Das neue Auswärtstrikot und der Blick auf die Aufsteiger
Der HSV hat das neue Auswärtstrikot im Retro-Look der Saison 79/80 vorgestellt. Zeit für einen Blick auf das Design und die kommende Konkurrenz.

Moin zusammen,
heute hat der HSV das Auswärtstrikot veröffentlicht. Der Slogan lautet: „Unsere Perle“. Das Trikot soll an das Trikot aus der Saison 79/80 erinnern. Damals verpasste es der HSV, den ersten Bundesliga-Titel, den man eine Saison vorher holte, zu verteidigen. Man wurde in dieser Saison Zweiter mit zwei Punkten Rückstand auf den FC Bayern München. In diesem Trikotsatz spielten unter anderem Rudi Kargus im Tor, Bernd Wehmeyer, Manni Kaltz und Ditmar Jakobs in der Defensive, Felix Magath und Jimmy Hartwig im Mittelfeld sowie Horst Hrubesch und Kevin Keegan in der Offensive. Das ist aber nur eine kleine Auflistung. In diesem Kader spielten noch weitere sehr bekannte HSVer. Trainer war damals Branko Zebec.
In Anlehnung an dieses Trikot wurde für die aktuelle Saison auch das alte Adidas-Logo verwendet. Vom Design her kommt das aktuelle Trikot schon sehr nah an das aus 1979 heran. Einzig der Sponsor ist ein großer Unterschied: War es damals noch BP, ist es heute HanseMerkur. Und natürlich der Stern über der Raute, der die drei bisherigen Bundesliga-Meisterschaften repräsentiert.
Mir persönlich gefällt das Design des Trikots. Es ist schlicht gehalten und erinnert an frühere glorreiche Zeiten, als man eben noch um Titel spielte. Es ist nicht zu auffällig, schlägt aber offensichtlich die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Wichtig ist aber vor allem aus sportlicher Sicht nicht das Design, sondern die Leistung, die die Mannschaft in diesem Trikot auf den Platz bringt. Sollte die Saison erfolgreich sein, wird dieses Trikot sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. Wird diese Saison eine schlechte, ist das Trikot ganz schnell wieder vergessen.
Der Blick auf die Aufsteiger
Das oberste Ziel des HSV ist der Klassenerhalt. Es wird auch in der kommenden Saison nur darum gehen. Wir wollen einmal schauen, wer mögliche Konkurrenten sein könnten und begutachten heute mal die drei Aufsteiger aus der 2. Liga.
Mit Schalke, Paderborn und Elversberg sind drei Mannschaften aus der Zweiten Liga in die Erste Liga aufgestiegen. Der Tenor ist dann meistens, dass man diese drei Aufsteiger hinter sich lassen muss. Dann wäre man mindestens auf Platz 15, das würde schon mal für den Klassenerhalt reichen. Aber so einfach ist das eben nicht.
Nun ist Schalke unter diesen Aufsteigern. Die Schalker haben sich durch ihre Spielweise in der vergangenen Saison bereits still und heimlich einen Weg geebnet, der ihnen einen deutlichen Vorsprung gegenüber einigen anderen Vereinen verschafft. Während Paderborn und Elversberg ihre Spielweise anpassen müssen, kann Schalke weiterhin den defensiv orientierten Fußball aus der letzten Saison spielen. Man hat ein gewisses Grundgerüst, das an den entscheidenden Stellen verbessert werden kann. Unter anderem holte man Gosens und Adamu. Ob die Qualität dann reicht, werden wir sehen, aber Schalke ist für mich kein klarer Abstiegskandidat.
Der zweite Aufsteiger ist der SC Paderborn. Paderborn hat mit Bilbija einen wichtigen Offensivmann ablösefrei verloren, zudem sind mit Brackelmann und Seimen zwei wichtige Defensivspieler nicht mehr im Team. Laurin Curda ist bei einigen Vereinen auf der Liste, für ca. 5 Millionen Euro würde man ihn ziehen lassen. Mika Baur ist ein weiterer Abgangskandidat. Verstärkt hat man sich vorwiegend mit Spielern aus der 2. oder 3. Liga. Paderborn kam aber nie über die individuelle Qualität, sondern über das Kollektiv. Und das ist es, was Paderborn immer unberechenbar macht. Vor allem Namen wie Noll oder Batista Meier sind potenzielle Spieler, die Paderborn deutlich stärker machen könnten, als es sich im ersten Moment anhört.
Der dritte Aufsteiger ist die SV Elversberg. Die Saarländer kamen ähnlich wie Paderborn vermehrt über das Spiel mit dem Ball. Verstärkt hat man sich unter anderem mit Noah Darvich, Francis Onyeka und Maurice Krattenmacher. Alle sind Spieler mit großem Potenzial; hier ist die Frage, wie diese Spieler in der Bundesliga mithalten können. Der Vorteil bei Elversberg ist, dass sich alle jungen Spieler dort in Ruhe entwickeln können, ohne großen Druck zu verspüren. Jeder im Saarland geht davon aus, dass es rein um den Klassenerhalt geht, das ist in diesem Falle ein Pluspunkt. Die Namen, die Elversberg verpflichtet, hören sich im ersten Moment nicht immer überragend an, aber Elversberg entwickelt die Spieler in einem enormen Tempo. Sollte das auch mit dem aktuellen Kader gelingen, hat man durchaus Chancen, einige wichtige Punkte zu sammeln.
Fazit
Zusammenfassend sehe ich keinen der Aufsteiger aktuell als klaren Abstiegskandidaten. Wahrscheinlich werden alle drei Vereine unten mit drin hängen, ich selber denke aber, dass es durchaus möglich ist, dass einer der Aufsteiger eine ruhige Saison im Tabellenmittelfeld beenden könnte. Man muss natürlich noch abwarten, ob es noch weitere Verpflichtungen bei den Aufsteigern gibt, aber ich gehe nicht davon aus, dass es dort noch große Kaderumbrüche vor dem Saisonstart gibt.
Schreibt doch gerne mal rein, wie ihr die Aufsteiger aufgestellt seht und wer eurer Meinung nach noch mit unten mitspielen könnte. Andere weitere Kandidaten betrachten wir demnächst noch einmal.
Tom
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Meinung
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