**UPDATE** Der HSV tut sich schwer und sucht nach Verstärkungen
Der HSV hat ein Testspiel beim VfB Oldenburg nur knapp gewonnen. Beim 2:1 (0:1)-Sieg gegen den Regionalliga-Club trafen Jean-Luc Dompé (72.) und Guilherme Ramos (87.) vor…

Der HSV hat ein Testspiel beim VfB Oldenburg nur knapp gewonnen. Beim 2:1 (0:1)-Sieg gegen den Regionalliga-Club trafen Jean-Luc Dompé (72.) und Guilherme Ramos (87.) vor 10.000 Zuschauern erst spät für den HSV. Der 27 Jahre alte Ramos spielte zuletzt auf Leihbasis für den portugiesischen Erstligisten CD Santa Clara auf den Azoren und soll die Hamburger eigentlich wieder verlassen.
Der gebürtige Hamburger Mats Facklam brachte die Oldenburger in der 18. Minute in Führung. Der HSV tat sich gegen den Viertligisten sehr schwer. Zu schwer. Allerdings schonte Trainer Merlin Polzin am Sonntag auch wichtige Spieler wie die beiden Neuzugänge Rayan Philippe und Nicolai Remberg, die beide am Vortag beim 8:1-Testspiel-Sieg gegen den TSV Elstorf ihr HSV-Debüt gegeben hatten. Eine bessere Einordnung hat Tom vorgenommen, der sich das Spiel vor Ort angesehen und mit den Verantwortlichen gesprochen hat:
TOM'S BLOG ZU DEN BEIDEN TESTSPIELEN:
Ich durfte bei den letzten beiden Testspielen dabei sein und schildere euch hier mal meine Meinung dazu. Ich habe für jedes Spiel ein einzelnes Fazit geschrieben. Ich habe deshalb beide Spiele in diesen Blogbeitrag reingetan.
Wir starten mit dem Spiel in Elstorf. Dort gewinnt der HSV mit 8:1, allerdings ist hier klar zu beachten, dass der TSV Elstorf lediglich in der Bezirksliga spielt. Ich verzichte im Folgenden auf genaue Noten, da jeder Spieler nur 45 Minuten gespielt hat. Ich gebe aber meine persönliche Einschätzung zu den einzelnen Jungs.
Erste Überraschungen gab es bereits bei der Startaufstellung. Anssi Suhonen bekleidete die Linksverteidiger-Position. Soumahoro begann auf der 6. Genauer: Hannes Herrmann startete im Tor. Die Innenverteidigung bestand aus Tourunarigha und Schonlau. Suhonen Links- und Mikelbrencis Rechtsverteidiger. Soumahoro startete auf der 6, vor ihm Sahiti und Remberg als 8er. Links vorne startete Dompe, rechts Philippe und im Sturmzentrum begann Königsdörfer. Suhonen spielte dabei den inversen Außenverteidiger, ähnlich wie Reis unter Baumgart. Soumahoro rückte dann teilweise mit in die Innenverteidigung, sodass mit einem hochstehenden Mickelbrencis ein Spielaufbau in einer Dreierkette zustande kam.
Bevor ich ins Spiel starte, möchte ich hier noch einmal anmerken, dass die Impressionen natürlich mit Vorsicht zu genießen sind, da der TSV Elstorf in der Bezirksliga spielt.
Das Spiel startete wild mit einigen Stockfehlern beim HSV. Die Umschaltsituationen wurden von Elstorf allerdings nicht ausgenutzt. Anschließend übernahm der HSV das Heft des Handelns und traf auch gleich in der 4. Minute. Philippe auf Königsdörfer. Das Spiel fand anschließend ausschließlich in der Spielhälfte der Elsdorfer statt. Dabei arbeitete der HSV viel mit Verlagerungen auf die Außen. Dompe stand im Fokus, allerdings spielte sich vor allem sein Gegenpart auf der rechten Seite in den Fokus. Philippe traf in der 11. Minute zum 0:2. Auch beim 0:3 ist Philippe dann maßgeblich beteiligt. Er flankt auf Königsdörfer, dieser köpft an den Pfosten, ehe Sahiti abstaubt. Das 0:4 in der 41. Minute legte der französische Neuzugang erneut auf, wieder auf Königsdörfer.
