Spielbericht

1:3 gegen Stuttgart - der HSV ist und bleibt Zweitligist

Auch im Rückspiel gegen den VfB Stuttgart musste der HSV am Ende eine deutliche 1:3-Niederlage einstecken. Trotz des guten Startes mit der frühen Führung durch Sonny Kittel.…

1:3 gegen Stuttgart - der HSV ist und bleibt Zweitligist

Auch im Rückspiel gegen den VfB Stuttgart musste der HSV am Ende eine deutliche 1:3-Niederlage einstecken. Trotz des guten Startes mit der frühen Führung durch Sonny Kittel. Aber: Heute müssen wir nicht viel reden, sondern erst einmal verdauen. Verdauen, dass der HSV erneut am Minimalziel Wiederaufstieg gescheitert ist.

Die Einzelkritik:

DANIEL HEUER FERNANDES: Bitter. Besonders für ihn ist es bitter, in so einer Phase so einen Bock zu schießen. Dass ihn die Nordtribüne direkt nach seinem Fehler zum 1:2 feierte – es wird ihn heute nicht trösten können. Heute war der Mann der Saison leider der tragische Held -  Note: 5

MORITZ HEYER (bis 68.): Er kann es doch noch. Auch wenn Führich die ersten Zweikämpfe gewann (erzielte fast postwendend den Ausgleich) kämpfte sich Heyer nach einer langen Schwächephase ins Spiel zurück und übernahm zunehmend die Kontrolle rechts hinten. Note: 3

WILLIAM MIKELBRENCIS (ab 69.): Seine Einwechslung hat mich gewundert. Und er tat nichts dafür, diese Einwechslung zu rechtfertigen.  Note: -

SEBASTIAN SCHONLAU: Er steht zu 100 Prozent hinter dem riskanten Walter-Fußball – und diese Loyalität zeichnet ihn auch aus. Dass er es anders deutlich einfacher haben könnte, wird er aber auch wissen. Heute haute er alles rein, was er hatte. Das hat aber leider nicht gereicht. Note: 3

JAVI MONTERO (bis 72.): Trotz seiner fehlenden Spielpraxis fand er schnell ins Spiel, räumte zwei-, dreimal robust ab und fand so seinen Weg ins Spiel. Hob beim Ausgleich in der der zweiten Halbzeit das Abseits auf, weil er zu langsam rausrückte. Note: 3

RANSFORD KÖNIGSDÖRFFER (ab 72.): Setzte sich super durch und vergab dann das sichere 2:2 (88.). Trotzdem: Ihn würde ich in der kommenden Saison gern häufiger von Beginn an sehen. Note: 3

MIRO MUHEIM: Nicht so sicher, nicht so stabil wie am Donnerstag. Note: 4

JONAS MEFFERT (bis 66.): Er hatte heute eine Zusatzaufgabe: Er sollte mächtig Ärger machen auf dem Platz. Bei jeder noch so harmlosen Szene forderte er Gelbe Karten, belagerte den Schiri und führte Trashtalk mit den Gegenspielern. Note: 3

FILIP BILBIJA (ab 67.): Extrem engagiert, forderte viele Bälle, schmiss sich in jeden Zweikampf – das war zwar wild, aber völlig okay. Note: 3

SONNY KITTEL: Sein letztes Spiel für den HSV? Möglich. Aber er tat alles, um noch einmal für sich zu werben. Seine technischen Qualitäten offenbarte er im Schuss zum 1:0 – besser geht es nicht. Er war (ist) der Einzige im Team, der den tödlichen Pass spielen kann. Leider war sein Adrenalinspiegel nicht 34 Spieltage lang auf dem heutigen Niveau.  Oder anders formuliert: Heute hat Kittel gezeigt, was er kann – und warum er in den größten Teilen der Saison Kritik einstecken musste. Note: 2,5

LUDOVIT REIS: Er ist absolut nicht in der Verfassung, die ihn über Monate in die Bücher verschiedener Erstligisten gespielt hat. Er wirkte zögerlich. Er wollte immer wieder Verantwortung übernehmen und forderte die Bälle – aber irgendwie gelang es ihm auch heute wieder nicht. Er wirkte behäbig, viel zu langsam – auch im Kopf. Er wird sich mächtig steigern müssen, wenn er nächste Saison erstklassig spielen will. Dass er das kann, da bin ich mir sicher! Aber heute blieb er erneut völlig wirkungslos. Note: 4,5

BAKERY JATTA (bis 90.): Er ackerte nach vorn und nach hinten. Aber wirklich freien Raum ließen ihm die Stuttgarter nicht. Stieß heute erneut an seine Grenzen. Note: 4

JEAN-LUC DOMPÉ (bis 70.): Sein Eins-gegen-Eins über links leitete das 1:0 ein. Wenn er diese Qualitäten noch penetranter durchzieht (und gewinnt!), ist er eine Waffe. Dann darf er sich auch in der Rückwärtsbewegung mal ausruhen. Die zweite Halbzeit war dann leider gar nichts mehr. Noten 3 und 5 ergeben eine die Note 4

ROBERT GLATZEL: Gegen die starken Stuttgarter Innenverteidiger hatte er es schwer. Wieder mal. Trotzdem hätte er treffen müssen (74.). Note: 3,5

Das Spiel in Zahlen:

HSV: Heuer Fernandes - Heyer (69. Mikelbrencis), Montero (72. Königsdörffer), Schonlau, Muheim - Meffert (67. Bilbija), Reis, Kittel - Jatta, Glatzel, Dompe

VfB Stuttgart: Müller - Mavropanos (46. Zagadou), Anton, Ito - Vagnoman (82. Silas), Karazor, Endo, Sosa (67. Tiago Tomas), Millot (67. Nartey), Führich - Guirassy (67. Pfeiffer)

Tore: 1:0 Kittel (6.), 1:1 Millot (48.), 1:2 Millot (64.), 1:3 Silas (90.+7.)

Zuschauer: 55.500 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

Gelbe Karten: Kittel, Muheim, Bilbija, Mikelbrencis, Schonlau / Mavropanos, Guirassy, Sosa, Führich, Tiago Tomas, Karazor

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