2:0-Sieg - HSV siegt auf Bielefelder Alm mühelos
Der HSV hat sich vergleichsweise mühelos beim weiterhin punktlosen Abstieger Arminia Bielefeld seinen dritten Saisonerfolg erspielt. Die Mannschaft von Tim Walter gewann mit…

Der HSV hat sich vergleichsweise mühelos beim weiterhin punktlosen Abstieger Arminia Bielefeld seinen dritten Saisonerfolg erspielt. Die Mannschaft von Tim Walter gewann mit 2:0 (1:0). Ransford-Yeboah Königsdörffer (28. Minute) und Laszlo Benes (74.) trafen für den HSV, der mit neun Zählern punktgleich hinter Paderborn und Heidenheim jetzt Dritter ist. HSV-Trainer Walter: „Wir sind sehr dominant und souverän aufgetreten. Gerade in der ersten Hälfte haben wir uns viele Torchancen herausgearbeitet und dem Gegner den Schneid abgekauft. Leider haben wir bis zur Pause nur ein Tor gemacht. Im zweiten Durchgang hat der Gegner umgestellt und uns im Eins-gegen-eins verteidigt. Wenn du nicht das zweite Tor machst und der Gegner immer einen Funken Hoffnung hat, dann bleibt es gefährlich. Als Verbund haben wir bis auf die letzten zehn Minuten gut verteidigt und am Ende hochverdient gewonnen.“
Die Einzelkritik:
Daniel Heuer Fernandes: Er ist aktuell der beste Keeper der Zweiten Liga. Auf jeden Fall ist er außergewöhnlich konstant gut. Er rettete den HSV vor dem mehr als unnötigen Ausgleich, kurz vor Schluss vor dem Anschlusstreffer - und er machte auch sonst alles richtig. Note: 1
Moritz Heyer: Sehr aktiv – in beide Richtungen. Sein taktisches Foul in der zweiten Hälfte war die richtige Entscheidung – die Gelbe Karte war der logische Kollateralschaden. Als Bello eingewechselt wurde, hatte ich allerdings etwas Angst, dass Heyer die zweite Gelbe kassieren könnte. Tat er nicht – im Gegenteil: Heyer hatte die rechte Seite gut im Griff. Note: 3
Sebastian Schonlau: Souverän wie letzte Saison – aber in der Schlussphase kommt es noch mehr auf ihn an. Er muss die Mannschaft auch in derart ungefährdeten Partien wie dieser wach und fokussiert halten. Vor allem darf er nicht selbst unachtsam werden, wie in der 86. Minute, als Heuer gegen Bielefelds Bryan Lasme rettete. Trotzdem in Ordnung. Note: 3
Mario Vuskovic: Defensiv unterfordert, vorn im Pech (Lattentreffer 43.). Sehr wenig gefordert, aber eben auch nichts falsch gemacht. Note: 3
Miro Muheim: Der Trainer hatte unter der Woche erklärt, warum der Schweizer aktuell vor Routinier und Rückkehrer Tim Leibold steht. Und dieses Vertrauen rechtfertigt Muheim. Bis auf den Schönheitsfehler, als er kurz vor Schluss unnötig den Ball verlor und einen Konter einleitete, war die linke Seite sogar noch stabiler als die ungefährdete rechte Abwehrseite. Note: 3
Jonas Meffert: Extrem unauffällig heute – was nicht unbedingt schlecht ist. Auch diesmal nicht, denn er hatte das Zentrum im Griff. Note: 3
Maximilian Rohr (bis 62.): Er versuchte, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Und das ist m.M.n. der richtige Weg, um sich von Spiel zu Spiel stabil zu verbessern. Dass da noch Luft nach oben ist, ist klar. Aber das wird kommen, wenn Rohr weiter seine Zeit bekommt. Note: 3
Laszlo Benes (ab 62.): Endlich hat er sein Erfolgserlebnis! Schönes Tor zum 2:0 und im Anschluss weiter bemüht. Spielerisch fehlt ihm weiter die Bindung, das wurde auch deutlich. Dennoch: Zur Belohnung für den ersten Treffer gibt’s die Note: 2
Ludovit Reis: Wieder emsig, bissig und als Antreiber im Dienst. Top! Note: 2
Ransford-Yeboah Königsdörffer (bis 89.): Nach dem Pokal-Doppelpack jetzt auch in der Liga erfolgreich. Die Freiheiten, die ihm Trainer Tim Walterzugesteht, tun ihm sichtlich gut. Immer in Bewegung, schnell – einfach gut. Aber: Er muss sorgfältiger werden in der Ballannahme und im Passspiel. Wenn das auch noch passt, wird der junge Zugang aus Dresden in dieser Saison für eine ganze Menge Furore sorgen. Note: 2
Jonas David (ab 89.): Hatte zwei Zweikämpfe, wenn ich das richtig gesehen habe. Und die hat er beide gewonnen. Durfte sich so noch die Siegprämie abholen.
