Emotionaler kann ein Abschied kaum sein - ein letztes Heimspiel wie ein Versprechen
Es gibt Spiele, die sind mehr als nur ein Ergebnis. Mehr als drei Punkte, mehr als Tabellenkosmetik, mehr als ein sauberer Haken hinter dem letzten Heimspiel einer Saison.…

Es gibt Spiele, die sind mehr als nur ein Ergebnis. Mehr als drei Punkte, mehr als Tabellenkosmetik, mehr als ein sauberer Haken hinter dem letzten Heimspiel einer Saison. Dieses 3:2 gegen den SC Freiburg war genau so ein Spiel. Es war ein Nachmittag, der noch einmal zusammenfasste, warum diese HSV-Saison bis zu diesem Punkt als sehr gelungen bewertet werden darf. Nicht perfekt, nicht frei von Schwankungen, nicht ohne Baustellen. Aber gelungen. Stabil. Reif genug. Und vor allem: emotional wieder voll verbunden mit diesem Verein, diesem Stadion, dieser Stadt.
Der HSV hatte sein großes Ziel bereits erreicht. Der Klassenerhalt war sicher, die ganz große Druckkulisse war weg. Und trotzdem hatte dieses Spiel eine Bedeutung. Vielleicht sogar gerade deshalb. Denn nach Jahren, in denen beim HSV fast jedes Saisonfinale nach Endspiel, Nervenzusammenbruch oder Rechenschieber roch, war dieses letzte Heimspiel plötzlich etwas anderes: ein Durchatmen. Ein Feiern. Ein Danke. Ein Blick zurück auf das, was geschafft wurde – und ein Blick nach vorn auf das, was daraus entstehen kann.
Der Volkspark war wieder ausverkauft, zum 17. Mal in dieser Saison. Alle Heimspiele voll. Das allein erzählt schon sehr viel. Dieser Verein ist nicht nur zurück in der Bundesliga. Er ist auch zurück als emotionales Ereignis. Als Ort, an dem 57.000 Menschen nicht nur Fußball schauen, sondern etwas erleben wollen. Und gegen Freiburg erlebten sie noch einmal fast alles, was diese Saison ausgemacht hat: Leidenschaft, Unruhe, Qualität, Fehler, junge Spieler, große Gefühle, und am Ende diesen unkaputtbaren Glauben daran, dass hier gerade etwas zusammenwächst.
Schon vor dem Anpfiff lag etwas Besonderes in der Luft. Die Mannschaft ging zur Nordtribüne, das Transparent „Gemeinsam unaufhaltsam“ wurde gezeigt, die Wechselgesänge hallten durchs Stadion. Das war keine künstliche Folklore. Das war ein echtes Bild für das Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans. Dieser HSV ist nicht Meister geworden, er hat keinen Europapokal erreicht, er hat keine Saison ohne Rückschläge gespielt. Aber er hat etwas geschafft, das für diesen Verein vielleicht genauso wichtig war: Er hat Vertrauen zurückgewonnen.
Und dann begann dieses Spiel mit einem Treffer, der ebenfalls perfekt in diesen Nachmittag passte. Bakery Jatta, dieser Dauerbrenner, dieser HSV-Mensch, erzielte sein erstes Bundesliga-Tor. Es gibt Spieler, deren Tore lauter bejubelt werden als andere. Bei Jatta ist das so. Weil er nicht einfach irgendein Profi ist. Weil seine Geschichte, seine Treue, sein Kampf, seine manchmal wilde, manchmal unperfekte, aber immer ehrliche Art längst ein Teil dieses Vereins geworden sind. Als sein Name durchs Stadion gerufen wurde, war das nicht nur Jubel. Das war Zuneigung in Dezibel.
Dass Freiburg fast sofort antwortete, passte irgendwie auch. Dieser HSV ist noch nicht makellos. Er wird noch besser verteidigen müssen, noch klarer, noch erwachsener in manchen Momenten. Aber genau das macht die Zufriedenheit mit dieser Saison nicht kleiner. Im Gegenteil: Der HSV hat gezeigt, dass er Fehler überstehen kann. Dass er nicht mehr bei jedem Rückschlag auseinanderfällt. Dass er nach Gegentoren, nach Phasen der Stille, nach schwierigen Minuten wieder zurückfindet.
