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Das Kapitel Wood nimmt ein vorzeitiges Ende

Der HSV hat einen Spieler verloren: Bobby Wood ist nach vielen Irrungen und Wirrungen nicht mehr länger Spieler des HSV. Am Mittwochmorgen soll der Angreifer seine Sachen aus…

Das Kapitel Wood nimmt ein vorzeitiges Ende

Der HSV hat einen Spieler verloren: Bobby Wood ist nach vielen Irrungen und Wirrungen nicht mehr länger Spieler des HSV. Am Mittwochmorgen soll der Angreifer seine Sachen aus der Kabine zusammensuchen können, um sich im Anschluss daran von seinen Kollegen zu verabschieden. In einer Pressemitteilung ließ der HSV heute früh verlauten, dass sich beide Seiten auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt hätten. Aber lest selbst:

BOBBY WOOD VERLÄSST DEN HSV VORZEITIG

DER VERTRAG DES US-AMERIKANERS WURDE AUFGELÖST. ZUKÜNFTIG WIRD DER STÜRMER FÜR REAL SALT LAKE IN DER MAJOR LEAGUE AUF TOREJAGD GEHEN. 

Bobby Wood und der HSV gehen vorzeitig getrennte Wege. Der im Sommer auslaufende Vertrag des US-Amerikaners wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Der 28-jährige Stürmer hat bereits einen Anschlusskontrakt in seinem Heimatland bei Real Salt Lake aus der Major League Soccer unterschrieben, für die er zukünftig auf Torejagd gehen wird. Wood kam 2016 von Union Berlin nach Hamburg und absolvierte insgesamt 80 Pflichtspiele für die Rothosen. Dabei erzielte er 13 Tore. In der Saison 2018/19 war er zudem für eine Spielzeit an Hannover 96 (22 Spiele / 3 Tore) ausgeliehen. Der HSV wünscht Bobby und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.

Pressemitteilung des HSV

Damit endet ein für beide Seiten unerfreuliches Verhältnis auf den letzten Metern der Vertragslaufzeit doch noch vorzeitig auf, nachdem es zuvor viele Versuche verschiedener Sportchefs gegeben hatte, die Wood – selbst gegen Zugabe einer Abfindung – nicht loswerden konnten. Und was so hart klingt, war tatsächlich so. Denn  der US-Amerikaner war sportlich keine Hilfe mehr, dafür finanziell die größte Belastung mit zwischenzeitlich 3,5 Millionen Euro Jahresgehalt. Zuletzt hatte Thioune immer wieder versucht, Wood über Spielzeit und öffentliches Lob aufzubauen – aber zurückzahlen konnte Wood das alles nur sehr bedingt. 

Dafür seit heute wieder dabei ist Toni Leistner, der nach der zwangsläufigen Pause für den HSV wieder einsetzbar sein soll. Der Innenverteidiger könnte dem HSV in der Innenverteidigung helfen. Mit Leistner gewinnt der HSV vielleicht nicht den besten, nicht den schnellsten Spieler zurück – aber eben einen, der seinen Nebenmann Stephan Ambrosius auffällig besser gemacht hatte. Zuletzt, das muss man Moritz Heyer zugute halten, wirkte auch  das harmonisch. Allerdings eröffnet die Personalie Leistner dem Trainer auch wieder die Möglichkeit, mit Heyer im defensiven Mittelfeld zu arbeiten.

Dort würde sich Heyer dann mit Amadou Onana nach dessen abgesessener Gelbsperre um die Position des einen Sechsers streiten, sofern Thioune nicht wieder auf Doppelsechs setzen will – und davon ist mal nicht auszugehen. Denn die kommenden, eher defensiver zu erwartenden  Gegner des HSV bedürfen vermehrt offensives Denken.

Zum Ende der Woche hin will der HSV-Coach noch einmal die Belastung auf Wettkampfniveau hochziehen, indem er ein internes Elf-gegen-elf ansetzt. Und es wird sehr spannend zu sehen sein, wie die zuletzt etwas weniger eingesetzten Spieler auf diese Ergebniskrise des HSV reagieren. Oder anders formuliert: Wenn ich in den letzten Wochen auf der Bank gesessen hätte, hätte ich lange Zeit die Klappe gehalten, weil die Mannschaft es gut gemacht hat. Jetzt aber besteht ein kleines, unfreiwillig verlängertes Zeitfenster, um sich noch einmal anzubieten. Und zwar für jeden.

Dass der Trainer gleich mal sechs, sieben oder acht Positionen umbaut, ist Quatsch. Selbst der durchaus wechselwillige Thioune wird das nicht machen, sondern zusehen, sein Gerüst auf dem Platz für die letzten sechs Wochen dieser Saison maximal zu stärken und zu stützen. Mit dieser einen Ausnahme vielleicht, die ich angesichts der Wochen vor seiner Verletzung sogar nachvollziehen könnte: Toni Leistner.

Bei Leistner wird Thioune im Laufe der nächsten Tage ganz genau hinsehen, ob er wieder bei 100 Prozent ist. Denn nur dann wäre Leistner auch eine echte Verstärkung für die schwächelnde Defensive des HSV, die mit 35 Gegentreffern die meisten Gegentore der Top-Vier-Teams hat. Wir werden es genau beobachten.

In diesem Sinne, bis morgen. 

Scholle

P.S.: Der Gedanke, man könne das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg vorziehen, wurde nach BILD-Informationen vom 1. FC Nürnberg schon abgelehnt, bevor sich die DFL überhaupt damit beschäftigen konnte. Schade!

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