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Der HSV entledigt sich seiner Personalsorgen

Der HSV und Michael Mutzel haben ihren Rechtsstreit beigelegt. Im Streit um die Beendigung des Arbeitsverhältnisses einigten sich beide Parteien außergerichtlich. Damit fällt…

Der HSV entledigt sich seiner Personalsorgen

Der HSV und Michael Mutzel haben ihren Rechtsstreit beigelegt.  Im Streit um die Beendigung des Arbeitsverhältnisses einigten sich beide Parteien außergerichtlich. Damit fällt die für den morgigen Dienstag angesetzte Verhandlung aus. Das haben meine Kollegen vom Hamburger Abendblatt zuerst berichtet. Und das ist inzwischen bestätigt. Details zur Einigung nannte das Gericht zwar nicht, aber es gilt als sicher, dass beide Seiten Zugeständnisse gemacht haben und der HSV eine mittelhohe sechsstellige Summe zahlen muss, nachdem sich der HSV im Juli vergangenen Jahres nach anhaltenden Kompetenzstreitigkeiten mit Sportvorstand Jonas Boldt von Mutzel getrennt hatte. Dagegen hatte dieser wiederum geklagt.

Mutzel und HSV einigen sich außergerichtlich

Beim Prozesstermin im September 2022 hatten sich beide Parteien nicht auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses einigen können. Mutzel hatte eine Summe annähernd der Million als abschließende Zahlung gefordert, der HSV wollte nichts bezahlen. Ein Gütetermin blieb ohne Ergebnis. Und auch der Versuch, sich außergerichtlich auf eine Abfindung zu einigen, scheiterte damals. Nun haben sich beide Seiten geeinigt. „Ich will nicht, dass es eine Schlammschlacht gibt“, hatte der 43-jährige Mutzel nach der letzten Verhandlung betont. Jetzt scheint das gelungen.

Und das wiederum macht HSV-intern den Weg für den bisherigen Chefscout Claus Costa als neuen Sportdirektor frei. Dass der langjährige Vertraute von Boldt diesen Posten bekommen soll, galt schon seit Wochen als geklärt. Nun kann er es auch offiziell werden. Gleiches soll in den nächsten Tagen (einige rechnen sogar schon mit dem morgigen Dienstag) mit dem Trainervertrag passieren. Auch der soll jetzt vertraglich fixiert sowie verkündet werden. Damit würden auch diese Diskussionen beendet werden. Abgesehen von etwaigen Verstärkungen, die noch gesucht werden, hätte der HSV damit die personellen Großbaustellen der letzten Monate binnen weniger Tage geschlossen.

Wobei, nicht ganz: Die im Aufsichtsrat um den zuletzt viel diskutierten e.V.-Präsidenten Marcell Jansen bleibt. Wie ich hier schon geschrieben hatte, wird sich Jansen als Aufsichtsratsvorsitzender bei der Mitgliederversammlung zwei Abwahlanträgen stellen müssen. Ulrich Becker begründet seinen Abwahlantrag mündlich auf der Veranstaltung und ließ (auf Seite 35 der Tagesordnung) nur verlauten. In der Tagesordnung heißt es: „Marcell Jansen hat es bisher nicht vermocht, den Verein aus den negativen Schlagzeilen herauszuhalten, sondern er ist bis heute häufig Teil der Diskussion und des Problems.“ Bei Hischemöllers Abwahlantrag (Seite 32 bis 35 der Tagesordnung) wird es deutlich ausführlicher.

Alle Personaldiskussionen sind bis Rückrundenstart beendet

Auffällig ist, dass bei beiden die Personalie Thomas Wüstefeld einer der Kern-Kritikpunkte ist. Aber: Auch das wird sich noch im Januar klären, da am 21. Januar darüber befunden wird. Damit dürfte zum Rückrundenstart des HSV tatsächlich alles abgearbeitet sein, was zuletzt den Verein zu lähmen schien. Gute Aussichten. Aber noch kein Grund für verfrühte Freude. Immerhin ist das hier noch immer der HSV…

Und der trainiert am Dienstag noch einmal um 10.30 Uhr am Volksparkstadion, ehe es dann am Mittwoch für acht Tage ins Trainingslager nach Sotogrande geht. Ohne den wohl in die USA wechselnden Tim Leibold, ohne den verletzten Anssi Suhonen – und auch Tom Mickel musste heute wieder angeschlagen den Platz verlassen, während Laszlo Benes und Sonny Kittel behandelt wurden, aber am Mittwoch mitreisen sollen.

Bis dahin!

Scholle

P.S.: U18-Keeper Finn Böhmker, der eine Vertragsverlängerung (zusammen mit seinem Berater Jens Todt) abgelehnt hat, soll laut BILD-Bericht vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart stehen.

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