Spielbericht

Der HSV bewahrt sich letzte Chance auf Direktaufstieg

Unfassbar ist in dieser Saison eigentlich nur, mit welcher Inbrunst und mit welcher Loyalität die HSV-Fans ihre Mannschaft über die Saison tragen und feiern. Was hier heute…

Der HSV bewahrt sich letzte Chance auf Direktaufstieg

Unfassbar ist in dieser Saison eigentlich nur, mit welcher Inbrunst und mit welcher Loyalität die HSV-Fans ihre Mannschaft über die Saison tragen und feiern. Was hier heute nach dem 2:1-Pflichtsieg des HSV im Stadion abging, konnte auch Gästetrainer Zorniger nicht unk0mmentiert lassen. Und das alles, obwohl die Siege von Darmstadt (1:0 am Freitag gegen Magdeburg) sowie das 1:0 des Tabellenzweiten am Nachmittag hatten dem HSV die Tür zum direkten Aufstiegsplatz bereits zugemacht hatten. Im Abendspiel gegen die gerettete SpVgg Greuther Fürth ging es also „nur“ noch darum, sich diese letzte Chance offenzuhalten, sofern Heidenheim am letzten Spieltag in Regensburg patzen sollte. „Wir werden da sein. Wir werden unser Spiel gewinnen“, ließ HSV-Trainer Tim Walter heute verlauten, nachdem sich der HSV durch die Treffer von Miro Muheim und Laszlo Benes mit dem 2:1 die letzte Restchance auf den Direktaufstieg erhalten konnte. In einem Spiel, das nicht wirklich gut war – aber eben zweckmäßig erfolgreich.

DIE EINZELKRITIK:

DANIEL HEUER FERNANDES: Er soll nach Möglichkeit alles spielerisch lösen – deshalb kann man ihn für das zu oft zu riskante Passspiel nicht komplett verantwortlich machen. Aber von einem Führungsspieler wie ihm darf man erwarten, dass er sich auch mal über die Traineranweisung hinwegsetzt, wenn es nötig ist. Heute hatte er gefühlt so viele Fehlpässe wie in der bisherigen Saison insgesamt. Note: 4

MORITZ HEYER: Er kann es besser. Obwohl er heute schon besser war als in den letzten Wochen. Er wirkte auf jeden Fall frischer. Dennoch: Vor dem Anschlusstreffer reichte eine Körpertäuschung, um ihn auszuspielen und eine riesige Lücke in die HSV-Defensive zu rei

SEBASTIAN SCHONLAU: Er machte, was er tun musste. Und das meistens gut. Unaufgeregtes Spiel des Kapitäns – bis zum völlig unnötigen Anschlusstreffer Note: 3

JONAS DAVID: Er setzt seinen Aufwärtstrend fort. Das war sehr ordentlich. Note: 2

MIRO MUHEIM: Geniestreich! Und das in einer Phase, in der der HSV überhaupt nicht wusste, wie er das Spiel in den Griff zu bekommen hat.  Ansonsten hatte er heute nicht viel mit dem Spiel zu tun, weil die Fürther nahezu ausschließlich durchs Zentrum oder die rechte HSV-Seite kamen. Note: 3

JONAS MEFFERT: Erst unauffällig, aber wertvoll – dann nur noch wertvoll. Er ist und bleibt die Konstante im HSV-Mittelefeld. Note: 3

SONNY KITTEL (bis 89.): Er ackert endlich mal einige Spiele am Stück. Das ist gut. Ob das auch gleichbedeutend mit einer Vertragsverlängerung ist? Trainer Tim Walter würde es gern sehen. So, wie ich einem Kittel in dieser Verfassung gern zusehe. Note: 2,5

ANSSI SUHONEN (ab 89.): Dabei. Mehr nicht.