In der 1. Hälfte fielen vor allem Philippe und Soumahoro auf. Polzin sagte später über Philippe: „Diese Zielstrebigkeit Richtung Tor, das ist eine Qualität, die er hat.“ Und genau das präsentierte Philippe auch. Er ging immer wieder mit Tempo auf die Abwehr zu, flankte rein und probierte es auch aus der Distanz. 3 Torbeteiligungen sprechen hier für sich.
Soumahoro wurde vor allem im Spielaufbau in Szene gesetzt. Immer wieder forderte er den Ball, verteilte diesen und brach auch ab und zu offensiv durch. Er könnte noch etwas Präsenz zeigen und lautstark sein, aber für den Anfang definitiv ein guter Start.
Auch Sahiti war offensiv immer wieder vor dem Tor zu finden, er zeigte viel Laufbereitschaft. Ähnlich Dompe, der auf dem Flügel das machte, was er immer macht. Den Ball aus der Luft pflücken und dann die offensive Aktion einleiten. Allerdings war mit Königsdörfer natürlich kein Zielspieler im Sechzehner. Königsdörfer suchte häufig den Weg in die Tiefe, um Räume zu öffnen.
Die Spieler der 1. Halbzeit in der Einzelkritik:
Hermann: Hatte wenig bis gar nichts zu tun. Das Einzige, was auffiel, war, dass er eine rote Hose zum gelben Trikot trug.
Mickelbrencis: Ein paar offensive Aktionen, defensiv nach wie vor anfällig.
Torunarigha: Bekam wenig zu tun, bot sich aber für den Spielaufbau in der gegnerischen Hälfte an. Verteidigte viel nach vorne.
Schonlau: War die defensive Absicherung hinter Torunarigha nicht auffällig, weder negativ noch positiv
Suhonen: Anfangs etwas fehleranfällig, fand dann aber ins Spiel und schaltete sich offensiv immer wieder ein. Defensiv ließ er etwas zu viel Raum.
Soumahoro: Immer wieder im Spielaufbau sichtbar, verteilte gut die Bälle. Gerne noch etwas lauter auf dem Platz
Remberg: unauffällig, hatte 1,2 schöne Ballverlagerungen.
Sahiti: War sehr engagiert, machte viele Laufwege und war auch immer wieder vor dem Tor zu finden.
Dompe: Wurde immer wieder angespielt, ging viel ins 1 gegen 1. Einige Flanken, die aber keinen Abnehmer fanden.
Philippe: Viel Zug zum Tor, akkurate Flanken, gute Abschlüsse. Sollte in Zukunft noch mehr über seinen schwächeren rechten gehen.
Königsdörfer: Bei einem tief stehenden Gegner natürlich etwas in seinen Fähigkeiten beraubt, dennoch eine gute Präsenz ausgestrahlt.
In der zweiten Halbzeit wechselte der HSV komplett durch.
Neuzugang Dickes startete im Tor. Davis Rath begann hinten links, die Innenverteidigung bildeten Ageykum und Gui Ramos. Rechts spielte Hefti. Auf der 6 spielte Meffert, die Doppel-8 wurde von Poreba und Megeed besetzt. Moritz Reimers spielte links vorne, rechts spielte Yalcinkaya. Im Sturmzentrum lief Robert Glatzel auf.
Die Halbzeit begann dann auch gleich mit einem Treffer von Glatzel. Allerdings kamen die Elsdorfer in der zweiten Halbzeit immer wieder zu Torchancen. Der HSV wurde schluderig. So entstand auch ein Fehler im Aufbau, der zu einem Freistoß für den TSV Elsdorf führte. Eine richtige Mauer stand nicht, eine genaue Distanz kann ich euch leider nicht nennen. Ich würde jetzt mal 25–30 Meter schätzen. Merlin Polzin sagte im Interview: „Der gegnerische Trainer sagte, wenn er den trifft, ist der auch drinnen.“ Und so kam es auch: Genterczewsky traf den Ball mit der Innenseite perfekt und setzte ihn unten links ins Eck. Keine Chance für Dickes, eine Mauer hätte eventuell geholfen. Glatzel erhöhte wenig später auf 1:6 und nachdem Moritz Reimers einen Elfmeter rausholte, vollendete Robert Glatzel seinen Hattrick und stellte auf 1:7. Moritz Reimers erzielte anschließend noch das 1:8, ehe die Partie dann nach 90 Minuten abgepfiffen wurde.
