Der HSV ist ein sinkendes Schiff – gewesen?

von | 13.10.21 | 85 Kommentare

„Statistik ist nur solange was wert, wie ich daraus einen Vorteil erzielen kann“ hat mir mal ein älterer, niederländischer HSV-Trainer gesagt und den Phrasenschwein-Satz „wichtig ist am Ende nur auf dem Platz“ hinterhergeschoben. Aber obwohl ich diesen Knurrer bis heute für einen der besten HSV-Trainer der letzten 20 Jahre halte, muss ich ihm hier widersprechen. Denn neben der Wahrheit auf dem Platz gibt es eben auch die Entwicklungen, die sich nicht direkt in Toren und Punkten äußern. Und dazu zählen statistische Werte, wie sie gestern unsere Freunde von Createfootball.com hier angeführt und analysiert haben. Zum Beispiel in Sachen Offensivspiel, das beim HSV als wirklich gut bezeichnet werden kann – bis zum Abschluss.

Denn dort schwächeln Robert Glatzel, Bakery Jatta und Co. noch zu sehr. Aber: Die Entwicklung hin zu immer mehr Torabschlüssen und guten Torchancen ist gut. „…der enorme Ballbesitzanteil von 67% ist unübertroffen…Dazu spielt der HSV unter Tim Walter die meisten Pässe mit der höchsten Genauigkeit (87%) und zeigt sich besonders stark im Spiel ins letzte Drittel, wo sie die beste Quote der Liga aufweisen. Spannend ist zudem das Flankenspiel des einstigen Bundesliga-Dinos, das als Schlüsselelement im Kreieren von Torchancen gilt. Nur die Fortuna aus Düsseldorf schlägt mehr Flanken…“ haben uns die Kollegen gestern hier geschrieben und damit verdeutlicht, dass der HSV ein Spiel hat, das sehr viel Potenzial birgt. Und genau hier besteht zwischen vielen von Euch und mir eine Differenz, die immer wieder dazu führt, dass einige hier alles zu positiv dargestellt sehen. Aber ich versuche gern, das noch einmal aus meiner Sicht zu erklären:

Die Richtung stimmt, die Umsetzung noch nicht

Denn ich finde das Offensivspiel des HSV in seiner Grundausrichtung sehr gut. Ich mag mutige Spieler und ein mutiges Spiel. Ich mag laufintensives Pressing ebenso gern gegen den Ball wie mit dem Ball sehen. Ich glaube auch fest daran, dass man nur so letztlich auch wieder erfolgreich wird. Problem hierbei ist, dass der HSV aus meiner Sicht in dieser Saison weder als Team noch individuell die Abschlussqualitäten hat, die das defensive Risiko rechtfertigen, das Trainer Tim Walter in Kauf nimmt.

Und: Entgegen der ersten Wochen, in denen es immer hieß, dass man sich eben noch finden werde und es dann defensiv auch besser würde, MUSS das JETZT auch endlich passieren. Schon am Sonnabend gegen die starken Düsseldorfer muss diese Entwicklung, die der HSV gegen Heidenheim, in Teilen auch gegen Darmstadt und Nürnberg angedeutet hat, fortgesetzt werden. Ansonsten wird sich Walter zurecht sagen lassen müssen, dass sein Spielsystem spektakulär ist – aber eben auch genauso spektakulär scheitert.

Aber zurück zu den unterschiedlichen Ansichten von mir und einigen hier im Blog: Ich weiß, dass dieser HSV ob der Misswirtschaft der letzten Jahre zwangsläufig Rückschritte in Kauf nehmen musste, die man unter Schlagwörtern wie „Umbruch“ oder auch „Jugend forscht“ als gewollt zu kaschieren versuchte. Vorstand und Sportliche Leitung versuchten so, öffentlich Zeit und Geduld zu generieren. Und ich war/bin trotzdem bereit, sie allen Verantwortlichen zu geben, solange eine Entwicklung zu erkennen ist. Dabei dürfen sogar Spiele verloren werden, wenn es letztlich der Entwicklung zugute kommt. Aber: Derart entwicklungsfreie Phasen wie gegen Aue und zuvor Nürnberg dürfen nicht zu oft vorkommen.

Genau DESHALB ist das Düsseldorf-Spiel so wichtig

Und genau deshalb habe ich dem Spiel gegen Düsseldorf am Sonnabend eine besonders wichtige Rolle zugeordnet. Nicht, weil ich an einem Spiel ablesen werde, ob alles gut oder alles schlecht ist. Nein, das halte ich für grundfalsch. Aber noch verkehrter ist, wenn Dinge zum Selbstzweck werden und Verantwortliche den „Umbruch“ bzw. den Einsatz junger Talente als Alibi für fehlende Leistungsfähigkeit missbrauchen. Wobei: Tim Walter hat das bislang noch nicht gemacht, obgleich seine Position sicherlich am unsichersten im gesamten HSV-Konstrukt ist. Er hat am ehesten mit Konsequenzen zu rechnen, aber der HSV-Coach nennt die Dinge beim Namen. Er taktiert nicht – was mir persönlich sehr gefällt. Aber das schützt trotzdem nicht vor notwendigen Konsequenzen, wenn sein Bereich sich nicht nach vorn entwickelt. Und das wiederum ist und bleibt die Leistungsfähigkeit der Mannschaft.

