aber zurück zu Elfadli, der sich freut, dass es im zweiten Anlauf mit dem Wechsel funktioniert hat. Er kenne den HSV schon seit frühester Jugend, so Elfadli via HSV-Homepage, wo er auch ausführt: „Ich hätte es mir letztes Jahr schon gewünscht, doch wir haben den Kontakt nie abreißen lassen. Und umso glücklicher bin ich, jetzt hier beim HSV zu sein und gleich loslegen zu können.“

Also auch dort, wo in der kommenden Saison auch Dennis Hadzikadunic weiter für den HSV spielen wird. Denn den kann der HSV nun doch für ein weiteres Jahr ausleihen. Hintergrund: Die FIFA hat wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine die Sonderregelung für Hadzikadunic, der noch beim russischen Erstligen FK Rostow unter Vertrag steht, um ein Jahr verlängert. Dafür muss der HSV für den 25-jährigen Innenverteidiger keine Leihgebühr zahlen. Ein Deal, den ich so auch sofort gemacht hätte, zumal Hadzikadunic mit zunehmender Spielzeit immer besser wurde und mir insbesondere dann gut gefiel, wenn er nicht die Bürde hatte, den Abwehrchef zu machen.

Aber: Es geht zumindest endlich los beim HSV! Sowohl auf als auch neben dem Platz. Und wenn man den Kollegen der BILD glauben darf, dann hat der HSV inzwischen auch für den feststehenden Abgang von Laszlo Benes eine Alternative gefunden: So sollen Baumgart, Costa und Co. am 20 Jahre alten Adam Karabec von Sparta Prag interessiert sein. Der offensive Mittelfeldspielerkönnte mit einer Kaufoption zunächst einmal ausgeliehen werden und kam in der abgelaufenen Saison beim tschechischen Meister zu 18 (seiner insgesamt 141) Liga-Einsätze. Neunmal stand der Linksfuß dabei in der Startelf und erzielte insgesamt vier Tore bei drei Vorlagen.

Aber wo wir schon beim Thema Neuzugänge sind: Ich bin morgen wieder mit unserem Profi-Analysten Mats Beckmann von createfootball.com verabredet und werde mich mit ihm über den Ablauf von Spielerverpflichtungen bei den Profiteams (inklusive HSV) unterhalten. Das werden wir sicherlich nicht alles in einem einzigen Beitrag durchdiskutieren können, aber die Zeit nehmen wir uns morgen und stellen es abends online. Ich freue mich tierisch darauf und bin gespannt, was Mats uns so an größeren und kleineren Interna berichtet!

In diesem Sinne, bis morgen! Euch allen einen schönen EM-Abend!!

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