Analyse

Der HSV: Ein Aufstieg, viele Geschichten – und ein neues Kapitel Bundesliga

Was sich am vergangenen Wochenende im Volkspark abspielte, war mehr als nur ein 6:1-Sieg gegen Ulm. Es war der emotionale Höhepunkt einer Reise, die vor eineinhalb Jahren mit…

Der HSV: Ein Aufstieg, viele Geschichten – und ein neues Kapitel Bundesliga

Was sich am vergangenen Wochenende im Volkspark abspielte, war mehr als nur ein 6:1-Sieg gegen Ulm. Es war der emotionale Höhepunkt einer Reise, die vor eineinhalb Jahren mit Kameras begann und jetzt mit der Rathaustreppe ihren symbolischen Schlusspunkt findet. Der HSV ist zurück in der Bundesliga – und nicht nur sportlich, sondern auch erzählerisch reif für die große Bühne.

„Always Hamburg“ – die Doku zum Aufstieg kommt

Filmemacher Tom Häussler und sein Team begleiten den HSV bereits seit 18 Monaten hautnah. Die Dokumentation „Always Hamburg“, benannt nach dem Scooter-Song, der inzwischen zur Hymne geworden ist, zeigt die Achterbahnfahrt dieses Vereins: Trainerwechsel, Tränen, Triumphe – und nun den Aufstieg. Gezeigt wurden bereits erste Szenen auf dem OMR-Festival, die Begeisterung war riesig. Die Premiere ist für Spätsommer oder Frühherbst geplant, Streaming-Partner sind noch offen.

Der Rathaus-Empfang am 19. Mai bildet hierfür den finalen Akt: Die Mannschaft wird von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher empfangen, die Kameras laufen mit. Es ist der perfekte Abschluss einer Geschichte, die kaum besser geschrieben sein könnte. Ich bin echt gespannt!

Polzin bringt die Wende

Glücklich schätzen können sich die Filemacher hierbei über den Trainerwechsel im Winter, vom erfolglosen Steffen Baumgart hin zu Merlin Polzin. Denn der hat das geschafft, woran sechs Vorgänger scheiterten: den HSV zurück in die Bundesliga zu führen. Mit einem klaren Blick für das Wesentliche, großer Empathie und einem stimmigen Miteinander mit dem Team. Sportdirektor Claus Costa lobt insbesondere die analytische Fähigkeit des 34-Jährigen. Polzin verstand es, den Kader richtig zu lesen und die Stärken der Einzelnen für das Ganze zu nutzen.

Jetzt steht noch das letzte Ziel der Saison an: die Zweitliga-Meisterschaft. Mit einem Sieg in Fürth wäre auch diese Krönung perfekt. Und Polzin macht keinen Hehl daraus, dass er den Titel unbedingt holen will. „Keiner trainiert, um Zweiter zu werden.“ Dass er die Mannschaft erst am Donnerstag und letztlich nur zu drei Einheiten in dieser Trainingswoche bittet, widerspricht der Aussage, man nehme noch alles zu 100 Prozent ernst. Aber wird Polzin, Favé und Krohn kennt, der weiß, dass auch drei Einheiten reichen können, um deutlich zu machen, dass am Sonntag in Fürth noch einmal alles rausgehauen werden muss.

Ich weiß, dass viele darüber diskutieren, ob der HSV in der Pflicht steht, noch einmal alles zu geben oder ob er die Saison nach getaner Arbeit austrudeln lassen darf. Für mich stellt sich diese Frage überhaupt nicht! Ich erachte es als alternativlos, sich bis zum letzten Schiedsrichterpfiff sportlich fair zu verhalten und alles zu geben. Aich dann, wenn man selbst durch ist.… Aber dazu morgen mehr!


Legendäre HSV-Momente  – wenn Fußball Geschichte schreibt und Kunst sie bewahrt

Es gibt Spiele. Es gibt Tore. Es gibt Momente. Und dann gibt es diese Augenblicke, die sich für immer einbrennen – ins kollektive Gedächtnis, in unsere Herzen, in unsere Stadt.

Mit „Hamburg Legends“ hat die großartige Kreativschmiede „HANDS OF GOD“ genau diese Momente festgehalten – nicht einfach als Abfolge von Szenen, sondern als emotionale Kunst, die Gänsehaut auslöst. Szene für Szene ein Stück HSV-DNA. Leidenschaft, Stolz, Geschichte.

Wir von MoinVolkspark durften eng mit HANDS OF GOD zusammenarbeiten, als es darum ging, die passenden Motive auszusuchen. Es war uns eine Herzensangelegenheit – denn wer könnte besser spüren, was HSV-Fans bewegt, als wir gemeinsam?

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Ob die Magie von Athen, der Zauberfuß von Kevin Keegan, der Wahnsinn von Karlsruhe, das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte oder Derbys im Volkspark – jede Szene auf diesem Bild erzählt mehr als ein Spiel. Sie erzählt von Hoffnung. Von Scheitern. Vom Wiederaufstehen. Von dem, was den HSV ausmacht: große Siege, bittere Niederlagen – und die bedingungslose Liebe seiner Fans.