Ich persönlich habe ich dieser Saison nicht den Anspruch, dass der HSV immer um die Plätze eins bis drei mitspielt. Ich hoffe es – aber ich erwarte es nicht. Und das aus dem ganz einfachen Grund, dass ich andere Teams für reifer und aktuell stärker erachte. Mein Maßstab an diesen HSV ist also nicht der Tabellenstand, sondern die Fortschritte mit den jungen Spielern sowie die Entwicklung der Mannschaft. Und genau das sehen einige, die hier immer wieder Kaderwerte vergleichen, anders. Da werden virtuelle Werte mit Tabellenplätzen gleichgesetzt. Und das halte ich falsch. Da ich auch Spieler nie an ihren Ablösesummen oder Marktwerten messen werde, sondern an ihren Leistungspotenzialen im Verhältnis zu gezeigten Leistungen, verbietet sich das für mich eh.  

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich Walter für den richtigen HSV-Trainer halte – und ich kann weder mit einem klaren Ja noch mit eine klaren Nein antworten. Weil Walter hier etwas neu aufbauen musste, was andere Trainer fertig vorgefunden haben. Er muss die Zeit bekommen, diese Mannschaft zu formen und Ihr sein eigenes, zweifellos anspruchsvolles Spiel beibringen dürfen. Und solange man berechtigt die Phantasie haben kann, dass es greift, ist es in Ordnung. Sobald dieser Glaube aber berechtigterweise nicht mehr da ist, muss sich etwas ändern.  Dann muss entweder der Trainer schnell einen neuen, besseren Weg finden – oder der Verein einen besser passenden Trainer. Wobei Letztgenanntes hier in Hamburg sicher nicht zur Paradedisziplin der Vorstände und Sportchefs zu zählen ist…

Der HSV kann aufsteigen – aber keiner sollte es erwarten

Es ist also in dieser Saison nicht so wie in den letzten Jahren, wo der HSV stets zu den Topfavoriten gezählt werden musste. Diese Saison kann der HSV es schaffen – aber man darf es nicht erwarten. Oder um es mal beim Namen zu nennen: Dieser HSV ist ein sinkendes Schiff, da man lange Zeit schwere, antike Motoren für wertvoll erachtete, weil sie so schön glänzten. Erst als man merkte, dass diese Motoren zwar glänzten aber das Schiff nicht wertvoller sondern nur unnötig schwer machten, warf man sie endlich über Bord. Das Ergebnis sehen wir heute: Denn das Schiff fährt wieder.

Langsamer, noch lange nicht sturmerprobt und mit Schlängellinien versehen, das stimmt! Rennen gewinnt man damit vielleicht seltener. Alle müssen aktuell mehr ackern als in den letzten Jahren, um auch mal besser zu sein. Dieses Risiko musste man aber in Kauf nehmen, damit sich das Schiff wenigstens wieder sicher über Wasser hält. Aber so bekommt man wenigstens die Zeit, das Schiff von zu reparieren. Solange ich sehe, dass man es diesmal kontinuierlich und von grund auf repariert, anstatt es wie in den letzten Jahren einfach nur zu flicken und chic anzumalen, halte ich es für richtig. Und dann vertrete ich diese Meinung auch gegenüber allen, die anderer Meinung sind.

Und nur um in dieser Metapher zu bleiben: Ich habe in den letzten Wochen keine Reparaturen erkennen können – deshalb erwarte ich sie jetzt dringend. Sie sind mein Maßstab an die Verantwortlichen. Und an die Mannschaft, die sicherlich nichts weniger braucht, als die alten Motoren wieder an Bord. In diesem Fall muss ich Peter Neururer, der heute in der SportBild die Rückholaktion von Aaron Hunt als Lösung für die aktuellen HSV-Probleme nannte, komplett widersprechen.

Neururer Idee wäre ein Rückschritt für den HSV

In diesem Sinne, bis morgen. Dann mit der Pressekonferenz und eventuell auch mit einem neuen Communitytalk, den wir heute im Studio zwar aufgezeichnet haben, deren Datei aber offensichtlich so beschädigt ist, dass wir es aktuell nicht gerendert (digital verarbeitet) bekommen. Meine Freunde und Experten von Alpha Films arbeiten noch daran und wir hoffen bis zum Schluss  – aber es sieht leider nicht allzu gut aus. Sicherer ist dagegen, dass ich mich morgen früh wieder mit dem MorningCall um 7.30 Uhr bei Euch melde und am Abend mit einem sportlichen Blog komme. Denn es darf jetzt endlich wieder um Fußball gehen. Oder um in der Metapher zu bleiben: Das Rennen beginnt wieder…

