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Der HSV entwickelt sich - unkontrolliert und rückwärts...

Ok, sagen wir es so: Der HSV muss schon mächtig was in der Hinterhand haben für die rechte Abwehrseite. Denn nachdem bekannt geworden ist, dass Josha Vagnoman kurz vor dem…

Der HSV entwickelt sich - unkontrolliert und rückwärts...

Ok, sagen wir es so: Der HSV muss schon mächtig was in der Hinterhand haben für die rechte Abwehrseite. Denn nachdem bekannt geworden ist, dass Josha Vagnoman kurz vor dem Sprung in die Erstklassigkeit ist, verlässt nun auch Jan Gyamerah den HSV. Nach drei Jahren verlässt Gyamerah den HSV ablösefrei. Der Rechtsverteidiger war 2019 vom VfL Bochum gekommen und absolvierte für die Hamburger seither 55 Pflichtspiele. „Nach intensiven und vertrauensvollen Gesprächen mit der Nürnberger Vereinsführung habe ich mich ganz bewusst für den Weg beim und mit dem FCN entschieden“, so Gyamerah in der offiziellen Mitteilung der beiden Klubs. „Ich bin überzeugt davon, dass wir in der 2. Liga eine gute Rolle spielen können und werde jeden Tag mein Bestes geben, um mit der Mannschaft erfolgreich zu sein. Dass mit Manu Wintzheimer ein ehemaliger Mitspieler von mir im Team ist, erleichtert mir den Start natürlich.“ Bleibt beim HSV noch Moritz Heyer, der als zentral-defensiver Spieler zum Außenverteidiger umgeschult wurde.

Ich hatte es in den vorigen Blogs schon geschrieben, ich hätte Gyamerah so lange nicht abgegeben, bis ich eine zweifelsfrei stärkere Alternative in der Hinterhand hätte. Nun antworten die Verantwortlichen naturgemäß sehr einsilbig, wenn es um potenzielle neue geht. Wobei einige aktuell sogar noch etwas einsilbiger sind als sonst eh schon. Von daher wissen wir alle nicht, ob und wen der HSV gegebenenfalls holen wird. Aber noch einmal: Ich bin mir sicher, dass Nürnberg sich mit Gyamerah verstärkt. Und ich hätte ihn in Hamburg als Backup behalten, sofern die finanziellen Themen passen. Und zumindest letzteres soll nicht das Problem gewesen sein.

Jan Gyamerah wechselt zum 1. FC Nürnberg

Aber gut – Gyamerah ist weg, der HSV hat noch ein wenig Zeit, um sich weiter neu aufzustellen. Nicht viel, da es in etwas mehr als einem Monat schon wieder in die neue Saison geht und in einer Woche der Trainingsauftakt auf dem Plan steht. Aber das Ziel, die Mannschaft bis zum Trainingsauftakt zusammen zu haben, ist nicht mehr zu halten. Weil der HSV es nicht hinbekommen hat, seine Aufgabenbereiche klar abzugrenzen. Oder genauer formuliert: Im Vorstand gibt es noch immer unausgeräumte Unstimmigkeiten und unterschiedliche Auffassungen darüber, wer in welchen Bereichen mitzureden hat. Was sehr verwundert. Denn dass Vorstand Thomas Wüstefeld andere Qualitäten als sportliche Expertise hat, sollte inzwischen auch dem Aufsichtsrat klar geworden sein.

Apropos: Der hat noch immer nicht dafür gesorgt, dass Ruhe herrscht. Und das gefährdet von Tag zu Tag zunehmend die neue Saison. Sich hinzustellen und rauszuposaunen, dass man der neue Topfavorit ist, während man intern weiter Dinge schwelen lässt und den Kader noch immer nicht mal im Ansatz zusammengestellt hat – das grenzt schon an Wahnsinn. Denn ohne es dramatisieren zu wollen, aber dieser HSV bewegt sich aktuell wieder auf das Niveau von vor drei Jahren zurück. Oder anders formuliert: Der Anspruch ist dem tatsächlichen Zustand, also dem Status Quo des HSV Stand 10. Juni 2022, wieder einmal meilenweit voraus. Und er gewinnt Tag für Tag an Vorsprung – weil die Kontrolleure nicht handeln.

Die neuen HSV-Ziele sind massiv in Gefahr

Aber das hatten wir ja die letzten Tage schon oft genug thematisiert. Diese peinliche Zaghaftigkeit, diese ebenso gefährliche Tatenlosigkeit wie ahnungslose und unklare Führungsform gehen mir einfach nur noch auf den Sack. Zeigen Sie endlich Haltung, werte Kontrolleure und klären sie diese gefährliche Unklarheit auf Führungsebene endgültig und zu 100 Prozent! Genau DAS Ist Ihre Aufgabe!!!! Denn wenn Sie weiter so tatenlos da sitzen, wird dieser gerade ganz zart aufblühende neue Zusammenhalt beim HSV (der sich bislang allein auf Mannschaft/ Trainer und Fans beschränkt) schneller wieder dem alten Chaosklub-Status gewichen sein, als man denken kann.

Euch allen wünsche ich natürlich trotz meiner echt miesen Laune ein wunderschönes Wochenende, das ich mit meinen Kindern verbringen werde. Die drei werden mich schnell wieder auf andere, schönere Gedanken bringen, das weiß och. Daher: Bis Montag!

Scholle

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