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DFL berät über Quarantäne für alle Profiklubs

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht nach einem „Kicker“-Bericht momentan keinen Anlass für eine Oster-Pause. Die Begegnungen des 27. Spieltags der Bundesliga und 2.…

DFL berät über Quarantäne für alle Profiklubs

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sah nach einem „Kicker“-Bericht eh keinen Anlass für eine Oster-Pause. Die Begegnungen des 27. Spieltags der Bundesliga und 2. Bundesliga seien nach wie vor angesetzt, erklärte ein DFL-Sprecher dem Fachmagazin - und das auch schon bevor Angela Merkel die Osterpause öffentlich wieder kassierte. Zuvor war die Politik beim Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs und -chefinnen noch übereingekommen, dass von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden soll, um die dritte Corona-Welle zu brechen. Vergangenheit.

Aber: Mittlerweile ist ein Betriebsverbot für den Profi-Fußball über Ostern nicht mehr tabu. Die Osterpause hat diese Diskussion ins Rollen gebracht. Zuletzt wurden Gespräche zwischen Politik und Fußball bestätigt, ob die für Ostern geplanten Spiele trotz der verordneten „Ruhetage“ stattfinden dürfen. Und: Das Präsidium der DFL hatte schon vor Merkels U-Turn eine Verschärfung des Hygienekonzepts für den Spielbetrieb von Bundesliga und 2. Bundesliga in der Corona-Pandemie beschlossen. Neu sind dabei verpflichtende Antigen-Schnelltests sowie die mögliche Durchführung von Quarantäne-Trainingslagern, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Diese Überlegung hat die DFL in einem Rundschreiben an die Vereine kommuniziert.

Vom 14. bis 26. April alle ins Quarantäne-Trainingslager?

„Dies würde mit Blick auf die englische Woche am 30. Spieltag dazu dienen, gleich drei Spieltage (29, 30, 31) noch zusätzlich abzusichern“, heißt es in dem vierseitigen Schreiben, das von Präsidiumssprecher Christian Seifert und Präsidiumsmitglied Ansgar Schwenken unterzeichnet ist. Die DFL hatte am Dienstag darüber informiert, dass ein solcher Beschluss für Quarantäne-Trainingslager in enger Abstimmung mit der „Kommission Fußball“ getroffen werden könne und mit acht Tagen Vorlauf beschlossen werden müsste. Im Grunde wäre diese Maßnahme eine Wiederholung der Quarantäne vor dem Restart letzte Saison im Frühjahr 2020.

Nachdem zuletzt Hannover 96 und Holstein Kiel gleich mehrere positive Befunde vermelden mussten und beim HSV sowie bei anderen Klubs einzelne Spieler positiv auf Corona getestet worden waren , sieht sich die DFL durch „die jeweils mit einer Team-Quarantäne verbundenen positiven Corona-Befunde in einigen Klubs der 2. Liga sowie potenziell steigende Inzidenzen und eine prozentual starke und weiter zunehmende Beteiligung verschiedener, teilweise deutlich ansteckender Virusvarianten“ zu den Sondermaßnahmen veranlasst. Es sei eine Tendenz der Gesundheitsämter erkennbar, professionelle Fußballmannschaften in Quarantäne zu schicken“. Das wiederum würde den Spielbetrieb massiv beeinträchtigen wenn nicht sogar den Abbruch provozieren können. Auch deshalb sollen sich die Spieler ab dem 1. April auch an den Tagen mit Schnelltests und Antigentests testen lassen, an denen nicht die obligatorischen PCR-Tests anstehen. Mit anderen Worten: Jeder Spieler/Betreuer/Verantwortlicher wird  ab dem 1. April an jedem Tag getestet.

Zuletzt habe man immer wieder Nachlässigkeiten bei den Durchführungen feststellen müssen, die man so nicht hinnehmen will. „In den vergangenen Tagen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Spielbetrieb dies auch in Gesprächen mit operativ verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen ihrer Klubs noch einmal deutlich gemacht und ausgeführt“, heißt es in dem Schreiben von Seifert und Schwenken an die Klubs.

Hatte ich nicht gerade wieder geschrieben „die Einschläge kommen gefühlt immer näher“? Und ja, das tun sie. Mehr als deutlich. Die Bundesligasaison ist definitiv gefährdet. Das wussten die meisten immer - jetzt wissen es alle. Der Grat ist schmal. Und ich hoffe, dass hier die Grenzen der Vernunft nicht noch weiter überschritten werden, also nicht so wie bei den Herren der Uefa und Fifa. Wenn ich mir überlege, dass im Sommer die EM stattfinden soll - und das auch noch vor Zuschauern, dann frage ich mich nicht mehr, ob die Verantwortlichen nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Inzwischen weiß ich es. Inzwischen wissen das wahrscheinlich alle. Denn inzwischen demonstrieren die Uefa- und Fifa-Nasen mit fast jeder offiziellen Entscheidung selbst ihren Größenwahn.

In diesem Sinne,

Scholle

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