Trotz Überzahl nur 1:1 gegen Düsseldorf – dieser HSV ist noch nicht reif für die Spitze

von | 17.10.21 | 306 Kommentare

Tim Walter fordert immer wieder Mut von seinen Spielern. Und er bewies ihn heute selbst. Ich fand‘s sogar gut. Zugegeben. Zwei Spitzen, Kittel dahinter – das fand ich zumindest gut. Auch die Einwechslung von Ludovit Reis und Anssi Suhonen für die zuletzt schwächelnden David Kinsombi und Moritz Heyer waren okay. Wobei ich Heyer nicht runtergenommen hätte. Aber das war auch das Einzige, was ich vor diesem Spiel zu bemängeln hatte. Endlich mal mit zwei echten Spitzen antreten, das ist doch mal ein Fortschritt – dachte ich zumindest. Aber dann kam der Anpfiff und Robin Meißner fand sich plötzlich auf der rechten Außenbahn wieder. Schade eigentlich.

Trotzdem begann der HSV dieses Spiel wie jedes andere unter Trainer Tim Walter: mit Offensivpressing. Problem dabei: Düsseldorf löste sich jedes Mal schnell aus der eigenen Defensive. Vor allem, wenn der HSV in den Zweikämpfen mal einen Tick zu spät kam, ging es schnell und hätte schnell gefährlich werden können. Allein die Düsseldorfer wussten nicht, den Abschluss zu finden oder im letzten Moment kam doch noch ein HSV-Bein dazwischen. Und obwohl beide Teams sehr aggressiv zu Werke gingen, passierte nichts. Knapp 20 Minuten gab es bis auf einen ungefährlichen Fernschuss von Khaled Narey (8.) nichts Nennenswertes. Aber dann…

Robert Glatzel bringt HSV in Führung

Erst sah Sonny Kittel den im 16-Meter-Raum stehenden Robert Glatzel – der allerdings einen Gegenspieler im Rücken hatte. Dass Glatzel schon mit der Ballannahme (er legte sich den Ball mit links durch die Beine in den Lauf vor) seinen Gegenspieler ausspielte war dann ganz großes Tennis im Volksparkstadion! Der Abschluss (ebenfalls mit dem vermeintlich schwachen linken Fuß) zum 1:0 krönte diese starke Aktion. Eine Führung, die den HSV auch beflügelte, zumal sich die Düsseldorfer selbst noch schwächten.

Der erfahrene Edgar Prib kam gegen Leibold deutlich zu spät zum Ball und foulte diesen so übel, dass ich jetzt noch ne Gänsehaut bekomme. Dass Leibold trotzdem weiterspielte – ich hätte es nicht gedacht. Schiedsrichter Christian Dingert zog im ersten Moment zwar nur Gelb, wurde aber aus Köln (oder von seinem Assistenten) schnell darauf aufmerksam gemacht, noch diese Szene noch mal anzusehen. Nach wenigen Sequenzen war dann auch für Dingert klar: Rote Karte für Prib (25.). Und die war mehr als berechtigt. Dennoch blieb es bis zur Halbzeit beim 1:0, da der HSV seine Angriffe zu selten konsequent zuende spielte. Entweder verpasste man den Moment für den Abschluss, oder der letzte Pass saß nicht.

Fazit nach 45 Minuten: Die erste Hälfte war nach dem etwas wackeligem Start unter Kontrolle bekommen worden. Einzig Khaled Narey wusste immer wieder für den Hauch von Gefahr vorm HSV-Tor zu sorgen. So auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, als der Ex-HSVer mit Tempoläufen über die linke HSV-Seite gefährlich wurde. Insgesamt, das muss man so sagen, machte das HSV-Geschenk an die Fortuna (Narey bekam sogar noch eine Abfindung mit auf den ablösefreien Weg nach Düsseldorf) ein richtig gutes Spiel und hätte zwingend den Ausgleich schießen müssen, als er in der 59. Minute allein auf Keeper Daniel Heuer Fernandes zulief und diesen nur noch hätte umkurven müssen. Er aber wählte den Querpass, den Meffert mit einer Grätsche zur Ecke lenken konnte und dafür von den 38.954 Zuschauern einen Szenenapplaus erntetet, der lauter war als der Torjubel beim 1:0. Aber: Verdientermaßen, zumal Meffert auch sonst ganz stark spielte.

Ebenfalls immer besser ins Spiel kam Robin Meißner, der erst eine Großchance für Glatzel einleitete  (52.), dieser den Ball zu zentral direkt auf Düsseldorfs Keeper Kastenmeier zielte. Keine drei Minuten später war es dann andersrum: Glatzel auf Meißner, der mit links per Direktabnahme knapp drüber (55.). Und obwohl Meißner gerade Fuß zu fassen schien, nahm Walter ihn für Faride Alidou raus. Warum auch immer. Vor allem aber war das nicht der einzige Wechsel, der den HSV eher aus dem Tritt brachte als noch einmal zu pushen vermochte. Auch der gute Suhonen (für ihn kam Heyer) musste runter. Ebenso Tim Leibold, für den Miro Muheim kam. 

Und es fiel der Ausgleich. Nicht wegen Muheim, sondern einfach, weil der HSV nach vorn zwar etliche Flanken in den Sechzehner schlug, aber insgesamt nicht zielstrebig genug agierte und somit zu wenig Druck aufbaute. „Dass wir das Gegentor kriegen, ärgert mich am meisten“, sagte Walter und kritisierte „zu wenig Zielstrebigkeit in Überzahl.“ Dass man zudem nach hinten trotz Überzahl konteranfällig blieb und das Spiel so nicht vorentschieden werden konnte, hielt die Düsseldorfer unnötig am Leben. Und die wiederum nutzten ihre Chance auf den Punktgewinn. Narey hatte geflankt, Düsseldorfs Klaus legte den Ball nach hinten ab, wo der einst vom HSV umworbene und gerade eingewechselte Robert Bozenik den Ball über die Linie stocherte (71.).

Viele Wechsel, keine Inspiration – und Düsseldorf trifft

Der HSV war jetzt raus aus dem Spiel. Zu viele Wechsel, zu wenig Druck und die fehlende defensive Stabilität sorgten dafür, dass der HSV einen leicht zu holenden Dreier verspielte. Da halfen auch die Einwechslungen von Bakery Jatta und Tommy Doyle (kamen 86. Minute für Reis und Gyamerah, der in der zweiten Hälfte ein Unsicherheitsfaktor war) nichts mehr. 123 gelaufene Kilometer zeugen zwar davon, dass die Mannschaft definitiv gewillt war und wieder sehr viel investiert hat. Aber es fehlen aus meiner Sicht einfach die Überraschungsmomente, auch taktisch mal etwas umzustellen und den Gegner nicht immer nur mit permanentem Anlaufen und Positionswechseln verwirren zu wollen. Die Zuschauer im Volksparkstadion jedenfalls waren genervt und quittierten das 1:1 nach Schlusspfiff mit Pfiffen.

Hier werden sich Walter und sein Trainerteam für die nächsten Wochen etwas einfallen lassen müssen. Denn so reicht es definitiv nicht. „Es ist schwierig in Worte zu fassen, was uns heute widerfahren ist. Wir sind sehr enttäuscht. Der Spielverlauf ist leider etwas symptomatisch für unsere aktuelle Situation, denn wir kreieren sehr viele Torchancen und belohnen uns einfach nicht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir bei einer 60-minütigen Überzahl noch zielstrebiger in die Box reingehen und die Abschlüsse suchen müssen. In diesem Bereich sterben wir zu oft in Schönheit und lassen den Gegner dadurch am Leben. Wir haben zwar alles investiert, haben die nötige Konsequenz aber vermissen lassen“, war Walter nach Schlusspfiff enttäuscht.