Scholle

Marcus Scholz

Marcus Scholz

Sportjournalist Marcus „Scholle“ Scholz hat sich in mehr als 20 Jahren als HSV-Reporter bundesweit als Gast in renommierten TV-Sendungen einen anerkannten Namen gemacht. Nach „Matzab“ und der „Rautenperle“, die Scholle beide zu digitalen Erfolgen pushte und sogar auf Rang 6 und 7 im nationalen Fußballblog-Ranking platzieren konnte, ist „MoinVolkspark“ sein erster komplett eigener Blog über den HSV. Zusammen mit einem Team aus jungen, hungrigen HSV-Freunden wird dabei wie zuletzt auch 24/7 auf unterschiedlichen Kanälen über den HSV mit den täglich neuesten News und Entwicklungen in Wort, Bild und Ton berichtet. Scholles Motto allein macht schon deutlich, worum es ihm hier geht: „Ein Tag ohne den HSV ist ein verlorener Tag.“

Über Moin Volkspark

Moin Volkspark – das ist ein Team aus jungen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit dem HSV beschäftigen und ihre facettenreichen Fähigkeiten so einbringen, dass hier heute eine Plattform entsteht, die den Anspruch hat, HSV-Freunde und -Interessierte vollumfänglich zu informieren und zu unterhalten.

Das Ganze gepaart mit der Expertise des bekannten Sportjournalisten Marcus „Scholle“ Scholz, der beim HSV seit mehr als 21 Jahren 24/7 am Ball ist, bietet ein Maximalmaß an objektiver Informationen und  zeitgemäßer Unterhaltung. Ziel ist es, hier frischen, dynamischen Content zu bieten, der sich wohltuend von der allgemeinen Journaille abhebt.

Moin Volkspark ist aber nicht nur ein Ort, um sich zu informieren, sondern soll auch immer ein Ort des Austausches und des Miteinanders sein. Wir wollen eurer Leidenschaft einen Platz im Netz bieten: zum Diskutieren im Forum, zum Mitfiebern bei Live-Events. Und natürlich zum Mitmachen in unseren vielfältig angelegten Video-Formaten. Eure Freude, Eure Trauer, Euer Jubel und Eure Wut haben hier Ihren Platz, solange alles respektvoll formuliert und artikuliert wird.

Moin Volkspark steht für ein leidenschaftliches Miteinander und ist der Zusammenschluss dessen, was eigentlich schon seit langer Zeit zusammengehört.

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Rotkaeppchen1966
1 Monat zuvor

Leider einmal mehr ein Blog nach dem Motto: „Ach ja, ich muss ja heute Abend noch ein paar Zeilen zum Besten geben“.
Die übliche Anspruchlosigkeit statt Ambition „Alles kann, nichts muß“-Parole, eine Methapher eingestreut, die nicht belegt wird und Tabellen und Transferwerte sind sowieso überbewertet. Die Entwicklung wird einmal mehr am Trainer festgemacht.
Würde mich auch wundern, wenn mal der Ansatz verfolgt würde, was für einen Kader die Verantwortlichen da eigentlich zusammengestellt haben.
Ach ja, einen, wenn man David mal raus nimmt, mit über 26 Jahren Durchschnittsalter und durchschnittlich über 100 Zweitliga-Spielen nicht so reifen wie die Konkurrenz.
Dann die Ersatzbank noch so jung sein – wenn sie keinen Druck auf die Arrivierten ausüben kann, auf deutsch – der zweite Anzug nicht sitzt- geht es mit der Entwicklung sehr schnell dahin

US73
1 Monat zuvor

Das Schiff sinkt.
Seit 2014. Einer fehlgeschlagenen Ausgliederung, die die Hintertür „Beirat“ akzeptierte, von wegen „Mitnehmen“ der Andersdenkenden.
Ich habe E.O. Rieckhoff damals gewarnt – nachzulesen bei HeLuecht – dieser Vereinsmeierei ein neues Forum zu bieten.

Der „Sanierer“ Wettstein hat seit 2014 89 Millionen Verluste angehäuft – vor Corona.
Und seine „Sanierungen“ haben nur einen saniert – ihn selbst.
Geht mal in die Foren von 1860 oder dem MSV Duisburg, wie dort über Wettstein geurteilt wird.

Nein, dieser HSV wird nur getrieben von Partikular-Interessen. Seien es die Arbeitsplätze der Festangestellten des SC, seien es die Aufsichtsratsmandate, die einen kostenfreien Trainingslager-Besuch ermöglichen.

In Grund und Boden sollten sie sich schämen.
Aber – sie tun es nicht – ist es doch ihr persönlicher Vorteil.

Dieser HSV ist am Ende. Weil er gelenkt wird von Mit-Menschen, denen am HSV gar nichts liegt, sondern nur an ihrem Vorteil.

„Didi und always“, haltet die Fresse. Ihr seid bezahlte Sprechpuppen von eben dieser Sippe, die den HSV als Beute ausgemacht hat.

Meine Güte, warum kriegen Mainz, Freiburg, selbst Augsburg oder Regensburg, es hin, besser zu performen als der „grosse“ HSV? Weil sie ein Konzept haben, und Manager, die es umsetzen.

