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Das neue HSV-Jahr beginnt mit einem Abgang - und einer gemeinsamen Flugreise

Das Allerwichtigste vorab: Ich wünsche Euch und uns allen einen guten, erfolgreichen und gesunden Start ins neue Jahr 20025, das hoffentlich auch sportlich viele großartige…

Das neue HSV-Jahr beginnt mit einem Abgang - und einer gemeinsamen Flugreise

Das Allerwichtigste vorab: Ich wünsche Euch und uns allen einen guten, erfolgreichen und gesunden Start ins neue Jahr 2025, das hoffentlich auch sportlich viele großartige Momente für uns bereithält. Was ich hier in diesem Jahr in diesem Blog Neues ergeben wird, darüber werden wir in den nächsten Tagen sprechen. Sicher ist, dass wir hier in der kommenden Woche wieder zusammen mit unserem Chefanalysten Mats Beckmann und dessen Datenbanken aufschreiben und besprechen, was sich verbessern muss. So, wie wir es vor der Hinrunde schon gemacht haben. Bis dahin ein kurzer Kickoff mit den tagesaktuellen Geschehnissen und dem Beginn der Bewertung der Defensive. Dafür habe ich mich für Abwehrchef Sebastian Schonlau entschieden, während die Keeper und der Rest der Defensivspieler folgen. Los geht’s…:

Zweimal HSV, zweimal Belek – ein Flieger: Hoch über den Wolken saßen die Konkurrenten von Hannover 96 im selben Flugzeug gen Trainingslager wie der HSV. „In den Farben getrennt, in der Sache und im Flug vereint“, kommentierte der HSV auf der Plattform X einen Beitrag der Niedersachsen, deren Fangruppen seit Jahren schon mit denen des HSV eng befreundet sind. Ergo: Wirklich viel Konkurrenz bot diese Zufälligkeit des gemeinsamen Fliegers gar nicht. Aber kurios ist es dennoch…

Grund dafür ist die späte Entscheidung des HSV, doch ein Trainingslager wahrzunehmen. Die 96er hatten den Flug schon Anfang Dezember gebucht. Weil es am Flughafen Hannover nur Transfers zu früher Stunde gegeben habe und die Spieler nicht mitten in der Nacht aufbrechen sollten, habe sich der Verein für den Abflug aus der Hansestadt entschieden. Beim HSV hingegen brachte erst der Trainerwechsel zu Merlin Polzin diesen Wunsch nach einem Trainingslager im Warmen mit sich. Vorgänger Steffen Baumgart, der inzwischen bei Union Berlin angeheuert hat und es sich nicht verkneifen konnte, unnötige Spitzen gen Ex-Arbeitgeber HSV zu setzen, hatte ein Trainingslager mit heimischen Bedingungen bevorzugt. 

Auch deshalb hat Hannover dem HSV einige Planungen voraus. Die 96er haben ihre Testspiele bereits terminiert, während der HSV noch zwei Spiele versucht, umzusetzen. Hannover trifft im Trainingslager auf den Drittligisten Waldhof Mannheim (6. Januar) und in einem Doppeltestspiel (10. Januar) auf Ligakonkurrent 1. FC Magdeburg und den Schweizer Champions-League-Teilnehmer Young Boys Bern. Der HSV plant laut „BILD“ einen Test (6. Januar) gegen Drittliga-Aufsteiger Alemannia Aachen und einen zweiten am 10. Januar. 

Nicht mit im Trainingslager ist Anssi Suhonen, den der HSV per sofort an den Ligakonkurrenten SSV Jahn Regensburg verleiht. Der finnische Nationalspieler wird vorerst bis Saisonende an die Bayern verliehen, um dort mehr Spielpraxis zu sammeln, nachdem Suhonens Zeit beim HSV, die 2017 als Jugendspieler begonnen hatte, von vielen Rückschlägen begleitet worden war. Zwei Wadenbeinbrüche sorgten für lange Ausfallzeiten. In dieser Saison wurde der kleine, kampfstarke Mittelfeldspieler nur in einer Partie eingesetzt – warum auch immer.