Fakt ist jedenfalls, dass der HSV nach zehn Spielen nur drei Siege einfahren konnte. Er hat zwar auch nur eine Partie verloren – aber sechs Unentschieden zeugen davon, dass man nicht in der Lage ist, den Sack zuzumachen, bevor der Gegner doch noch mal zuschlägt – aber so, wie das Spiel heute lief. „Heute können wir nicht zufrieden sein“, resümierte auch Daniel Heuer Fernandes, „im Ballbesitz waren wir unsauber und nicht konsequent nach vorne. Wir hatten zwar unsere Torchancen, aber auch da waren wir einfach nicht konsequent genug.“

Oder anders formuliert: So reicht das einfach nicht für oben! Zumal der HSV bereits mehrfach Überzahlsituationen nicht auszunutzen wusste. Walter selbst sprach zwar heute davon, dass es nicht an der Konzentration der Mannschaft liegen könne – aber er weiß auch, dass sein Team einfach nicht die Mittel findet, Spiele von Beginn bis zum Ende konsequent zu spielen. Und er konnte seinem Team bislang von außen auch zu selten Impulse geben, die das Spiel positiv veränderten. Gute Phasen gab es zwar in bislang fast jedem Spiel (Aue mal ausgenommen) – aber es gab eben noch kein einziges Spiel, das man souverän nach Hause geschaukelt hat. Und deshalb steht der HSV auch zurecht mit sieben Punkten Rückstand auf den Stadtrivalen FC St. Pauli auf Platz 6. Wobei er morgen noch weiter nach hinten zu fallen droht…

In diesem Sinne, ich muss ins Bett. Morgen gibt es dann mehr. Ausgeruht. Aber sicher auch dann nicht weniger enttäuscht als jetzt.

Scholle

DAS SPIEL IM STENOGRAMM:

HSV: Heuer Fernandes – Gyamerah (86. Jatta), Schonlau, David, Leibold (71. Muheim) – Meffert – Suhonen (63. Heyer), Reis (86. Doyle) – Kittel – Meißner (63. Alidou), Glatzel

Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier – Zimmermann, Klarer, Nedelcu, Hartherz – Sobottka (70. Tanaka), Prib, Bodzek (90.+4 Piotrowski) – Narey (90.+4 Shipnoski), Hennings (70. Bozenik), Peterson (70. Klaus) 

Tore: 1:0 Glatzel (19.), 1:1 Bozenik (72.)

Zuschauer: 38.954

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Gelbe Karten: Leibold (40.+5), Glatzel (86.) / Hennings (41.), Co-Trainer Kleine (74.)

Gelb-Rote Karten: – / –

Rote Karten: – / Prib (25.)

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Air Bäron
1 Monat zuvor

Die Apologeten des HSV Niedergangs sind schon wieder auf Drehzahl, aber irgendwo auch wie ein Pawlowscher Hund unterwegs: Alles ist immer doof und ganz schlimm…

Nur soviel :
1.) Das war heute zu wenig gegen 10 kämpfende Düsseldorfer, wer soll da widersprechen?
2.) Diese Saison haben wir keinen Terodde vorne, mit dem wir auch nicht aufgestiegen sind, der aber manche solcher Spiele gerettet hat
3.) Das Team ist jung und braucht Geduld, vielleicht sogar eine ganze Saison lang, oder zwei…
4.) Walter kann nichts für das Unvermögen der Spieler, die den Ball blind neben das Tor ballern
5.) Was haben die ganzen Trainerwechsel der letzten Jahre gebracht ? Außer den Weg in die Relegationen, den finalen Abstieg und dreimal Platz 4? Vielleicht sollten wir einer Mannschaft und einem Trainer endlich mal 2 komplette Saisons Zeit und Entwicklung gönnen

Ich bin so alt, ich habe 1983 als Knirps bewusst miterlebt. Aber ich akzeptiere, dass der nächste Bundesligaaufsteiger aus Hamburg eher St.Pauli heißen wird, so wie es derzeit läuft.

Das polemische und toxische Herumtreten einiger hier mag als Ventil helfen, aber es ändert nichts am notwendigen Realitätscheck:
Der HSV ist momentan nur eine überdurchschnittliche Zweitligamannschaft.
Ein adhoc Rauswurf von Walter würde nichts, gar nichts, verbessern oder verändern.

Also gebt dem Konstrukt doch bitte endlich mal (mindestens) eine Saison Zeit, inklusive der Akzeptanz , dass wir am Ende ggf. nur auf Platz 6 oder 7 landen,
Zu mehr reicht im worst case der Kader nicht, die Erfahrung nicht und die Struktur nicht.

Aber das kann ja kommen, sobald hier mal Ruhe einkehrt und Souveränität und Nachhaltigkeit und das Vertrauen in den Wiederaufbau.

Das gilt auch und insbesondere für uns,

Last edited 1 Monat zuvor by Air Bäron
Polkateddy
1 Monat zuvor

Gibt es wirklich noch Leute, denen das Spaß macht? Bereitet diese Mannschaft noch irgendwem Freude beim Zusehen? Vielleicht wenn man grundsätzlich keine Ansprüche an den Fussballsport hat und eh alles beklatscht, ok. Ich erkenne neidvoll an, dass die Spitzengruppe der Liga für uns absolut unerreichbar ist und diese Saison somit gelaufen.

BernadoRomeoMS
1 Monat zuvor

Krieg ich heut morgen ne mail vom HSV-Ticketing. Meinen die wahrscheinlich auch noch ernst. Alta tun mir die Leudde leid die gestern da waren und für son Rotz Scheine hingeblättert haben. Was läuft hier eigentlich alles verkehrt? Das war gestern ne Kindertruppe die gespielt hat. SOS Kinderdorf. Da fällt mit Ansage der Ausgleich und wir haben wieder einen Spätwechseltrainer. Wat nützt Jatta inner 86.min. ?Anstatt sofort reagiert wird nach dem Treffer…aber gut…wahrscheinlich war unser Toptrainer aufn Pott und musste sich das nochmal durchn Kopf gehen lassen. Für alle, die die Vorberichtserstattung nicht gesehen haben zur Info: Da sagte unser „Mein Gott Walter “ die Spieler wüssten bis ne Stunde vorm Spiel nicht mal, dass sie aufn Platz stehen und von Beginn an ranmüssen. Er geht dann auf Toilette und hätte dann so ne Eingebung. Echt Profihaft. Applaus. Und dat guckt sich Jansen und Co. weiter so an? Wie lächerlich ihr euch macht.!!! Erstmal solltet ihr Hunt reaktivieren. Nichts zu verlieren beim leistungsbezogenen Vertrag. Der hätte noch Ideen im Mittelfeld und kann tödliche Pässe spielen. Ansonsten kann man da gar nix mehr zu sagen. Wenn das jetzt eine Reaktion sein soll nach dem Aue Desaster…Prost Mahlzeit. In 2 Wochen nix gelernt. Schämt euch ihr Stümper…da kannste nur noch draufhauen. Das soll Entwicklung sein? Soviel kann ich gar nicht kotzen. Wir sind ein Hamburger Scheissverein und die Leute lachen zurecht über uns. Bitter.

Töftinger
1 Monat zuvor

Zum Glück wurde mit Tim Walter ein Trainer verpflichtet der die Rolle des Sündenbocks (nach den Abgängen von Hunt und Jung) 1:1 ausfüllen kann. Das ist natürlich gut für diejenigen die sich nicht lange mit Spielanalysen aufhalten wollen.
Ich bin nicht wirklich von Walter und seiner Spielidee überzeugt, allerdings auch sehr weit davon entfernt in ihm das Grundübel des HSV zu sehen.