LUDOVIT REIS (bis 45.): Er fing sich früh seine fünfte Gelbe Karte ein. So wird er am letzten Spieltag in Sandhausen fehlen – dafür aber in der möglichen Relegation wieder spielen dürfen. Aber: So schwach wie in der ersten halben Stunde war er lange nicht mehr.  Glücklicherweise fing er sich und wurde besser. Noch glücklicher durfte er sein, nicht mit Gelbrot vom Platz geschickt worden zu sein. Das war heute nicht sein Spiel. Note: 4

LASZLO BENES (ab 46.): Er will immer. Das ist positiv. Er kann aber leider zu selten – das ist die Kehrseite. Deswegen ist er aktuell kein Startelfspieler. Aber er gibt nie auf, ackert – und er traf heute (per Foulelfer). Note: 3

BAKERY JATTA: Viele Stockfehler zu Beginn der Partie – und es wurde kaum besser. Die Gelbrote war ebenso bitter, wie hart. Das war heute nicht sein Tag. Note: 5

JEAN-LUC DOMPÉ (bis 70.): Er konnte sich überhaupt nicht durchsetzen und verlor in der ersten Hälfte fast jeden Ball. Seine erste richtig gute Aktion hatte er in der zweiten Halbzeit nach fünf Minuten – und die gab ihm etwas Aufschwung. Aber gut wurde es heute nicht mehr. Deshalb war die Auswechslung auch folgerichtig.

RANSFORD KÖNIGSDÖRFFER (ab 77.): Hatte zu wenig Zeit, um sich zu zeigen.

ROBERT GLATZEL: Vorweg: Er war heute der beste HSVer! Wäre er nicht so viel unterwegs gewesen, der HSV hätte offensiv zunächst gar nichts gebacken bekommen. Seinem Einsatz war auch der Ballgewinn vor dem 1:0 durch Muheim (27.) zu verdanken. Er bereitete auch die 100-Prozentige von Dompé (31.) vor. Dennoch: Seine Kernkompetenz liegt im Verwerten von Pässen und Hereingaben. Und da kann er als Vorbereiter nicht zeitgleich auch noch sein.  Trotzdem war das heute eine sackstarke Partie von ihm, die einen Treffer verdient gehabt hätte. Note: 2

DIE DATEN ZUM SPIEL:

HSV: Heuer Fernandes - Heyer, David, Schonlau, Muheim - Meffert, Reis (46.Benes), Kittel - Jatta, Glatzel, Dompe (77.Königsdörffer)

SpVgg Greuther Fürth: Linde - Griesbeck, Jung (78.Pululu), Itter - Meyerhöfer (78.Asta), Christiansen, Green, John - Hrgota - Ache (62.Abiama), Sieb (62.Petkov)

Tore: 1:0 Muheim (27.), 2:0 Benes (FE, 69.), 2:1 Petkov (84.)

Zuschauer: 56.500 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Sven Waschitzki-Günther (Bremen)

Gelbe Karten: Reis (19.), Meffert (82.), Königsdörffer (90.+3) / Jung (45.), Itter (67.)

Gelb-Rote Karten: Jatta (87.) / -

Rote Karten: - / Abiama (90.+5)

Anzeige · Partner

Zeig deine Farben

Unsere Freunde von HANDS OF GOD setzen ikonografischen Momenten und Legenden der Vereinsgeschichte ein künstlerisches Denkmal.

Alle Hamburg-Motive bei HANDS OF GOD

Wir sind Partner von HANDS OF GOD und bekommen eine Provision, wenn du über diese Links kaufst — für dich ändert sich am Preis nichts. Gezeigt werden nur Motive, die wir selbst aufhängen würden.

Diskussion

0 Kommentare

Diskutier mit!

Registriere dich kostenlos — dann kannst du unter den Beiträgen mitdiskutieren, antworten und liken.

Jetzt kostenlos registrierenAnmelden
DU
Bleib fair — wir moderieren mit Augenmaß.
Noch keine Kommentare — sei der/die Erste.
Lies weiter Meinung HSV-Blamage- Die Taktik war das geringste Problem Ein Tag nach der Pleite sitzt der Frust tief. Neben taktischen Mängeln fehlte vor allem eins: die Bewegung und der Wille, den Ball zu fordern. Das Problem war viel tiefer als die reine Herangehensweise Weiterlesen