Das Konzept beim HSV lautet seit Jahren:
Mach Dir die Taschen voll, und wehre Kritik ab, solange es geht.
„Take the money and run“.

Wenn der Blog-Autor etwas „Chuzpe“ hätte, würde er Toni Leistner mal exklusiv interviewen. Da kämen sicherlich interessante Details zum Vorschein.

Ja, es kostet sehr viel Zeit und Kraft, sich wirklich schlau zu machen.
Zeit, die Marcus Scholz anscheinend nicht investieren mag.
Ist ja alles „sunshine“, oder? Beruf/ung verfehlt.

Scorpion
1 Monat zuvor

Und natürlich liegt die Wahrheit auf dem Platz – immer noch. Sie spiegelt das wieder, was sich um den Platz herum tut. Positiv, wie negativ.

Wenn vom Aufsichtsrat über den Präsidenten, die Vorstände und Direktoren nur Lehrlinge sitzen, kann auf dem Platz kein Meisterstück geschaffen werden.

Aber das hatten wir hier ja schon zur Genüge diskutiert.
Und wenn man das Gelaber über diverse Neuanfänge weiterhin als Hoffnungsschimmer sieht und nicht als Vorwand, das jahrelange eigene Versagen zu vertuschen, quasi alter Wein in neuen Schläuchen, dann definiert man den Begriff „Leistungskultur“ schon sehr diskussionswürdig.

Aber jeder hat eben seine eigene Wahrheit, auch wenn sie nur eine alternative ist …

abraeumer
1 Monat zuvor

Um bei dem Bildnis zu bleiben.

Die Reederei ist seit Jahren kein Unternehmen, sondern sie wird wie Verein geführt. Zielsicher unterstützt ein Anteilseigner die falschen Personen, die nach seiner neuesten Aussage nur vor sich hinwursteln. Den Rest erledigen die Gremien des Mehrheitseigners, die jeden entfernen, der leistungsorientiert arbeiten möchte und neue Wege gehen will. Im Vorstand der Reederei sitzen daher ein glückloser Vorstandsazubi und ein Verwalter von roten Zahlen.

Die modernen Kreuzfahrtschiffe haben unser Schiff zu einem zweitklassigen Donaudampfer werden lassen. Auf die Brücke unseres Kahns wurde erneut ein beratungsresistenter Kapitän berufen, der schon einmal abberufen wurde bevor er das andere Schiff gegen die Klippe setzen konnte. Die alten Motioren haben ausgedient und wurden durch mittelalte Motoren ersetzt. Es wird betont, dass jetzt vermehrt auf junge Motoren gesetzt werden soll. Diese sind aber angeblich noch nicht entwickelt oder werden nur in den letzten 10 Minuten zugeschaltet.

Der Kahn wäre eigentlich schon gesunken, aber die Reederei hat ihr Gelände verkauft und der Steuerzahler hält uns über Wasser.

Darmzotte
1 Monat zuvor

Nochmal zu den Zahlen. Dass mir der Stil unter Walter besser gefällt als der unter Thioune ist klar, aber das heißt ja noch nicht viel.

Der hohe Ballbesitzanteil ist schön und gut, aber teilweise vom Gegner ja auch gewollt, um den HSV auskontern zu können. Und dies war ja auch ein Punkt, der in den Statistiken negativ aufgeführt wurde. Insofern ist dieser Punkt ein zweischneidiges Schwert.

Viele Flanken ist schön, aber die auch hier ist ja die Qualität wichtig und wen sie finden sollen. Und wer sie schlägt. Bei Jatta-Flanken, die eine extreme Streuung aufweisen, ist die Quantität hoch, die Qualität mies.

Unabhängig von den Daten von CreateFootball sagte ich hier an dieser Stelle, dass für einen effektiven Einsatz des Walter Systems ein Knipser fehlt.

Und genau hier setzt einer meiner Kritikpunkte an den Verantwortlichen an.

Man holt Walter, und ich gehe in meinem Jugendlichen Leichtsinn mal davon aus, dass sich Boldt in Düsseldorf mit dem Trainer vorher beschäftigt hat, und dann stellt man ihm keinen richtigen Torjäger zur Seite bzw. lässt den mit Torgarantie ziehen. Auch Hofmann vom KSC hätte helfen können, aber der kann wohl nicht mit Walter. Das ist Pech. Glatzel ist okay, mehr nicht.

Schade.

Last edited 1 Monat zuvor by Darmzotte
Frederix
1 Monat zuvor

Statistik hin Statistik her.

OK Scholle, man erkennt Bereitschaft zu investieren. Es erinnert mich ein wenig an ein alten PC, den ich aufrüsten will. Wenn ich mir eine mittelmäßige Grafikkarte und einen etwas besseren Prozessor hole, habe ich immer noch keinen Hochleistungsrechner.

Was ich damit sagen will, ist das die Qualität fehlt. Ich denke schon, daß TW aus dem Kader das letzte rausholen kann, jedoch reicht es nicht!

