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Der HSV ist in der Pflicht - so oder so

Das Hamburger Abendblatt hat heute eine Formulierung im Artikel, die weit interpretierbar ist und suggeriert, dass beim HSV darüber nachgedacht wird, die Führung auszutauschen.…

Der HSV ist in der Pflicht - so oder so

Das Hamburger Abendblatt hat heute eine Formulierung im Artikel, die weit interpretierbar ist und suggeriert, dass beim HSV darüber nachgedacht wird, die Führung auszutauschen. Dabei ist der Stand heute nicht anders als vor ein paar Wochen, wo es hieß, dass man sich nach der Saison zusammensetzen werde und die Saisonanalysieren würde. Mit anderen Worten: Hier ist noch nichts entschieden und Stand heute gehen die Beteiligten davon aus, in der aktuellen Konstellation beisammenzubleiben. Apropos noch nicht entschieden: Dass der Aufstiegskampf schon entschieden ist und Tabellenführer Werder Bremen und der Zweite Schalke 04 als Bundesliga-Rückkehrer so gut wie feststehen, glaube ich auch nicht. Da bin ich komplett bei Tim Walter, der gestern noch gesagt hatte: „Gesetzt ist noch gar nichts. Es sind noch drei Spieltage zu spielen.“

Ich habe in den letzten Tagen viel mit einem sehr guten Bekannten beim FC St. Pauli telefoniert, der ein sehr gutes Gespür für Stimmungslagen im Klub hat, weil er unmittelbar daran beteiligt ist. Und wenn das stimmt, was mir dort erzählt wurde, dann herrscht beim Stadtrivalen intern eine Unruhe, wie sie den HSV in seinen „besten Tagen“ ausgezeichnet und immer wieder von kleinen und größeren Erfolgen abgehalten hat. Soll heißen: Selbst verursachter Ärger und das auch noch zu einer Unzeit.

Beim FC St. Pauli brennt der Baum

Umso gespannter war ich auf das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg – und der FC St. Pauli führte lange. Erst in der zweiten Minute Nachspielzeit gab es den Ausgleich. Bitter – aber sicherlich passend zur aktuellen Stimmung am Millerntor. Dieses 1:1 eröffnet dem HSV… Nein! Ich schreibe es einfach nicht. Denkt Euch einfach, was ich meinen könnte. Dann habe ich zumindest nichts heraufbeschworen. Fakt ist, dass die Tabelle eng zusammengerückt ist. Nicht nur zum Vorteil des HSV – aber der HSV hat weiterhin die realistische Chance. Und das ist schon mehr, als man vor einem Monat noch hätte erwarten dürfen.

Vor dem Spiel beim als Absteiger feststehenden Tabellenletzten FC Ingolstadt ist der HSV im Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz also wieder voll dabei. Auch das Restprogramm scheint machbar zu sein – wobei mir jedes Mal, wenn ich das lese, höre oder selbst schreibe etwas mulmig wird. Denn irgendwie ist der HSV der letzten zehn Jahre immer genau dann eingebrochen, wenn der schwierigste Teil gemeistert schien. Von daher bleibe ich dabei und nenne die Spiele gegen Ingolstadt, Hannover 96 und bei Hansa Rostock „schaffbar“ – aber eben auch sehr schwierig. Genau so, wie es Walter macht, der sich auf Rechnereien gar nicht einlassen will.

Ich würde morgen sehr offensiv beginnen und den FCI von der ersten Sekunde an mächtig unter Druck setzen. Möglichst so sehr, dass die Spieler des FC Ingolstadt schnell die Lust daran verlieren, sich großartig zu wehren, obgleich es für sie um nichts mehr geht. Meffert/Reis/Suhonen wären allein schon ob ihrer Laufstärke bei mir gesetzt und prädestiniert für dieses Spiel. Dazu offensiv Robert Glatzel mit Bakery Jatta rechts und links – Sonny Kittel oder Josha Vagnoman. Letztgenannter könnte sich auch im Doppelpack mit Miro Muheim die Außenbahn teilen.

Meine Startelf steht

Sicher bin ich mir darin, dass ich Moritz Heyer nach seinem durchwachsenen Spiel in Regensburg nicht draußen lassen würde. Er zählt für mich zu der Sorte Spieler, denen man bedenkenlos Vertrauen schenken kann. Sie zahlen es – auch wenn mal ein Lapsus dazwischen liegt – auf Sicht immer zurück. Oder anders formuliert: Sie verdienen Vertrauen. Sebastian Schonlau, Daniel Heuer Fernandes und Mario Vuskovic noch dazu - und meine Startelf steht.

Oder? Wie würdet Ihr aufstellen?

In diesem Sinne, morgen gilt es mal wieder! Wobei wir das (hoffentlich) die letzten drei Spieltag immer vorher sagen können. Ich muss grillen. Abschalten, vorbereiten – und morgen geht’s weiter!

Bis dahin!
Scholle

Herzlichen Glückwunsch!!

Die U21 des  HSV siegte im Regionalliga-Nordderby gegen Werder Bremen II mit 2:1. Siegtorschütze in der Schlussminute  war Etienne Sohn. Zuvor hatte Robin Velasco die Mannschaft von Pit Reimers in der 53. Minute in Führung gebracht, Werder kam durch Tim Van de Schepop zum zwischenzeitlichen Ausgleich (55.). Es war der zweite Nordderby-Sieg in dieser Saison. Schon Ende März hatten die Nachwuchskicker in Bremen mit 2:1 gewonnen. Glückwunsch dazu an Trainer Pit Reimers und Co.!

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