Wie oft hat uns in der Vergangenheit der ehemalige Blog-Kollege „Stebi“ (liebe Grüße) versucht zu erklären, dass die Probleme des HSV vorrangig in der mangelnden Qualität der Spieler/Kaders und nicht vorrangig beim Trainer zu suchen sind.
In dieser Saison haben wir nochmals die Qualität im Kader, insbesondere durch die Abgänge von Hunt, Dudziak und Leistner, geschwächt und stehen jetzt völlig verdient im Niemandsland der Tabelle. Von 112 Zweitligaspielen haben wir lediglich 49 Spiele gewonnen, 36 mal Unentschieden gespielt und 27 mal verloren. Die nackten Zahlen allein fühlen sich schon sehr durchschnittlich an, wenngleich dreimal Platz 4 dabei rausgesprungen ist, was diese Saison nicht passieren wird.
Ja, ja, diese drecks Unentschieden. Weder Fisch noch Fleisch. Bei bisher 8 Zweitligaspielen (3 Siege aber auch 5 Unentschieden) war ich selbst im Stadion. Die Statistik bzw. aktuell die Tabelle lügt dahingehend selten. Zumeist sind wir in der Regel nicht zwingend besser als der Gegner und müssen uns dementsprechend allzuoft mit Punkteteilungen zufrieden geben.

Man fragt sich schon was uns fehlt, oder wie ein Aufstiegsaspirant aufgestellt sein muss.
Es fehlen sicherlich zwei bis 2-3 offensiv Spieler mit individueller Klasse und der nötigen Abgezockheit. Für mich machen bei Pauli lediglich Burgstaller und Kyreh den Unterschied aus. Der Rest würde in unserem Kader auch keine herausragende Rolle übernehmen können. Solche „Spielentscheider“ konnte man in der Vergangenheit auch bei Bielefeld (Klos, Vogelsammer), Köln ( Teroode, Córdoba, Modest), Bochum ( Zulj, Zoller, Holtmann)
Fürth (Seguin, Nielsen, Hrgota). Wer soll dieser „Spielentscheider“ bei uns sein?

Wenn überhaupt Glatzel und das auch nur mit Abstrichen, aber danach wird es schon sehr überschaubar in Sachen Torgefahr bzw. Durchschlagskraft und Vorlagenqualität.
An Kittel glaubt doch ernsthaft niemand mehr und die drei Heyer-Buden sollten uns nicht vorgaukeln, dass der gute Moritz jetzt auch vorne den Unterschied machen wird. Wir haben letzte Saison eine gute Vorrunde gespielt, weil Terodde fast jede seiner Chancen genutzt hat. Wen hatten wir ansonsten noch der uns vorne Spiele gewinnen konnte?
Mir fällt dazu nicht viel ein und dementsprechend sind wir mit der Terodde-Krise in der Rückrunde völlig weg gebrochen. Andererseits hätten wir uns ohne die Tore des Unterschiedsspieler Terodde auch bereits in der Vorrunde der letzten Saison im Mittelfeld der Tabelle wieder gefunden.

Im Normalfall haben wir einfach nicht die Qualität mal regelmäßig zwei, oder sofern nötig drei Buden pro Spiel zu machen. Als Spitzenmannschaft müssen zwei Tore pro Spiel eigentlich der Schnitt sein. Bekommen wir mangels Qualität im Kader nicht hin. Natürlich kannst du auch 4:4:2 spielen lassen. Grundsätzlich müssen diese beiden Stürmer dann aber auch gefüttert werden. Allerdings sehe ich weit und breit weder einen Zulj, einen Kyreh, oder einen Holtmann in unserm Kader. Das heißt wir haben garnicht die Qualität uns über Außen im 1:1 durchzusetzen und dann eine brauchbare Flanke zu bringen, bzw. aus der Position des klassischen 10er einen Pass auf die Spitzen durchzustecken.
Es ist doch bezeichnend das die brauchbarsten Pässe aus dieser Zone bisher von Glatzel kamen.

Nochmal ein paar Worte zu Walter. Grundsätzlich würde ich mir hin uns wieder auch mal den zweiten Stürmer im Zentrum wünschen, wobei die dann aufgrund der vorstehend beschriebenen Defizite vermutlich auch in der Luft hängen würden.

Ingesamt fand ich die gestrige Aufstellung ganz o.k.. Für mich gehört aber ein junger Innenverteidiger, der auch 2 Mio gekostet hat, eigentlich zwingend für David in die Startelf. Ansonsten kann man sich solch einen Transfer auch schenken.

Ob man Heyer oder Reis spielen läßt ist meines Erachtens Geschmacksache. Von Heyer bekommst du gefühlt etwas mehr Torgefahr, die Reis aber sowas von abgeht. Dafür bringt der holländische U21 Spieler mehr Passqualität ein. Suhonen ist extrem bemüht, aber seine Torabschlüsse /Flanken (Versuche) sind wenig hilfreich. Meißner hätte zur Halbzeit eigentlich schon runter gemusst (ganz ganz schwach) danach hat er sich dann ein wenig gefangen, aber unter dem Strich schreckst du vermutlich auch mit einem Meißner keine Abwehrreihe der 2. Liga auf.

Natürlich können und werden sich Spieler wie Suhonen, Reis, Meißner, David/ Vuskovic auch noch entwickeln. Diese Entwicklungsoption sehe ich beispielsweise bei Jatta, Wintzheimer, Kittel und Kinsombi nicht mehr.

Dementsprechend besitzt dieser Kader aktuell nicht annähernd die Klasse, trotz allem Bemühen und Engagement, um in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen zu können.

Das dies so ist hat vorrangig etwas mit der nicht ausreichenden Qualität des Kaders zu tun und weniger mit der Walter-Taktik.

Die Verantwortung für die aktuelle Tabellensituation tragen vorrangig diejenigen die diesen Kader zusammengestellt haben. Es wird sehr eng für Mutzel und seinen Chefscout werden. Die Herrn müssen sich mangelnde Kreativität zwingend ankreiden und haben im vierten Zweitligajahr den mit Abschluss schwächsten Kader zusammengestellt.

O.k., es ist so wie es ist und mangels realistischer Aufstiegschance könnte man jetzt in Ruhe Spieler entwickeln, die tatsächlich noch Entwicklungspotenzial besitzen.

Die beiden nächsten Spiele werde ich mir dann vermutlich im Stadion anschauen. Ich ziehe es also bei allem Frust durch und hoffe irgendwann auf Licht am Ende dieses unendlich langen Tunnels.

Irgendwie ist es ja auch nur Fußball. Bleibt gesund Leute und regt euch nicht soviel über Dinge auf, die ihr ohnehin nicht beeinflussen könnt.

Jörg Brettschneider
1 Monat zuvor

Dass es nicht reicht, sieht jeder.

Aber daraus zu schlussfolgern, das Konstrukt bräuchte Zeit, ist aberwitzig.

Warum reicht es denn nicht?

Genau, weil die (sportliche) Führung zum wiederholten Mal Mist gebaut hat. Gibt man dieser Führung noch mehr Zeit, bauen die noch mehr Mist.

Es ist doch wirklich naiv, sich an einzelnen Fragmenten oder Lichtblicken hochzuziehen zu wollen und dabei zu übersehen, dass es nie und nimmer zu dieser Situation hätte kommen dürfen.

Wenn diese Leute weiterwurschteln dürfen, geht es noch weiter bergab. Im nächsten Jahr muss der HSV dann schon in der 2. Liga die besten Leute (wenn es welche gibt) ziehen lassen und folgt mit Boldt dem 1. FCK.

