Spielbericht

Big Points im Abstiegskampf: HSV gewinnt nervenaufreibendes Spiel in Wolfsburg

der HSV hat das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg gewonnen. Nach einer hart umkämpften Partie und 3 Elfmetern holt der HSV am Ende drei ganz wichtige Punkte und vergrößert den…

Big Points im Abstiegskampf: HSV gewinnt nervenaufreibendes Spiel in Wolfsburg

Moin zusammen,

der HSV hat das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg gewonnen. Nach einer hart umkämpften Partie und 3 Elfmetern holt der HSV am Ende drei ganz wichtige Punkte und vergrößert den Abstand auf die Wolfsburger damit auf 9 Punkte. Mit dabei waren mehr als 10.000 HSV-Fans, die das Spiel mal wieder zu etwas Einzigartigem gemacht haben. Das ist Zusammenhalt, das war überragend. Leider gab es vermehrt Probleme sowohl beim Einlass als auch im Stadion, sowohl im neutralen als auch im Gästebereich. Ich hoffe, allen Beteiligten geht es so weit gut.

Ich denke, eine Komplettanalyse jeder einzelnen Aktion ist heute nicht notwendig, denn es ging hier heute nicht um schönes Spielen oder gute Statistiken. Dieses Spiel war knallharter Abstiegskampf und am Ende zählt da nur der Spielausgang und das ist ein Sieg für den HSV. Dennoch wollen wir natürlich ein wenig durch die wichtige Szene des Spiels gehen.

Viele Wechsel, verhaltener Start

Der HSV startete mit Lokonga, Mickelbrencis, Torunarigha, Otele, Muheim und Dompe im Vergleich zum Leverkusenspiel. Wieder begann man mit einem kleineren, schnelleren Stürmer in Königsdörffer. Der HSV kam nicht gut ins Spiel und lud Wolfsburg unverständlicherweise immer wieder ein. Eine harmlose Wolfsburg-Mannschaft wurde in der ersten Halbzeit stark gemacht. Und so fiel auch direkt das 1:0 durch einen Elfmeter. Torunarigha verschätzte sich, Heuer Fernandes ließ den anschließenden Schuss aus der Distanz prallen und Elfadli versuchte, den Ball, ohne zu gucken, wegzuhauen. Er übersah seinen Gegner im Rücken, hohes Bein, Elfmeter. Für mich ist die Sache auch nach Ansicht der Bilder klar, das ist Elfmeter.

Danach kam der HSV besser ins Spiel und versuchte, mehr Druck auszuüben. Allerdings trat man nun gegen einen Gegner an, der durch den Führungstreffer an Sicherheit gewann. Glücklicherweise wurde Vuskovic nach einem Freistoß von Muheim im Strafraum gefoult. Auch hier gab es m. M. n. völlig zu Recht Elfmeter. Einige hätten dort gerne die rote Karte gesehen. Ich denke, aufgrund der Dynamik ist gelb da okay. Vuskovic trat selber an, schoss das Ding in die Mitte und traf, nachdem Grabara diesen eher leicht zu haltenden Elfmeter nicht parieren konnte. Er war schon auf dem Weg in die andere Ecke. Der Elfmeter war symbolisch für die bedrückende Lage des VFL. Und dieser Treffer zeigte ebenso Wirkung. Der VFL wollte weiter nach vorne, war aber weniger selbstbewusst als vor dem Gegentreffer. Der Treffer war in dieser Phase des Spiels sehr wichtig. Wäre Wolfsburg mit einer Führung in die Pause gegangen, hätte die zweite Halbzeit sicherlich anders ausgesehen.

