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Corona-Alarm - Spielplan für den HSV wird eng

Zittern bis zum Schluss - der Zweiten Liga drohen im Saisonendspurt Terminengpässe. Neben dem Team des Karlsruher SC hat sich jetzt auch die Profi-Mannschaft des SV Sandhausen…

Corona-Alarm - Spielplan für den HSV wird eng

Zittern bis zum Schluss - der Zweiten Liga drohen im Saisonendspurt Terminengpässe. Neben dem Team des Karlsruher SC hat sich jetzt auch die Profi-Mannschaft des SV Sandhausen in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen. Insgesamt können damit fünf Partien der beiden Clubs nicht wie geplant stattfinden. Gleich zweimal ist der Hamburger SV davon betroffen. Und die Anzahl der Ausweichmöglichkeiten ist angesichts des für den 23. Mai geplanten letzten Spieltags äußerst knapp. Möglich wären Verlegungen in den Zeitraum wischen 27. April und 5. Mai. Danach ist der Spielplan so eng getaktet, dass er sportlich keine fairen Lösungen mehr bietet.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte am Dienstag verkündet, die insgesamt 36 Teams der oberen beiden Spielklassen im April nicht in Quarantäne-Trainingslager schicken zu wollen. Gleich darauf wurden zwei von ihnen nun von den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern mit häuslicher Isolation belegt. Grund dafür sind weitere Corona-Fälle, über die die Clubs am Dienstag und Mittwoch informierten. In Sandhausen wurden nach Ivan Paurevic und Denis Linsmayer, die bereits am Sonntag gegen die Würzburger Kickers (1:0) gefehlt hatten, am Dienstag noch zwei weitere Profis positiv auf das Virus getestet. Die Spiele gegen Fürth (9. April) und den HSV (16. April) müssen verlegt werden.

Und auch beim KSC lag ein weiterer positiver Befund eines Spielers vor. Der Club beantragte die Verschiebung der Partien gegen Düsseldorf (10. April), Aue (17. April) und Hamburg (20. April) und holte Informationen von den Konkurrenten Jahn Regensburg und Holstein Kiel ein, die im Laufe der Saison von einer solchen Situation auch schon betroffen waren. „Da ging es um einen Austausch. Was wurde dort und was wie oft gemacht? Wie waren die Empfindungen, als es dann wieder losging?“, erklärte Eichner. Immerhin brauchen seine Schützlinge Trainingspläne für das Homeoffice und eine entsprechende Fitness, wenn der Spielbetrieb für sie wieder losgeht.

Nach KSC auch Sandhausen in Quarantäne - Problem für den HSV?

Die Kieler verloren nach ihrem Re-Start gleich zweimal nacheinander. „Es gibt natürlich auch dankbarere Aufgaben, als nach vier Wochen Spielpause mit zwei Wochen Quarantäne in Bochum beim Tabellenführer und bei einer sehr heimstarken Heidenheimer Mannschaft zu spielen“, sagte Kiels Geschäftsführer Uwe Stöver nach dem 0:1 in Heidenheim am Dienstag. „Aber wir hadern nicht. Wir nehmen die Dinge an, wie sie sind. Wir freuen uns, wenn wir die Runde zu Ende spielen können, und wir freuen uns noch mehr, wenn wir sie erfolgreich zu Ende spielen.“ Und den HSV wird die Kile-Niederlage gefreut haben…

Die DFL hat es sich bislang noch offen gelassen, ob sie im Mai doch noch die verpflichtende Trainingslager-Quarantäne ansetzt. Denn je näher das Ende der Spielzeit rückt, desto weniger Ausweichtermine gibt es. Nachdem es in der 2. Liga schon zuletzt mehrere Corona-Fälle und Spielabsagen gegeben hatte, verschärfte die DFL gerade ihr Hygienekonzept. Ab einer Inzidenz von 35 gibt es zu den obligatorischen PCR-Tests weitere Antigen-Schnelltests an jedem Trainings- und Reisetag für Spieler und Betreuer. In Sandhausen und Karlsruhe fuhren sie zu diesen am Dienstag einzeln an. Auf die Ergebnisse der Schnelltests warteten sie kurz im Auto, die der PCR-Tests gab es später. Beim betroffenen KSC-Profi war der erste Befund negativ, der zweite dann positiv. Dazwischen lag allerdings das Training mit den Kollegen. Mit anderen Worten: Es muss gezittert werden.

Gerade für die Mannschaften, bei denen es noch sehr knapp ist. Also beispielsweise beim HSV und Fürth, die nur das bessere Torverhältnis des HSV trennt, wäre ein Saisonabbruch je nach Zeitpunkt kritisch, was mögliche Aufstiegsregelungen betrifft. Heute wäre der HSV beispielsweise aufgestiegen – aber was, wenn Fürth mal zwischendurch einen Punkt vor dem HSV liegt und dann alles abgebrochen würde? Schwer zu sagen. Ungerecht wäre ein Abbruch in jedem Fall. Für die einen – oder für die anderen.

Thioune: „Es macht erst mal gar nichts mit uns“

Welche Auswirkungen das Ganze auf den HSV hat? „Es macht erst mal gar nichts mit uns“, sagte Trainer Daniel Thioune heute bei der Pressekonferenz. „Das schiebe ich erst mal ganz weit von mir.“ Dafür sei das bevorstehende Spiel am Freitag (Anpfiff 18.30 Uhr, Volksparkstadion) zu wichtig. Und zu nah. „In etwas mehr als 48 Stunden haben wir die Darmstädter zu Gast. Das ist unser tägliches Brot. Wir müssen zusehen, dass wir uns nur darauf konzentrieren“, sagte Thioune. Er wolle vermeiden, dass sich seine Mannschaft in der Vorbereitung auf die Partie gegen die Hessen von irgendeinem Randthema ablenken lässt.

„Wir nehmen alles so, wie es kommt. Ein gewisses Maß an Gelassenheit besitzen wir auch“, sagt Thioune, die Lage unter Pandemie-Bedingungen schätzt der Coach als „unheimlich dynamisch“ ein: „Wir müssen sehr sensibel damit sein“, sagte Thioune und betonte, dass es ein Privileg sei, derzeit Fußball spielen zu dürfen. „Wir sehen, dass wir immer auf Sicht fahren müssen“, sagte der Coach. „Es ist wichtig, diese Saison gescheit zu beenden. Wir haben jetzt schon einen Spielplan, der nicht verlässlich ist.“

Thioune glaubt nicht, dass Quarantäne-Pausen den Ausgang der Saison beeinflussen. Dennoch sieht er bei betroffenen Mannschaften die Herausforderung, 14 Tage nicht auf dem Platz gestanden zu haben. «Ich hoffe, dass wir nicht in eine Quarantäne müssen“, sagte er. „Ich hoffe, dass alles sportlich entschieden wird.“ Fakt aber ist, die Gefahr eines Abbruches schwebt über allem – und egal wie oft der Trainer das Thema auch versucht, von den Spielern fernzuhalten, es bleibt ein Thema. 

Mein Thema für morgen wird sein, wie der HSV am besten gegen Darmstadt aufgestellt wäre. Einen kleinen Vorgeschmack darauf gibt es schon in den beiden beigefügten Videos von der Pressekonferenz und vom neuen CommunityTalk. Viel Spaß damit!

Bis morgen!

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