Es ist doch wirklich nicht schwer zu erkennen, dass der Club in dieser Konstellation keine Bäume mehr ausreißen wird.
Walter mag ja spannend sein. Aber mit seiner taktischen und personellen „Wilde-Sau-Strategie“ ist er zum Scheitern verurteilt. Sowas hatte noch nie nachhaltigen Erfolg.

Rotkaeppchen1966
1 Monat zuvor

Jetzt, wo wir alle wissen, dass Walter und damit auch Boldt wohl scheitern werden, bringe ich mal ein paar Namen ins Spiel:
VV: Katja Kraus
Sportvorstand: Nico-Jan Hoogma
Trainer: Florian Kohfeld oder Ole Werner
Der Aufsichtsrat müsste auf jeden Fall ergänzt werden um ein weiteres Mitglied mit Fußballkompetenz und ähnlich sollte es einen Berater um die Lizenzspielerabteilung geben, wie Dortmund es z.B. mit Sammer praktiziert. Thomas Doll, Frank Rost werfe ich da mal in den Ring.

Rheini
1 Monat zuvor

Walter: „….denn wir kreieren sehr viele Torchancen und belohnen uns einfach nicht“. Düsseldorf hatte heute mehr Großchancen als der HSV. Von daher war es ein glücklicher Punktgewinn für den HSV. Walter lässt nicht erkennen, dass er die Lage richtig einschätzt oder gar Lösungen hätte.

Last edited 1 Monat zuvor by Rheini
Bramfelder
1 Monat zuvor

Ich bin auch noch genervt. Nur eine Korrektur: das 1:1 hatte klar mit der Auswechslung von Leibold zu tun. Leibold wurde in der 70. Minute ausgewechselt. Muheim kam rein und seine ersten beiden Ballrührungen sorgten nicht für die nötige Ballkontrolle – Sekunden danach fiel das 1:1. Es passiert genau vor der Ost auf unserer Höhe – wir konnten alles top sehen. Von daher – diese Auswechslung (wahrscheinlich lag es auch an diesem Brutalo-Foul von Prip) war der Auslöser zum 1:1. Gruß, Michael

Darmzotte
1 Monat zuvor

Ich finde dieses Spiel hat wunderbar die aktuellen Probleme des HSV und die des Systems Walter.

Eine scheinbare Überlegenheit, die aber nie wirklich zwingend ist. Manche, so wie Scholle nennen dies „formidabel“, andere wie der Trainer des Gegners nennen dies auch „formidabel“, aber aus anderen Gründen. Sie müssen nur auf den Konter lauern und wissen, dass sie immer eine Chance auf einen Treffer haben werden, weil selbst nach Führung keine ausreichende Absicherung der Defensive vorgenommen wird. Selbst in Unterzahl kann der Gegner noch zu formidablen Torchancen kommen.

Womöglich fordert dieses System etwas von Spielern, das Spieler der zweiten Liga oder des HSV nicht leisten können. Vielleicht hat man Walter geholt ohne sich Gedanken zu machen, was sein formidables Spiel(system) erfordert.

Das Grundübel scheint mir zu sein, was einige Kommentatoren hier schon oft hervorgebracht haben: es gibt keine vom HSV entwickelte und geförderte Philisophie. Für die ist immer der aktuelle und kurzfristig angestellte Übungsleiter verantwortlich. Erst werden Spieler verpflichtet, die zu System A passen, die unpassenden müssen gehen. Dann kommt Übungsleiter B und kann mit den A-Spielern mal so gar nichts anfangen. Er braucht Typ B. Passenderweise werden beim HSV dann auch stets komplett unterschiedliche Trainer geholt. Das Ergebnis sehen wir hier.

Deshalb: wenn Mannschaften wie Heidenheim mit klarer Philosophie von Kontinuität sprechen, ergibt das Sinn. Beim HSV ist es eine Farce und Boldt weiß das, aber weil er es verkaufen kann an ein dankbares und kritikloses Umfeld, geht es so weiter.

Aber wir hören ja, dass alles auf einem guten Weg ist. Mal gucken was Paderborn bringt. Bei einem bin ich mir sicher: der HSV wird formidabel spielen.

Allseits frohes Hüpfen.

Last edited 1 Monat zuvor by Darmzotte
horst schlau
1 Monat zuvor

Wie oft hat man nach jungen Spielern gebettelt, jetzt hat Walter eben diese gebracht und nun ist es auch wieder verkehrt – also was den nun ??? Und 🤔🤔🤔
Eine junge Mannschaft entwickeln oder doch wieder mit alten Säulenspielern ???

Beruhigt euch mal wieder !!!

Und vor allem überlegt euch mal was ihr überhaupt wollt !!!

Und zu guter letzt – auch ich hätte mich über einen Sieg gefreut – und der währe auch nicht unverdient gewesen .

Gruß

YNWA
1 Monat zuvor

Ohh, da ist Scholle aber milde in seinem Urteil, es ist irgendwie alles nicht so richtig schön, aber sicher wird es bald besser, wir müssen nur fest dran glauben!

Sorry, für dieses Blabla hab ich mittlerweile überhaupt kein Verständnis mehr – denn das war heute nichts weniger als ein Offenbarungseid!

Walter hat heute alles auf seine letzte Patrone gesetzt, und endlich das gemacht, was hier alle bereits seit Wochen fordern – bring endlich die jungen Leute ins Spiel!

Dieser Zug enspricht aber überhaupt nicht dem üblichen Verhalten eines Tim Walter und ist eher der Situation geschuldet, als der seiner Erkenntnis, das sein ganzes System an sich bekloppt ist.

Das Ergebnis konnten wir heute alle beobachten. Ein wildes Durcheinander ohne Sinn und Verstand. Leibold mal links und Leibold mal rechts, wo Er dann ja auch die rote Karte reingeholt hat…was für ein schwachsinniges System spielen wir eigentlich?

Tim Walter ist überhaupt nicht in der Lage, dieses Team zu führen, geschweige denn irgendwelche Anpassungen vorzunehmen, die zu irgendeiner Verbesserung der Situation führen. Dieser Mann stellt selbst Hollerbach als Trainer in den Schatten.

Schlimmer geht es nimmer, denkt man – es sei denn es geht um den HSV…hier wird alles unterboten was es jemals gab. Wir sind nur noch ein Suppenverein in einer Suppenliga!

Das Gesicht von Janssen im TV sprach heute übrigens Bände, und das war noch in HZ1. Leider konnten wir nicht sehen, wie Er am Ende geschaut hat.

Fakt ist: Wenn der AR nicht bald auf dieses Fiasko reagiert und zwar in vollem Umfang, werden wir zeitnah nicht mehr über irgendwelche Aufstiegsszenarien diskutieren, sondern nur noch darüber, wie es geht, den Abstieg in Liga 3 zu vermeiden.

Last edited 1 Monat zuvor by YNWA
DerWikinger
1 Monat zuvor

Der Verein nimmt unter Jansen, Wettstein, Boldt und Mutzel eine super Entwicklung 😂🤦‍♂️ Direkt über die Niederungen der 2. Liga in die 3. Liga! Darauf kann man aufbauen 😂 Auf lange Sicht muss man vor St. Pauli stehen? Wie das mit der lächerlichsten Vereinsführung im Profi Sport funktionieren soll bleibt abzuwarten!

HSV-Titanic
1 Monat zuvor

Jede Saison das gleiche Versagen!!!!!!!
Dieser HSV wird so nie mehr aufsteigen.