Und diese Stille gehörte an diesem Nachmittag ebenfalls dazu. Wegen medizinischer Notfälle auf der Nordtribüne wurde die Unterstützung zwischenzeitlich eingestellt. Der Volkspark, sonst ein Ort des Lärms, wurde plötzlich leise. Das war beklemmend, aber auch richtig. Denn Fußball ist wichtig, der HSV ist wichtig, dieser Nachmittag war wichtig – aber Menschen sind wichtiger. Auch das war ein starkes Bild: ein Stadion, das laut feiern kann, aber auch versteht, wann es still sein muss.
Nach der Pause kam der HSV mit mehr Schwung zurück. Und dann kam der Moment, der diesen Nachmittag endgültig in Richtung Erinnerung verschob. Luka Vuskovic. Natürlich Luka Vuskovic.
Es gibt Leihspieler, die kommen, spielen, gehen – und man erinnert sich später kaum noch an sie. Und dann gibt es Spieler wie ihn. Spieler, die nur eine begrenzte Zeit bleiben und trotzdem etwas hinterlassen, das größer ist als ihre Vertragslaufzeit. Vuskovic war in dieser Saison nicht nur ein guter Innenverteidiger. Er war ein Ereignis. Ein Spieler, der mit 19 Jahren auftrat, als hätte er schon ein halbes Fußballleben hinter sich. Wuchtig, mutig, kompromisslos, aber zugleich mit einer erstaunlichen Ruhe am Ball. Einer, der verteidigte, als würde er jeden Zweikampf persönlich nehmen – und der nach vorn eine Qualität entwickelte, die für einen Innenverteidiger fast absurd wirkte.
Sechs Saisontore für einen Verteidiger sind kein Zufall. Das ist eine Waffe. Und sein Freistoß gegen Freiburg war deshalb mehr als nur das 2:1. Es war fast schon ein Symbol für seine HSV-Zeit: kraftvoll, direkt, ein bisschen wild, nicht komplett glatt – aber am Ende drin. Der Ball wurde abgefälscht, ja. Aber wen interessiert das in so einem Moment? Der Volkspark sah nur Vuskovic, diesen jungen Kroaten mit der Nummer 44, der sich das Trikot vom Leib riss und es vor der Nordtribüne hochhielt.
Dieses Bild wird bleiben
Weil es wie ein Abschied aussah. Weil es wie ein Dankeschön aussah. Weil es aussah, als wüsste er selbst, dass dieser Moment mehr war als ein Torjubel. Vuskovic hielt nicht einfach ein Trikot hoch. Er hielt ein Stück dieser Saison in die Luft. Seine Saison. Die Saison eines Leihspielers, der gekommen war, um dem HSV zu helfen – und der am Ende zu einem der emotionalen Gesichter dieses Klassenerhalts wurde.
Man kann den Wert eines Spielers manchmal an Statistiken messen. Zweikampfquote, Passquote, Tore, abgefangene Bälle, Kopfballduelle. Bei Vuskovic erzählen diese Zahlen sicher viel Gutes. Aber sie erzählen nicht alles. Sie erzählen nicht, was passiert, wenn ein Spieler in kurzer Zeit eine Kurve erobert. Sie erzählen nicht, warum sein Nachname mit einer Lautstärke durchs Stadion ging, die sonst nur ganz wenigen vorbehalten ist. Sie erzählen nicht, warum 57.000 Menschen bei seiner Auswechslung aufstanden. Sie erzählen nicht, warum dieser Abschied schon weh tat, obwohl er offiziell vielleicht noch gar keiner war.
Vuskovic hat dem HSV etwas gegeben, was Aufsteiger besonders dringend brauchen: Präsenz. In einer Liga, in der du nicht mehr jede Woche der Favorit bist, brauchst du Spieler, die nicht kleiner werden, wenn der Gegner größer wird. Spieler, die Räume verteidigen, Bälle attackieren, Verantwortung übernehmen. Spieler, die dem Rest der Mannschaft das Gefühl geben: Wir halten das aus. Wir können das. Wir gehören hierher.
Genau dieses Gefühl hat Vuskovic verkörpert. Er war kein vorsichtiger Gastarbeiter auf Leihbasis. Er spielte nicht so, als müsse er nur seine Minuten sammeln, um dann zu Tottenham zurückzukehren. Er spielte, als sei Hamburg seine Aufgabe. Sein Verein. Seine zweite Heimat, wie er selbst sagte. Und vielleicht war genau das der Grund, warum die Verbindung so stark wurde. HSV-Fans haben ein feines Gespür dafür, ob einer nur das Trikot trägt – oder ob er es annimmt.