Denn das Problem ist, daß kein gestandener Fussballer freiwillig zu einem Trainer wie TW wechselt. Würde ich auch nicht wenn ich Dursun, Hoffmann etc heißen würde. Profi-Fussball ist kein Kindergarten. Ich denke, daß ist der wahre Grund warum so viel von Jugend und Nachhaltigkeit gesprochen wird. Diese Tugend ist nur vorgeschoben, weil kein etablierter Spieler kommen will. Der Feldmarschall-Stil von TW ist vielleicht bei Jugendmannschaften (alleine schon die Strafen beim Training sind lächerlich) anwendbar, jedoch nicht bei gestandenen Spielern (siehe Leistner). Dazu kommen Aufstellungen, die nur er versteht.

Daher hatte es Boldt nicht gerade leicht, Spieler zu verpflichten, die uns wirklich weiterhelfen. Er muss sich aber die Frage stellen, dieses nicht vor der Verpflichtung dieses Trainers gewusst zu haben. Der größte Fauxpas von Boldt aber ist, ihn mit einem 2-Jahres Vertrag auszustatten. Wo doch historischen Fakten der jüngsten Vergangenheit zeigen, daß mit großer Wahrscheinlichkeit, kein Trainer eine Saison übersteht.

Ganz gleich, wie TW Qualitäten einzuschätzen sind, beim HSV sind sie fehl am Platz.

Ich denke das auch zum Winter kein Überflieger freiwillig zu uns wechselt.

Sollte sich die jetzige Mannschaft wider erwartend an in der Spitze der Tabelle festsetzen, wäre das TW Verdienst, mir fehlt dafür aber die Fantasie.
Ergo: Nur eine Trennung von TW mit schmerzlicher Abfindung kann die Lösung sein.

Jedoch, kein Aktionismus, er muss erst ein wirklich passender Trainer gefunden werden, bevor dieser Schritt unternommen wird!

Bubu
1 Monat zuvor

Sail away….. @ all,

diese heutige Überschrift „Der HSV ist ein sinkendes Schiff…“ macht was mit mir! Auch der bildliche Aufruf „Alle Mann (v)an Bord“, ja zugegeben, da schwingt so ein knurriger, niederländischer Schiff – Steeven(s) mit! Was für ein Haudegen!

Diese verruchten Holländer, joho – mit denen konnten wir bisher immer richtig, richtig gut! Egal ob Kapitäne oder Matrosen, hier passte es durchaus! Holländer können eben mit dem Wasser umgehen….sie leben damit!

Wie wir Hamburger sind sie eben Kummer gewohnt… 🙂

„Wichtig ist am Ende auf dem Meer!“ Phrase, hier entscheidet sich ob das grossgeredete Schiff am Ende schwimmt oder aber unter amateurhafter Leitung absäuft, nicht nur die brutale Technik ist entscheidend, sondern auch WER den Kahn mit Geschick und Erfahrung unter den Gegebenheiten steuert, die Mannschaft ist ebenfalls ein entscheidender Faktor, Stärke, Erfahrung, Qualität, Motivation, Talent etc. Sie muss einfach bereit sein, rechtzeitig Feuer in die Takelage zu bringen.

Die schiffende Reederei sorgt dann für die passenden, brettmäßigen Aufträge, auf Mannschaft, Schiff, Kapitän und Gefährt passend zugeschnitten, SIE  muss letzten Endes entscheiden für welche Art von Aufgaben das „Konstrukt“ nun beschaffen ist, das sie da verwaltet, oder in Dienst gestellt hat.
Natürlich trägt SIE auch die Verantwortung über Modernisierung des Gefährts inklusive Pflege und Verbesserung bei der Anheuerung von weiterem, ausbildungsfähigem Personal, passende Führung auf der Brücke … rechtzeitiges Lösen von alternden Ballasten etc…

Meier2 könnte das besser beschreiben. Grüsse gehen raus! 😉

Verfügt man nicht über die erforderliche Technik und Qualität, nimmt man unweigerlich auch an keinem Rennen teil! Wenn doch, würde man schon nach kurzer Zeit nicht mehr auf Kurs bleiben und das Nachsehen im Feld der Teilnehmer haben! Erfahrene  Kapitäne – so nicht geblendet von der Reederei Seemannsgarn – wissen das schon vorher auszuloten, was mit der zusammen geklaubten Mannschaft nun möglich ist oder nicht, mal ganz abgesehen vom übertünchten Kahn und dessen etwaigen Zustandes.

Auf der anderen Seite, was nützt mir die modernste Technik /Schiff etwas, wenn keiner da ist der mit dem Tüch umgehen, geschweige denn, sie bedienen kann?

Hm….da könnte wiederum so´n oller Kahn mit verschrobener Besatzung auch das Rennen machen … beim Klabautermann! 😉

Die erfahrenen Matrosen können sich jedenfalls immer aufeinander verlassen, wer nicht mitzieht wird eben kurzerhand „Kiel geholt“! Die Erfahrenen bilden die Leichtmatrosen und Kadetten aus, unter der Führung des Käptn´s und seiner Offiziere.. die rechtzeitig faulendes Obst erkennen und aussortieren. Sollte es zu Unmut innerhalb der Mannschaft kommen, sollte die Reederei rechtzeitig in der Lage sein dies zu erkennen und zu reagieren… bevor der seemännische Kollaps Einzug hält!