Auffällig in der zweiten Halbzeit waren Reimers und Glatzel. Vor allem Glatzel lief sich vorne immer wieder frei und kam häufig zu Abschlüssen. Er war der absolute Ausnahmespieler in der zweiten Halbzeit. Davis Rath ging immer wieder mit Tempo Richtung Sechzehner. Allerdings war die defensive Anfälligkeit immer wieder zu sehen. Die Elsdorfer drangen nun immer wieder in den Hamburger Strafraum ein. Vor allem Hefti und Ramos sahen dabei immer wieder schlecht aus. Beide waren zu weit weg vom Gegner und auch die Absprache passte nicht. Ageykum war nicht auffällig. Rath, der die inverse Rolle von Suhonen übernahm, war auch in der Rückwärtsbewegung zu langsam hinten. Das Spielgeschehen im Zentrum versuchte Megeed, neben Meffert zu übernehmen, das Spiel war aber deutlich langsamer als in Halbzeit 1.
Hier mein Fazit zu den einzelnen Spielern der zweiten Halbzeit:
Dickes: Hielt, was es zu halten gab, beim Tor unglücklich, weil er keine Mauer stellte.
Rath: Offensiv immer mal wieder da, Rückwärtsbewegung zu langsam
Agyekum: Nicht viele Aktionen, teils sicher, teils unglücklich.
Ramos: Wenig Kontrolle, häufig den Ball einfach nur wegverteidigt. Stand immer wieder weit weg vom Gegner
Hefti: Offensiv einmal gefährlich, defensiv zu anfällig
Meffert: Beruhigte das Spiel, übernahm den Spielaufbau, solides Spiel, aber nicht überragend.
Poreba: Sehr unauffällig, lief aber viel.
Megeed: Versuchte häufig, den Ball zu verlagern, das Zentrum ist aber nicht seine Idealposition.
Reimers: Sehr agil, suchte häufig den Weg in den Strafraum. Holte einen Elfer raus, für sein Alter ein sehr gutes Debüt.
Yalcinkaya: Mit Ball versuchte er, das Spiel anzukurbeln, dies gelang aber eher selten
Glatzel: Bester Mann der zweiten Halbzeit. Eiskalt vor dem Tor, gute Laufwege, Elfer nicht ganz souverän, aber wer trifft, hat recht.
Fazit zum Spiel:
Die nominell bessere Elf in der ersten Halbzeit begann schludrig, kam dann aber ins Spiel und zeigte klar den Klassenunterschied. In der zweiten Hälfte war dieser nicht mehr so stark zu sehen. Das Spieltempo nahm ab, die Fehler kamen häufiger. Alles in allem ein solider Start in die Vorbereitung. Ein 8:1-Sieg gibt sicherlich Selbstbewusstsein. Ob wir das auch über das Spiel sagen, wenn der Gegner einige Klassen höher spielt, werden wir in der Zukunft sehen. Fest steht m. M. n. jedoch, dass der Kader vor allem in der Breite qualitativ verstärkt werden muss. Die Stammelf wird wahrscheinlich nicht um den Titel mitspielen. Um die Gegner in den entscheidenden Phasen zu schlagen, muss die Bank etwa genauso gut besetzt sein wie die Stammelf. Das konnte man aus dem heutigen Spiel nicht herauslesen. Dennoch kann man sagen, dass vor allem die Neuzugänge sich gut integriert haben und auch auffallen. Wenn die im Raum stehenden 7 bis 8 Neuzugänge genauso herausstechen und sich das Ganze auch in der Bundesliga so zeigt, ist das Ziel Klassenerhalt definitiv möglich.
Wer wie gut in die Bundesliga passt, lässt sich aber wie gesagt aus diesem Spiel nicht ablesen. Dafür sind der Konditionsstand und der Klassenunterschied nicht aussagekräftig. Wir schauen, wie das Ganze morgen in Oldenburg ausschaut.