Goalero
1 Monat zuvor

Die Diskussionen sind hier jetzt wie zu den Walter Zeiten beim VfB Stuttgart. Genau an dem, was ihm hier immer wieder vorgeworfen wird, ist Walter dort gescheitert. Was hat er daraus gelernt? Offensichtlich nichts. Und deswegen wird auch das Resultat in Hamburg genauso sein. Was wird von Walter bleiben? Ein weiteres Jahr 2. Liga (wäre mit dieser Mannschaft aber wohl bei allen Trainern so gewesen), der vermehrte Einsatz von jungen Spielern (gut), der ständige Positionswechsel, so dass sich keine Automatismen entwickeln (sehr schlecht) – und 1 Jahr Training in einem System, das kein Spieler versteht und das er auch glücklicherweise wegen seiner Trainerbezogenheit nicht zu verstehen braucht. Insgesamt ein weiteres verlorenes Jahr.

Frederix
1 Monat zuvor

Wir brauchen Geduld….

-Vielleicht können wir uns ja irgendwann einen Spieler wie Narey leisten

-Vielleicht wird der Trainer ja mal einsichtig

-Vielleicht schlagen ja mal Neuverpflichtungen ein wie Granaten

-Vielleicht bekommen wir ja nachträglich vom DFB Punkte gutgeschrieben, wegen Trainer-Handicap

-Vielleicht kommt Boldt ja mal auf die Idee, jemanden wie Friedhelm Funkel anzurufen.

-Vielleicht ist ST Pauli ja im Rückspiel gnädig.

-Vielleicht vererbt MK dem HSV sein Vermögen und B+M können es dann allen zeigen

Last edited 1 Monat zuvor by Frederix
AL.
AL.
1 Monat zuvor

Ich kann diese Kritik nicht nachvollziehen.

Endlich mal ein Trainer der offensiv spielen lässt und junge Leute reinwirft. Man kann nicht auf junge Leute wie David, Suhonen, Reis, Meißner und Alidou setzen und gleich erwarten, dass man ne kompakte Mannschaft wie Düsseldorf aus dem Stadion schießt.
Ja, die Entwicklung eines teams braucht nun mal Zeit.

Und das ein Spiel in Überzahl die Sache nicht unbedingt einfacher macht, weiss jeder der schon mal Fußball gespielt hat.

Die Offensivabteilung ist derzeit einfach nur durchschnittlich besetzt. Daran würde auch ein Trainerwechsel nichts ändern.

Kopite
1 Monat zuvor

.
Dieses Spiel hat ganz eindeutig Tiny Tim vercoacht. Mit den idiotischen Einwechslungen, die eher defensiv orientiert waren, war das letzte bisschen Angriffsschwung dahin, und die Verteidigung wurde nicht besser…
.
Da lässt dieser Trainer unbelehrbar, mit fast schon arroganter Hartnäckigkeit, ein dominantes, offensiv ausgerichtetes Ballbesitzsystem spielen – und mit der Führung im Rücken und bei Überzahl geht er davon ab???
.
Mein Gott Walter!!!
.

Last edited 1 Monat zuvor by Kopite
Ralf Gleitsmann
1 Monat zuvor

Das vorläufig letzte mal, dass ich mir einen Fernsehabend für den HSV frei gehalten habe. Bis zu den wieder sinnlosen Auswechselungen war es zwar ein recht ansehnliches Spiel, aber das ewige hin und her und ständig zurück spielen bringt mich fast zur Weißglut. Brotlose Kunst die auch mit dem fälligen Ausgleich bestraft wurde. Wieder eine Statistik zum hinter den Schrank hängen, aber es zählen Tore die nicht geschossen werden können oder wollen. Bin bedient. Trotzdem allen einen schönen Restsonntag mit der Familie. Der ist wichtiger als der Zirkus HSV.

Burkhard Weber
1 Monat zuvor

Moin bin immer noch 😒
Es ist so einfach , hört euch mal den Düsseldorf Trainer vor dem Spiel an das Systems Walter ist schon durchschaut .
Es ist zu Riskant und im Verhältnis zum Erfolg gibt es zuviel Risiken.
Zudem wird sich während der Saison noch zeigen das die Mannschaft zuviel investiert was zur Folge hat das sie sich abnutzt.
Keine guten Aussichten 🙃

Oliver
1 Monat zuvor

Walter ist Meister im Unentschieden spielen. Bei der 3 Punkteregel verkommen wir zur grauen Maus im Mittelfeld mit Tendenz nach unten. System viel zu kompliziert und durchschaubar, keinen Plan B oder Alternative. HRUBESCH DOLL FUNKEL ran und einfach 4 4 2 spielen lassen. Spieler dort einsetzen wo ihre Stärken sind, mal lange Bälle schlagen usw. Spätens im März ist er eh weg da unbelehrbar und stur an seinem tollen System festhält.

AlterSchwede
1 Monat zuvor

Unser Trainer hat vielleicht eine schöne Grundidee, aber darüber hinaus???
Viel zu erwartbar und eindimensional.

Ich kann mich nicht entsinnen schonmal in einer Saison so dermaßen oft in Überzahl gespielt zu haben. Was dabei heraus kommt ist ungenügend.

Letztlich wirkt Trainer Walter arg limitiert.

Kuchi
1 Monat zuvor

Ich sehe, dass die Mannschaft durchaus spielerisch in der Lage ist, ein Spiel zu dominieren und zu entscheiden. Auch die teilweise auftretenden Schwächephasen einiger Spieler kann man überbrücken. Qualitativ ist die Mannschaft stärker als die Jahre zuvor.

Allerdings fehlt die klare taktische Linie, die vorgibt, ab wann man das Spiel durch eine verstärkte Verteidigung über die Zeit bringt. Dies ist ein schweres Versäumnis der Trainer, die nur auf Angriff und Durcheinander setzen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass so etwas passiert.

Es ist erschreckend, dass man dies von außen klar erkennt – selbst die Kommentatoren erwähnen das – und der aktuelle Trainer offenbar der Meinung ist, alles ist richtig und gut. Mit dieser Haltung haben wir schon viele Trainer kommen und alle gehen sehen.
So wohl auch in diesem Fall.

Riesum
1 Monat zuvor

Narey wurden hier häufig die 2. Liga Tauglichkeit abgesprochen und wurde respektlos kritisiert . Zu Unrecht, wie man gestern sehen konnte.

Paulinho
1 Monat zuvor

Das Geheul ist ja nicht zu ertragen. Die Mannschaft ist doch meist spielbeherrschend und macht dennoch keine Dreier. Weil immer weiter viele klare Chancen vergeben werden und hinten leider nicht immer der liebe Fussballgott hilft. Auch diesmal agierte David mit seinen Helfern unglücklich, leider. Das braucht eben Zeit. Vor dem Gegentor läuft Narey zum xten Male auf und davon. Da muss man ihm auch mal die Lust nehmen, ein kleiner Rempler etc. Das 1zu1 hätte schon viel früher fallen müssen, wenn der Narey nicht wieder in alte HSV Zeiten gefallen wäre und den Ball unnötig passen wollte, ohne rüber zu schauen. Hennings hätte den sicher versenkt. Klar, Meissner gehört in die Mitte und nicht auf Außen. Was hat Walter dazu bewogen? Vllt. ist Jatta zur Zeit ein wenig außer Form, ansonsten haben wir eben keinen echten Rechtsaußen, hat es eben probiert, der gute Walter. Frage mich aber auch, warum Doyle nicht mal wenigstens für 30 Minuten eingesetzt wird. In der Mannschaft steckt eigentlich vieles, was zum Aufstieg reichen könnte. Liegt es bereits am Trainer? Aber, der Trainer kann doch nicht schon wieder in die Wüste geschickt werden. Wie viele denn noch ? Und dann wieder der Name Magath, was soll das denn. Oje, was hier schon wieder rumgeistert. Und Horst? Von dem hört man nichts, vllt. auch, weil er sieht, dass dieses Team eben Zeit braucht und keine Unruhe. Zeit, die die Paulianer ihrem aktuellen Spitzenteam damals gegeben haben, als sie im Vorjahr am Tabellenende rumkrebsten. Wir wollen doch nicht schon wieder alles umkrempeln. Wie oft denn noch? Nein, da müssen wir durch, alles kritisieren, aber sachlich, damit die Verantwortlichen auch was davon haben, sofern diese Blog auch mal lesen. Schon am Freitag können unsere Helden durch einen Erfolg im Stahlbad Paderborn uns allen und sich selbst wieder Hoffnung geben. Mein Eindruck noch zum Schluss, diese 2. Liga ist dermaßen ausgeglichen, dass die Aufstiegsplätze mit Sicherheit erst am Ende vergeben werden, eine Binse, zugegeben, bedeutet aber, dass die aktuellen Tabellen nur Momentaufnahmen sind….auch eine Binse. So aber bleibe ich weiter gelassen, wenngleich ich natürlich während des Spiels oft verärgert bin. Doch bleibe ich dabei, das muss sich alles entwickeln. Und, leider, es kann sein, dass wir eben noch eine Saison brauchen zum Wachsen. Dann ist es eben so!