In Bezug auf den Hamburger Schiffer Verein…….tscha…bei der heiligen Anglerbüx,  lass da ma keine Sturmflut kommen!

Ahoi und Mast- und Schotbruch!

Kopite
1 Monat zuvor

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Die Kaderwerte – Ablösesummen, Marktwerte, Gehälter – sind sehr wohl ein Maßstab: Teure, zu teure Spieler gab’s beim HSV seit mehr als 10 Jahren zuhauf.
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Wer sein Gehalt nicht mit Leistungen verdient, wird zu Recht kritisiert!
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Vor allem aber wird die sportliche Leitung – vulgär: Bosse – zu Recht kritisiert, wenn der Kaderaufwand Tabellenspitze ist, der Erfolg aber dahinter zurück bleibt.
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Goalero
1 Monat zuvor

Ich bewundere Deinen nahezu grenzenlosen Optimismus Scholle, aber von diesem Trainer kann man mit dieser Mannschaft nichts mehr erwarten. Das hat auch nichts mit Ungeduld zu tun, sondern damit, dass man überhaupt keinen Fortschritt erkennen kann. Und wer das Spiel gegen Aue gesehen hat, der weiß auch, daß die HSV Offensive selbst bis zum Strafraum zur Zeit nichts taugt. Keiner traut sich den Abschluss, lieber noch einmal quer und zurück, und vor allen Dingen nie aus der Distanz. Ne, das ist nichts.

horst schlau
1 Monat zuvor

Wenn selbst ein Horst Hrubesch als Sportdirektor für den Nachwuchs den Trainer Walter mit dem zusätzlichen trainieren von Flanken nicht mehr erreicht, dann hat das Konstrukt HSV mehr als Schlagseite !!!

Wenn das Wort Horst Hrubesch den Herr Walter in Sachen “ Meißner“ nicht mehr erreicht, dann sollten die Alarmglocken ertönen !!!

Herr Boldt – Sie oder Herr Walter – das ist die Frage !!!

Gruß

Rautenhopper
1 Monat zuvor

Zu den zahlen gebe ich scholle schon recht. Wären wir im abschluss besser gewesen hätten wir doch den einten oder anderen sieg eingefahren haben wir nicht und oft ging es unentschieden aus.

Ich sehe das düsseldorf auch nicht wirklich als knackpunkt. Es wäre mit der euphorie sicher gut wenn wir gewinnen und auch man könnte sich oben halten und man muss sich nicht wieder herankämpfen, obwohl es sicherlich auch intressant wäre zu sehen was passiert wenn der hsv mal im mittelfeld versinkt.

Weil es wird immer von den fans geredet oder vom umfeld, welcher zu viel erwartungen hat, aber die frage die ich mir stelle haben die verantwortlichen die geduld um mal wirklich was zu entwickeln. In den letzten jahren war dies nicht der fall man hat lange am trainer und der strategie festgehalten, um dann wieder alles auf null zu stellen.

Schluder82
1 Monat zuvor

Der Eisberg wurde bereits gerammt das Schiff beginnt sich zu Neigen..

Nun kommen Kapitän, der erste Maat und die Leitung des Servicepersonals zusammen, kreieren den Werteplan zur Rettung in einem 10 Punkte Papier.

Die älteren Besatzungsmiglieder lehnen 4 der 10 Punkte ab, da weder die Nachhaltigkeit noch geflogene Traditionen berücksichtigt worden sind… etc..

bei sinkenden Schiffen nur ein Konzept: Rettung !

Und wenn sich die Vereinsführung in ehrlich den Spiegel schaut wird hier jeder Festellen : wir haben keine Zeit für Entwicklung. Finanziell ist jede findige Kasse ausgereizt und dem Umfeld wird keine Geduld beigebracht werden. So romantisch es auch sein mag junge Spieler mit Herzblut für den Verein am Besten aus der Region zu entwickeln, dass passt leider nicht in die aktuelle Lage noch zum Umfeld des Vereins.

Wir müssen aufsteigen, alles Andere ist nur die Begleitung des Untergangs. Mittelfristig fressen die laufenden Kosten den Verein auf.

Last edited 1 Monat zuvor by Schluder82
Micky
1 Monat zuvor

Ich denke, dass bei jedem Fortschritt auch eine gewisse Stagnation eintreten kann.
Die natürlichste Sache der Welt.
Bis jetzt ist jedenfalls nichts eingetreten, was erkennbar die Mannschaft von Trainer Walter zurück wirft.

Die Trainer der letzten beiden Jahre waren Blendwerk. Die „Entwicklung“ war in den entscheidenden Momenten sichtbar nicht vorhanden. Ich hatte mir gerade von Hecking mehr versprochen. Bei Thioune ging mir das ewige hintenherum-Sicherheits-Geschiebe sowieso mehrfach auf den Geist. Es wurde zwar von ihm selbst immer wieder schön geredet, aber am Ende hatte auch er nichts mehr zu sagen. Wie Peinlich für jemanden wie ihm.