„Hamburg Legends“ ist nicht nur ein Bild. Es ist ein Denkmal. Und dafür machen wir an dieser Stelle sehr gern Werbung!  Für alle, die mit dem HSV gelitten, gejubelt, gezittert – und nie aufgehört haben zu glauben.

Hier könnt Ihr dieses schöne Bild - und noch andere tolle Motive mit rund ohne HSV-Bezug - bestellen:

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Kaderplanung: Große Aufgaben, klare Ansagen

Mit dem Aufstieg beginnt die eigentliche Arbeit: Der Kader muss bundesligatauglich gemacht werden. Sportvorstand Stefan Kuntz und Direktor Claus Costa planen ohne große Finanzspritze von Investor Klaus-Michael Kühne. „Es wäre erbärmlich, jetzt bei Herrn Kühne anzurufen“, so Kuntz deutlich.

Der Etat steigt von 23 auf über 40 Millionen Euro, vor allem dank höherer TV-Gelder. Trotzdem bleibt Zurückhaltung angesagt. Statt teure Transfers will man clever handeln. Gespräche mit Spielern wie Selke, Königsdörffer und für mich sehr überraschend: Mikelbrencis (hoffentlich nur für die Position des Mittelfeldpspielers) stehen an, ebenso Entscheidungen über Leihspieler wie Karabec oder Hadzikadunic. Selke, der sich mit seinen Leistungen in den Fokus anderer Klubs gespielt hat, steht für Gespräche bereit – seine Zukunft bleibt offen.

Schonlau vor dem Absprung?

Kapitän Sebastian Schonlau soll bungegen am Sonntag im letzten Spiel bei Greuther Fürth die Mannschaft noch einmal als Kapit#n aufs Feld führen und dabei helfen, im Anschluss daran auch die Schale für die Zweitligameisterschaft stemmen zu dürfen. Im Anschluss daran allerding könnte er vor einem Wechsel stehen. Und das trotz des gerade optional verlängerten Vertrags bis 2027. Sein Stammplatz war zuletut schon in der Zweiten Liga futsch. Und in der Erszen Liga d+rften deutlich schwergewichtigere Kaliber als Gegner auf den HSV zukommen, weshalb man sich unseren Informationen nach schon nach einer neuen Viererkette (bis auf Muheim) umschaut. Die Gespräche mit Schonlau sollen nach dem letzten Spiel folgen. Ein Abgang wäre denkbar, vor allem zu ambitionierten Zweitligisten oder gar ins Ausland.

Vuskovic: Aufstiegsheld ohne Spiel

Mittendrin, obwohl gesperrt: Mario Vuskovic gehört für viele Fans zu den Helden dieser Saison. Der Innenverteidiger, der aufgrund einer Doping-Sperre keine Minute spielte, wurde am Wochenende gefeiert wie ein Finaltorschütze. Seine Präsenz, seine Haltung, sein Leiden für den Verein – all das hat das Team zusammengeschweißt. Die „Vuskovic“-Rufe nach dem Abpfiff gegen Ulm sprachen Bände. Allerdings ist und bleibt er gesperrt. Erst Ende 2026 darf er wieder als Profi auf den Platz zurück, von daher wird sich der HSV in der kommenden Saison erneut damit zufriedengeben müssen, den Kroaten als Zuschauer von den Fans feiern zu lassen. 

Infrastruktur & Zukunft

Neben dem Sport wird auch in die Infrastruktur investiert: Das Volksparkstadion soll modernisiert, die Kapazität erhöht und ein Amateur-Stadion errichtet werden. All das braucht Zeit und Geld – doch die Priorität liegt klar auf dem Klassenerhalt. Horst Hrubesch ist den Taten leider schon wieder ein Stück zu weit voraus: „Wir brauchen eine Mannschaft, die nicht gegen den Abstieg spielt, sondern in der Liga mitspielt.“ Womit schon einmal deutlich wird, dass der HSV schon wieder Ansprüche äußert, ehe er die eigene Struktur dafür geschaffen hat.

Denn Fakt ist, und darüber werde ich mich Ende kommender Woche sehr ausführlich mit unserem Chefanalysten Mats Beckmann unterhalten. der HSV hat einen Kader, der nur zu 50 Prozent erstligatauglich ist. Zumindest formulierte das Sportvorstand Stefan Kuntz genau so. 

Fazit: Der HSV ist zurück. Jetzt beginnt alles von vorn.

Der Aufstieg ist von daher zum einen der Abschluss einer langen Leidenszeit – und zugleich der Anfang einer neuen, sehr großen Herausforderung. Mit einem Trainer, der das Spiel versteht. Mit Fans, die den Verein tragen. Und mit einer Stadt, die wieder HSV lebt. Jetzt fehlt nur noch die Mannschaft, die diese Geschichte auch in der Ersten Liga erfolgreich weiterschreiben kann.

In diesem Sinne, mein Kleinster und ich haben heute ein großes Stück heiligen Volksparkstadion-Rasen in unserem Garten eingepflanzt und werden dieses Stück Rasenfläche hegen und pflegen, bis es das nächste Mal etwas zu feiern gibt beim HSV. Wobei: Stand jetzt würde mir für eine Feier schon der Klassenerhalt 2026 als Anlass reichen... 
In diesem Sinne, Euch allen eine gute Nacht!
Scholle

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