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Bakery Jatta: Zwischen Vereinsikone und Problemfall beim HSV

Moin zusammen, in letzter Zeit rückt die Causa Jatta wieder stärker in den Fokus. Bakery Jatta kam 2018 beim Nordderby gegen Bremen erstmals für den HSV zum Einsatz. Das Spiel…

Bakery Jatta: Zwischen Vereinsikone und Problemfall beim HSV

Moin zusammen,

in letzter Zeit rückt die Causa Jatta wieder stärker in den Fokus. Bakery Jatta kam 2018 beim Nordderby gegen Bremen erstmals für den HSV zum Einsatz. Das Spiel ging verloren, aber Jatta blieb – bis heute. Nach dem Abgang von Tom Mickel ist er der letzte Spieler im Kader, der noch aus der Abstiegssaison stammt. Seitdem bestritt er 196 Pflichtspiele für den HSV, erzielte 25 Tore und bereitete 23 weitere vor. In seiner Zeit beim HSV durchlief Jatta viele Höhen und Tiefen. Seine stärkste Phase hatte er wohl zwischen 2022 und 2023 unter Trainer Tim Walter, als er regelmäßig in der Startelf stand – insbesondere im Zusammenspiel mit Robert Glatzel wusste er zu überzeugen. Unvergessen: das 2:0 gegen Düsseldorf 2022, bei dem Jatta ein Tor erzielte und eines vorbereitete. Oder sein sehenswerter Ausgleich im DFB-Pokal-Halbfinale 2019 gegen RB Leipzig, als er den Ball an der Seitenlinie eroberte und aus rund 30 Metern über Gulasci ins Tor schoss.

In der Saison 2023/24 kam Jatta zwar noch auf 32 Einsätze, konnte aber kaum überzeugen. Nach gutem Start fiel seine Leistung – wie die des gesamten Teams – merklich ab. Unter Steffen Baumgart spielte Jatta keine Rolle mehr. Dennoch unterschrieb er einen neuen Vertrag bis 2029 – mit einem kolportierten Jahresgehalt von rund einer Million Euro.

Was Jatta stets auszeichnete, war sein Tempo und sein Rückwärtsgang. Doch selbst das war in der Rückrunde kaum noch zu sehen. Er verweigerte Laufwege in die Tiefe, blieb häufig vorne stehen und bremste Konter trotz seines Tempos aus. In der letzten Saison kam er nur noch auf acht Einsätze – eine Verletzung warf ihn zusätzlich zurück und kostete ihn die komplette Rückrunde. Nun steht er zum Verkauf, im Raum steht derzeit eine Leihe.


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Auf dem rechten Flügel haben inzwischen Rayan Philippe und Emir Sahiti klar die Nase vorn. Aufgrund des laufenden Vertrags bis 2029 ist ein fester Transfer aktuell unwahrscheinlich. Ich persönlich war lange ein Befürworter Jattas – vor allem in der Walter-Ära. Dass er kein Techniker im Mittelfeld werden würde, war uns allen klar. Aber sein Tempo über außen war ein starkes Stilmittel im Offensivspiel. Leider war seine Flankenqualität nie konstant. Auf eine gute Flanke folgten oft drei ungenaue – ins Aus oder zum Gegner. Ich sagte früher immer zu meinem Vater: „Lass den Jungen in der Vorbereitung mal drei Wochen nur Flanken trainieren – dann schauen wir, was passiert.“ Leider kam es nie dazu.

Jatta - einSpieler zwischen Genie und Wahnsinn

Jatta blieb ein Spieler zwischen Genie und Wahnsinn. Doch spätestens nach Walters Abgang wirkte er lustlos. Tempo? Fehlanzeige. Wille? Kaum noch zu erkennen. Seine Verletzung tat ihr Übriges. Heute wirkt er gehemmt – am Ball zieht er fast immer ab, spielt in die Mitte, statt seinen Gegner auszutanzen. Ich frage mich: Kann er nicht mehr – oder will er nicht? Sicher bin ich mir, und da sind wir uns mittlerweile hier wohl einig: Die Zeit von Jatta beim HSV neigt sich dem Ende zu.

Er war lange Identifikationsfigur – wohl auch ein Grund für seinen hochdotierten Vertrag. Manche behaupten, dieser sei ein Geschenk des scheidenden Sportvorstands Jonas Boldt gewesen. Trotzdem: Jatta hatte gute Zeiten beim HSV. Sicherlich nicht gut genug, um fünf Millionen Euro über fünf Jahre zu rechtfertigen. Aber sein Status im Verein hat bei der Vertragsverlängerung sicher eine Rolle gespielt. Der HSV wollte ein Zeichen setzen – und steht für Treue. Der Gedanke ist ehrenwert, aber die Umsetzung war unklug.

Jetzt steht man vor einem Problem: Kein Verein wird Jatta aktuell ablösefrei übernehmen und gleichzeitig ein Millionengehalt zahlen. Und auch eine Leihe wird für den HSV teuer, da kaum ein Klub das volle Gehalt stemmen dürfte. Die einzige realistische Lösung wäre eine Leihe oder Vertragsauflösung mit Abfindung – letzteres wäre finanziell schmerzhaft.

Hoffen auf ein freundschaftliches, respektvolles Ende

Trotzdem wünsche ich mir ein würdiges Ende. Auch wenn Jatta sportlich nicht mehr hilft, war er lange ein Spieler, der alles für den Verein gegeben hat. Vielleicht hilft eine Leihe, Klarheit zu gewinnen – Zeit bis 2029 ist ja noch genug...

Was meint ihr? Wie würdet ihr mit Jatta umgehen?

Euer Tom


Suhonen wechselt bis Jahresende nach Schweden

P.S.: Der HSV verleiht erneut seinen Mittelfeldspieler Anssi Suhonen. Der finnische Nationalspieler wechselt bis zum Jahresende zu Östers IF. Der Club aus Växjö kämpft aktuell um den Ligaverbleib in der ersten schwedischen Liga, die bereits im März in die neue Saison gestartet ist.

Der 24 Jahre alte Suhonen war 2017 von Käpylän Pallo aus seiner Heimat in den HSV-Nachwuchs gewechselt. Für die Hamburger bestritt er 52 Spiele bei den Profis. In der Rückrunde der vergangenen Saison war der zehnfache finnische Nationalspieler an Zweitliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg verliehen.

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