2:0 gegen Düsseldorf - da gab's gar nichts zu meckern
Der HSV kann es auch zuhause souverän und reif. Zumindest war der Auftritt heute gegen eine gute Fortuna Düsseldorf vor 49.616 Zuschauern aus meiner Sicht der bislang beste…

Der HSV kann es auch zuhause souverän und reif. Zumindest war der Auftritt heute gegen eine gute Fortuna Düsseldorf vor 49.616 Zuschauern aus meiner Sicht der bislang beste Heimauftritt des HSV. Allein, dass es nicht schon in der ersteh Hälfte oder spätestens zu Beginn der zweiten Hälfte entschieden war, könnte man als das Haar in der Sippe sehen. Aber da man defensiv so gut wie gar nichts zuließ und am Ende mit 2:0 gewinnen konnte, gibt es heute von meiner Seite mal nichts zu meckern. Gar nichts. Startelf stark, Einwechselspieler sofort auf Temperatur – von daher verdiente sich auch der Trainer mit seiner Spielidee die Bestnote.
Der HSV kann es auch zuhause souverän und reif. Zumindest war der Auftritt heute gegen eine gute Fortuna Düsseldorf vor 49.616 Zuschauern aus meiner Sicht der bislang beste Heimauftritt des HSV. Allein, dass es nicht schon in der ersteh Hälfte oder spätestens zu Beginn der zweiten Hälfte entschieden war, könnte man als das Haar in der Sippe sehen. Aber da man defensiv so gut wie gar nichts zuließ und am Ende mit 2:0 gewinnen konnte, gibt es heute von meiner Seite mal nichts zu meckern. Gar nichts. Startelf stark, Einwechselspieler sofort auf Temperatur – von daher verdiente sich auch der Trainer mit seiner Spielidee die Bestnote.
Daniel Heuer Fernandes: Hatte wenig bis nichts zu tun, machte aber wieder einmal alles richtig. Dass er keine glatte eins bekommt, lag an seinen Vorderleuten, die einfach keine Chancen zuließen und an den Düsseldorfern, die ihn nicht mehr forderten. Note: 2
Moritz Heyer: Hatte zwar Glück, als er sich in der 31. Minute austanzen ließ und der HSV fast den Ausgleich kassierte. Aber ansonsten war er von Beginn an wieder fleißig nach vorn und im Spielverlauf auch defensiv wieder sehr stark. Die rechte Seite war heute die Gewinnerseite. Und das, obwohl die linke Seite auch stark war. Note: 2
Sebastian Schonlau: Sicher, mit starkem Stellungsspiel und gutem Spielaufbau. Und auch wenn es mal weh zu tun drohte, zog er voll durch. Top! Note: 2
Mario Vuskovic: Seltsam unauffällig – und extrem stabil. Note: 3
Tim Leibold (bis 65.): War in der ersten Hälfte defensiv wenig bis gar nicht gefordert und konnte sich immer wieder offensiv mit einschalten. In der zweiten Hälfte änderte sich das. Auch, weil Dompé alles andere ist, aber kein Defensivspezialist. Und obwohl bei ihm die Kräfte schwanden, behielt er seine Seite im Griff. Note: 3
Miro Muheim (ab 65.): War sofort auf Temperatur, was wichtig war. Denn er kam in einer Phase rein, in der die Düsseldorfer mehr Druck entwickelten und die linke HSV-Seite als vermeintliche Schwachstelle ausgemacht hatten. Note: 3
Jonas Meffert: Er hatte das Zentrum im Griff. Nach einem kleinen Durchhänger gegen Kiel heute wieder gewohnt sicher und umsichtig. Wurde noch wichtiger, nachdem Reis gelbrotgefährdet war. Und das erledigte er selbstverständlich und gewohnt stark. Note: 2
Ludovit Reis: Ich habe solche Mitspieler immer geliebt! Immer auf 180 und kompromisslos gegen seine Gegenspieler. Immer fleißig, immer für den Mitspieler unterwegs. Dazu fußballerisch noch bärenstark. Leider sah er heute zu früh (36. Minute) die Gelbe Karte und musste etwas vorsichtiger spielen. Eigentlich. Denn „uneigentlich“ machte er einfach weiter. Note: 2
