Ein Lerneffekt und noch lange keine Entwicklung
Erwarten jetzt wirklich User/innen hier, dass ich mich noch einmal erkläre? Soll ich jetzt durchdrehen und jeden, der unsachlich wird, aus dem Blog verbannen? Nein! Das werde…

Erwarten jetzt wirklich User/innen hier, dass ich mich noch einmal erkläre? Soll ich jetzt durchdrehen und jeden, der unsachlich wird, aus dem Blog verbannen? Nein! Das werde ich nicht. Denn hier sind auch noch so fern liegende Meinungen gefragt, solange sie mit dem nötigen Respekt vorgetragen werden. Dabei darf man gern auch komplett meiner Meinung widersprechen und diese anprangern. Es ist genauso, wie wir es zu Beginn dieses Blogs geschrieben haben:
…Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.
Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.
Blog-Credo
Dazu gehört es nicht, auf persönlicher Ebene zu beleidigen, zu diskreditieren und übel nachzureden. Dass das nur bedingt funktioniert, wenn man schön anonym an seinem Schreibtisch sitzend einen raushauen kann – alles bekannt. Wir haben hier schon sehr viele Unser/innen verbannt. Aber dass wir jemals alle verbannen können oder von allen die Einhaltung unserer Regeln erwarten können, damit rechnen wir nicht. Das hat auch die Vergangenheit bewiesen.
Was aber hier nach dem letzten Blog los war, ist an einigen Stellen grenzwertig – an anderen sogar darüber hinaus. Ich weiß, dass viele jetzt hoffen, dass ich den Post von Stefan Marquardt explizit auseinandernehme und den User am besten gleich sperre. Normalerweise würde ich das schon aus Prinzip nicht machen. Eben weil es alle fordern und weil der User mich damit absolut nicht getroffen hat. Diese Art von Posts muss man als Blogbetreiber ausblenden können, wenn man nicht durchdrehen will. Und im Gegensatz zu einigen anderen habe ich das große Glück, das zu können.
Aber ich bin hier nicht allein. Und der Hinweis, dass man sowas dann doch nicht durchgehen lassen darf, ist korrekt. Ich habe mich dazu entschieden, Stefan, der mir ansonsten sicher nicht immer wohlgesonnen war, der es aber bislang immer mit dem nötigen Respekt auszudrücken wusste, anzuschreiben. Ob das was bringt, weiß ich nicht. Ich würde diesen Fall aber gern als Beispiel dafür nehmen, was nicht funktioniert. Der oder die Nächste, der/die sowas schreibt, wird wortlos gelöscht. Denn eines ist klar: Das hier ist allein mein Blog. Wer ihn nicht mag und beleidigen will, hat hier keine Zukunft. Alle anderen sind allerherzlichst willkommen.
Und damit komme ich noch einmal auf das Derby zurück, das beim kicker und dem Abendblatt die seltsame Schlussfolgerung nach sich zog, dass eine Entwicklung zu erkennen sei. Wäre das allein darauf bezogen gewesen, dass der HSV nach dem überraschenden Ausgleich nicht wieder ins offene Messer gerannt ist – ich hätte es noch verstanden. Es ist sicher noch keine generelle Entwicklung – aber wenigstens ein Lerneffekt aus den Vorwochen. Aus diesem Spiel, das der FC St. Pauli fahrlässig aus der Hand gab, aber eine generelle Entwicklung zu werten, das ist schon brutal.
Walter hat zwar taktisch etwas probiert und das am Ende wieder so korrigiert, dass man aus einem 0:2 ein 2:2 machte – aber zur Wahrheit gehört eben auch: in der ersten Halbzeit hat der HSV gar kein Mittel gefunden. Und in der zweiten Halbzeit erzielte man zwei Tore aus dem Nichts. Ergo: weder die erste noch die zweite Halbzeit genügen dem eigenen Anspruch. Dass die zweite Halbzeit auf einem witterungsbedingt grenzwertigen Untergrund gespielt wurde, lasse ich dabei mal unbeachtet.
Und noch mal für alle ganz deutlich: In meinen Blitzfazits bewerte ich zum einen den Moment (also das aktuelle Spiel allein für sich) – und eben auch den allgemeinen Trend. Und der ist nach nunmehr drei sehr mäßigen Spielen in Folge nicht erbauend. Das mögen hier einige nicht hören wollen, aber bis auf die naturgemäß positiv urteilenden Hauptverantwortlichen Walter und Boldt kann das niemand wirklich leugnen. Spieler wie beispielsweise Robert Glatzel machen das beispielswiese auch schon gar nicht mehr.
Und ja, auch ich hoffe auf den HSV! Mir machen Siege und gute Entwicklungen beim HSV sehr viel mehr Spaß. Deshalb finde ich die Äußerungen von Walter in der Hinsicht auch völlig okay, wenn es ihm darum geht, dass die Mannschaft das Spiel gegen den FC St. Pauli zum Ende hin für sich positiv wertet und Selbstvertrauen für das DFB-Pokalspiel am Mittwoch mitnimmt. Aber ich schreibe, was ich sehe. Und ich habe gegen den FC St. Pauli eben keine positive Entwicklung gesehen. Im Gegenteil.
Sehr positiv zu bewerten ist übrigens der Auftritt von und rund um Daniel Heuer Fernandes. Der Keeper, der in den letzten Monaten außergewöhnlich konstant gut zum besten HSVer, ging mit seinem kapitalen Bock sehr professionell um und stellte sich den unangenehmen Fragen. Zudem bewiesen die HSV-Fans wieder einmal ihr Fingerspitzengefühl, indem sie ihren Keeper nach dem Spiel explizit feierten und ihn sogar zum „Man oft he Match“ wählten. Parallel hierzu soll die Nummer eins des HSV, die am Mittwoch im Pokal von Matheo Raab vertreten wird, sehr zeitnah seinen Vertrag verlängern
In diesem Sinne, Euch allen noch einen schönen Montagabend.
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