Elfmeter zur Führung und ordentlich Dusel

In diese kam der HSV besser rein als in die erste, es war aber nach wie vor ein offenes Spiel. In der 57. Minute pfiff Schiri Exner wieder Elfmeter für den HSV. Wieder wurde Vuskovic gefoult. Diesmal klammerte Adjetey übermäßig lange. Auch hier gibt es keine Diskussionen: klarer Elfer. Total unnötig aus meiner Sicht, vor allem weil der Schiri freie Sicht auf den Zweikampf der beiden hatte. Hier lag wohl eine schlechte Zuteilung der Wolfsburger im Vorfeld vor. Dieses Mal durfte Dompe vom Elfmeterpunkt ran. Er schoss in die, aus seiner Sicht, linke Ecke und verwandelte. Der HSV war plötzlich vorne und keiner wusste so richtig wie. Danach versuchte Wolfsburg noch einmal alles nach vorne, es gab aber viele Aktionen, die zur aktuellen Lage der Wölfe passten. Ein Kopfball aus drei Metern, am leeren Tor vorbei, an den Pfosten, eine wuselnde Ecke, die ihren Weg nicht hinter die Linie fand, und Wechsel von Trainer Daniel Bauer, die ich nicht verstanden habe. In einer Phase, wo Wolfsburg auf Flanken spielt und am Drücker ist, nimmt er Pejcinovic mit einer Größe von 1,90 Metern raus und wechselt Amoura ein, welcher eigentlich ein Spieler für das Umschaltspiel ist. Nur war der VFL am Drücker und kam keineswegs, auch nicht erwartbar, zu Umschaltsituationen. Dennoch schaffte es der VFL einige Male, durchzubrechen. Kurz vor Schluss tauchte Shiogai plötzlich vor Heuer Fernandes auf. Dieser schaffte es im Verbund mit Torunarigha aber, die Situation irgendwie zu lösen. Diese Aktionen waren aber eher ein Zufallsprodukt in Kombination mit einer schlechten Absicherung als ein wirklich guter Angriff, und ich denke, das beschreibt das Spiel eigentlich ganz gut.

Fazit- Egal wie Hauptsache gewonnen

Keiner hatte im Spiel wirklich gute Torchancen, die aus dem Spiel herauskamen. Viel passierte durch Standards und Zufall. So eben auch die beiden Elfmeter für den HSV. Keiner weiß so richtig, wie das Ergebnis zustande gekommen ist, und eine ordentliche Portion Glück war auch dabei. Aber so ist das manchmal. Im Hinspiel wusste auch keiner so richtig, warum Wolfsburg dieses Spiel mit 0 Gegentoren beendet, aber das ist Fußball. Fußball ist ein Ergebnissport und am Ende fährt der HSV hier heute mit 3 Punkten nach Hause. Wolfsburg war nicht unbedingt die schlechtere Mannschaft, aber sie schafften es eben nicht, mehr Tore zu erzielen als der HSV. Zum Schluss gab es auf dem Platz und in der Kurve des VFL nochmal richtig Radau. In Wolfsburg ist man über das Ergebnis ziemlich enttäuscht, aber ich sage es nochmal: So ist Fußball. Mal bist du nicht unbedingt die bessere Mannschaft und gewinnst, mal sind die anderen nicht besser, aber du verlierst. Und ich denke, das ist das Motto des Tages. Egal wie, Hauptsache gewonnen.

Ich war dieses Mal wieder im Gästebereich, deshalb kann ich keine vernünftig argumentierten Spieler-Noten vergeben. Schreibt eure Noten gerne mit Begründung rein.

Ich kann am Ende sagen, dass ich mir ein deutlich selbstbewussteres Auftreten der Mannschaft von Anfang an gewünscht hätte. Man hätte den Wölfen hier mMn früh den Hahn zudrehen können, wenn man direkt vorangegangen wäre. Aber am Ende hat es ja geklappt und das ist das, was zählt. Wer weiß, vielleicht hätte ein dominanteres Auftreten einen negativen Ausgang zur Folge gehabt. Jetzt bin ich erstmal froh, dass der HSV diese wichtigen 3 Punkte mit nach Hamburg nimmt. Schreibt eure Meinung gerne unten rein: Was hätte besser laufen können, was hat euch gefallen?

Das Blitzfazit von Scholle folgt übrigens morgen, er ist noch auf dem Weg aus dem Urlaub und am Samstag für euch wieder vor Ort im Volksparkstadion. Ich hoffe ich habe ihn für euch ansatzweise vertreten können!

Tom

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