Analyse

Auswärtsspiel in Frankfurt- So könnte es mit Punkten klappen

am morgigen Samstag spielt der HSV auswärts in Frankfurt. Um 15:30 Uhr wird die Partie im Deutsche-Bank-Park (Waldstadion) angepfiffen. Das Spiel könnt ihr als Einzelspiel auf…

Auswärtsspiel in Frankfurt- So könnte es mit Punkten klappen

Moin zusammen,

am morgigen Samstag spielt der HSV auswärts in Frankfurt. Um 15:30 Uhr wird die Partie im Deutsche-Bank-Park (Waldstadion) angepfiffen. Das Spiel könnt ihr als Einzelspiel auf Sky und in der Konferenz bei DAZN verfolgen. Mindestens mal 5000 HSV-Fans werden das Spiel live vor Ort verfolgen. Aktuell stehen die Frankfurter auf Tabellenplatz 7 in der Bundesliga. Die Hessen haben 43 Punkte und eine Tordifferenz von –2. Man kämpft noch um die internationalen Plätze. Mit Platz 7 könnte das in dieser Saison noch was werden. Das hängt dann von den Erfolgen der beiden verbleibenden deutschen Vereine (Bayern und Freiburg) in den internationalen Wettbewerben ab. Aus den letzten 5 Partien konnten die Frankfurter dabei 5 Punkte holen. Auf der anderen Seite steht der HSV auf Tabellenplatz 15 mit 31 Punkten. Die Tordifferenz beträgt –16. Aus den letzten 5 Spielen konnte man lediglich einen Punkt holen. Dennoch könnte man mit einem Sieg und einer Niederlage von St. Pauli sowie einer Niederlage oder einem Unentschieden von Wolfsburg den Klassenerhalt perfekt machen. Andersrum könnte die Situation bei einer Niederlage und einem Sieg von St. Pauli und/oder Wolfsburg nochmal richtig brenzlig werden.

Der kommende Gegner

Die voraussichtliche Aufstellung der Frankfurter liest sich wie folgt:

Zetterer – Kristensen – Theate – Arrhov – Brown – Larsson – Knauff – Uzun – Höjlund – Chaibi – Kalimuendo

Die Frankfurter haben auch noch Burkardt auf der Bank, der aber in letzter Zeit nicht mehr so gut in Form ist. Er könnte durchaus starten. Zudem sitzt auch mit Ebnoutalib ein weiterer Stürmer auf der Bank, dessen Name gut bekannt sein dürfte. Ritsu Doan fehlt wegen einer Gelbsperre, Namdi Collins ist verletzt.

Die Frankfurter spielen diese Saison unter ihren Erwartungen. In der Champions League enttäuschte man und auch in der Liga hinkt man den Erwartungen hinterher. Lediglich aufgrund der Performance der deutschen Teams international hat man die Chance, auf Platz 7 noch ins internationale Geschäft zu kommen. Platz 6, welcher Europa auf jeden Fall garantieren würde, ist nicht mehr zu erreichen.

Zudem ist die Stimmung in Hessen über die Saison nicht immer positiv gewesen. Lange Zeit kassierte man viele Gegentore, daraufhin musste Dino Toppmöller als Trainer gehen. Man holte Albert Riera, der die Abwehr stabilisierte, aber auch keinen konstanten Erfolg brachte. Zudem fällt er immer wieder mit Aussagen in der Öffentlichkeit auf. Erst heute gab es auf der Pressekonferenz wieder eine Szene, die beim Kicker mit "Wutrede" betitelt wird.

So sollte der HSV spielen

Beim HSV sieht die Personallage relativ gut aus. Otele fehlt weiterhin wegen der roten Karte in Bremen, Muheim ist verletzt. Ansonsten könnte jeder Spieler in den Kader rutschen, darunter auch Vuskovic. Ob es für die Startelf reicht, wissen wir aktuell nicht, das zeigt sich erst ca. eine Stunde vor Anpfiff auf dem Spielberichtsbogen. Alexander Roessing-Lelesiit und Poulsen werden auf jeden Fall nicht von Anfang an starten. Wer sonst spielt, schauen wir nun in der voraussichtlichen Startelf.

Tatsächlich ist diese vor allem in der Defensive etwas unvorhersehbar. Es kommt drauf an, wie fit Vuskovic ist und wen Polzin auf die linke Seite stellt.

Geht man davon aus, dass Vuskovic spielt, wird dieser vor Heuer Fernandes gemeinsam mit Torunarigha auf links und Capaldo auf rechts in der 3er-Kette starten. Sollte Vuskovic nicht starten oder gar nicht im Kader sein, wird man wohl wieder mit Omari, Torunarigha und Capaldo starten. Ich würde hier, wenn Vuskovic ausfällt, gerne wieder Elfadli auf der linken Seite sehen. Denn Omari wirkt seit seiner Verletzung einfach unsouverän und überfordert.