Abschließend möchte ich noch etwas zum Ambiente sagen:
Der TSV Elstorf spielt in der Bezirksliga und hat kein richtiges Stadion. Für das 100-jährige Jubiläum wurde die Kapazität erhöht. Mit mobilen Tribünen kam man am Ende auf ca. 3000 Plätze. Und da muss ich sagen: Chapeau! Das war wirklich sehr gut organisiert. Das ganze Drumherum, die Show, die gemacht wurde und welche von Stübi und Gerhard Delling geleitet wurde, war sehr gelungen. Die Elstorfer können sehr stolz auf sich sein. Das gilt nicht nur für die Organisation, sondern auch für die Spieler. Klar, der Klassenunterschied war anzumerken, aber jeder hat sein Herz auf dem Platz gelassen und alles gegeben. Und da kamen auch einige gelungene Aktionen dabei herum. Das Tor der Elstorfer war definitiv das Tor des Tages! Vielen Dank, dass wir dabei sein durften, und noch einmal herzlichen Glückwunsch zum 100-jährigen Bestehen.
Ein weiterer nachträglicher Glückwunsch geht an den Schiedsrichter und die Linienrichterin. Diese haben sich vor 2 Wochen das Ja-Wort gegeben. Alles Gute für die Zukunft!Kommen wir nun zum Spiel beim TSV Oldenburg.
Das Spiel fand in Oldenburg im Marschwegstadion vor ca. 10.000 Leuten statt. Etwa die Hälfte der Fans waren HSVer, die Euphorie ist also nach wie vor da, das Spielergebnis stellt allerdings weniger die Realität dar als das Ergebnis beim TSV Elstorf.
Da der HSV die meiste Zeit den Ball in den eigenen Reihen hielt und mit diesem nicht so viel anzufangen wusste, ist das Fazit hier etwas kürzer als beim Elsdorf-Spiel, aber fangen wir doch einfach mal von vorne an.
Der HSV startete mit Heuer-Fernandes im Tor. Davor starteten Elfadli, Ageykum und Schonlau. Die Schienen wurden von Mickelbrencis und Davis Rath besetzt. Davor starteten Remberg und Sahiti im Zentrum. Dorian Migalic und Maurice Boayke (beide U23) besetzten die Flügel, Robert Glatzel begann im Sturmzentrum.
Nominell würde ich das System als 3-4-3 interpretieren, in diesem Spiel stand aber eher die Raum- als die Positionsbesetzung im Vordergrund. Rath, der ja eigentlich eher ein Spielmacher ist, war überall zu finden Boakye und Migalic spielten sowohl vorne als auch hinten. Elfadli rückte auch immer wieder aus der 3er-Kette ins Mittelfeld vor und versuchte, das Spiel anzukurbeln. Remberg und Sahiti, laufen als Zentrumsspieler sowieso alle Räume an. Die einzigen, die mehr oder weniger in ihren Positionen blieben, waren Mickelbrencis, Glatzel, Schonlau und Ageykum. Heuer-Fernandes als Keeper blieb natürlich auch auf seiner Position.
Auffällig war, dass vor allem Remberg weiter vorrückte und auch einige Tiefenläufe versuchte.
Das Spiel der 1. Halbzeit ist eigentlich recht schnell beschrieben. Der HSV hatte den Ball, wusste gegen die 5er-Kette der Oldenburger allerdings wenig mit ihm anzufangen. Mit langen Bällen versuchte man, in die tiefen Räume zu kommen. Diese waren zu ungenau oder die Stürmer standen im Abseits. Die Oldenburger machten mit ihrem 5-3-2 vor allem das Zentrum eng. Ich würde das Ganze als mannorientiert bezeichnen. Der HSV lief durch einfache Stockfehler immer wieder in Konter rein. So wie es halt häufig beim HSV ist. Und so fiel dann auch das 1:0 für den VfB. Langer Ball. Ageykum wird im Zentrum durch einen kleinen Rempler aus dem Spiel genommen und der Ball rutscht durch zum Stürmer. Die Zuteilung ist nicht existent und so steht Mats Facklam ca. 20 Meter vor dem Tor ziemlich allein. Schonlau war gute 3 Meter entfernt von ihm. Facklam geht noch 1–2 Meter, ehe er den Ball mit voller Schusskraft ins lange Eck haut. Keine Chance für Heuer-Fernandes. Und man muss sagen, der HSV war mit diesem 1:0 zur Halbzeit noch gut bedient. Denn Oldenburg hatte noch 2, 3 gute Chancen, die Heuer-Fernandes gut parierte. Auffällig: Die Oldenburger kamen vermehrt über die rechte Abwehrseite durch – und das, obwohl der HSV 2 Rechts- aber keinen nominellen Linksverteidiger an Bord hatte.
