Ab jetzt ist nichts mehr normal...
Als ich heute mit Cornelius den neuen Talk aufgenommen habe, wurde es mir noch mal ganz besonders deutlich: Wir stehen vor zwei (oder vielleicht sogar vier) Spielen, bei denen…

Als ich heute mit Cornelius den neuen Talk aufgenommen habe, wurde es mir noch mal ganz besonders deutlich: Wir stehen vor zwei (oder vielleicht sogar vier) Spielen, bei denen normale Fußballgesetze nicht mehr greifen. Weder die Mannschaften im Abstiegskampf noch die Mannschaften oben spielen unter den „normalen“ Bedingungen. Allesamt gehen mit einer Extraportion Adrenalin in die Spiele – und wer das am besten kanalisieren kann, der hat Erfolg. Das war in den letzten Jahren nur selten der HSV. Aber das muss nichts heißen. Immerhin kennt der HSV die Situation, als Dritter einzulaufen und hat aktuell nur noch etwas zu gewinnen. Das aber eben auch nur, wenn die aus meiner Sicht bislang außergewöhnlich konstant an ihrem Limit spielenden Heidenheimer noch mal unerwartet patzen. Darmstadt müsste gar zweimal in Folge patzen, woran ich nicht glaube.
Es ist die Zeit gekommen, wo vor den Spielen noch mal ein wenig psychischer Druck aufgebaut wird. Oder besser gesagt, man probiert es. Beispielsweise sagte Gerhard Kleppinger (Trainer SV Sandhausen) der BILD: „Auch die Großen sind nicht frei von Nervenflattern. Alle, die vorn stehen, machen sich einen Kopf. Das sieht man sogar bei Darmstadt. Sie haben so eine stabile Saison gespielt. Ich gehe davon aus, dass sie den Aufstieg über die Bühne bringen. Aber: Das Magdeburg-Spiel ist kein Selbstgänger.“
Stimmt. Aber auch der HSV muss erst einmal seine Hausaufgaben erledigen. Und ich halte es in dieser Phase wie früher schon als Spieler: Es zählt nur noch der Blick nach vorn, bis die Saison abgepfiffen ist. Soll heißen: Was war, zählt gerade nicht. Es gilt, alles dem einen großen Ziel unterzuordnen. Auch alles, was wir im Laufe der Saison hier besprochen haben, ist für den Moment nebensächlich – danach aber Priorität. Wie es beim HSV weitergeht, was und wer bleibt bzw. was verändert werden muss und wer gehen muss, das kommt danach.
Entscheidend bei all den Emotionen, die dieser extrem spannende Spieltag mit sich bringt, ist, dass diese zwei emotionalisierten Spiele nicht wegwischen, was man vorher erkannt hat. Soll heißen: Für mich ist es nicht entscheidend, ob der HSV aufsteigt oder nicht, um zu bewerten, wie gearbeitet wurde. Die Bewertung der Saison muss auch beim HSV weitgehend abgeschlossen sein.
„Was soll dieser HSV denn in der Ersten Liga“, höre ich zunehmend. Und auch ich habe in den letzten Wochen und Monaten kritisiert, was aus meiner Sicht zu kritisieren ist. Und das werde ich auch weiter so handhaben. Denn völlig unabhängig davon, wie dramatisch es noch werden mag – an dieser Meinung werden möglicherweise bevorstehende Momentaufnahmen nichts ändern. Aber: Weder ich noch irgendwer sonst muss sich erklären, wenn er sich über einen Aufstieg in egal welcher Form noch realisiert. Denn all die berechtigte Kritik verbietet es nicht, sich über einen Gesamterfolg zu freuen. Entscheidend ist nur, dass dieser Erfolg nicht alles schönfärbt, was eben nicht funktioniert hat.
So, das musste ich einmal loswerden. Und jetzt wünsche ich Euch mit einem Zitat von Dennis Diekmeier, der mit Sandhausen noch maßgeblich in den Aufstiegskampf eingreifen kann, einen schönen Abend und viel Spaß mit unserem neuen Talk! Gute Nacht!
Diekmeier: „Ich habe die ganze Zeit gesagt, dass der HSV in dieser Saison aufsteigt. Und ich glaube auch, dass er es in der Relegation packen würde.“ Na, wenn das nicht für den Aufstieg spricht, was dann…?
Ex-HSV und aktuelller SV-Sandhausen-Prof Dennis Diekmeier
Scholle
P.S.: ManCity spielt einen Fußball, den man einfach lieben MUSS...!
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