Analyse

Ein Mal ist kein Mal....

Ein gelungener Auftakt mit vielen positiven Ansätzen und einigen Punkten, die noch dringend verbessert werden müssen. So hat auch Trainer Tim Walter den 3:1-Auswärtssieg bei…

Ein Mal ist kein Mal....

Ein gelungener Auftakt mit vielen positiven Ansätzen und einigen Punkten, die noch dringend verbessert werden müssen. So hat auch Trainer Tim Walter den 3:1-Auswärtssieg bei Dynamo Dresden eingeordnet. Und ich finde, er liegt damit sehr richtig. Von einer „falschen Euphorie“ ist bei mir bislang nichts angekommen. Im Gegenteil: Ich habe sehr wohl das Gefühl, dass alle wissen, das sie den Auswärtssieg mit einem Heimsieg erst bestätigen müssen. Frei nach dem Motto: "Ein Mal ist kein Mal"... Und nicht nur gegen Dresden muss der HSV aaserste Ergebnis bestätigen, sondern über die gesamten 33 Spieltage. „Wir haben jetzt 33 Spieltage Zeit, die Dinge zu verbessern, die noch besser werden müssen“, hatte Walter gesagt – und es damit auf den Punkt gebracht. Eine andere Sache ist die, die hier von „Abraeumer“ sehr ausführlich und von anderen User/innen angeführt wird: das System Walter.

https://soundcloud.com/user-36211795/di-27-07-2021-stress-mit-onana

Und darüber lässt sich natürlich diskutieren, solange die Saison läuft. Auch auf Schalke hätte der HSV durchaus mehr als das eine Gegentor fangen müssen. Und darauf verlassen, dass Keeper Daniel Heuer Fernandes jedes Mal so einen sensationell guten Tag erwischt, kann man sich realistisch betrachtet nicht. Vielmehr muss die Balance, die auch Walter vor der Saison als eine seiner Haupt-Baustellen angekündigt hatte, erst noch gefunden werden.

Aber: Sowohl für das Gute wie auch für das Negative am ersten Spieltag gilt: Es war eben auch erst das erste Spiel. Die Mannschaft wird sich im Laufe der Zeit bestenfalls stabilisieren und das System Walter nicht nur verinnerlichen, sondern automatisieren. Und hierbei halte ich es mit Hannes Wolf, der es wie folgt beschrieb: „Es macht als neutraler Zuschauer einfach Spaß, Tim-Walter-Fußball zu schauen. Tim Walter ist spektakulär, in seiner Art Fußball spielen zu lassen“, sagte Wolf. „Es gibt ganz viele Positionswechsel. Plötzlich spielt der Innenverteidiger außen und der Außenverteidiger auf der Sechs. Das sieht man bei keiner anderen Mannschaft. Das ist extrem mutig. Ich finde es total interessant, total spannend und total spektakulär.“ Und so ist es.

Das viele „spektakuläre“ aber birgt eben auch sehr viele Risiken, die ich noch lange nicht abgestellt sehe. Und Walter zum Glück auch nicht. Mit anderen Worten: Alle wissen, dass der Start zwar gut war – dass es aber alles noch besser werden muss. Sich wie beim Gegentreffer auf Schalke von einem Nicht-Sprinter wie Terodde auskontern zu lassen sollte das erste Alarmzeichen sein. Das darf nicht passieren! Auch wenn keine Mannschaft der Welt gegen so einen unnötigen Ballverluste wie dem von Gyamerah gefeit ist – die Absicherung muss immer gegeben sein. Wobei in diesem Fall sogar ausreichend Abwehrspieler hinten waren (5 gegen vier Schalke). Es wurde nur einfach schlecht umgeschaltet und dementsprechend Terodde aus den Augen verloren.

Apropos verloren: Das gilt auch für Amadou Onana, den der HSV wohl abschreiben kann. Der Belgier hatte sich schon beim Spiel gegen Basel seltsam verhalten und auf mich gewirkt, als sei er höchst unzufrieden – was sich inzwischen bestätigt hat. Denn der Belgier will unbedingt weg, hat in Frankreich beim OSC Lille und offenbar auch bei Stade Rennes Interessen geweckt. Und sollte die Ablösesumme am Ende stimmen, wird Onana gehen. Sieben Millionen Euro zuzüglich etwaiger Prämie im Millionenbereich und eine Weiterverkaufsbeteiligung sind die Voraussetzungen vom HSV, der heute übrigens im Gegensatz zu einigen Interpretationen hier frei hatte.

Von mir soll es das für heute mit diesem kurzen Update gewesen sein. Ich melde mich morgen wieder bei Euch und werde Euch dabei neben dem MorningCall (ab 7.30 Uhr) und den tagesaktuellen Neuigkeiten auch ein paar Themen in eigener Sache ansprechen möchte. Nichts Schlimmes – aber sehr viel Interessantes tut sich derzeit rund um den Blog MoinVolkspark! Und dabei nehmen wir Euch selbstverständlich voll mit…!

In diesem Sinne, bis morgen!

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