Davor wird wohl Jatta auf rechts starten. Für links kam unter der Woche das Gerücht auf, dass Groenbaek eventuell auf der linken Schiene starten könnte. Für Katterbach gibt es wohl keine Chance und dann würde ich es tatsächlich bevorzugen, wenn Groenbaek auf der linken Schiene startet. Er interpretiert das Ganze sicherlich etwas anders als die meisten Schienenspieler. Offensiv würde er dann wohl vermehrt ins Zentrum ziehen, um dort im Spielaufbau zu unterstützen. Gegen den Ball ist er natürlich kein gelernter Verteidiger. Aber das sieht bei Mickelbrencis momentan ja auch nicht anders aus. Ich würde Groenbaek aber tatsächlich nur mit einem defensiven Gegenpart auf der rechten Seite sehen. Heißt, dass sich Jatta entweder grundsätzlich defensiver als sonst positioniert oder Gocholeishvili auf die rechte Schiene rückt.

Davor scheint eigentlich alles klar. Lokonga und Remberg auf der 6, Vieira auf der 10 und Glatzel zusammen mit Königsdörffer im Doppelsturm.

Mein Wunsch, von den hier aufgezählten Varianten, wäre folgende Aufstellung:

Glatzel und Königsdörffer vorne drin.

Vieira auf der 10.

Remberg – Lokonga auf der doppel-6

Groenbaek und Gocholeishvili auf den außen.

Torunarigha, Vuskovic, und Capaldo in der 3er-Kette

Heuer Fernandes im Tor

Hoch attackieren, schnell umschalten, Tore schießen!

Spielerisch gilt es, gegen den Ball extrem aggressiv zu sein. Mats Beckmann sagte im Talk ja bereits, dass viele Frankfurter gerne mal einen Kontakt mehr nehmen, bevor sie mit dem Ball kreieren. Das ist der Moment, wo der HSV griffig sein muss. Generell muss der HZSV wieder mehr Intensität auf den Platz bringen. Gegen Hoffenheim war das m. M. n. wieder ein Schritt nach vorne im Vergleich zu den Spielen davor, aber da muss trotzdem noch mehr kommen. Aus diesen Ballgewinnen kann man dann Umschaltmomente kreieren. Und auch da gehe ich mit Mats mit, der ja sagte, dass der HSV höher attackieren muss. Auch das sehe ich ähnlich. Der HSV ist der Verein, der am 3. spätesten anfängt, zu pressen. Bei höheren Ballgewinnen ist der Weg einerseits kürzer zum Tor und die Gegner haben auch eben weniger Zeit, um sich defensiv zu sortieren. Das würde dem HSV, der ja grundsätzlich schnell nach vorne spielen will, entgegenkommen.

Sollte man von hinten raus spielen und der Gegner presst hoch, sollte die Devise sein, Glatzel hoch anzuspielen, um von dort das Spiel zu kreieren. Sollte man mit Groenbaek auf der linken Seite starten, hat man auch jemanden auf der Schiene, der mit dem Ball, den Glatzel festmacht, auch etwas machen kann. Andernfalls muss Glatzel dann versuchen, den Ball zu verlängern. Das hat gegen Hoffenheim teilweise echt gut im Zusammenspiel mit Königsdörffer geklappt. Frankfurt ist ligaweit die Mannschaft, die am viertwenigsten Pässe zulässt, bis man attackiert. Das spricht eher für ein aggressiveres Pressing, das Platz hinter diesem Pressing zulässt. Diesen Platz muss man attackieren. Entweder mit Bällen, die man hoch erobert, oder mit Bällen, die man aus der eigenen Ballbesitzphase schnell in diese Räume trägt.

Endlich mal die Chance nutzen

Der HSV hat an diesem Wochenende die Möglichkeit, den Klassenerhalt rechnerisch zu sichern, also sollte man alles reinwerfen, um diese Chance zu nutzen. Man kann fast aus dem Vollen schöpfen, auch wenn es bei einigen noch nicht für 90 Minuten reicht. Man sollte diese Chance aber nicht ungenutzt lassen. Auch Frankfurt hat in dieser Saison bereits Punkte gegen schwächere Teams liegen lassen. Gegen Köln gab man sogar eine 2:0-Führung aus der Hand. Es ist also nichts unmöglich und genau da muss der HSV ansetzen. Den Gegner ärgern, alles reinwerfen und vor dem Tor effizient sein. Der Auswärtsblock ist wieder rappelvoll und auch in den anliegenden Blöcken werden wieder viele HSVer sein. Auf die Unterstützung der Fans kann der HSV also zählen. Wir hoffen auf das Beste und schauen, was passiert.

Tom

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