Bundesliga-Vorbericht: HSV empfängt Frankfurt – Chancen, Ausfälle und Startelf-Prognose
am Samstag steht das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres an. Es geht ran gegen Eintracht Frankfurt. Am Samstag um 15:30 Uhr wird die Partie im Volkspark angepfiffen.

Moin zusammen,
am Samstag steht das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres an. Es geht ran gegen Eintracht Frankfurt. Am Samstag um 15:30 Uhr wird die Partie im Volkspark angepfiffen.
Die Frankfurter stehen aktuell auf Platz 7 der Tabelle und haben 24 Punkte geholt. Damit hat man aktuell 6 Punkte Vorsprung auf Platz 8. Das letzte Spiel konnte man zu Hause gegen Augsburg knapp mit 1:0 gewinnen. Dabei wurden 2 Tore der Augsburger vom VAR einkassiert. Frankfurt stellt aktuell mit 29 Gegentoren die zweitschlechteste Defensive der Liga. Vor allem in dieser Saison muss man schon heftig einstecken. 4 Gegentore in Gladbach, nachdem man 6:0 geführt hatte, 5 Gegentore gegen Atletico Madrid und Liverpool sowie 6 Gegentore in Leipzig.
Der HSV steht auf Platz 14 und konnte bis jetzt 15 Punkte sammeln. Defensiv sah es bis zum Hoffenheim-Spiel gut aus, nun hat man nach 15 Spielen 24 Gegentore. Mit lediglich 15 Toren stellt man aktuell aber auch eine der schwächsten Offensiven der Liga. Hoffnung gibt, dass der HSV 13 seiner 15 Punkte und 12 seiner 15 Tore bisher zu Hause erzielt hat. In der Heim-Tabelle steht man auf Platz 6.
Das letzte Aufeinandertreffen am 33. Spieltag der Saison 2017/18 gewannen die Hessen mit 3:0. Am Ende ein deutlicher Ausgang, dennoch möchte ich hier sagen: Ito stand mMn nicht im Abseits. So wäre der HSV damals mit 0:1 in Führung gegangen und hätte mit dem Sieg die Klasse halten können. Nichtsdestotrotz ist der HSV damals verdient abgestiegen und es lag nicht an diesem Spiel. Für mich ist es aber nach wie vor die gleiche Höhe. Als Anekdote kann man dann hier auch das 2:3 für den HSV am 34. Spieltag 2009 reinwerfen, als Trochowski aus dem Abseits heraus das entscheidende Tor Richtung Euro-League schoss. Das letzte Spiel im Volksparkstadion gewannen die Frankfurter. Nach früher HSV-Führung drehten Marius Wolf und Gacinović die Partie in ein 1:2.
Frankfurt nicht in Topform
Die Frankfurter sind momentan nicht ganz auf dem Level, auf dem man sich selber wohl sieht. Bevor man das Spiel gegen Augsburg zu Hause knapp gewann, gewann man 4 Pflichtspiele in Folge nicht. Und auch im Spiel gegen Augsburg konnte man nicht wirklich überzeugen. Laut den Stimmen in Hessen fehlt es an Kreativität und Angriffswillen.
Probleme haben die Frankfurter aktuell im Sturm. Burkardt fällt aus und Wahi ist aktuell nicht in Form. Seit mehreren Monaten konnte er sich nicht wirklich durchsetzen.
Frankfurt wird voraussichtlich in einem 4-3-2-1 starten. Zeterer spielt zumeist im Tor, davor Brown, Robin Koch, Collins und Kristensen. Davor werden wohl Dahoud und Höjlund starten. Auf rechts wird Ritsu Doan starten, auf der 10 Götze, Uzun links und im Sturm Knauff. Die offensiven 3 sind hier aber sehr variabel, jeder kann jede Position bekleiden.
HSV mit dünnem Personal
Beim HSV sieht es diese Woche personell sehr düster aus.
Omari, Glatzel und Roessing-Lelesiit sind ja schon länger raus. Jetzt kommt ein weiteres Mal Poulsen dazu, Dompe wird auch nicht spielen. Vieira und Ramos sind angeschlagen und stehen auf der Kippe.
Daraus ergibt sich die Startelf eigentlich fast von alleine.
Heuer Fernandes im Tor.
Davor Torunarigha, Vuskovic und Capaldo. Elfadli sehe ich aktuell noch auf der Bank.
Links Muehim, rechts rechne ich zunächst mit Gocholeishvili, aufgrund von Brown auf der LV-Position der Frankfurter kann ich mir aber auch Jatta vorstellen.
Die Doppel-8 wird wieder aus Remberg und Lokonga bestehen.
Links dann Balde, rechts Philippe und im Zentrum Königsdörffer.
Aufgrund der vielen Ausfälle kann ich mir vorstellen, dass Maurice Boakye mit in den Kader kommt und vielleicht auch die eine oder andere Minute sammelt. Dieser Wunsch stand ja auch in den letzten Blogs in den Kommentaren.
Kontern die einzige Möglichkeit?
Frankfurt wird auch in Hamburg versuchen, den Ball zu dominieren. Im Schnitt hat man 54 % Ballbesitz. Der HSV hat durch den Ausfall von Dompe und Poulsen m. M. n. nur eine Variante, wie er zu Toren kommen kann. Schnelle Kombinationen und direktes Umschaltspiel. Mit Dompe fällt der beste Flankengeber aus, einen Abnehmer hat man nicht. Es gilt, ohne viel Schnick-Schnack den Ball direkt nach vorne auf die Außen zu bringen, um von da mit Tempo auf die Kette zuzulaufen. Mit Balde und Philippe hat man auf den Flügeln Spieler, die viel Tempo haben, also nutzt das bitte. Denkt mal an das Spiel von Frankfurt gegen Union Berlin, als die Berliner die Hessen gnadenlos auskonterten und 4 Tore schossen.
Defensiv gilt es, zu alter Stärke zurückzufinden. Frankfurt strotzt offensiv nicht unbedingt vor Selbstbewusstsein. Ihnen fehlt die Kreativität. Also gilt es, hier nah dran zu bleiben und die Zweikämpfe zu gewinnen.
Der HSV bestreitet das letzte Spiel des Jahres mit einem ausgedünnten Kader. Viel Qualität fehlt, also muss man sich auf die Grundtugenden berufen. Kämpfen, laufen und den Gegner nerven. Im Umschaltspiel dann, ohne lange den Ball zu halten, umschalten und kontern. Anders geht es am Samstag mMn nicht. Das weiß sicherlich auch Frankfurt und die werden sich darauf einstellen. Dennoch denke ich, dass die Hessen das Spiel machen wollen und deshalb trotzdem hoch stehen und dem HSV Platz in der Tiefe geben. Diesen muss der HSV ausnutzen.
Man kann eventuell davon profitieren, dass die Hessen momentan auch nicht in ihrer besten Form sind. Das geht aber nur, wenn man das Spiel mit voller Intensität angeht und alles reinschmeißt. Zum Stadion muss ich nicht mehr viel sagen. Die müssen natürlich die Jungs wie immer pushen, aber da mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Denn die Stimmung im Volkspark wird am Wochenende wieder überragend sein.
Tom
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