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Der letzte Neue? Mikelbrencis unterschreibt bis 2026

Es ist vollbracht: Der HSV hat den französischen U18-Nationalspieler William Mikelbrencis verpflichtet. Das war so erwartet worden – und so ist es jetzt auch beingetreten. Wie…

Der letzte Neue? Mikelbrencis unterschreibt bis 2026

Es ist vollbracht: Der HSV hat den französischen U18-Nationalspieler William Mikelbrencis verpflichtet. Das war so erwartet worden – und so ist es jetzt auch beingetreten. Wie der HSV am heutigen Mittwoch mitteilte, unterschrieb der Rechtsverteidiger vom französischen Zweitligisten FC Metz einen Vierjahresvertrag bis 2026. Der 18 Jahre alte Abwehrspieler soll eine Alternative zu Moritz Heyer auf der rechten Seite sein. Die Ablösesumme soll rund 700 000 Euro betragen. „Er ist uns insbesondere in der letzten Saison aufgefallen, als er schon mit Einsätzen in der ersten französischen Liga für Furore gesorgt hat. Er ist ein Spieler, der für modernen Fußball steht, der so spielt, wie wir uns das auf der Position vorstellen“, sagte Sportvorstand Jonas Boldt.

Verlassen werden den HSV Aaron Opoku und Maximilian Rohr. Der 23 Jahre alte Opoku wechselt zum Liga-Rivalen 1. FC Kaiserslautern. Ursprünglich sollte der Vertrag des Flügelstürmers beim HSV bis Sommer 2024 laufen. Seine Ablösesumme wird auf 200.000 Euro geschätzt. Opoku war unlängst durch ein Revanchefoul im Spiel gegen Darmstadt 98 (1:2) negativ aufgefallen, für das er die Rote Karte sah. Der ehemalige deutsche U20-Nationalspieler wurde daraufhin für fünf Spiele gesperrt und fehlt dementsprechend auch den Lauterern noch vier Spiele.

Aaron Opoku wechselt zum 1. FC Kaiserslautern

Sportvorstand Boldt äußerte sich heute zu diesem Wechsel via Vereinshomepage: „Aaron ist mit seinem Wechselwunsch auf uns zugekommen. Wir haben dann in sehr offenen Gesprächen seine sportliche Situation und Perspektive analysiert und sind zu dem Ergebnis gelangt, dass es für alle Beteiligten sinnvoll ist, das Angebot des 1. FCK anzunehmen. Wir wünschen Aaron für seine sportliche und private Zukunft alles Gute“, erklärte Boldt, der ähnliche Worte für Maxi Rohr (auf Leihbasis inklusive Kaufoption bis Saisonende an Aufstiegskonkurrent SC Paderborn verliehen) fand. „Maxi ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, wechseln zu möchten. Das hat uns ein Stück weit gewundert. Aufgrund der aktuellen Kaderkonstellation haben wir uns dazu entschieden, ihm den Wunsch erfüllen zu können“, sagte Boldt.

Eine Aussage, die mich ein Stück weit stutzig macht. Denn wenn ich nicht falsch informiert wurde, war es weniger Rohr als der HSV. Aber letztlich ist dieser Wechsel eh in seinem Zustandekommen ebenso wie inhaltlich fragwürdig (man stärkt unnötig die direkte Konkurrenz), nachdem Rohr zuletzt dreimal in fünf Partien von Beginn an aufgelaufen war. Ebenfalls überraschend kommt indes die Meldung, dass HSV-Ersatzkeeper Marko Johansson doch noch einen Verein gefunden hat – und sich per Wechsel sogar um eine Liga verbessert.

Der in Hamburg aussortierte Schwede steht laut einem Bericht vom „Hamburger Abendblatt” vor einem Wechsel auf Leihbasis zum VfL Bochum in die Bundesliga. Johansson, dessen Vertrag beim HSV noch bis 2025 läuft, soll den verletzten Reservekeeper Paul Grave ersetzen. Eine Win-Win-Situation würde ich mal sagen. Oder: Unerwartetes Glück für den HSV, der jetzt zumindest das Gehalt des Schweden spart, der unter Trainer Tim Walter keine Chancen mehr auf Einsätze zu haben scheint.