Dagegen ist die Art von Tim Walter frisch und klar auf Erfolg ausgerichtet. Es fehlt im Vergleich zu Pauli (also der derzeitigen Nr.1) noch die Torgefahr und Feinjustierung, aber ich finde die Spielanlage ähnlich mutig und aggressiv.
Da macht auch das Zuschauen wieder Spass und, dafür zahlt man gerne Eintritt.

Im Bezug auf Stagnation ist wichtig, dass sie weiter nach vorne in die Lern- und Trainingsphase rückt und nicht wie in der Vergangenheit am Ende der Rat- und Mutlosigkeit Platz macht.

In diesem Sinne:
Nur der HSV !

(Hüpf 😄

Michael
1 Monat zuvor

Moin,

Um die Emotionen raus zu nehmen finde ich solche Statistiken sehr gut.

Wenn wir 5 Punkte mehr hätten würden wir hier ganz anders diskutieren. Und die Punkte fehlen aufgrund der im Blog genannten Schwächen im Abschluss und der offensiven Ausrichtung.

Wir im haben Vergleich zu den vorigen Jahren :
– ein jüngeres Team mit Potential
– ich erkenne mehr Willen und Biss im Team, gerade in der Schlussphase
– eine Spielidee (wenn auch noch nicht perfekt umgesetzt)

Ich glaube weiterhin, das wir im weiteren Saisonverlauf noch stärker werden.

Und wenn man die Spiele durchgeht, sind die fehlenden 5 Punkte mit ein bisschen mehr Matchglück oder besserem Abschluss leicht zu finden. (Aue, Sandhausen, Darmstadt, Heidenheim). Meine Meinung….

Ich bleibe optimistisch!

Wir können natürlich wieder Trainer wechseln, SpoDi raus etc. machen und der normale HSV sein, anstatt jetzt mal 6 Monate konzentriert zu arbeiten und Schritt für Schritt besser zu werden.

Wir haben jetzt den Status den wir mit Tietz (macht übrigens gute Arbeit in Magdeburg) vor 3 Jahren hatten und was seit dem passiert weiß jeder. 6 Monate weiter muss man Fortschritte sehen, das weiß jeder! Dann muss es klappen. Aber bis dahin gilt für mich Ruhe bewahren.

IMHO

Blumi64
1 Monat zuvor

Ich bin am Samstag wenn wir gegen Düsseldorf spielen im Kölner Vedel Klettenberg auf einem 50. Geburtstag eingeladen. Habe kein gutes Gefühl bei dem Spiel aber ich hoffe mal, das mir viele Kölner an dem Abend gratulieren. Nein ich werde nicht 50. aber Kölner halten es damit….wer der Feind unseres Feindes ist ist unser Freund

Bastrup
1 Monat zuvor

Sas Schiff wird solange nicht aufhören zu sinken, bis irgendjemand an die Ursachen des Niedergangs rangeht.
Die liegen aus meiner Sicht an der Führungsorganisation des Clubs. Ich kann diesbezüglich keine Weiterentwicklung erkennen. Scheinbar wird noch nicht einmal daran gearbeitet.

Jörg Meyer
1 Monat zuvor

Das Boot reparieren würde bedeuten es durch mehr und viel Training flott zu bekommen. Aber man liest mehr von Belastungssteuerung und freien Tagen als von zusätzlich angesetzten Einheiten zum einstudierten von zb Spielzügen oder Standarts. Scholle wie sehr wird denn der Aufwand betrieben das Boot wieder flott zu machen?

OhnezuRuppen
1 Monat zuvor

Moin Scholle, vielen Dank für den Blog heute.
Statistik ist doch uninteressant.
Deine persönliche Erklärung ist (fast) auch die meinige.
PS: Deine Ankündigung zur FIFA ist auf.mein Interesse gestoßen. Wann kommt der Blog dazu denn nun, oder müssen die Anwälte nochmal querlesen?

Kuchi
1 Monat zuvor

Es ist immer wieder lustig zu lesen, wenn jemand einen Aaron Hunt als Lösung für die aktuellen Probleme nennt. Lustig deswegen, weil offensichtlich kein anderer Verein auf die Idee kommt, Hunt ein angenehmes Angebot zu unterbreiten. Dass er seine Qualitäten nicht auch in Hannover, Heidenheim, Schalke oder sonst wo unterbringen könnte, erschließt sich mir nicht. Aufgrund seines Alters und der mangelnden Fitness ohne dauerhaftes Training wird es wohl nicht am Preis scheitern.

Aber die Vereine sehen das anders. Es ist aber natürlich auch möglich, dass es diese Probleme nur in Hamburg gibt und es überall anders perfekt läuft.

Vielleicht hat Neururer auch nur noch Erinnerungen an einen Hunt aus bremer Zeiten.
Man weiß es nicht.

