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Beste Voraussetzungen für ein Fußballfest im Volkspark

Das Spitzenspiel zwischen dem HSV und Werder Bremen kann nun doch vor einer großen Kulisse stattfinden. Der Hamburger Senat hat heute beschlossen, dass für das Nordduell am…

Beste Voraussetzungen für ein Fußballfest im Volkspark

Das Spitzenspiel zwischen dem HSV und Werder Bremen kann nun doch vor einer großen Kulisse stattfinden. Der Hamburger Senat hat heute beschlossen, dass für das Nordduell am Sonntag (13.30 Uhr) 25.000 Zuschauer ins Volksparkstadion dürfen. Grund für die Entscheidung ist der aktuelle Rückgang der Corona-Zahlen. Die Erhöhung der Kapazität gilt entsprechend auch für das Pokalviertelfinale am 2. März (18.30 Uhr) gegen den Karlsruher SC. Ursprünglich war eine Erhöhung der Kapazität über 10.000 Zuschauer hinaus nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschluss erst vom 4. März an vorgesehen. Nun ermögliche die sinkende Inzidenz eine vorzeitige Lockerung. „Wir ziehen die ohnehin geplante Erhöhung der Zuschauerzahl ein paar Tage nach vorn. Die aktuell deutlich rückläufigen Infektionszahlen eröffnen uns diesen Spielraum - und den nutzen wir auch“, sagte der Hamburger Sport- und Innensenator Andy Grote (SPD).

Am Dienstag war die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg erstmals seit Mitte Januar wieder unter die 1000er-Marke gesunken. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der gemeldeten Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mit 962,9 an. Beim HSV ist die Freude entsprechend groß: „Wir freuen uns, dass die konstruktiven Gespräche mit dem Hamburger Senat zu einem guten Ergebnis geführt haben“, sagte Vorstand Dr. Thomas Wüstefeld. Der HSV-Vorstand, der in den vergangenen Tagen in vielen Gesprächen um eine frühzeitige Erhöhung geworben hatte, kündigte an: „Wir werden verantwortungsbewusst mit dieser neuen Kapazitätsobergrenze umgehen und sind sehr froh, dass wir nun deutlich mehr unserer Fans den Zugang zu zwei solchen Topspielen ermöglichen können.“

Der HSV setzt den eigentlich schon gestoppten Vorverkauf für den Nordklassiker gegen den Spitzenreiter aus Bremen am Mittwoch fort. Tickets für das Pokal-Viertelfinale können von Donnerstag an erworben werden. Abseits des Gästekontingents von 1400 Karten sind aber nur HSV-Mitglieder zum Kauf berechtigt. Für den Zugang zum Volksparkstadion gelten weiterhin die 2G-plus-Regel und eine Maskenpflicht. „Heute ist ein guter Tag für den Sport in Hamburg“, sagte Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, zur Senatsentscheidung. Maryam Blumenthal von den Grünen sprach von einer fanfreundlichen und angemessenen Lösung, „für die wir uns auf politischer Ebene in den letzten Tagen stark gemacht haben“. Und Senator Grote ergänzte: „Wir wollen damit dem HSV im Aufstiegskampf und im Pokal möglichst starken Rückenwind geben.“

HSV-Fans feiern - Supporters bleiben fern

Läuft also endlich mal in die richtige Richtung. Der Inzidenz sei Dank. Oder sind es einfach die guten Kontakt von Pharma-Unternehmer Wüstefeld zur Stadt? Egal wie, den Fans wird es recht sein. Sie feiern in den sozialen Netzwerken die Erweiterung der Kapazität als nächsten Schritt zur Normalisierung. Wobei auch nach dieser Entscheidung klar ist, dass die Ultras weiter fernbleiben. Meinen Informationen nach soll der Stadionboykott erst aufgehoben werden, wenn alle Zugangsbeschränkungen aufgehoben sind.

Aber auch so dürfte diese Entscheidung dem Spiel noch einmal etwas mehr Farbe verleihen – obgleich das angesichts des Prestiges, der Tabellensituation und der aktuellen Formkurve eigentlich gar nicht nötig ist. Und wenn es beim HSV ansonsten schon ruhig ist, wollte ich mal einen schnellen Blick nach Bremen riskieren. Denn die Bremer haben sich mit sieben Siegen in Serie und dem Remis gegen den FC Ingolstadt aus dem Tabellenmittelfeld bis auf Platz eins vorgearbeitet. Starke Serie unter de, dem neuen Coach Ole Werner. Wobei: Aber auch der HSV ist unter Trainer Tim Walter zuletzt deutlich stabiler als noch zu Saisonbeginn. „Das ist schon eine besondere Konstellation“, sagte Werders Fußballchef Clemens Fritz heute uns Journalisten in einer Online-Medienrunde, „aber die Zweite Liga hat eine unglaubliche Dichte“.

Sonntag das absolute Topspiel - und ich hab' Bock drauf!

Für Fritz haben die Nordduelle immer noch eine ganz besondere Bedeutung. „Ein Nordderby will man immer gewinnen. Für die ganze Region ist es das wichtigste Spiel in der Saison“, sagte Fritz heute in einer Online-Medienrunde. „Es ist ein sehr entscheidendes Spiel. Es ist kein Endspiel, es ist ein Nordderby und jeder weiß, was es bedeutet, ein Nordderby vor der Brust zu haben.“ Aber, auch das verhehlte Fritz keineswegs: Das 1:1 gegen den Tabellenletzten Ingolstadt am vergangenen Sonnabend war schon ein kleiner Stimmungsdämpfer an der Weser. „Wir wissen, dass wir wieder eine Schippe drauflegen müssen“, sagte Fritz. Aber da sei es dem HSV ja ähnlich ergangen…

Ist es. Wobei der HSV das Remis in Sandhausen nicht so wie Werder in der Schlussphase verspielt, sondern sich mit einer Leistungssteigerung den einen Punkt doch noch geholt hat. Das mag stimmungstechnisch einen Unterschied machen. Gleich ist übrigens die Trainingsgestaltung. Wie der HSV hatten auch die Bremer heute noch mal frei. Morgen geht es dann für beide Teams wieder auf den Platz. Und dann geht es hier auch bis zum Anpfiff des Spiels nur noch um den HSV und das Nordderby, auf das ich übrigens richtig Bock habe. I)m Anhang noch die Mitteilung vom HSV, wie der Ticketverkauf der restlichen 15.000 Tickets ablaufen wird.

In diesem Sinne, bis morgen!

Scholle 

So läuft der Ticketverkauf:

„Am Mittwoch um 10 Uhr wird der Vorverkauf für das Spiel gegen Werder mit der Ticketbuchung für Mitglieder und Inhaber eines Dauerkartenpfandes fortgesetzt. Der Vorverkauf für das Pokalspiel gegen Karlsruhe startet – ebenfalls für Mitglieder und Inhaber eines Dauerkartenpfandes – am Donnerstagmorgen um 10 Uhr. Eine entsprechende Information zum Vorverkauf wird vom HSV-Ticketing per E-Mail versendet. Für beide Partien wird es im Stehplatzbereich der Nordtribüne bis zu 3.000 Tickets geben.“

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