Transfer

Der Neue ist da!

Ich freue mich sehr, Euch den nächsten Zugang bei „MoinVolkspark“ präsentieren zu dürfen: Cornelius Link. Oder besser gesagt: ER stellt sich im Folgenden selbst vor. Ich für…

Der Neue ist da!

Ich freue mich sehr, Euch den nächsten Zugang bei „MoinVolkspark“ präsentieren zu dürfen: Cornelius Link. Oder besser gesagt: ER stellt sich im Folgenden selbst vor. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass mir die bisherigen Gespräche mit Cornelius sehr gut gefallen haben und ich die Mischung aus journalistischer Erfahrung und Passion für Fußball sowie den HSV als sehr spannend erachte. Zudem freue ich mich darauf, dass sich Cornelius vor allem den digitalen Medien von uns widmen will. Soll heißen: Er steht selbst gern vor der Kamera, sagte er mir.

Von daher wird er auch bei den nächsten Ausgaben unserer Auswärtscouch dabei sein, die auch nach der Vertragsverlängerung des HSV mit dem letzten Bierpartner „König Pilsener“ weiterhin nach dem traditionellen HSV-Bierpartner „Holsten“ benannt bleiben wird. Denn wir wissen nicht nur, was Tradition bedeutet. Wir wissen auch, dass es schon an diesem Wochenende vor dem Hannover-Spiel im Volkspark wieder etwas Schönes gibt. Aber dazu morgen mehr. Denn jetzt übergebe ich das Wort unserem neuen Blogfreund und neuen MoinVolkspark-Kollegen Cornelius: 

Moin! 

Von Geburt an Vereinsmitglied, als kleiner Stöpsel schon in der Kurve mit dabei - klingt gut, ist aber nicht meine HSV-Story. Zwar bin ich in Hamburg geboren, allerdings wuchs ich größtenteils in der mittelhessischen Provinz auf. Und ausgerechnet dort verliebte ich mich in den HSV. In einer Region, in der Straßenlaternen mit Adler-Stickern tapeziert sind und Fischbrötchen nur bei ‚Nordsee‘ serviert werden, ging ich stolz im van der Vaart-Trikot zum Sportunterricht. Umgeben von Eintracht- und Bayern-„Fans“ musste ich mir schon früh abwertende Kommentare à la „Scheiße Hamburg, Hamburg Scheiße“ gefallen lassen. Ich wusste es jedoch stets, diese in ‚Abschlach‘-Manier mit „liebe Leute, nun mal leise“ zurückzuweisen. Das Leben als Exil-Hamburger härtete mich ab und bereitete mich auf die schwere fußballerische Zeit vor, die noch folgen sollte. 

Mein erstes Stadion-Erlebnis war ein 2:2 des HSV bei Eintracht Frankfurt in der Saison 2006/07. Unter den Hamburger Torschützen war damals noch ein gewisser Boubacar Sanogo, der nur wenige Wochen zuvor schon in der Champions League gegen Arsenal getroffen hatte. Ich hätte mir durchaus eine schlechtere Phase für meinen Einstieg als Fußball- und HSV-Fan aussuchen können. Der HSV wurde daraufhin zu einer Konstante in meinem Leben und der Fußball zu meiner großen Leidenschaft neben der Musik. Mein Vater und mein Onkel - beide ebenfalls leidenschaftliche HSVer - schwärmten von den Erfolgen der Achtziger und erweckten in mir den utopischen Gedanken, einmal selbst einen Titelgewinn des HSV miterleben zu dürfen. Damals schmückte die Magnet-Meisterschale von ‚Aral‘ mein Kinderzimmer, heute würde ich mir im Falle des Aufstiegs auch die Zweitliga-Felge an die Wand nageln. 

Neben der sportlichen Situation unserer Rothosen hat sich in den vergangenen Jahren auch meine persönliche Perspektive auf den HSV und den Profi-Fußball verändert. Neben meinem Studium der Kommunikationswissenschaft an der Uni Greifswald durfte ich bei der ‚Ostsee-Zeitung‘ in Rostock bereits erste journalistische Erfahrungen sammeln. Vor einem persönlichen Dilemma stand ich, als ich im August 2022 erstmals im Volksparkstadion auf der Pressetribüne saß - und beim ersten Spiel nach Uwe Seelers Tod über den FC Hansa Rostock berichten musste.

Die HSV-Lieder und Fangesänge nicht mitzusingen war hart, doch bei einem solch schmerzhaften wie emotionalen Moment neutral zu bleiben - unmöglich. Mein Herz schlägt eben für den HSV. Der Kontakt mit Spielern oder Vereinsvertretern lässt dieses jedoch nicht mehr so schnell schlagen wie früher. Der professionelle Fußball ist (leider) wie jedes andere Geschäft auch: Viel Routine, oftmals gepaart mit zwischenmenschlicher Kälte. Trotz meines Traums, später als Journalist mein Geld zu verdienen, will und werde ich mir meine Leidenschaft für den Fußball nicht nehmen lassen. Leidenschaft und Professionalität schließen einander nicht aus, sondern bilden die Grundlage erfolgreicher Arbeit - in egal welchem Beruf.

Heute lebe ich wieder in Hamburg. Ich bin also nach einer fast zwei Dekaden umfassenden Odyssee wieder im Heimathafen Hamburg angekommen. Im Oktober werde ich hier mein Master-Studium beginnen. Scholle hat mir nun die Chance gegeben, bei ‚Moin Volkspark‘ einzusteigen. Hier darf ich endlich meine Liebe ausleben (und vielleicht ja irgendwann einmal aus Gründen im HSV-Trikot auf die Pressetribüne gehen). Ich freue mich auf jeden Fall auf die gemeinsame Zeit und vor allem: Auf Euch! 

Bis bald und: nur der HSV, 

Euer Cornelius  

Anzeige · Partner

Zeig deine Farben

Unsere Freunde von HANDS OF GOD setzen ikonografischen Momenten und Legenden der Vereinsgeschichte ein künstlerisches Denkmal.

Alle Hamburg-Motive bei HANDS OF GOD

Wir sind Partner von HANDS OF GOD und bekommen eine Provision, wenn du über diese Links kaufst — für dich ändert sich am Preis nichts. Gezeigt werden nur Motive, die wir selbst aufhängen würden.

Diskussion

0 Kommentare

Diskutier mit!

Registriere dich kostenlos — dann kannst du unter den Beiträgen mitdiskutieren, antworten und liken.

Jetzt kostenlos registrierenAnmelden
DU
Bleib fair — wir moderieren mit Augenmaß.
Noch keine Kommentare — sei der/die Erste.
Lies weiter Meinung HSV-Blamage- Die Taktik war das geringste Problem Ein Tag nach der Pleite sitzt der Frust tief. Neben taktischen Mängeln fehlte vor allem eins: die Bewegung und der Wille, den Ball zu fordern. Das Problem war viel tiefer als die reine Herangehensweise Weiterlesen