Die Konkurrenz erhöht den Druck auf den HSV
Der HSV musste heute noch zugucken. Und er sah Jubel in Bremen, und er durfte Euphorie auf Schalke vernehmen. Denn die beiden Traditionsclubs haben im Aufstiegsrennen ihren…

Der HSV musste heute noch zugucken. Und er sah Jubel in Bremen, und er durfte Euphorie auf Schalke vernehmen. Denn die beiden Traditionsclubs haben im Aufstiegsrennen ihren Aufwärtstrend leider beide fortsetzen können. Werder gelang mit dem 2:1 (0:0) über den Karlsruher SC der Sprung auf Platz zwei. Der FC Schalke verbesserte sich dank des hart erkämpften 2:1 (0:1) über Jahn Regensburg auf Rang drei und stieß damit erstmals seit Ende Oktober wieder in Aufstiegsregionen vor. Die beeindruckende Siegesserie der Bremer unter der Regie von Ole Werner hielt damit auch gegen den KSC an. Im sechsten Spiel auf der Werder-Bank feierte der Fußball-Lehrer seinen sechsten Sieg. Vor 10.000 Zuschauern im damit unter Corona-Bedingungen ausverkauften Weserstadion erzielten Marvin Ducksch (51. Minute) und Anthony Jung (76.) die Treffer für die Norddeutschen.
Auch der FC Schalke kann weiter auf die Bundesliga-Rückkehr hoffen. In der ebenfalls mit 10.000 Zuschauern gefüllten Veltins Arena sorgten Simon Terodde (64.) und Malick Thiaw (73.) am Samstag für die fünfte Partie in Serie ohne Niederlage. Dagegen hält der Abwärtstrend der Gäste weiter an. Daran konnte auch die zwischenzeitliche Führung durch Andreas Albers (32.) nichts ändern. Wobei: Wenigstens der 1. FC Nürnberg musste – allerdings gestern schon – einen unerwarteten Rückschlag hinnehmen. Beim bitteren 0:5 (0:3) gegen das Schlusslicht FC Ingolstadt kassierte der neunmalige deutsche Fußballmeister die zweithöchste Zweitliga-Schlappe seiner Clubhistorie und verlor den Kontakt zu den Aufstiegsrängen, während der 1. FC Heidenheim seine Aufstiegschancen wahrte, indem man sich im zweiten Freitagsspiel mit 3:1 (2:1) gegen Hannover durchzusetzen wusste.
Mit anderen Worten: Der Druck auf den HSV ist nicht kleiner geworden, wenn man weiter oben mitspielen will. Dass man schon allein wegen der fünf Punkte Rückstand auf den morgigen Gastgeber SV Darmstadt nicht verlieren durfte, war klar. Jetzt ist man vorerst auf den fünften Rang abgerutscht muss man eigentlich schon gewinnen, um nicht zu viele Teams vor sich zu haben. Allerdings wäre ein Sieg auch gleichbedeutend mit einem Quasi-Neustart der Zweiten Liga – zumindest, was den Aufstiegsbereich betrifft. Denn dann wären plötzlich (das Spiel des FC St. Pauli war bei Redaktionsschluss noch nicht gespielt) der FC St. Pauli Schalke, Heidenheim und der HSV punktgleich, Werder einen Punkt und Darmstadt zwei Punkte davor. Sollte Pauli gewinnen, wären die Stadtrivalen wieder Tabellenführer und nur drei Punkte vor dem HSV.
Aber alles rechnen ist ja schön und gut, wichtiger ist, dass der HSV weiter so stabil auftritt, wie in den letzten Partien in Köln und gegen den FC St. Pauli. Denn dann wäre meiner Meinung nach weiterhin alles drin. Personell kommt mit Maxi Rohr ein Defensivallrounder dazu (Willkommen zurück, Maxi!!!), während Jan Gyamerah (Adduktoren) und Sonny Kittel (5. Gelbe) ausfallen. Josha Vagnoman und Stephan Ambrosius sind zwar auch heute wieder ein Stück weiter ans Team rangerückt, aber noch nicht im Kader. Und: Wenn mich nicht alles irrt, wird Kinsombi Kittel ersetzen sollen.
Insofern gibt es personell heute eigentlich nichts Neues zu berichten. Daher belasse ich es auch bei diesem kurzen Update und wünsche Euch einen schönen Sonnabendabend mit dem Spiel des FC St. Pauli – oder mit etwas schönerem. Genießt den Abend auf jeden Fall, ich melde mich dann morgen vor dem Spiel mi der Aufstellung live via Instagram, in der Halbzeit mit einem Zwischenfazit und nach dem Spiel mit dem Blitzfazit wieder bei Euch. Dann hoffentlich mit einem schönen (oder dreckeigen – das ist mir völlig wurscht…) Auswärtssieg im Gepäck!
Bis dahin,
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