adalgisa
1 Monat zuvor

Es macht wirklich keinen Spaß mehr, Spiel für Spiel das gleiche Bild mit sich wiederholender Erfolglosigkeit als Ergebnis bleibender Hilflosigkeit. Geduld predigen mag ein Rezept sein, aber wenn kaum Hoffnung auf Besserung besteht, helfen Beschwörungen herzlich wenig. Dieses kopflose Anrennen gepaart mit Fehlern per Ansage treibt den Wohlgesinntesten zur Verzweiflung. Nachdem die besten Chancen zum 2:0 vergeben wurden, war es nur eine Frage der Zeit, wann der Ausgleich fällt. Es ist bezeichnend, daß ich nach dem Platzverweis reflexartig dachte, oje, dann wird es heute wieder nix.
Mit Jugendwahn kann es nichts werden, wenn zudem die erfahrenen Spieler keine Leistung bringen – und dann diese Einwechslungen in der 86. Minute. Mit dieser Leistung kann man nicht einmal in Liga 3 gewinnen.
Bezeichnend, daß Walter 60 Minuten in Unterzahl gespielt hat. Grandios gespielt, sich nicht belohnt usw. Was alles abgestellt werden soll und muß … da klingt schon Resignation mit. Laufen allein ist eben doch zu wenig. Walters Erklärungen sind Spiel für Spiel die gleichen – Hinhaltetaktik ohne wirklicher Perspektive,

Tobi Petersen
1 Monat zuvor

Sind Walter, Boldt und Mutzel schon weg??
Wenn man diese drei Dillettanten weiter wurschteln lässt, geht man ohne wenn und Aber das Risiko ein, dass diese HSV-Trümmertruppe nächste Saison in der 3.Liga spielt.
JEDER sieht, dass es so nicht weiter geht. Der Trainer ist sowieso früher oder später weg. Wozu also warten? Wenn nächstes Heimspiel noch 20.000 Hüpfer ins Stadion gehen und danach vllt noch 10.000, wird dann endlich reagiert? Oder erst wenn der Tabellenplatz zweistellig wird? Das ist verlorene Zeit. Jetzt gilt es zu handeln. Oder will man noch tiefer sinken?
Sorry, es gibt nichts aber auch gar nichts Positives über den HSV zu berichten im Jahre 2021.

PS. Und dieses Gefasel von Jugend und Entwicklung können sich Boldt und Mutzel sparen. Das können sie ihrem Friseur erzählen. Wenn ich auf junge Spieler setze, dann sollten diese schon ein gewisses Potenzial haben. Das sehe ich bei kaum einem jungen Spieler. Also wenn z.B. David, Reis, Meißner, Suhonen das Fundament des zukünftigen HSV in der Ersten Liga sein sollen, na dann Gute Nacht. Der Kader (inkl der etablierten Spieler) ist so grausam schlecht zusammengestellt, dass einem Angst und Bange wird. Für diese mangelhafte und groteske Kaderplanung und das rudimentäre Scouting sind Boldt und Mutzel eigentlich unverzüglich freizustellen. Oder traut man diesen beiden Marionetten wirklich zu, den Kader im Winter qualitativ zu verbessern??? NEVER.

Last edited 1 Monat zuvor by Tobi Petersen
Hrubinho
1 Monat zuvor

Ich kopiere mal Glasners PK hier hin: „„Wir tun uns schwer, klare Torchancen gegen defensiv gut organisierte Mannschaften zu erspielen […] Da brauchen wir auch nicht um den Brei herumzureden, das ist so […].“
Beim HSV ist das nun seit 3,5 Jahren in Liga 2 der Fall. Und die „Entwicklung“ geht leider aktuell bergab. Paderborn, als beste Kontermannschaft der 2. Liga, wird uns nächste Woche eindrucksvoll die Quittung präsentieren.

Wenigstens hat TW erkannt, dass die linke 8 (Kinso, Reis) und die ROM-Position (Jatta, Winzi) bisher absolute Ausfälle waren. Meißer & Alidou haben ihre Stärken jedoch auf anderen Positionen als die, auf denen sie eingesetzt wurden. Gleiches gilt für Heyer. Das System passt so nicht auf den Kader. Es wird sich etwas ändern müssen.

AlterSchwede
1 Monat zuvor

65 Minuten 11 gegen 10 gespielt und diese 65 Minuten 0:1 verloren.

Mehr muss man eigentlich gar nicht schreiben. Das ist einfach unfassbar schlecht, ohne wenn und aber!

Töftinger
1 Monat zuvor

Ich vermute das wir auch nächste Saison wieder gegen Bremen spielen dürfen.

YNWA
1 Monat zuvor

So, Rassismus-Skandal also auch noch. Gegen Jatta und Narey…da war ja gestern wohl die Creme de la creme im Stadion unterwegs. Nicht nur der Kugelschreiberwurf auf den Linienrichter und die Bierbecher auf Narey, auf beiden Seiten des Tors.

Ich hoffe nur, das dem mit aller Konsequenz nachgegangen wird. Das ist ja ein Rückfall in ganz vergangene Zeiten – ekelhaft!

Das war gestern, in allen Belangen, ein gebrauchter Abend!

Last edited 1 Monat zuvor by YNWA
Rautenhopper
1 Monat zuvor

Offensive gewinnt spiele. Die defensive gewinnt meisterschaften

Ich möchte hier keine trainer diskussion los treten oder schon einen trainerwechsel fordern aber ich frage mich, ob wir aktuell walters schwächen sehen und ob diese schwächen dem hsv gut tun.

Wie es aktuell aussieht ist walter zu 100% von seinem spielstyle überzeugt und weicht keine mm davon ab. Er predigt zwar, dass er dafür zeit benötigt, aber ich frage mich langsam wirklich, ob dieser style erfolgreich sein kann.

Das spiel ist so ausgelegt das es für den gegner einfach ist tore zu schiessen. Heisst der hsv muss pro spiel min. 2 tore schiessen und das kann nicht sein. Im spiel gegen düsseldorf gelang es der mannschaft nicht den nötigen druck aufzubauen und auch die klaren chancen herauszuspielen trotz überzahl. Und auch obwohl düsseldorf ein spieler weniger roch es für mich mehr nach unentschieden als nach entscheidung. Dass die mannschaft dann den spielstyle nicht verändert und ein wenig tiefer steht gehen sie voll drauf und fangen sich unnötige konter. Man muss das spiel auch der situation anpassen vorallem wenn man vorne ist und noch einen mann mehr ist. Die situation ist sinnbildlich. In den 10 spielen waren wir in 4 spielen einen mann mehr aber von diesem vorteil hat man wenig bis gar nichts bemerkt.

