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Der HSV legt Rekordpause ein - Wolfgang entspannt

Der HSV hat jetzt frei. Laktattests stehen heute und k9rgen auf dem Plan, denn geht’s in den Urlaub. Fünf Wochen, also so lange wie selten. Bis zum 2. Januar dürfen die Spieler…

Der HSV legt Rekordpause ein - Wolfgang entspannt

Der HSV hat jetzt frei. Laktattests stehen heute und morgen auf dem Plan, denn geht’s in den Urlaub. Fünf Wochen, also so lange wie selten. Bis zum 2. Januar dürfen die Spieler freimachen. Und wären da nicht die Personalien Mario Vuskovic sowie die von Tim Walter und Jonas Boldt – es wäre wirklich mal sehr ruhig beim HSV. Aber sowohl bei dem des Dopings verdächtigen Kroaten wie auch bei Trainer und Sportvorstand soll in den nächsten Tagen Bewegung reinkommen. Und sobald das soweit ist, werde ich mich an dieser Stelle dazu melden. Bis dahin verbleibe ich mit dem Hinweis an Euch, dass es morgen wieder einen Communitytalk gibt und Ihr gern noch bis morgen 11 Uhr Eure Fragen (via Instagram-Seite oder per Email an [email protected]) stellen könnt. 

Ansonsten gab es bei der WM wieder ein paar spannende Spie – unter anderen auch das deutsche Spiel gegen Spanien, das Wolfgang besucht und analysiert hat. Zudem hat er ein tagesaktuelles Video geschickt und zeigt einmal auf, wie entspannt die Stimmung beim DFB und drumherum nach diesem 1:1 gegen Spanien ist. 

Kolumne #12

Aus der Gruft geklettert

Na also: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Endlich sahen wir den Hansi Flick, den wir aus seinen Zeiten als Co-Trainer von Jogi Löw und von den Bayern kennen. Ein entspannter, freundlicher, empathischer Typ, der um kurz vor Mitternacht vor die internationalen Presse in Al Khor trat und am Ende sogar scherzte. Was er mit Louis Enrique nach dem Spiel in freundschaftlicher Umarmung zu bereden hatte? „Das sagen wir Euch zu gegebener Zeit später“, sagte Flick mit einem vielsagenden Lächeln. Es klang, als ob sie sich zu einem Wiedersehen verabredet hätten. Im Endspiel?

„Unter den Gesetzen der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es allen voran einen bewährten Klassiker: Gib Deutschland niemals auf“, sagte der Kollege von „La Repubblica“ aus Italien neben mir in der Pressekonferenz. Ob ich auch an den Titel glaube? Aus norddeutsch geerdeter Sicht eher nicht. Vorsichtig ausgedrückt.

Apropos, gut 8.000 Journalisten berichten von dieser WM, darunter 150 Zeitungs- und Agentur-Journalisten aus Deutschland. Die Atmosphäre ist freundlich, geschäftsmäßig, viele kenne ich schon lange, wir schätzen uns. Sport-Journalisten sind eine besondere Spezis, meist Einzelgänger und nicht auf Smalltalk programmiert. Besser schreiben als reden.
Später am Abend sitzen neben mir auf der Pressetribüne ein amerikanischer Kollege aus Washington und ein englischer Kollege von „The Times“, nett, höflich. Ob ich ihm etwas über einen „Fulkrug“ sagen könnte, den kannte er bisher nicht, fragte der Engländer.  Bremen kannte er aber auch nicht. „Goalgetter“, antwortete ich. „Oh, great“, sagte der Kollege, wohl ahnend, dass da etwas Großartiges geschehen könnte.

In den internationalen Pressestimmen fand ich gestern in „The Times“: „Niclas Füllkrug, der Killer mit der Zahnlücke, holt Deutschland aus einem tiefen Loch in Katar.“
Der Amerikaner schreibt in der Washington Post: „Mit einem großen 'Uff!' aus unerwarteter Quelle kurz vor Torschluss hat Deutschland seine Chancen vergrößert auf etwas, das seltener als selten ist in seiner hochdekorierten WM-Geschichte. Es kann noch immer aus der Gruft klettern, kurz bevor der Deckel schließt.“

Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.

INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN:

Spanien:

Mundo Deportivo: „Das Spiel gegen Deutschland bestätigte jedoch, dass der Generationswechsel bereits Realität ist. Trotz ihrer Jugend ist La Roja bereit, sich mit jedem zu messen. Die Mannschaft von Luis Enrique reift weiter, nun auch gegen einen erfahrenen Weltmeister, der erst reagierte, als er in Rückstand geriet.“

El País: „Zwei Einwechselspieler waren die Torschützen in einem sehr umkämpften Spiel, einem Duell mit viel Spannung bis zum Schluss, mit einem lockeren Deutschland in der Schlussphase, mit mehr Schlägen für Unai als für Neuer.“

Schweiz:

Blick: „Joker Füllkrug bewahrt DFB-Elf vor nächstem Dämpfer. Der Beste: Na wenn einer so reinkommt, Deutschland in einer äußerst heiklen Situation, 0:1 hinten, und dann vor dem Tor so dezidiert und eiskalt bleibt, verdient er diese Auszeichnung gewiss: Niclas Füllkrug!“

Tages-Anzeiger: „Deutschland schleudert ins Turnier zurück“

Österreich:

Krone: „WM-Chance lebt. Füllkrug rettet Deutschland Punkt gegen Spanien“

Kurier: Totgesagte leben länger. Eine alte Weisheit, die sich im Fall der Deutschen bei dieser WM bewahrheiten könnte.