Bis baldi

adalgisa
1 Monat zuvor

…… entwicklungsfreie Phasen (nette Formulierung) also quasi Kunstpausen. Nun, die gab es nicht allein gegen Aue oder Nürnberg, die gab es reichlich in jedem Spiel. Da beißt die Maus nicht den Faden ab. Wenn es nicht gelingt konstanter zu werden, hat sich zur Vorsaison im Ergebnis nichts geändert, ist das Gesamtkunstwerk eher konfuser geworden. Ich gestehe, daß es mir schwerfällt, den HSV so ganz ohne konkrete Erwartungen zu sehen, aber es wird wohl so sein, Aufstiegserwartungen sind ziemlich verwegen. Also schauen wir auf das nächste Spiel und hoffen, daß es nicht wieder zu einer entwicklungsfreien Phase mutiert.

Grantler3006
1 Monat zuvor

Das Schiff fährt nicht wirklich, wie ich finde. Der HSV dümpelt bzw. hängt, ohne Kapitän (VV), auf dem Grund der Bille. Da die nicht so tief ist, habe ich die Hoffnung, dass es nicht tiefer geht, aber bis zur Dove Elbe, dann zur Norderelbe, um dann über den Hafen wieder in tiefes Gewässer zu kommen, muss noch ne Menge Arbeit investiert werden. Die muss dann strategisch und zielgerichtet sein. Nicht, dass sich der Kutter auf der Alster wieder findet, da ist die Quelle im Sommer bekanntlich hin und wieder ausgetrocknet.

Walter finde ich nicht verkehrt, aber er muss nach meiner Auffassung noch deutlich mutiger werden. Warum werden von den SUPI-Sportvorstand Spieler wie Doyle, Vuscovic und Kaufmann geholt, wenn sich „Altgediente“ wie Jatta oder, mit einem großen LEIDER Wintzheimer nicht weiterentwickeln bzw. weiterentwickeln lassen, aber trotzdem spiele?
Gleiches gilt für Kinsombi. Und wenn ich dann David (tatsächlich besser als erwartet, aber deutlich schwächer als ein Heyer auf der selben Position) noch herausnehme, um dann die jungen Achter oder Zehner, oder was auch immer, nämlich Reis, Suhonnen und Doyle spielen lasse, mit eben Heyer und Schonlau hinten drin, dann wäre das mal mutig und einer Entwicklung, stünden dann mal ein paar Schotten (nicht die aus Schottland) offen.

Denn Kaufmann, Meißner, Suhonnen, Reis, Doyle, Vuscovic können sich nur über spiele empfehlen.

Wenn ich Walter wäre, würde ich es so machen, denn die 35.000 Zuschauer gegen die Fortuna würden diesen Jungfüchsen und auch dem Trainer deutlich mehr Zeit einräumen und Fehler verzeihen, sofern gefightet wird.
Meine Befürchtung gegen Düsseldorf ist, dass die Kulisse zur Bürde und zum Boomerang werden wird, wenn es nur annähernd so anfängt, wie gegen Aue. Dann wird das mal wieder ein Pfeifkonzert, was den Schiffhörnern der großen Pötte nichts mehr im Weg stehen würde.

Nur mal so, um bei der Metapher des sinkenden Schiffs zu bleiben.

Hrubinho
1 Monat zuvor

Die Statistiken zeigen doch nur die Dinge auf, die hier schon x Mal angesprochen wurden:

  • von der ROM-Position kommen keine brauchbaren Flanken (sry, Baka). Nur Heyers Glanztage schönen noch die Bilanz. Hoffnung gäbe hier nur ein gesunder Oberschenkel vom Vagnoman, evtl. Suhonen oder Wintertransfers (Mitchell Weiser, damn…). Winzi sehe ich eher im (2 Mann-)Sturm.
  • „Steckpässe kommen nicht an“ = Kinsombi ist offensiv ein Totalausfall! Kittel hat gute Tage, aber wenn er auch nicht liefert, kommt vom HSV nur noch laue Luft wie im Erzgebirge. Hoffnung geben hier evtl. Doyle oder Reis.
  • Glatzel rackert, versiebt aber (noch) zu oft. Bei der Quote landet er trotzdem statistisch gesehen bei 19 Buden, was völlig ok wäre. Ich sehe immer noch Glatzel als guten Transfer. Die anderen Offensivspieler müssen dringend torgefährlicher werden. Keiner hat >1 Saisontor!!!! Das gäbe Glatzel mehr Raum und mehr Ruhe. Das Walter-System ist nicht dafür ausgelegt, nur den Leuchtturm da vorne anzuspielen (wenn das überhaupt mal ausreichend geschähe).

Insofern ist der HSV ein guter Zweitligist, in einigen Bereichen sogar deutlich besser. Er ist aber kein sehr guter Zweitligist, weil auf 2 Positionen (durch mehrere Leute) unterdurchschnittlich performt wurde. Hier sollte die Entwicklung unter Walter in den nächsten Wochen ansetzten. Davon profitiert dann auch die gesamte Stabilität im Defensivverbund. Ich bin trotz Aue noch positiv.