Auch wenn man seine feedbacks nachden spielen hört er spricht immer von zu wenig toren, aber man muss auch mal eine führung über die zeit verteidigen. Bis jetzt haben wir zweimal zu 0 gespielt gegen heidenheim und gegen bremen aber auch dort hatten die gegner zu viele grosschancen, welche zum glück nicht genutzt wurden.

was mir auch schon gegen aue aufgefallen ist, sind die wechsel von walter. In aue lag man zurück und aue war auch dort einen mann weniger ab der 65. und anstatt das spiel und die ausrichtung vlt zu ändern und einen zusätzlichen stürmer zu bringen, wechselt er zu erst muheim ein und danach gab es auch nur positions getraue wechsel. Auch gegen düsseldorf wurde suhonen und meissner in den guten phasen ausgewechselt und als dann das 1-1 kam wurde erneut positions getreu gewechselt.

ich hoffe echt das walter seine einstellung und sein spielstyle ein wenig überdenkt, weil es sieht so aus als ob die gegner sich gut eingestellt haben auf das system vom hsv hinten kompakt stehen, weil der hsv früher oder später sowieso dem gegner den raum geben.

Hamburger-Jung
1 Monat zuvor

Mir geht dieser vogelwild Fußball nur noch auf die Nerven. Ich bin wirklich froh, dass ich mir diesen Murks nicht mehr im Stadion anzusehen brauche, sondern nur noch auf dem heimischen Sofa mit dem Kühlschrank neben mir. Chapeau St Pauli. So sieht guter zweitliga Fußball aus.

Oliver Flesch
1 Monat zuvor

Mit Walters System hätten wir jedes Spiel 4:2 oder 5:3 gewinnen können. WENN wir eine gute Offensive hätten. Haben wir aber nicht. Nicht nur die Abschlüsse, auch die letzten Pässe und Flanken sind einfach nicht Zweitliga-tauglich. Ein klares Kaderproblem.

Nr.10
1 Monat zuvor

Der Trainer muss also Lösungen finden dass man mehr Tore schiesst…

Ich glaube da spielen zum Teil die Leute zu viel Fussball Manager.

Wenn es denn so einfach wäre. Der Kader hat eine gewisse Qualität. Diese Qualität ist gegeben und es ist schnurzpips egal ob der Pabst, Pep oder Walter an der Linie steht, es wird nicht mehr werden.
Ja der Trainer hat einen gewissen Einfluss und ja man kann Spieler auch ein Stück weit besser machen. Und dass die Spieler vor jedem Spiel brennen und fit sind, kann er massgeblich beeinflussen.

Aber „Lösungen“ zu finden dass man mehr Tore schiesst, leider nicht.

Kopite
1 Monat zuvor

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„ … dieser Trainer ist nicht reif für die zweite Liga“ – hätte die zweite Hälfte der Überschrift lauten sollen!
.

Aleksandar
1 Monat zuvor

Gut, dass ein regulativ „die Zuschauer“ zurück sind.

Mit pfiffen im Stadion fällt das Schönreden deutlich schwerer.

Dennis1984
1 Monat zuvor

So, der Morgen danach fühlt sich mich noch nicht besser an. Sind Walter, Boldt und Mutzel noch da, oder wurde dass Schauspiel endlich beendet.
Ich höre schon Boldt nach Walters Entlassung, “ wir wollten einen anderen Weg gehen, hat leider nicht geklappt“.
Und vor der nächsten Saison, “ der Weg mit Entwicklung hat nicht funktioniert, wir brauchen auch ältere Säulenspieler“

Dietrich Schneider
1 Monat zuvor

ICH hoffe Walter sowie Boldt und Mutzel sind bald Geschichte.Wie sich gestern der HSV präsentiert hat noch dazu in Überzahl…..nicht anzusehen.
Die Neuzugänge keiner Überdurchschnittlich, es wurde lediglich der Kader aufgefüllt.
Wenn man gestern Naray gesehen hat und der wurde mit Abfindung vom Hof gejagt das sagt doch alles über die Verantwortlichen des HSV. Aufsichtsrat mal langsam munter werden und Handeln

AD1979
1 Monat zuvor

Entweder holt Boldt in der Winterpause die für Walters Flipperfußball erforderlichen Knipser oder er sorgt endlich dafür, dass der Trainer sein System dem vorhandenen Personal anpasst, also immer ein Tor weniger kassieren als man maximal zu schießen in der Lage ist.

uwe twiehaus
1 Monat zuvor

Dieser HSV ist noch nicht reif für die Spitze, Situationen bedingte Einwechselungen bringen nichts mehr, sondern es muss ausgewechselt werden. Eine junge Mannschaft zu entwickeln darf bis sich alle saniert haben keine fünf Jahre mehr dauern, ansonsten Meppen ist nicht so weit weg!

Aradia
1 Monat zuvor

Moin…

Ausgeschlafen, gefrühstückt und Scholles Eindrücke gelesen.
Ha….. wieder nur 1:1……..
Ich verstehe nicht, wie fast 40 000 Zuschauer sich das antun.
Geld für nix ausgeben.
So fördert man noch die Leute, die meinen auf den richtigen
Weg zu sein.

Eist traurig zu zu sehen, wie ein einst grosser Verein unfähig
ist sportlich mit Anderen mit zu halten.

Vor wenigen Jahren gab es noch Fussballer wo ich gerne ihre
Künste live bewunderte. Dafür habe ich Geld ausgegeben.
In der jetzigen Truppe gibt es keinen Einzigen.

Ich habe also alles richtig gemacht und das Unentschieden
lediglich zur Kenntnis genommen und hier meine Gedanken
niedergeschrieben.

Gravesen
1 Monat zuvor

So erst mal ne Nacht drüber geschlafen.
Ob Walter der richtige ist? Ich weiß es noch nicht, aber ich weiß das uns die ewigen Trainerwechsel nix gebracht haben, mit Titz wären wir jetzt wieder in Liga1!
Die Auswechselung von Leibold, er hatte gelb und gegen Bremen hat mal das verurteilt das nicht gewechselt wurde!

Was aber hier positiv ist, das keiner David für das Tor anzählt, das habe ich heute schon in einen anti FußballBlog anders gelesen, aber ok die haben dort wenig Ahnung von Fußball

Meaty
1 Monat zuvor

„Es ist schwierig in Worte zu fassen, was uns heute widerfahren ist. Wir sind sehr enttäuscht. Der Spielverlauf ist leider etwas symptomatisch für unsere aktuelle Situation, denn wir kreieren sehr viele Torchancen und belohnen uns einfach nicht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir bei einer 60-minütigen Überzahl noch zielstrebiger in die Box reingehen und die Abschlüsse suchen müssen. In diesem Bereich sterben wir zu oft in Schönheit und lassen den Gegner dadurch am Leben. Wir haben zwar alles investiert, haben die nötige Konsequenz aber vermissen lassen“, Zitat: Tim Walter

.
.
Es ist doch ganz einfach Herr Walter: Gucken Sie sich die zweite HZ des Stadtnachbarn in Heidenheim an! Da werden Sie dann erkennen wie es aussieht, wenn eine komplette Mannschaft (und nicht nur drei-vier Spieler wie beim HSV) alles geben und mit Wucht und Einsatzwille nach vorne spielen und vier Tore schießen! Da bleibt kein Trikot der Kiezianer sauber!

Wenn ein Sonny Kittel nach 95. Minuten immer noch ein schneeweißes Trikot an hat, dann kann man nicht von Einsatzwille sprechen!
Okay, Sonny war noch nie der Kämpfer, aber etwas mehr darf es schon sein!

