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Der HSV hat Youngster von Leeds United im Visier

Es ist nicht mehr ganz eine Woche, die der HSV (wie alle anderen Klub auch) Zeit hat, um auf dem Transfermarkt noch mal aktiv zu werden. Und so langsam kommt Bewegung rein.…

Der HSV hat Youngster von Leeds United im Visier

Es ist nicht mehr ganz eine Woche, die der HSV (wie alle anderen Klub auch) Zeit hat, um auf dem Transfermarkt noch mal aktiv zu werden. Und so langsam kommt Bewegung rein. Trainer Tim Walter hatte zuletzt immer wieder betont, dass er sich immer dem Plan des HSV unterordnen werde, aber eben auch sehr dafür wäre, den Kader noch einmal zu verstärken. Wir werden uns davor nicht verschließen, denn wir wollen besser werden. Solange es die Möglichkeit gibt, kann immer was passieren. Es geht dabei immer um den Verein und wir entscheiden immer zusammen. In die eine wie in die andere Richtung.“

Und das ist offenbar passiert. Zumindest soll sich HSV-Sportdirektor Michael Mutzel bereits in sehr fortgeschrittenen Gesprächen mit Leeds United befinden. Wie „HSV1887TV“ zuerst berichtet hatte, hat der HSV offenbar Interesse an Crysencio Summerville vom Premier-League-Klub. Demnach soll der Offensivspieler mit anschließender Kaufoption ausgeliehen werden. In der laufenden Saison kommt der Niederländer, der seine Jugend zum größten Teil bei Feyenoord Rotterdam absolvierte, auf fünf Einwechslungen, wobei er im Jahr 2022 noch keine Minute auf dem Platz stand.

Summerville wird auch von Glasgow Rangers gejagt

Der 1,74 Meter große Offensivspieler, an dem auch die Glasgow Rangers Interesse bekundet haben sollen, könnte den Daten zufolge gut passen. Zumindest gilt der niederländische U21-Nationalspieler gilt als schneller Außenbahnspieler. Er wäre die Alternative zu Bakery Jatta (23) sowie Faride Alidou (20), die der Klub seit Wochen sucht. Summervilles Vertrag läuft beim englischen Premier-League-Klub noch bis 2023 und sein Marktwert wird von „Transfermarkt.de“ auf zwei Millionen Euro taxiert. So viel zu den reinen Daten.

https://soundcloud.com/user-36211795/di250122-walter-kritisiert-zuschauer-beschrankung-vagnoman-zuruck-hsv-sucht-offensiven?si=858db7368a144007a4043d5e5e095b27&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Wer sich jetzt noch das Video anschaut, das ich hier eingebettet habe, der wird zumindest eine Ahnung davon bekommen, weshalb der HSV heiß auf diesen Youngster ist. Denn allein der Antritt auf den ersten Metern ist schon stark. Selbst wenn er sich mal den Ball zu weit vorlegt, vermag er das mit seinem Sprinttempo immer wieder wettmachen zu können. Ein spannender Spieler - aber, und auch das sei hier gesagt, bei Xavier Amaechi war ich nach dessen erster Trainingswoche auch überzeugt davon, dass er alle Zutaten mitbringt, um dem HSV zu helfen. Allein in den Spielen hat es Amaechi fast nie auf den Platz gebracht.

Von daher wäre sicher auch Summerville ein „Projekt“, wie Trainer Tim Walter seine noch am Beginn ihrer Karriere stehenden Spieler ebenso nennt wie einen erfahrenen Mann wie Sonny Kittel. Beide hat der HSV-Coach in dieser Saison hinbekommen, von daher traue ich ihm auch hier alles zu. Umso spannender wird auch sein, zu welcher Summe sich der HSV hier die Kaufoption sichert, von der alle ausgehen, dass der HSV sie ausverhandelt hat. Denn wie so viele andere halte auch ich nichts davon, einen jungen, noch recht unerfahrenen Spieler für ein halbes Jahr mitten im laufenden Betrieb zu holen, ohne sich für ihn eine Option auf einen längeren Verbleib gesichert zu haben.

Was passiert jetzt mit Robin Meißner?

Andererseits wird mir an dieser Stelle nicht ganz klar, was man hier mit Robin Meißner plant. Dem Youngster hat man zuletzt trotz gerade einmal 92 Einsatzminuten einen Wechsel im Winter versagt. Zweit- und Drittligisten hätten Interesse an dem Mann, der im Saisonfinale 2020/2021 unter Horst Hrubesch regelmäßig zum Einsatz kam und dabei gleich dreimal traf. Sein Talent scheint zwar nicht wirklich bei Tim Walter ins Anforderungsprofil zu passen, aber letztlich ist der HSV-Kader auch zu klein, als dass man jetzt nur einen Spieler abgibt, ohne Ersatz zu verpflichten. Fraglich ist dagegen, ob Meißner gehen darf, wenn man Summerville verpflichtet UND Alidou bis zum Sommer in Hamburg bleibt. Zumal beides derzeit sehr wahrscheinlich zu sein scheint.

Nicht wirklich wahrscheinlich erschien bislang, dass es bald wieder voller in den Stadien würde. Die Bundesministerkonferenz hatte allen Hoffnungen jüngst einen Dämpfer versetzt – jetzt lehnt sich Bayern Ministerpräsident Markus Söder, der vor der Kanzlerwahl noch so eindringlich für Solidarität aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geworben hatte, dagegen auf. Als erstes und bislang einziges Bundesland erlaubt Bayern ab Februar bis zu 10.000 Zuschauer in den Stadien. Nach Bayern will allerdings auch Baden-Württemberg die Corona-Regeln für Sport und Kulturveranstaltungen zeitnah lockern – wenn auch nicht so stark. Anders als in Bayern sollen in der Fußball-Bundesliga keine Spiele mit bis zu 10 000 Zuschauern zugelassen werden.

Bayern erlaubt 10.000 Zuschauer in Stadien

Damit gehen die beiden Südländer über den Bund-Länder-Beschluss vom Montag hinaus. Man müsse bedauern, dass es nicht gelungen sei, eine einheitliche Regelung zu finden, sagte ein Regierungssprecher. Zu diesem Thema wollen Bund und Länder am 9. Februar erneut reden. Das Bundesgesundheitsministerium warnte generell vor Lockerungen. Aber dazu dann morgen mehr, wenn wir mit dem neuen Vorstand Dr. Thomas Wüstefeld sprechen konnten. Der Pharma-Unternehmer hatte sich zuletzt immer wieder dafür eingesetzt, dass auch beim HSV mehr Zuschauer ins Stadion gelassen werden.

In der Zwischenzeit könnt Ihr mir auch wieder Eure Fragen für den Communitytalk  schicken. Per Email ([email protected]) oder per Instagram, werde Fragen aller Couleur angenommen – und in den meisten Fällen auch nach bestem Wissen beantwortet. In diesem Sinne, bis morgen! Blibt gesund!

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