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Deadlineday ohne HSV - Mikelbrencis noch keine Alternative

Tim Walter nahm letzten Gedankenspielen, der HSV könne doch noch einen Stürmer als Backup für Robert Glatzel verpflichten, früh den Stecker gezogen. Und er hat dabei zum Ende…

Deadlineday ohne HSV - Mikelbrencis noch keine Alternative

Tim Walter nahm letzten Gedankenspielen, der HSV könne doch noch einen Stürmer als Backup für Robert Glatzel verpflichten, früh den Stecker gezogen. Und er hat dabei zum Ende der Transferperiode eine positive Ein- und Verkaufsbilanz gezogen. „Wir waren sehr geduldig, immer zielführend. Wir sind mit dem, was wir haben, zufrieden.“ Er betonte, dass die Zusammenstellung des Kaders immer nur „gemeinsam geht. Ich bestimme nicht allein. Wir sind hier nicht bei 'Wünsch Dir was'“, meinte der Coach sichtlich gut gelaunt.

Dürfte ich mir etwas wünschen, dann hätte ich mir den letzten Transfer von Arminia Bielefeld für den HSV gewünscht. Denn die Arminia, die denkbar schlecht in die Saison gestartet ist, hat sich Mateo Klimowicz vom VfB Stuttgart ausgeliehen. Einen Spieler, der jung ist und Potenzial hat. Vor allem auch einer, der Glatzel fast 1:1 ersetzen könnte. Aber okay, der HSV hatte jüngst den französischen U18-Nationalspieler und Rechtsverteidiger William Mikelbrencis vom FC Metz verpflichtet und damit eine weitere Baustelle abgearbeitet. In Außenbahnspieler Jean-Luc Dompé vom belgischen Erstligisten SV Zulte Waregem hatte der Verein vorher bereits einen Franzosen geholt.

Und während Dompé bereits für den HSV spielte, muss Mikelbrencis erst einmal in Hamburg ankommen. Sagt auch der Trainer. „Klar ist das für den Jungen schwer. Das erste Mal aus Frankreich draußen“, beschrieb der Trainer die Situation für das Talent. Er gab sich zuversichtlich, dass sich Mikelbrencis zurechtfinden wird. „Er macht einen offenen Eindruck, einen sehr selbstbewussten Eindruck. Das macht uns Spaß.“

Dennoch, dass Mikelbrencis schon am Samstag (20.30 Uhr/Sky) im Spiel gegen den Karlsruher SC zu seinem ersten Einsatz im HSV-Trikot kommt, ist unwahrscheinlich. „Er muss erst einmal ankommen. Ich finde auch, dass es Moritz Heyer am Wochenende gut gemacht hat. Deswegen soll sich William erst mal einfinden und die Jungs kennenlernen. Da also immer noch die Kirche im Dorf lassen.“ Walter sich allerdings vorstellen, dass der Abwehrspieler bald sein Debüt gibt. „Wenn er gut trainiert, dann darf er spielen“, sagte der Trainer, der heute wieder betont gut gelaunt die Pressekonferenz gab. 

Gegen den zuletzt dreimal erfolgreichen KSC muss der HSV seine Heimbilanz aufbessern. In bislang drei Partien im Volksparkstadion gab es nur einen Sieg und zwei Niederlagen, auswärts gelangen drei Siege in drei Spielen. Was er aus den Auswärtsauftritten mit ins Heimspiel nehmen „Wir wollen daheim mehr Tore schießen und vielleicht ein, zwei Tore weniger kassieren wie in den letzten zwei Heimspielen“, sagte Walter betont platt – aber hat damit Recht. Denn während andere Mannschafen wie beispielsweise Paderborn zuletzt immer wieder mal hoch führten, waren es beim HSV selbst in den beiden souveräneren Spielen (in Bielefeld und Nürnberg) ergebnistechnisch bis zum Schluss knapp.

Apropos Paderborn: Dem Aufstiegskonkurrenten hatte sich zuletzt ebenso kurzfristig wie überraschend HSV-Mittelfeldspieler Maximilian Rohr angeschlossen. Auf Leihbasis. Und dieser Wechsel scheint – wie ich es vermutet hatte – alles andere als auf beiderseitige Liebe gestoßen zu sein. „Maxi ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, wechseln zu möchten. Das hat uns ein Stück weit gewundert. Aufgrund der aktuellen Kaderkonstellation haben wir uns dazu entschieden, ihm den Wunsch erfüllen zu können, weil wir gesagt haben, wir brauchen hier am Ende nur Jungs, die auch bereit sind, den Weg gemeinsam zu gehen“, erklärte HSV-Vorstand Jonas Boldt. „Es wurde alles gesagt“, wollte auch Trainer Tim Walter heute nicht noch einmal gesondert auf Rohr eingehen. Dass auch er alles andere als glücklich über diesen Wechsel war, könnt Ihr aber sehr gut heraushören auf der Pressekonferenz.

Anbei zudem noch ein Video von Jonathan, der ab sofort bei MoinVolkspark mit an Bord ist. Von daher hier noch mal:  Herzlich Willkommen, Jonathan! Eine ausführliche Vorstellung folgt im Laufe der nächsten Woche. Dazu habe ich ihn schon überreden können… Aber im Ernst: Jonathan ist als lebenslang Fußballbesessener mit dem HSV aufgewachsen und hat parallel noch einen Klub in der Premier League, den er extrem schätzt. Aber dazu nächste Woche mehr. Heute hat sich Jonathan die Mühe gemacht, Euch ein paar Bilder vom Training zu machen, die er zusammengeschnitten hat und die ich Euch hier nicht vorenthalten will: 

On diesem Sinne, bis morgen!

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