Bei den Kizianern ist sich kein Spieler zu schade, um die Drecksarbeit zu machen (und sein Trikot schmutzig)!
Und dieses ist mMn einer der wesentlichen Unterschiede der Teams!

Guckt man sich die Spiele an, wird man feststellen, dass die Braunen, Schalke und Regensburg eben auch nicht wirklich den besseren Fußball spielen!

Der letzte Wille bei jedem HSV Spieler ist eben nicht zu erkennen und wenn man diesen nur im Derby gegen Werder Bremen hervorbringt, dann sind einige Spieler im Kopf schon wieder deutlich abgehoben!

Last edited 1 Monat zuvor by Meaty
Jörg Meyer
1 Monat zuvor

Mein Gedanke an die HSV Verantwortlichen, wenn wir offensichtlich uns gegen 10 Gegenspieler schwerer tun als gegen 11 einfach einen Antrag bei der DFL stellen. Bei Platzverweis für den Gegner drauf zu verzichten das dieser den Platz verlassen muss, da es sonst zum Nachteil des HSV wird. Alternativ schlage ich vor dann ebenfalls einen eigenen Spieler vom Feld zu holen. Möchte wetten dann ist das Ergebnis besser.

Abseits
1 Monat zuvor

Das einzig Positive ist, dass die Mannschaft bis zum Ende gekämpft und nicht aufgegeben hat. Das war auch schon mal anders. 
Wir erinnern uns, wie genervt, enttäuscht und auch fassungslos Horst Hrubesch nach der Niederlage gegen Osnabrück war, dass da nicht alle Spieler 100 Prozent gegeben haben und dass sich jeder Einzelne hinterfragen sollte, ob das wirklich alles ist. 

Diesen Vorwurf kann man den Spielern definitiv nicht mehr machen!

Aber sonst;- der Aufwand den die Mannschaft betreibt, steht in keinem Verhältnis zu dem Ertrag. Es ist zu befürchten, dass sich das Experiment mit Tim Walter in die Reihe der erfolglosen Versuche einreihen wird, mit dem HSV endlich in die Erfolgsspur zurückzufinden. 

alwaysHSV
1 Monat zuvor

Ich hatte ja gestern noch geschrieben ich würde gern mal eine Aufstellung ,mit 2 echten Spitzen sehen. Nun war Meissner zwar auf dem Platz turnte aber ständig auf dem rechten Flügel rum. Es war in jedem Moment zu erkennen, dass dies nicht seine Position ist.
Ganz gut gefiel mir später der junge Alidou. Den möchte ich gern wiedersehen.

Rheini
1 Monat zuvor

Jetzt sollten mindestens zwei Änderungen vorgenommen werden:

Das Spielsystem sollte massiv geändert werden. Ob mit oder ohne Walter ist mir relativ egal. Das derzeitige System ist Unsinn (jedenfalls mit diesem Kader, vermutlich aber generell).
Es sollte zudem stärker gegen die Schwächen der Spieler antrainiert werden. Ich denke da nicht zuletzt an Jatta (vgl. Narey). (Übrigens hatte Jatta gestern trotz seiner Schwächen in fünf Minuten 1 1/2 gefährliche Flanken reingebracht.)

Steigen wir dann auf? Wohl eher nicht. Aber wir schneiden in der Tabelle vier bis fünf Positionen besser ab als mit einem „Weiter so“. Das ist wirtschaftlich wichtig und für die weitere sportliche Entwicklung.

fan17
1 Monat zuvor

Weiterhin sollte hier doch versucht werden nicht in Extreme zu verfallen. Und doch ist die Bilanz aktuell – mit und seit dem Abstieg zudem – ernüchternd. So reicht es wieder nicht und die Verjüngung wird mehr erzwungen als durchdacht oder umgesetzt mit top Talenten.
Die gefühlte Grundsatzkritik an Boldt und Mutzel habe ich nie geteilt – insbesondere von den Freunden des vorigen erfolglosen VV, der noch am meisten Geld zur Verfügung hatte.
Sie mussten mit weniger Geld auskommen und haben die Kaderkosten reduziert.

Andererseits hatte der HSV immer noch mit den teuersten Kader in der 2. Liga und wurde doch jede Saison von Vereinen mit weniger Ausgaben am Ende überholt. Zuletzt von Bochum, Fürth und Kiel.

Die Mannschaft schafft es nicht einmal ein Spiel souverän nach Hause zu bringen. Sie bleibt hinten anfällig und benötigt zu viele Chancen. Kreativ war das zunächst überlegene Spiel gegen Düsseldorf nachher auch nicht. In Überzahl ist man konteranfällig …! (Während St. Pauli in Heidenheim vier Tore schießt!). Bei den drei Siegen musste gezittert werden oder das Tor fiel mit Glück noch spät. Die Gegentore haben bekanntermaßen Tim Walter den Job in Stuttgart gekostet.

Die Tabelle lügt nicht – so bleibt man im Mittelfeld hängen.

Und seit der Winterpause 2019/2020 schafft es St. Pauli günstiger und besser zu arbeiten. Zalazar, Marmoush (top Leihen), Kyereh, Medic, Hartel, selbst im Ausland, wo man die Stärken der Spieler in den Ligen oft nur schwer einschätzen kann, Volltreffer mit Irvine und TW Vasilj. Ergebnis: Weniger ausgegeben – und deutlich besser in der Tabelle. Spieler wie Schonlau, Meffert oder Leibold zu holen, die jungen Spielern Sicherheit geben, ist richtig (wie auch letzte Saison mit Terodde und Leistner, ja, bei Gjasula hat es nicht funktioniert).

Boldt spricht gerne von seinem Weg mit jungen Spielern etwas aufzubauen. Aber eine Verpflichtung von Onana in der letzten Saison reicht nicht – der schon wieder aus finanziellen Gründen weg ist und offenbar dem HSV angeboten wurde (auch wenn Mutzel ihn aus Hoffenheim kannte).

Wenn diese Saison nicht eine Steigerung zu erkennen sein wird auch und insbesondere bei den jungen Spielern und bei eventuellen Nachverpflichtungen im Winter, dann dürfte die Zeit und Boldt und Mutzel wohl bald ablaufen. Es muss mit dem Apparat und Einsatz von mehr Geld als bei den meisten anderen Vereinen in der 2. Liga einfach mehr herauskommen!

Wenn Doyle nur ausgeliehen wurde für eine Saison – wann spielt er dann? Diese 5-Minuten-Einsätze kann man doch eigentlich nur mit Trainer Nagelsmann kommentieren: „Ich verstehe nicht, warum meine Kollegen so spät wechseln.“ Was kann man schon in fünf Minuten bewegen.

Und noch der Klassiker: Narey als Beispiel: Beim HSV eher schlechter, woanders top … Wie kann das sein?! Da läuft auch einiges schief.

Last edited 1 Monat zuvor by fan17
HT
HT
1 Monat zuvor

So einer wie Narey fehlt dem HSV auf der rechten Seite, warum sie ihn seitens HSV ziehen lassen haben, ist für mich nicht klar geworden. Ich muss aber eines hinzufügen, die starken Spiele die Narey im Moment für Düsseldorf jedes Wochenende auf dem Platz bringt, hat er zu seiner HSV-Zeiten, meistens vermissen lassen.

Last edited 1 Monat zuvor by HT
Tobi Petersen
1 Monat zuvor

Das einzig „Positive“ an diesem wieder mal bescheidenen Fußball-Wochenende: Werder Bremen hat genauso eine Trümmertruppe wie der HSV.
Die beiden ehemaligen Nordrivalen werden wohl über lange Zeit in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit verharren.