Vuskovic hat es angenommen.
Und deshalb war dieser Jubel nach dem Freistoß so emotional. Weil alle wussten: Die Chance, dass er bleibt, ist klein. Sehr klein sogar. Tottenham hat ihn verliehen, nicht verschenkt. Eine Kaufoption gibt es nicht. Und wer gesehen hat, wie dieser Junge in der Bundesliga verteidigt, trifft, führt und reift, der weiß: Solche Spieler verschwinden normalerweise nicht unter dem Radar. Sie werden größer. Teurer. Unerreichbarer.
Aber vielleicht macht genau das die Sache so schön und so bitter zugleich. Der HSV durfte ihn für eine Saison haben. Eine Saison, in der er half, die Bundesliga-Rückkehr abzusichern. Eine Saison, in der er aus einem Aufsteiger eine Mannschaft machte, die sich wehren konnte. Eine Saison, in der er nicht nur sportlich wichtig war, sondern emotional fast unverhältnismäßig groß wurde.
Sein Gang zur Nordkurve nach dem Spiel wirkte deshalb wie ein kleines Ritual. Die Mannschaft schickte ihn vor, die Fans feierten ihn, und für einen Moment stand da kein Leihspieler mehr. Da stand einer von ihnen. Einer, der vielleicht weiterzieht, aber etwas dagelassen hat. Und das ist im Fußball selten geworden. In einer Zeit, in der Verträge, Optionen, Marktwerte und Karrierepläne vieles bestimmen, war Vuskovic beim HSV etwas angenehm Unmodernes: ein Spieler, der einfach echt wirkte.
Auch Fabio Vieira gehört in dieses Abschlussbild. Natürlich anders, leiser vielleicht, weniger brachial in der Wirkung als Vuskovic. Aber auch er war Teil dieser Saison, Teil dieser Entwicklung, Teil dieses letzten Applauses. Vieira brachte spielerische Idee, Tempo, Kreativität und Momente, in denen man spürte, was dieser Mannschaft guttat: mehr Mut am Ball, mehr Lösungen zwischen den Linien, mehr Qualität in engen Räumen. Sein Pfostenschuss gegen Freiburg war so ein Moment, in dem das Stadion kurz den Atem anhielt. Auch er wurde verabschiedet, auch er bekam seinen Applaus, auch bei ihm wusste man: Das könnte es gewesen sein.
Und dann Fabio Baldé. Wieder so ein Bild, das besser kaum hätte passen können. Ein Eigengewächs trifft im letzten Heimspiel. Drei Minuten nach Vuskovic. Erst der vielleicht gehende Leihspieler, dann der junge Hamburger Hoffnungsträger. Vergangenheit dieses einen Jahres und Zukunft dieses Vereins in einem Doppelschlag. Fußball kann manchmal kitschig sein. Aber wenn er so kitschig ist, darf er das.
Dass Freiburg noch einmal herankam, störte am Ende kaum. Dieses Spiel musste nicht perfekt enden. Es musste nur richtig enden. Und das tat es. Mit Applaus. Mit Gesängen. Mit Umarmungen. Mit einem jungen Otto Stange, der auf dem Balkon weiterfeierte. Mit Fans auf dem Rasen. Mit einer Mannschaft, die sich feiern lassen durfte, weil sie sich diese Feier verdient hatte.
Denn genau darum geht es bei der Bewertung dieser Saison: Der HSV hat sein Ziel erreicht. Und er hat es nicht irgendwie erreicht. Er hat es mit einer Mannschaft erreicht, die sich entwickelt hat. Mit einem Trainerteam, das nicht nur verwaltet, sondern geprägt hat. Mit jungen Spielern, die Minuten bekommen und Geschichten geschrieben haben. Mit erfahrenen Spielern, die Verantwortung übernommen haben. Mit einem Stadion, das wieder wie ein echtes Zuhause wirkt.
Natürlich bleibt Arbeit. Sehr viel sogar. Noch mehr als vor dieser Saison! Wer in der Bundesliga bleiben will, muss besser werden, auch nach einem erfolgreichen Jahr. Der Kader wird sich verändern. Leihspieler werden gehen. Neue Entscheidungen müssen getroffen werden. Die Defensive muss weiter stabilisiert, die Offensive weiter geschärft, die Breite verbessert werden. Aber all das darf den Blick auf das Erreichte nicht verstellen.