Robert Glatzel (bis 89.): Harmoniert großartig mit Königsdörffer im Zentrum. Er ackert, läuft, gewinnt Defensivzweikämpfe, setzt seine Mitspieler in Szene und macht sie (s. Königsdörffer) besser. Zusätzlich zu diesem Rundumpaket bietet er Torgefährlichkeit und eigene Treffer. Nicht aus dem Team, zu denken. Note: 3
Omar Abdel Megeed (ab 89.): Mit 16 Jahren durfte er sechs Tage vor seinem 17. Geburtstag debütieren – als Belohnung für eine starke Vorbereitung und konstante Trainingsleistungen. Und ich bin mir sicher, dass da noch (in dieser Saison!) mehr kommen wird. Ein extrem spannendes Talent, das in der kurzen Zeit heute ohne Wirkung blieb. Daher ohne Note.
Sonny Kittel (bis 77.): Als er merkte, wie viel Raum ihm die Bielefelder lassen, blühte er auf und bereitete das 1:0 von Königsdörffer mit guter Übersicht vor. Er hatte offensichtlich Bock auf Kicken – und dann ist er einfach gut. Note: 2
Aaron Opoku (ab 78.): Ich bleibe dabei: Das ist bemüht, er will auch – aber er ist nicht griffig genug, einfach noch zu uneffektiv. Er wirkt auf mich zu leicht. Ohne Benotung.
Trainer Tim Walter: Er hatte seine Mannschaft voll auf Bielefeld eingestellt und machte, was zu erwarten war: Er vertraute seiner siegreichen Startelf der Vorwoche. Die nötige Empathie für seine Spieler demonstriert er Woche für Woche. Und bei einem derart souveränen Sieg darf man ihm nicht anlasten, dass Bielefeld eben auch nicht wirklich fordernd war. Daher eine gute Note: 2
Schiedsrichter Marco Fritz: Angenehm unaufgeregt. Ich mag es, wenn der Unparteiische etwas realistischere Maßstäbe ansetzt. Und bei Königsdörffer nicht auf Elfer zu entscheiden – top! Den wollte der HSV-Profi zu sehr. Andere hätten gepfiffen – und ich hätte mich über die vermeintlich Führung auch gefreut. Aber so ist das besser! Fehlerlose Partie, daher die Note: 1
Die Daten zum Spiel:
Arminia Bielefeld: Kapino - Sidler (61. Bello), Jäkel, Klünter, Oczipka (78. Ramos) - Okugawa (67. Lasme), Rzatkowski (78. Krüger), Vasiliadis (61. Kanuric), Hack - Serra, Klos
HSV: Heuer Fernandes - Heyer, Vuskovic, Schonlau, Muheim - Meffert - Reis, Rohr (62. Benes) - Kittel (77. Opoku) - Königsdörffer (89. Megeed), Glatzel (89. David)
Tore: 0:1 Königsdörffer (28.), 0:2 Benes (74.)
Zuschauer: 26.875
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
Gelbe Karten: Vasiliadis (31.), Hack (64.), Bello (76.) / Heyer (51.)
Zeig deine Farben
Unsere Freunde von HANDS OF GOD setzen ikonografischen Momenten und Legenden der Vereinsgeschichte ein künstlerisches Denkmal.
Shirt HAMBURG ALLSTARS
Eine Startelf aus Hamburger Legenden, großflächig auf dem Rücken.
39 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print HAMBURG ALLSTARS
Dieselbe Startelf als Fine-Art-Print — A3 oder 50 × 70.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print COMEBACK DES DINOS
Mai 2025, das 6:1 — nach sieben Jahren zurück in der Bundesliga.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Print UNS UWE
Uwe Seeler nach dem verlorenen Wembley-Finale 1966.
40 €
Bei HANDS OF GOD ansehen ↗
Wir sind Partner von HANDS OF GOD und bekommen eine Provision, wenn du über diese Links kaufst — für dich ändert sich am Preis nichts. Gezeigt werden nur Motive, die wir selbst aufhängen würden.
Lies weiter
Meinung
HSV-Blamage- Die Taktik war das geringste Problem
Weiterlesen

Diskussion
0 KommentareDiskutier mit!
Registriere dich kostenlos — dann kannst du unter den Beiträgen mitdiskutieren, antworten und liken.
Jetzt kostenlos registrierenAnmelden