Nach den Abgängen von Josha Vagnoman zum VfB Stuttgart, dem Wechsel von Faride Alidou (Vertrag lief aus) zu Eintracht Frankfurt sowie den Leih-Enden von Mikkel Kaufmann und Chakvetadze, dem Wechsel von Jan Gyamerah,und Manuel Wintzheimer (mit Abfindung zum 1. FC Nürnberg), dem mit einer Abfindung abgewanderten David Kinsombi, dem Leihgeschäft von Robin Meißner (Viktoria Köln) nun also auch noch Opoku, Rohr, Ambrosius (auf Leihbasis zum nächsten Gegner Karlsruher SC) und Johansson weg.

Johansson wechselt - zum VfL Bochum in die Erste Liga

12 Abgänge – das ist schon etwas anderes als „Konstanz im Kader“. Wobei HSV-seitig damit sicherlich der größtenteils gelungene Erhalt der Stammelf gemeint sein wird. Und mit den bisherigen Zugängen (Königsdörffer, Benes, Bilbija und Raab sind jetzt noch Mikelbrencis und Dompé auf den letzten Metern dazu geholt worden. Etwas mehr als kumulierten 11 Millionen Euro Ausgaben stehen rund vier Millionen Euro Einnahmen gegenüber zuzüglich der eingesparten Gehälter. *****Danke für den Tipp: Die 6 Millionen Euro Transferbeteiligung bei Amadou Onana und Filip Kostic müssen selbstverständlich mit einberechnet werden****** Wobei dann an dieser Stelle natürlich die Vertragsverlängerung und die damit einhergehende Gehaltserhöhung von Glatzel mit einberechnet werden muss. Ergo: Rund 1 Million Euro Transferminus stehen zu Buche. Und Transfers, die den Druck, aufsteigen zu müssen, auf das Trainerteam und Sportvorstand Boldt sicherlich nicht geringer werden lassen. Aber diese Rolle hatten allesamt ja vor dieser Saison auch lautstark angenommen.

So viel zu den Fakten von heute. Dass eventuell doch noch ein Stürmer als Glatzel-Backup kommt, will ich zwar noch nicht ausschließen. Aber bis zum Ende dieses Blogs gab es hierzu noch keine neuen Erkenntnisse. Anders als auf dem Platz, wo sich heute leider ein großes Talent etwas heftiger verletzt hat. Aber dazu mehr in dem heute noch sehr kurzen Trainingsbericht meines neuen Kollegen hier im Blog. Geplant war ein Video-Trainingsbericht. Da die Mannschaft aber wieder auf dem kameratechnisch schwer einzufangenden Platz oben links trainierte, fällt das Video leider weg. Dafür hier in aller Kürze ein Trainingsbericht von Jonathan Slama, der nach seinem Abitur gern den Job des Journalisten kennenlernen möchte und seit jeher fußballbegeistert ist.

Sein kurzes Trainings-Resümee:

Der HSV trainiert in dieser Woche viel Umschaltspiel und das Spiel auf engem Raum. Angesichts der Spielverläufe der letzten Wochen sicherlich ein nachvollziehbarer Ansatz des Trainerteams, denn darauf wird es immer häufiger ankommen. Heute schon das erste Mal  dabei: Der 18-jährige Neuzugang auf der rechten Verteidigerposition, William Mikelbrencis vom FC Metz. Und der Franzose machte in den wenigen Situationen, die von unserer Position aus zu sehen war, einen ordentlichen Eindruck. Zumindest war erkennbar, dass er auch unter Druck sehr ruhig blieb am Ball. Aber um ihn genauer zu beurteilen, werde ich versuchen, das morgige Training noch mal dafür zu nutzen. Hoffentlich dann wieder auf einem Platz, der besser einsehbar ist. 

Gute Nachrichten gab es heute von Seiten Tim Leibolds, der nach der gestrigen leichten Verletzung heute wieder voll am Training teilnehmen konnte. Eine schlechte Nachricht habe ich allerdings auch noch im Gepäck, denn der zweifellos hochtalentierte Omar Megeed musste das heutige Training vorzeitig abbrechen. Hoffentlich nichts allzu schlimmes, denn das junge Talent macht wirklich Spaß im Training. Ein feiner Techniker ist er auf jeden Fall…

In diesem Sinne, das in aller Kürze für heute. Bis morgen!

Scholle und Jonathan

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