Großbritannien:

The Telegraph: „Niclas Füllkrug war erst seit zwölf Tagen deutscher Nationalspieler und in der letzten Saison nicht einmal in der Ersten Liga, aber als eine große Fußballnation nach einer Art Retter suchte, war die Zeit für den 29-jährigen Stürmer endlich gekommen.“

The Sun: „Superjoker Füllkrug hält Deutschlands WM-Hoffnungen am Leben. An einem Abend, an dem wir erwartet hatten, den Deutschen zum ‚Auf Wiedersehen‘ zu winken, haben sie einfach ihre uralte Widerstandsfähigkeit gezeigt.“

Daily Mirror: „Deutschlands WM-Hoffnungen hängen trotz des beherzten Unentschiedens am seidenen Faden.“

The Guardian: „Es stellt sich heraus, dass Deutschland doch noch eine Nummer 9 hat. Ihr Name ist Niclas Füllkrug, er ist 29, seine internationale Karriere dauert weniger als einen Monat. Und als es am meisten zählte, war er zur Stelle.“

The Independent: „Ein Unentschieden, das vermutlich zeigt, warum das aufblühende Spanien nicht diese WM gewinnen wird, und warum Deutschland nicht ausscheidet. Es ist so ein schmaler Grat.“

The Times: „Niclas Füllkrug, der Killer mit der Zahnlücke, holt Deutschland aus einem tiefen Loch in Katar.“

Niederlande:

AD: „Komplette Spannung in der Gruppe E nach spektakulärem Unentschieden zwischen Spanien und Deutschland: Deutschland bibbert und betet, aber ist nach dem 1:1 gegen Spanien immer noch nicht ausgeschieden. Ein Punkt aus zwei Spielen, aber es kann noch klappen. Füllkrug gab Deutschland mit seinem Treffer auf jeden Fall die Farbe auf die Wangen zurück. Letzter in der Gruppe, aber noch lange nicht chancenlos. Es ist alles möglich in dieser Gruppe.“

De Telegraaf: „Deutschland lebt noch bei der WM nach später Rettung gegen Spanien. Dass Deutschland als Letztes gegen Costa Rica spielt, scheint das Rettungsboot für unsere östlichen Nachbarn zu werden. Die Mannschaft hat bislang noch nicht viel Eindruck hinterlassen bei dieser WM.“

Voetbal International: „Deutschland ist mit dem Schrecken davongekommen in der Auseinandersetzung mit Spanien. Die Deutschen gewannen auch im zweiten Gruppenspiel nicht, aber dank Niclas Füllkrug sieht die Ausgangsposition, so verrückt es klingt, noch nicht so schlecht aus. Ein herrliches Fußballspiel endete in einem Unentschieden.“

Frankreich:

L'Équipe: „Wer ist Niclas Füllkrug, der Angreifer von Werder Bremen, Torschütze gegen Spanien? Die Überraschung auf der Liste von Hans-Dieter Flick für die WM in Katar, Niclas Füllkrug, Stürmer von Werder Bremen, bringt frischen Wind durch seine Persönlichkeit in die deutsche Auswahl. Sein Tor am Sonntagabend rettet Deutschland vor dem Desaster.“

USA:

New York Times: „Deutschland ist der Dunkelheit entgegengetreten. Nun, nach einer angespannten und tristen Woche hat es wieder einmal Hoffnung.“

Washington Post: „Mit einem großen ‚Uff!‘ aus unerwarteter Quelle kurz vor Torschluss hat Deutschland seine Chancen vergrößert auf etwas, das seltener als selten ist in seiner hochdekorierten WM-Geschichte. Es kann noch immer aus der Gruft klettern kurz bevor der Deckel schließt (...) Wenn es Costa Rica nicht besiegen kann oder Japan gegen Spanien gewinnt, wäre Deutschland zum zweiten Mal in Serie in der Gruppenphase einer WM ausgeschieden, etwas Undenkbares bei einem Vermächtnis mit vier Titeln, vier zweiten Plätzen und drei dritten Plätzen.“

Italien:

La Repubblica: „Unter den Gesetzen der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es allen voran einen bewährten Klassiker: Gib Deutschland niemals auf.“

Corriere dello Sport: „Füllkrug rettet Deutschland.“

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