In der zweiten Halbzeit wurde dann wieder ordentlich durchrotiert.
Raab; Ramos; Poreba; Jatta; Meffert; Hefti; Suhonen; Bornschein; Yalcinkaya kamen, lediglich Migalic und Boakye blieben drinnen.
Suhonen übernahm dabei die Position von Rath und Meffert die von Elfadli. Die anderen kamen positionsgetreu rein. Meffert interpretierte die Rolle von Elfadli allerdings etwas offensiver und spielte mehr als 6er. Später kam dann noch Dompe für Boakye rein.
Das Spiel blieb weitestgehend gleich, der HSV mit viel Ballbesitz, aber ohne richtige Idee. Oldenburg mit guter Defensivarbeit und Kontern. Die langen Bälle über die HSV-Kette wurden mit der Zeit allerdings etwas ungenau. Dennoch kamen die Oldenburger zweimal zu guten Torchancen. Einmal lief Ramos unter dem Ball durch, einmal stimmte wie so häufig in diesem Spiel die Rückwärtsarbeit nicht. Allerdings konnten die Oldenburger ihre Chancen nicht nutzen. Raab machte seinen Job, keine Glanztat, aber er hielt, was es zu halten gab. Der Wendepunkt des Spiels kam in der 64. Minute, als Dompe das Feld betrat. Er machte wieder einmal den Unterschied. In der 72. Minute verlagerte der HSV den Ball auf die linke Seite, die Kette der Oldenburger schob nicht richtig rüber und so konnte Dompe ins 1-gegen-1 gehen. Das machte der Franzose und setzte den Ball ins lange Eck. Das Spiel lief anschließend viel über Dompe, auf der rechten Seite versuchte Suhonen sein Glück – ohne Erfolg. In der 88. Minute gab es dann einen Eckball für den HSV. Ein Fan schrie vorher: „Dompe macht das jetzt!“ Und was soll ich sagen, Dompe legte mit der Ecke das 1:2 auf! Flanke auf den 2. Pfosten. Bornschein und Ramos stehen 2 Meter vor dem Tor komplett blank und netzen im Kollektiv ein. Am Ende wurde das Tor Ramos gutgeschrieben. Danach plätscherte das Spiel so dahin bis zum Abpfiff.
Zusammenfassend kann man das Spiel mit einem Wort zusammenfassen: schlecht.
Allerdings muss ich hier, so wie im Elsdorf-Spiel, darauf hinweisen, dass beide Spiele Testspiele vor der Vorbereitung sind. Trotzdem waren in beiden Spielen klare Tendenzen zu sehen. Und hier beim Oldenburg-Spiel muss man einfach sagen, dass bis zur Einwechslung von Dompe gar nichts zusammenlief. Weder mit noch gegen den Ball. Mit Ball fehlte die Idee, gegen den Ball eigentlich alles, was zum Verteidigen dazugehört. Keine Zuteilung, keine Nähe zum Gegner, keine Rückwärtsbewegung. Einfach in allen Belangen zu wenig. Ich bin jetzt einfach mal optimistisch und sage, das war nur ein Testspiel, aber so eine Leistung sollte in der Bundesliga zwingend vermieden werden, denn sonst hagelt es Gegentore. Der Spieler, der am meisten auffiel, war wieder einmal Dompe. Er ist einfach dieser Ausnahmespieler und wird höchstwahrscheinlich auch derjenige sein, der in der Bundesliga den meisten Impact hat.
Wie fassen wir das Wochenende also zusammen:
Der HSV gewinnt beide Testspiele, das ist erstmal positiv. Jedoch hat man in 2 Spielen lediglich eine so richtig überzeugende Halbzeit gespielt. Es wurde viel durchrotiert und das Teambuilding stand im Fokus. Polzin sagte später, dass es in diesen beiden Spielen erstmal darum ging, dass die Jungs wieder auf dem Platz stehen. Taktische Maßnahmen standen nicht wirklich im Vordergrund. Und so sollte man das m. M. n. auch einordnen. Sowohl positiv als auch negativ. Elsdorf war ein klarer Sieg, aber der Gegner spielt halt auch nur Bezirksliga. Oldenburg war ein schwaches Spiel, aber es war halt auch erst der Start der Vorbereitung.