Laszlo Benes (bis 78.): Er durfte das erste Mal von Beginn an ran und wollte sofort zeigen, warum! Extrem fleißig und präsent! Er brauchte keine zwei Minuten, bis er den Ball von der Mittellinie nach vorn trieb und sehenswert selbst abzog. Ein schönes Tor – wäre es gewesen, wenn nicht die Querlatte im Weg gewesen wäre. Ebenso in der 8. Minute, als es wieder die Querlatte war, die seinen Schuss (diesmal aus kurzer Distanz) . Verdient hätten beide dieser Schüss einen Treffer gehabt! Sein bislang bester Auftritt für den HSV. Auch wenn er in der zweiten Hälfte stark abbaute. Note: 2
Sonny Kittel (ab 78.): Hatte den Siegtreffer auf dem Fuß und scheiterte unglücklich am Pfosten. Und dann bereitete er das 2:0 vor, wie es in dieser Mannschaft nur wenige hinbekommen. Von daher: Ein saustarker Kurzauftritt. Viel mehr konnte er nicht „anrichten“. Und allein schon, weil er in den letzten Wochen mächtig angeschossen worden ist, bekommt er diesmal die Note: 1
Bakery Jatta (bis 90.): Was für ein Start des zuletzt schwachen Außenstürmers! War sofort hellwach, aggressiv im Zweikampf und für die Düsseldorfer mit seinem Tempo nicht zu verteidigen. Leider waren die Flankenbälle zunächst zu ungenau. Sonst wäre früh schon viel mehr drin gewesen. Aber, das ist das Haar in der Suppe gewesen. Denn in der 21.Minute setzte sich der schnellste Spieler des HSV wunderbar über rechts durch, legt auf den wie immer mitgelaufenen Glatzel quer – das 1:0. War heute auch defensiv stark und setzte den Deckel auf das Ergebnis, indem er per Kopf traf. Viel mehr geht nicht…! Note: 1
William Mikelbrencis (ab 90.): Seine kurze Premiere war ein nettes Willkommensgeschenk. Von daher noch einmal: Herzlich Willkommen, William!
Robert Glatzel (bis 90.): Sofort hellwach. Schmiss sich in alle (ungenauen) Flanken und schädelte im Zweikampf zudem früh seinen ersten Gegenspieler Zimmermann aus dem Spiel (gute Besserung von hier!!). Fleißig wie immer – und auch wieder erfolgreich. Aber in der 84. Minute MUSS er Kittel links freispielen im Sechzehner anstatt mit seinem schwächeren linken Fuß aus 18 Metern abzuziehen. Note: 2
Xavier Amaechi (ab 90.): Durfte nach längerer Verletzungspause mal wieder etwas Stadionatmosphäre vom Platz aus schnuppern.
Jean-Luc Dompé (bis 65.): Unglücklicher Beginn mit zu vielen verlorenen Zweikämpfen. Wurde aber in der zweiten Halbzeit besser. Aber insgesamt ist er mir nicht zielstrebig genug. Note: 3
Ransford Königsdörffer: Wohl dem, der so einen Spieler im Spielverlauf bringen kann. Sein Tempo ist eine Waffe, die jeder Gegner kennt. Und allein deshalb mussten die Düsseldorfer auf ihrer rechten Seite wieder etwas defensiver spielen. Kluger Schachzug von Trainer Tim Walter – und gut gespielt von Königsdörffer. Note: 3
Trainer Tim Walter: Wenn an einem Abend wie heute einfach mal alles, was sich der Trainer so ausdenkt, aufgeht, dann darf man ihn auch mal loben. Vor allem seine Wechsel in der zweiten Halbzeit waren mit spielentscheidend. Walter erkannte, dass die linke Seite schwächelte und wechselte sie komplett. Und heute wurde wieder einmal deutlich, dass die Verbindung zur Mannschaft gut ist. Dass alle Einwechselspieler sofort so funktionieren, niemand mault – top! Note: 1
Die Daten zum Spiel:
HSV: Heuer Fernandes - Heyer, Vuskovic, Schonlau, Leibold (66. Muheim) - Reis, Meffert, Benes (78. Kittel) - Jatta (90.+3. Amaechi), Glatzel (90.+3. Mikelbrencis), Dompé (66. Königsdörffer)
Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier - Zimmermann (8. Gavory), Klarer, Oberdorf, Karbownik - Sobottka, Hendrix (77. Baah), Ao Tanaka (87. Hennings) - Klaus (46. Appelkamp), Kownacki, Peterson (46. Iyoah)
Tore: 1:0 Glatzel (21.), 2:0 Jatta (90.)
Zuschauer: 49.616
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Gelbe Karten: Reis, Heyer / Hendrix, Karbownik, Kownacki
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