Anssi Suhonen wechselt auf Leihbasis bis Saisonende zum SSV Jahn Regensburg

Und so wenig Verständnis ich für diese geringen Spielminuten habe, so sinnvoll erachte ich dieses Leihgeschäft. Denn Suhonen muss spielen, um sich endlich über die starken Ansätze hinaus beweisen und etablieren zu können. „Der SSV Jahn hat sich intensiv um mich bemüht. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass es jetzt mit der Leihe geklappt hat“, erklärte der Finne, der sich viel von seinem halben Jahr bei den Ostbayern verspricht: „Mein Ziel ist es, mich hier in Regensburg weiterzuentwickeln, viel Spielpraxis zu sammeln und eine erfolgreiche Rückrunde mit der Mannschaft zu spielen, damit wir gemeinsam den Klassenerhalt packen. Ich kann es kaum erwarten, mit dem Mannschaft auf dem Platz loszulegen.“

Auch HSV-Sportdirektor Claus Costa sieht in diesem Leihgeschäft eine große Chance auf eine Win-Win-Situation: „Anssi wurde in den vergangenen Jahren immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen und konnte von daher nur selten sein Potenzial über einen längerfristigen Zeitraum konstant abrufen.“ Und das solle sich so ändern. Wir von MoinVolkspark drücken Anssi von hier auf jeden Fall beide Daumen! So ehrlich-fleißige Spieler wie er haben es verdient, endlich auch mal Glück zu haben und das komplette Potenzial über einen längeren Zeitraum abrufen zu können.

Apropos verdient: Eine Nominierung ins Feld „Auffällig“ und damit in der Rangliste auf Rang 12 des „kicker“ hat sich Sebastian Schonlau. Hierbei ist zu beachten, dass der Notenschnitt entscheidend ist – und ich die Bewertung des Kapitäns nicht allein an seiner Zweikampfquote festmache, sondern auch an der Wahrnehmung seiner Führungsrolle beim HSV. Als Kapitän ist er der verlängerte Arm des Trainers – und der erste Mann auf dem Feld. Er ist derjenige, der das Team steuern soll, der Kommandos gibt und der Taktiken umsetzt, indem er seine Mitspieler stellt bzw. dirigiert. Und das hat er in den meisten Spielen durchaus ordentlich gemacht. Allerdings war auch zu wenig präsent, als der HSV seine schwachen Halbzeiten spielte und nach Braunschweig in Elversberg einen Tiefpunkt erreichte.

Fakt ist, dass Schonlau neben seinen Qualitäten wie Stellungsspiel, Antizipation, direkter Zweikampf, Kopfball eben auch ein Tempodefizit hat, das beim HSV durch seinen Nebenmann aufgefangen werden müsste – aber nicht aufgefangen wird. Dennis Hadzikadunic kann das ebenso wenig wie Aushilfs-IV Daniel Elfadli. Die für mich weiterhin größte Baustelle im Kader des HSV! 

Aber zurück zur Bewertung von Schonlau: Unter Baumgart kassierte der HSV 19 Gegentore in 20 Spielen, bei Polzin vier Gegentreffer in vier Spielen. Das gibt sich nicht viel und der Gesamteindruck, dass der HSV defensiv nicht so stabil ist, wie er sein sollte, bleibt. Hierfür nehme ich Schonlau als Abwehrchef mit in die Verantwortung – allerdings mit dem eindeutigen, mildernden Umstand, dass die Kaderplaner noch immer keinen Vuskovic-Ersatz gefunden haben, obwohl längst genug Zeit war. Schonlaus Note: 3,5

In den nächsten Tagen gehe ich dann auch auf die Keeper und den Rest der Dreier- bzw.  Viererkette ein. Spoiler: Mit dem Gewinner der Defensivspieler hat wirklich vor der Saison niemand gerechnet… Bis dahin hier noch einmal die Liste aller Spieler, die mit ins Trainingslager nach Belek gereist sind: Daniel Heuer Fernandes, Tom Mickel, Hannes Hermann, Luis Klatte, William Mikelbrencis, Sebastian Schonlau, Dennis Hadzikadunic, Lucas Perrin, Miro Muheim, Silvan Hefti, Noah Katterbach, Luis Seifert, Nicolas Oliveira, Lukas Bornschein, Joel Agyekum, Lukasz Poreba, Daniel Elfadli, Immanuel Pherai, Ludovit Reis, Adam Karabec, Marco Richter, Jonas Meffert, Bilal Yalcinkaya, Omar Megeed, Jean-Luc Dompe, Robert Glatzel, Ransford Königsdörffer, Bakery Jatta, Davie Selke, Emir Sahiti, Fabio Balde, Otto Stange.

In diesem Sinne, Euch allen erst einmal einen schönen Freitag! Bleibt gesund!
Scholle

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