Das Trainerteam hat jetzt seine ersten Eindrücke aller Spieler sammeln können. Nun gilt es, diese zu analysieren und gegebenenfalls nachzubessern.
Ich persönlich gehe davon aus, dass noch 7–8 Spieler zum Kader dazustoßen.
Dringend muss rechts hinten nachgebessert werden, das war letztes Jahr schon nicht gut und die Testspiele zeigten da m. M. n. auch wenig Fortschritte. Zudem bedarf es unbedingt eines Spielmachers auf der 8. Auch das ist ein Eindruck, den ich mitnehme. Der HSV hat keinen im Zentrum, der den Ball nach vorne treibt und mit ihm unvorhersehbare Dinge tut.
Philippe und Torunarigha hingegen sind zwei sehr gute Verstärkungen. Philippe bringt den nötigen Zug zum Tor und Torunarigha arbeitet hinten alles sauber weg. Dabei hat er noch die gewisse Ruhe am Ball. Soumahoro ist definitiv einer, der um den Stammplatz auf der 6 kämpfen kann. Sollte er das machen, kann man eventuell überlegen, Elfadli auf lange Zeit gesehen in der IV neben Torunarigha spielen zu lassen.
Das sind aber alles nur meine Eindrücke. Wie seht ihr das Ganze? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Das war es jetzt auch erstmal. Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart. Wir hören uns!
Euer Tom
Anbei noch zwei Updates:
Wechselgerücht Nummer eins:
Dass Yussuf Poulsen von RB Leipzig ein guter Stürmer ist, ist bekannt. Und selbst wenn es für RB nicht mehr reichen sollte, wäre er für den HSV allemal eine Verstärkung. Berichten der Kollegen zufolge hat Poulsen mit den Verantwortlichen des HSV bereits Gespräche über einen Wechsel in die Hansestadt geführt. Demnach locke der Bundesliga-Rückkehrer den Dänen „mit dem Flair einer Weltstadt, einem Club mit Aufbruchstimmung und einem Stammplatz im Team von Cheftrainer Merlin Polzin“, berichtete die „Leipziger Volkszeitung“.
Bei einem Wechsel wäre der 31-Jährige auch deutlich näher an seiner Heimat. Dem Bericht nach wollen alle drei Parteien den Transfer, doch finanzielle Fragen seien noch zu klären. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, dass Poulsen bereit sei, deutliche Abstriche bei seinem Gehalt zu machen. Aber von 7 Mio Jahresgage auf weniger als 2 Millionen pro Saison? Schwer vorstellbar… Selbst wenn sich alle drei Seiten ein geschicktes Konstrukt aus Abfindung, Laufzeit und Jahresgehalt ausdenken – der HSV würde seinen Weg von maximal 1,8 Millionen pro Jahr nicht halten. Ob es das wert ist?
Wechselgerücht Nummer 2:
Der HSV und Werder Bremen gehören nach Medienberichten zu den Interessenten für den zweimaligen deutschen Fußball-Nationalspieler Armel Bella-Kotchap. Der 23 Jahre alte Innenverteidiger steht noch bis 2026 beim englischen Zweitligisten FC Southampton unter Vertrag. Bella-Kotchap ist so etwas wie der große Pechvogel der vergangenen Transferfenster. 2023 war sogar der FC Bayern München an dem Abwehrspieler interessiert. 2024 platzte in letzter Sekunde ein Wechsel zu 1899 Hoffenheim. Seit seinem Wechsel vom VfL Bochum nach England im Jahr 2022 stieg er zudem zweimal mit Southampton aus der Premier League ab. In der vergangenen Saison bestritt er nur vier Ligaspiele.
Von dem Interesse des HSV berichtete zuerst das Hamburger Abendblatt. Bella-Kotchap spielte unter dem HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz in der deutschen U21-Nationalmannschaft und absolvierte im Herbst 2022 auch zwei A-Länderspiele. Danach gehörte er bei der Weltmeisterschaft in Katar zum deutschen Kader, ohne bei dieser Winter-WM zum Einsatz zu kommen.
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