Dieser HSV ist nicht mehr der HSV, der sich selbst im Weg steht. Zumindest nicht in dieser Saison. Dieser HSV hat gelernt, dass gute Entscheidungen, Geduld und Zusammenhalt eine Wucht entwickeln können. Man sah es gegen Freiburg in fast jeder Szene nach dem Schlusspfiff. Es war nicht die große Euphorie eines Aufstiegs. Es war etwas anderes. Ruhiger vielleicht. Reifer. Fast schöner. Es war die Freude darüber, angekommen zu sein.
Und wenn man für diese Saison ein Abschlussbild suchen müsste, dann wäre es vermutlich genau dieses: Luka Vuskovic vor der Nordtribüne, das Trikot mit der 44 hoch in der Hand, das Stadion in einem einzigen Rausch aus Liebe, Dankbarkeit und Wehmut. Daneben der Applaus für Fabio Vieira. Die Tore von Jatta und Baldé. Der ausverkaufte Volkspark. Eine Mannschaft, die ihr Ziel erreicht hat. Ein Verein, der wieder spürt, was möglich ist.
Der HSV musste an diesem Sonntag nichts mehr beweisen. Er hat es trotzdem getan.
Und vielleicht ist das die stärkste Botschaft dieses letzten Heimspiels: Diese Saison war kein Ende. Sie war ein Anfang.
DIE EINZELBEWERTUNGEN:
Daniel Heuer Fernandes: Ob er beim HSV bleibt, ist weiterhin unklar. Aber dass er eine absolute Nummer eins auch im Erstligafall ist, hat er heute wie auch im Rest der Saison immer wieder bewiesen. Für mich gibt es keinen vernünftigen Grund, ihn gehen zu lassen – im Gegenteil: Es wäre eine Schwächung, denn Heuer Fernandes ist ein entscheidender Faktor auf dem Weg zum Klassenerhalt gewesen, den man halten muss. Note: 2
Albert Grönbæk: Mit Startschwierigkeiten, was das Tempo betraf. Offensiv wie defensiv hätte er gleich mal etwas mehr Adrenalin benötigt. Kein Wunder, dass der erste Gegentreffer über seine Seite fiel, weil er und Omari wiederholt schlecht abgestimmt verteidigten. Nach dem Gegentor fing er sich und war offensiv an einigen guten Aktionen beteiligt Note: 2,5
Luka Vuskovic (bis 90.): Was für ein geiler Typ! Dass er heute sein Tor bekommt, ist einfach verdient. Verdient, weil er immer Vollgas geht und dem HSV eine Qualität verliehen hat, wie man sie nicht erwarten durfte. Auch heute war er hinten wieder die Sicherheit in Person. Und das mit einer Leichtigkeit, die mich immer wieder aufs Neue beeindruckt! Schade bei allem ist natürlich immer der Nachgeschmack, ihn nicht länger halten zu können. Und dass seine Nachbesetzung die vielleicht schwierigste Aufgabe für den HSV seit Jahren wird. Den n eines ist auch klar: Diese Qualität braucht der HSV defensiv, um erstligatauglich zu sein! Er war DER Wegbereiter des HSV zum Klassenerhalt! Diesen Abgang heute hat er verdient! Note: 1+
Shafiq Nandja (ab 90.): Was für ein Geschenk des Trainers! Ab heute ist er ein Erstliga-Profi – wenn auch noch ohne jeden Ballkontakt…
Nicolas Capaldo: Er war den entscheidenden Schritt zu langsam beim 1:1 durch seinen Gegenspieler Matanovic, aber davor und danach mit gefühlt 180 Puls wieder der gewohnte Aggressor. Guter Vorkämpfer – auch heute wieder. Note: 2,5
Warmed Omari: Er war am Anfang etwas fahrig, steigerte sich aber dann und spielte endlich wieder eine Partie, wie man sie von ihm immer erwarten kann. Das war nämlich wirklich gut! So bitte in die neue Saison starten und das dann kompensieren! Note: 2
Bakery Jatta (bis 65.): Er schoss sein allererstes Erstligator. Auch nach hinten machte er es gut, seine Seite war dicht. Wenn da nicht immer wieder diese Aussetzer wären, die jeden Zuschauer an seiner fußballerischen Eignung zweifeln lassen. Heute war das absolut in Ordnung . aber für die Zukunft muss der HSV hier etwas verändern. Note: 3
Fabio Balde (ab 65.): Er kam, lief und traf. Was für ein Einstand! Aber er pennte auch beim 2:3 der Freiburger, als er Matanovic nur begleitete und nicht störte. Note: 3
Nicolai Remberg: Er war im Zentrum der aktivste beim HSV, ackerte, erkämpfte und schleppte Bälle. Und das wie immer bis zur allerletzten Minute. Das Kraftpaket hat sich beim HSV längst unverzichtbar gemacht und ist ein absoluter Top-Transfer für den HSV geworden. Note: 2
Albert Sambi Lokonga (bis 80.): Er ist wichtig, weil er zum einen defensiv stabilisiert und Ruhe ins Spiel bringen kann – zum anderen aber auch das Spiel nach vorn initiieren kann. Von beidem lieferte er in der ersten Hälfte etwas – aber auch bei ihm waren es heute ein paar Prozentpunkte weniger Einsatz als sonst. Dass es trotzdem ordentlich war, spricht für seine Qualität. Note: 3
Yussuf Poulsen (ab 81.): Durfte noch kurz ran und hatte eine gute Szene.
Fabio Vieira (bis 90.): Er war anspielbar, verteilte die Bälle, suchte den Abschluss – das war wirklich gut. Schade, dass er im Abschluss ein wenig Pech – unter anderem mit dem Pfosten – hatte, auch er hätte sich einen Treffer in seinem vielleicht letzten Spiel für den HSV verdient gehabt. Aber: Sollte der HSV hier den Preis von 10 Millionen erkennbar senken können, sollte er ihn holen. Dass er immer wichtiger und besser geworden ist, zeigt, dass da noch etwas ist. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn er nächste Saison vielleicht doch wieder im HSV-Trikot aufläuft. Heute war das auf jeden Fall gut! Note: 2
Louis Lemke (ab 90.): Geile Geschichte und ein toller Moment für den gerade erst 16 Jahre jungen Nachwuchskicker!! Von ihm werden wir sicher in den nächsten Jahren noch mehr hören – und hoffentlich auch sehen!
Ransford Königsdörffer: Sein Spiel lebt von der Intensität, vom Anlaufen, freilaufen, Räume öffnen. Wenn man dann ein paar Prozentpunkte weniger investiert, siehts so aus, wie es heute in der ersten Hälfte aussah: schwach. Dafür begann er die zweite Hälfte gleich mit einer Riesenchance – die er allerdings knapp verzog (52.). Note: 3
Otto Stange (bis 65.): Er konnte sich endlich mal von Beginn an präsentieren und war heiß, das war erkennbar. Aber seine Spielweise ist in zu vielen Punkten noch zu jung, zu naiv, als dass man jetzt schon dauerhaft auf ihn setzen könnte. Aber: Auch wenn er einige Bälle verlor, weil er zu langsam war in seiner Entscheidungen - seine Vorstöße über links waren gut, sein Zug zum Tor macht mir Spaß. Viel mehr Offensivaktionen hatte Glatzel zuletzt auch nicht, Philippe schon gar nicht. Note: 3
Ryan Philippe (ab 65.): Wenn man seine Laufbereitschaft heute schon lobend erwähnt, weiß man, wie niedrig seine Messlatte inzwischen hängt. Spielte unglücklich und ist für mich die vielleicht größte Enttäuschung, weil er grundsätzlich so viele Fähigkeiten zu einem richtig guten Stürmer in sich hat – aber eben nur theoretisch, nie auf dem Platz. Dass er das 4:2 nicht machte – es passte zu seiner Saison, die einfach schlecht war. Note (heute): 4
DIE STATISTIK ZUM SPIEL:
HSV: Heuer Fernandes - Capaldo, L. Vuskovic (90.+5 Nandja), Omari – Jatta (65. Balde), Remberg, Lokonga (80. Poulsen), Grönbaek, Fabio Vieira (90.+5 Lemke) – Stange (65. Philippe), Königsdörffer
SC Freiburg: Atubolu – Kübler (68. Scherhant), Ginter (71. Jung), Ogbus (68. Lienhart), Treu - M. Eggestein, Manzambi (58. Höfler), Beste (58. Makengo), Höler, Grifo – Matanovic
Tore: 1:0 Jatta (14.), 1:1 Matanovic (16.), 2:1 Vuskovic (64.) 3:1 Balde (67), 3:2 Matanovic (87.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Gelbe Karten: Vuskovic, Capaldo / Kübler, Höler
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